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Bete, bis die Erhörung kommt!


„Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten“ (Lk 18,1).


Die größte Versuchung in unserem Gebetsleben ist, nicht anhaltend genug zu beten. Wir fangen an, für etwas Bestimmtes zu beten; wir stellen unsere Gebetsanliegen für einen Tag, eine Woche oder einen Monat zusammen. Wenn wir dann keine bestimmte Antwort bekommen haben, werden wir müde und hören allmählich ganz auf zu bitten. Das ist ein großer Fehler!


Es ist auf allen Gebieten des Lebens verhängnisvoll, wenn Un­ternehmungen ins Leben gerufen, aber nicht vollendet werden. Men­schen, die sich daran gewöhnt haben, etwas anzufangen, ohne es hinauszuführen, haben sich an ihr Versagen gewöhnt. Genauso geht es dem, der anfängt, für etwas zu beten und nicht bis zur Erhörung durchbetet. Er hat sich in seinem Gebetsleben an Niederlagen gewöhnt.


Nachlassen heißt versagen. Aus diesem Versagen wächst Entmutigung und Zweifel im Blick auf erhörliches Beten — und das ist gefährlich.


Du fragst vielleicht: „Wie lange soll ich beten? Kommen wir nicht einmal an einen Punkt, wo wir mit Beten aufhören und die ganze Sache Gott überlassen sollten?“


Darauf gibt es nur eine Antwort: Bete, bis Gott dir gegeben hat, worum du batest, oder bis du in deinem Herzen die Gewissheit hast, dass er es dir geben wird!


Nur bei einem dieser beiden Fälle wagen wir, nicht mehr weiter zu beten, denn das Gebet ist nicht nur ein Rufen zu Gott, sondern auch ein Kampf mit Satan. Und weil Gott unser Gebet als wichti­gen Faktor des Sieges in diesem Kampf benutzt, muss er allein ent­scheiden und nicht wir, wann wir aufhören sollen zu beten. Des­halb wagen wir nicht aufzuhören, bis die Antwort da ist oder bis wir die Gewissheit haben, dass sie kommen wird. Im ersteren Fall hören wir auf, weil wir die Erhörung sehen, im zweiten Fall, weil wir glauben, und der Glaube unseres Herzens ist ebenso sicher wie das, was wir mit unseren Augen sehen, denn der Glaube ist von Gott, ja, es ist der Glaube Gottes in uns.


Wir werden in unserem Gebetsleben mehr und mehr diese von Gott gegebene Gewissheit bekommen und erkennen, wann wir ruhig warten und wann wir weiterbeten sollen, bis die Erhörung da ist.


Unbekannt


2 Comments


Hallo,

nach diesem Artikel bin ich dazu aufgefordert für eine Sache immer weiter zu beten bis ich Erhöhung erfahre oder mir ihrer zumindest gewiss bin. Kann das so pauschal gesagt werden? Wie muss ich in diesem Zusammenhang Stellen, wie z.B. Ps.106,15 oder 2.Kor.12,8.9 verstehen?

Gruß, Marcel

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Hallo Marcel, danke für den Hinweis, den ich gut nachvollziehen kann. Es geht beim dem ausharren den Gebet natürlich immer um solche Gebete, die Gott auch erhören kann und will. Es müssen Gebete in Seinem Namen sein, denn genau dann haben wir die Verheißung unseres Herrn: "Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun."

Johannes 14:14


Liebe Grüße Christian

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