Bibellese-Adventskalender - Türchen 3 – 1. Korinther 2,1-16


Das zweite Kapitel schließt sich nahtlos an und viele Kommentare nehmen die ersten fünf Verse mit in den Themenkomplex von Kapitel 1 ab Vers 18 hinein.

In diesen Versen macht Paulus klar, dass er keine menschlichen Mittel benutzt hatte, um das Evangelium weiterzugeben. (vgl. Vers 13) Er vertraute allein auf Gottes Kraft, obwohl er jeden Grund gehabt hätte, sich auf seine Bildung und sein Wissen etwas einzubilden. (Verfolge hierzu einmal seine Laufbahn und seine menschlichen Qualifikationen in den Briefen und der Apostelgeschichte!)

Ab Vers 6 führt er die Gedanken von Kapitel 1 zu natürlichen Vorzügen fort und geht vor allem auf die menschliche Weisheit ein. Wenn du wissen willst, welchen Wert die in Gottes Augen hat, gibt dir das 2. Kapitel einen echten Schlüssel an die Hand! Der Apostel Paulus benutzt die Funktionsweise des Menschen, um zu erklären, wie Gott verstehbar und erkennbar wird. Dazu ein Beispiel: In den höheren Jahrgangsstufen fängt man in den Sprachfächern an und analysiert sowie interpretiert Gedichte und Texte verschiedener Autoren. Die Interpretation bereitet einem aber oft Schwierigkeiten und letztendlich kann niemand wissen, welche denn jetzt die richtige ist. Das kommt daher, dass man nicht den Verstand des Textschreibers hat. Und nur ihn könnte man nach dem wahren Verständnis und Inhalt des Geschriebenen fragen.


So ähnlich ist es mit Gott und Seinem Wort, aber jetzt kommt das Geniale: Gott lässt den Gläubigen nicht im Unklaren, sondern hat ihm eine perfekte „Interpretationshilfe“ geschenkt. Seinen eigenen, den heiligen Geist! Nur durch Ihn können wir Gottes Gedanken verstehen, die Er uns in Seinem Wort, der Bibel, mitteilt. Gott gibt in Seinem Wort etwas von Sich Selbst preis; das heißt Er offenbart Sich. Neben dem Wort kannst Du Gott vor allem in Seinem Sohn anschauen und verstehen, von dem die Bibel voll ist. (Den Nutzen und Sinn des Heiligen Geistes für dein Verständnis kannst du in Johannes 14-16 und im 1. Johannesbrief erforschen.) Leider hatten die Menschen zur Zeit Jesu diesen Geist nicht und damit keine Erkenntnis Seiner Person. Die Folge können wir in den Evangelien nachlesen: Sie haben Ihn gekreuzigt!


Bildung und Wissen haben Ihren Platz, um Sprachen zu lernen, deinen Verstand zu schärfen und zu erweitern, dir beim Textverständnis zu helfen. Aber nichts ersetzt die Weisheit Gottes, die auf keiner Schulbank, sondern in einem Leben mit Gott erworben wird. Ein bekannter Prediger wurde einmal gefragt, wo er denn Theologie studiert hätte. Er antwortete nur: In der Schule Gottes!


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