• Sebastian Achenbach

Der Wolf – Gottes Ansprache an uns Menschen


Der Wolf ist das derzeit größte in Deutschland lebende Raubtier. Seine erfolgreiche Ausbreitung und überhaupt seine Gegenwart wird vielfach sehr hitzig und kontrovers diskutiert.


Landwirte und Naturschützer bilden jeder für sich gegensätzliche Interessengemeinschaften.


Die einen wollen eine ungehinderte Ausbreitung des Wolfes und feiern seine Wiederansiedlung in Deutschland als einen großen Erfolg, die anderen würden ihn am liebsten massiv bejagen, ist doch der Herdenschutz in Wolfsregionen eine große Herausforderung und macht die Herdenhaltung bei Ziegen und Schafen, in der bisher ausgeübten Weise, nahezu unmöglich.


Die einen argumentieren mit wichtigen Funktionen des Wolfs für ein intaktes Ökosystem der Natur, was unzweifelhaft seine Berechtigung hat, gleichzeitig wird der Wolf aber insgesamt, als ein eher ungefährliches Tier dargestellt, was die Gegenpartei selbstverständlich und ebenfalls auch berechtigt, komplett anders sieht.


Ja, der Wolf ist ein Problem.


Aber nicht erst seit dem Jahr 2000, als die ersten Wölfe in Deutschland gesichtet wurden, nachdem sie zuvor ca. 150 Jahre lang ausgerottet waren.

Schon in früheren Zeiten rankten sich verschiedene Geschichten, Mythen und Märchen um den Wolf, den bösen Wolf.


Auch die Bibel spricht schon von dem Problem „Wolf“, wenngleich auch nicht in einer derart dramatischen Art und Weise.


Er wird als gefährliches Raubtier beschrieben, vor dem insbesondere die Schafe in Gefahr sind.

In Johannes 10 finden wir eine ziemlich ausführliche Beschreibung, wie zu biblischen Zeiten damit umgegangen wurde.


Die Herde wurde gehütet, durch Menschen bewacht und für die Nacht in die Sicherheit eines Pferches gebracht, der hohe steinerne Mauern hatte. Dieser hatte nur einen schmalen Eingang, der die ganze Nacht von einem Hirten bewacht wurde.


[Joh. 10,1-6]

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür eingeht, ist Hirte der Schafe. Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. Wenn er seine eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.


[Joh. 10,12-14]

Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut [die Schafe. Der Mietling aber flieht,] weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen


Auch David hat schon die Kleintiere seiner Familie gehütet und bewacht. Sein Auge galt den ganzen Tag der Herde und ihrem Schutz, wofür er bereit war sein Leben einzusetzen.


[1. Sam. 17,34-36]

Da sprach David zu Saul: Dein Knecht weidete das Kleinvieh für seinen Vater; kam nun ein Löwe oder ein Bär und trug ein Stück von der Herde fort, so lief ich ihm nach und schlug ihn und entriss es seinem Rachen; und erhob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei dem Bart und schlug ihn und tötete ihn. Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen;


Das ist der große Unterschied zum Herdenschutz heute. Die Herden sind sich weitestgehend selbst überlassen und werden nur durch einen Stromzaun geschützt. Da leuchtet es ein, dass dieser Schutz nicht mit biblischen Zeiten vergleichbar ist und die Konflikte heute, in unserer technisierten und Profit orientierten Welt, ungleich größer sind.


Die Bibel lehrt uns ganz praktisch, dass die Herde nur in Sicherheit ist, wenn ein Hirte, ein guter Hirte, da ist, der die Herde rund um die Uhr bewacht.


In geistlicher Anwendung sind wir, als Schafe, also nur in unmittelbarer Nähe zu unserem Heiland, dem guten Hirten, in Sicherheit vor dem Angreifer, dem Feind, dargestellt in dem Wolf.


Nur wenn du zu seiner Herde gehörst, bist du sicher. Sicher für alle Zeiten und sicher in Ewigkeit!


Kennst du Jesus, den guten Hirten? Weißt du, dass er auch für dich sein Leben gegeben hat?


[Joh. 10,11]

Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

In Matthäus 7 und Apostelgeschichte 20 wird aber noch ein anderes „Wolfsproblem“ beschrieben.


[Mt. 7,15]

Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, innen aber sind sie reißende Wölfe.


[Apg. 20,29-30]

[Denn] ich weiß [dieses], dass nach meinem Abschied verderbliche Wölfe zu euch hereinkommen werden, die der Herde nicht schonen. Und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.


Hier war es nämlich den Wölfen gelungen unbemerkt in die Herde einzudringen. Geschafft hatten sie es durch Vorspielen falscher Tatsachen und Motive.


Die Wölfe hatten sich als Schafe ausgegeben.

Gemeint sind in diesen beiden Stellen natürlich nicht tatsächlich Wölfe, sondern es ist eine bildliche Warnung Gottes an uns Gläubige.


Grundsätzlich eine Warnung die uns geläufig ist. Jeder kennt den Ausdruck vom „Wolf im Schafspelz“, - er hat seinen Ursprung in diesen Bibelworten.


Und dennoch ist es eine Warnung, die nichts an Wichtigkeit und Aktualität verloren hat. Auch heute noch versucht der Teufel die Gläubigen auf eine „falsche Fährte“ zu locken.


Auch heute gibt es noch Menschen, die sich als Christen ausgeben, aber Arbeiter des Teufels sind; - reißende Wölfe.


Die Gefährlichkeit an dieser Situation ist, dass man den Feind nur schwer erkennen kann.


[Röm. 16,18b]

…, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen.

[2. Kor. 11,14-15]

Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende nach ihren Werken sein wird.


Oftmals sind es zu Beginn nur einzelne Hinweise und kleine Abweichungen vom Wort Gottes, die diese Menschen als Wölfe, die nicht das Wohl der Herde im Auge haben, identifizieren.

Wenn sie dann aber andere mit ihrem Gedankengut beeinflusst und mitgezogen haben, dann wird früher oder später das wahre Gesicht, das unverstellte Wesen offenbar; - dass eines reißenden Wolfes, dem es nur darum geht zu zerstören und zu zerstreuen


Wir kennen Berichte von Tierhaltern, die ein einzelner Wolf in einer Nacht um eine ganze Herde gebracht hat. Viele Tiere sind gerissen, in den Tod gehetzt und die übrigen in alle Himmelsrichtungen verjagt.


Ja, alles kaputt machen, dass ist es, was der Teufel möchte.


Die Versammlung des lebendigen Gottes kann er nicht zerstören, darüber wacht der Herr!


Aber die Darstellung nach Außen, unser Zeugnis vor der Welt, wie sieht es damit aus? Wie viel Zerstörung und Zerstreuung hat der Teufel als reißender Wolf schon angerichtet!

Wenn wir daran denken, wie Gott sich die Christen eigentlich vorgestellt hat: Als eine Einheit! - Dargestellt durch Gläubige, die nicht nur im Herzen, durch den Geist Gottes, sondern auch nach außen sichtbar miteinander verbunden sind und diese Einheit leben.


[Joh. 11,52b]

…, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte.


[Joh. 17,11b]

Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir.


[Joh. 17,21-23]

… damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, damit auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind; ich in ihnen und du in mir, damit sie in eins vollendet seien, …

Haben wir nicht berechtigten Grund traurig zu sein und uns zu demütigen, wenn wir die Realität in unseren Tagen sehen!

Liegt dieser Zustand nicht darin begründet, dass wir nicht wachsam genug waren?


Es ist unsere Schuld, unser Versagen.


An dieser Stelle möchte ich gerne noch auf eine aktuelle Gefahr unserer Tage aufmerksam machen.


Wir kennen das Internet als einen Ort, wo wir viele gute Dinge, gute Informationen, auch auf geistlichem Gebiet erhalten können. Gerade in der aktuellen Situation sind wir besonders dankbar, dass wir diese technischen Möglichkeiten haben und nutzen dürfen.


Aber das Internet ist auch ein Ort, wo der Teufel in besonderer Weise auftritt, auch als reißender Wolf.

Vieles von dem was sich christlich nennt, entspricht nicht den Gedanken Gottes und dem was sein Wort uns sagt.


Besonders die Jungen im Glauben, sind beliebte Beute des Teufels. Die Bibel schreibt, dass er es besonders auf die „Arglosen“, die die nichts Böses ahnen, abgesehen hat.


[Röm. 16, 19]

… verführen sie die Herzen der Arglosen.


Die Gefahr ist auch hier im Besonderen die Darbietungsweise des Bösen durch die „verkleideten Wölfe“.


Vieles Gute wird mit manchem Zweifelhaftem und Falschem vermischt. Hier müssen wir alle, jeden Tag, immer wenn wir im Netz unterwegs sind, auf der Hut sein und genau prüfen was wir konsumieren.


Außerdem ist es wichtig, dass wir die Bibel kennen, damit wir wissen was die Wahrheit ist.


Nur dann können wir die subtilen Angriffe des Teufels erkennen, Schutz beim Hirten suchen und unsere Mitgeschwister, den Rest der Herde der gefährdet ist, warnen.


Wir wollen den HERRN täglich um seinen Schutz und um einen klaren, aufmerksamen Blick bitten, damit wir nicht zur Beute des Teufels, dargestellt im Bild des reißenden Wolfes werden.


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