Gnade siegt über Gerechtigkeit


Lies dazu Matthäus 20,1-16

„Er aber antwortete und sprach zu einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht über einen Denar mit mir einig geworden?“ (Mt.20,13)


Wenn Du das Gleichnis vom Hausherrn und seinem Weinberg gelesen hast, geht es Dir vielleicht wie mir. Du empfindest es als ungerecht wie er die Arbeiter behandelt bzw. bezahlt hat. Aber ist das wirklich so? Will uns der Herr Jesus mit diesem Gleichnis vielleicht etwas anderes zeigen?


Die Arbeiter, die bereits morgens angefangen hatten im Weinberg zu arbeiten, hatten mit dem Hausherrn einen Lohn von 1 Denar verhandelt. Das war also damals ein üblicher Tageslohn. Genau diesen Lohn hatten sie am Abend auch bekommen (vgl. V.2+13). Das ist Gerechtigkeit. Der verhandelte Lohn wurde gezahlt.

Alle anderen Arbeiter hatten nur stundenweise im Weinberg gearbeitet. Doch alle bekommen abends 1 Denar ausgezahlt. Wir können gut nachvollziehen, was wir dann lesen:

„[…] Diese letzten Arbeiter haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben.“ (V.12)

Die Antwort des Hausherrn, der ein Vorbild auf den Herrn Jesus ist, fällt deutlich aus: „Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gütig bin?“ (V.15)

Wir können hier zwei sehr wichtige Dinge lernen: Zum Einen ist der Herr Jesus absolut souverän in Seinem Handeln, da Er Gott ist (vgl. Joh.10,30). Das gilt natürlich auch für den Lohn, den Er an Seine Diener verteilt.

Zum Anderen zeigt uns dieses Gleichnis besonders die Gnade des Herrn Jesus (V.15). Er hat Sich dazu entschieden auch die Arbeiter, die nur kurz arbeiten konnten, reich zu belohnen.

Die Gerechtigkeit bringt dem Sünder als „Lohn“ das Gericht und ewige Trennung von Gott. Doch die Gnade bietet jedem Menschen Vergebung und Errettung im Glauben an den Herrn Jesus an. Egal, wie groß der Sündenberg ist.

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