Im Schutz des Höchsten




„Wer im Schutz des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen. Ich sage von dem HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg; mein Gott, auf ihn will ich vertrauen“ (Ps 91,1.2)


Die Gegenwart Gottes ist der sicherste Ort, den es gibt. Viele Gläubige des Alten Testaments und der Kirchengeschichte haben die Erfahrung des Psalmisten gemacht, der schreibt: „Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen … ich will Zuflucht nehmen zum Schatten deiner Flügel, bis das Verderben vorübergezogen ist“ (Ps 46,2; 57,1). Das gilt zuerst für innere Anfechtungen und Versuchungen, die uns begegnen, kann aber auch hinsichtlich äußerer Gefahren der Fall sein.


„Bewahre mich, Gott, denn ich suche Zuflucht bei dir!“ (Ps 16,1). Das war das Gebet des Herrn Jesus hier auf der Erde. Er war oft Gefahren ausgesetzt, doch Gott bewahrte Ihn vor dem Hass der Menschen, bis die Zeit gekommen war, dass Er in die Hände sündiger Menschen überliefert werden sollte. Einmal führten sie an den Rand eines Berges, um Ihn von dort hinabzustürzen. „Er aber ging durch ihre Mitte hindurch und ging weg“ (Lk 4,30). Ein anderes Mal versuchten sie Ihn im Tempel zu greifen. Doch wieder ist die bewahrende Hand Gottes da: „Niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war“ (Joh 7,30).


Sadrach, Mesach und Abednego erlebten Gottes wunderbare Rettung im feurigen Ofen, während der Sohn Gottes sie durch Seine Gegenwart beschützte. Daniel wurde von Gott vor dem Rachen der Löwen gerettet - „und keine Verletzung wurde an ihm gefunden, weil er auf seinen Gott vertraut hatte“ (Dan 6,23). Viele Jahre später hat David Livingston in Afrika erlebt, wie Gott Ihn bei dem Angriff eines Löwen bewahrt hat - wobei er die Spuren dieses Angriffs ein Leben lang mit sich herumgetragen hat.


D.L.Moody hat viele Häuser besucht, um Menschen das Evangelium zu bringen. An einem Samstag Abend fand er in einem Haus eine Flasche Whiskey, die dort für ein Gelage, dass am nächsten Tag stattfinden sollte, aufbewahrt war. Nachdem er mit der Frau des Hauses über das Problem des Alkohols sprach, überzeugte er sie, ihm die Erlaubnis zu geben, die Flasche auf der Strasse auszugießen. Das tat er dann auch, bevor er sich auf den Heimweg machte.


Am nächsten Morgen kam er wieder zu diesem Ort, um die Kinder zur Sonntagschule abzuholen. Einige Männer lagen auf der Lauer, um sich ihn vorzuknüpfen. Es war für ihn unmöglich wegzulaufen, da er von allen Seiten von Männern umgeben war. Doch bevor sie ihn berühren konnten, sagte Mr. Moody: „Hört zu, bevor ihr mich verprügelt gebt mir bitte kurz Zeit, um zu beten.“


Diese Bitte war eher ungewöhnlich; vielleicht war das der Grund, warum sie ihm gewährt wurde. Mr. Moody fiel auf seine Knie und betete ein so außergewöhnliches Gebet, wie es niemand dieser rauen Männer jemals zuvor gehört hatte.


Während sie interessiert zuhörten verflog ihr Zorn immer mehr. Als Moody geendet hatte, gaben sie ihm die Hand - ohne ihm etwas anzutun. So verließ er schließlich unbeschadet das Haus mit den Kindern, die er zur Sonntagschule abgeholt hatte.


„Du hast dich genaht an dem Tag, als ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht!“ (Klgl 3,57).


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