In Stein gemeißelt (3)


In dieser kleinen Dreierserie schauen wir uns jetzt zusammen den letzten Grabstein an, der an dem Grab eines Pfarrers aufgestellt wurde.


Er zitiert die schönen, inhaltsschweren Worte des Apostels Paulus:

"Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn." - Philipper 1,21


Was für eine Aussage! Wie konnte Paulus und wohl auch dieser Gläubige so etwas sagen? - Dafür müssen wir in Philipper 1 etwas weiterlesen:

"Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser." - Philipper 1,23


Die feste Hoffnung von Paulus war, dass Er in dem Augenblick, wenn sein Leben auf dieser Erde zu Ende ist, seinen Retter und Erlöser sieht. So hat der Herr Jesus es noch am Kreuz hängend dem an Ihn glaubenden Mitgekreuzigten gesagt:


"Heute wirst du mit mir im Paradies sein." - Lukas 23,43


Der Herr hat schon vor Seinem Tod über das zeitliche, auf diese Welt bezogene, hinausgeschaut. Darauf "dass er aus dieser Welt zu dem Vater hingehen sollte" (Johannes 13,1) und dass Er auch Seinen Jüngern vorausgehen würde in den Himmel um ihnen Wohnungen im Haus des Vaters zu bereiten. (Johannes 14,1-3)


Ein Sprichwort sagt ja schon: "Das Beste kommt zum Schluss." und wie wahr ist das im Bezug auf jeden Gläubigen: Das Beste kommt danach!

Wir dürfen uns darauf freuen Ihn zu sehen, wie er ist. (1. Johannes 3,3) David drückt es in einem Psalm sehr schön aus:


"Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild." - Psalm 17,15


Und dann können wir auch daran denken, dass mit diesem letzten Schritt bzw. wenn der Herr kommt und wir nicht mehr sterben müssen, auch die Erlösung vollständig ist. Denn dann wird auch unser Körper errettet und der Herr auch unseren Körper heilen.

(lies Römer 8,18 ff. und Philipper 3,20 f.) Auch der Sieg des Herrn Jesus wird einmal für alle klar erkennbar abgeschlossen sein, wenn der Tod als letzter Feind weggetan ist. (1. Korinther 15,26)


Das alles sind Ergebnisse von den drei Tagen, an die wir bald wieder besonders denken dürfen. Darum musste Ostern geschehen!


So werden wir durch stumme Zeugen -Grabsteine- von dem Anfang eines Lebens als Christ über den Inhalt bis zu dem herrlichen Ende geführt. Leider findet man solche Inschriften nur noch auf wenigen Gräbern.


Aber auch jeder andere Grabstein sollte den Menschen zum Nachdenken anregen.

Das, was auf dem Grabstein und in Todesanzeigen den kleinsten Platz einnimmt ist das Zeichen zwischen Geburts- und Todesdatum. Der Bindestrich steht für ein ganzes Leben, das auf dieser Erde gelebt wurde und zeigt uns damit klar, wie kurz es dauert.


Ich hoffe und wünsche für Dich und mich, dass dieser "Bindestrich" mit echtem Inhalt, Frieden und Hoffnung gefüllt ist und seine Fortsetzung im Vaterhaus findet!

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