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Obwohl du dies alles gewusst hast


„Und du, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du dies alles gewusst hast.“ (Dan.5,22)

König Nebukadnezar war ein sehr mächtiger und furchterregender Herrscher. In Daniel 5 lesen wir: „Wen er wollte, tötete er, und wen er wollte, ließ er leben; und wen er wollte, erhob er, und wen er wollte, erniedrigte er.“ (V.19) Doch dabei vergaß er vollkommen, von wem er diese Macht und Größe hatte: Gott selbst setzte diesen Mann in seine Position: „der höchste Gott hatte Nebukadnezar, deinem Vater, das Königtum und die Größe und die Ehre und die Herrlichkeit verliehen;“ (V.18)

Der höchste Gott setzt Könige ein und setzt Könige ab. Das trifft auch bei ungläubigen Herrschern zu, die meinen, sie hätten alles aus eigener Anstrengung erreicht. Als Nebukadnezar sich selbst über die Maßen erhob und Gott nicht anerkannte, wurde er „vom Thron seines Königtums gestürzt, und man nahm ihm seine Würde.“ (V.20) Gott musste hart eingreifen.

Doch was danach passierte lässt uns nachdenklich werden: Sein Sohn Belsazar trieb es schlimmer als sein Vater, obwohl er genau wusste, was damals geschehen war. Als die Stadt von den Medern und Persern belagert wurde und sein Leben in Gefahr war, feierte er mit den Obersten seiner Regierung und betrank sich. Dabei verspottete und missachtete er Gott aufs Äußerste, indem er die heiligen Gefäße aus dem Tempel in Jerusalem holen lies und daraus trank. Dabei verehrte er seine Götzen (V.1-4).

Gottes Gericht kam unausweichlich. Erst die Schrift an der Wand, die Deutung durch Daniel und schließlich das Urteil: „...Gott hat dein Königtum gezählt und hat ihm ein Ende gemacht.“ (V.26) Es dauerte nicht lange und die Feinde nahmen die Stadt ein: „In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, getötet.“ (V.30)


Belsazar war nicht bereit gewesen Gott anzuerkennen, obwohl er die Konsequenzen genau kannte. Er verwarf Gott und machte sich noch darüber lustig.

Wie tragisch wenn Gott einmal sagen muss: „Und du [...] hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du dies alles gewusst hast.“ (V.22)

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