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Ruhe für alt und jung


Wieder einmal bin ich beim Lesen in einem eher unscheinbaren Bibelbuch auf einen wahren Schatz gestoßen:


„So spricht der HERR der Heerscharen: Es werden noch Greise und Greisinnen in den Straßen von Jerusalem sitzen, jeder mit seinem Stab in seiner Hand vor Menge der Tage. Und die Straßen der Stadt werden voll sein von Knaben und Mädchen, die auf ihren Straßen spielen.“ (Sacharja 8,4)


Mal Hand aufs Herz: Wo gibt es noch Flecken auf der Welt, wo dieses Bild tatsächlich Realität ist - alte Menschen, die in Ruhe in den Straßen sitzen und Kinder, die unbeschwert auf den Straßen spielen können? Und hier ist nicht von einem abgelegenen Dorf, sondern von Jerusalem, also von einer Großstadt die Rede! Wir erleben Tag für Tag, wie besonders diese beiden Zielgruppen immer mehr verdrängt werden.


Kinder werden als Last und Störfaktor empfunden, wegen denen man zu viel aufgeben muss – warum also nicht so früh wie möglich abgeben und fremd betreuen lassen? Kinder verlieren immer mehr und immer früher das „eigene Zuhause“. Die Straßen und Plätze, sind Orte voller Unsicherheit und Unruhe. „Unsere Städte werden zunehmend zu Orten des Todes“ (Warren W. Wiersbe)


Der Bibellehrer Warren W. Wiersbe beschreibt es noch detaillierter:

„In modernen, von Menschen erbauten Städten sind die Alten und die Kinder weder auf den Plätzen noch anderswo sicher! Die Kinder werden getötet, bevor sie überhaupt das Licht der Welt erblicken…“

Genauso hilflos wie die Kinder sind auch die Greise und Greisinnen, die Senioren in unserer Gesellschaft. Wie schnell wird über ihre Köpfe hinweg bestimmt, wie unmenschlich werden manchmal auch sie behandelt.

Wir merken, dass der Zustand, wie er in unserem Vers beschrieben wird, also rein gar nichts mit unserer aktuellen Situation, aber sehr viel mit der Zukunft zu tun hat:

Wenn unser Herr Jesus Christus als König hier auf der Erde im 1000-jährigen Reich in Wahrheit und Gerechtigkeit regieren wird (Sacharja 8,8b), werden sowohl die Jungen als auch die Alten in Ruhe auf den Straßen sein können, ohne aufgeschreckt zu werden.


Ich will Dich ermutigen – weil ich dadurch auch so angespornt wurde – schaffe in deinem Umfeld heute schon einen Ort, an dem sowohl Kinder als auch Ältergewordene sich an- und aufgenommen wissen, wo sie Sicherheit und Frieden erleben. Vielleicht sind es einfach deine eigenen Kinder oder die Nachbarskinder, die bei dir zuhause einen kleinen „Ruhehafen“ in einer unruhigen, bösen Welt erleben, in der sie unbeschwert Kind sein und spielen können.


Oder du öffnest deine Tür für ältere Menschen. Lass sie bei Dir echte Wertschätzung und Interesse erleben, indem Du ihnen einfach etwas von Deiner Zeit schenkst.


Sei kreativ, dieses Ideal Gottes in deinem Wirkungskreis heute schon Realität werden zu lassen!

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