Urteile nicht über andere


„Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; wer aber nicht isst, richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn aufgenommen.“ (Rö.14,3)

Der Apostel Paulus spricht in seinen Briefen an die Römer und die Korinther ein Thema an, aus dem wir viel lernen können. Damals ging es um das Essen von Götzenopferfleisch. In 1.Korinther 8+10 stellt Paulus vor, dass es keine Sünde ist, wenn ein Gläubiger Fleisch zu sich nimmt, welches zuvor einem Götzen geopfert wurde.


Natürlich konnte es sein, dass ein gläubiger Mitbruder (oder Schwester) ein Problem damit hatte dieses Fleisch zu essen, weil es von einem Götzenopfer stammte. Damit würde er sein eigenes Gewissen verletzen. Der Betroffene konnte dann darauf verzichten und sollte nicht dazu gezwungen werden:


„Gebt aber acht, dass nicht etwa dieses euer Recht den Schwachen zum Anstoß wird.“ (1.Kor.8,9)


Selbst wenn man „im Recht“ ist, kann eine Handlung, die einem anderen Schwierigkeiten bereitet, ein Anstoß sein. Er kann dadurch im Glauben zu Fall kommen.


Was sollten wir stattdessen tun?


„Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.“ (Rö.14,10)


Der Kerngedanke geht also noch weiter. Unser Eingangsvers sagt deutlich, dass wir den anderen nicht verachten oder richten sollen. „Gott hat ihn aufgenommen“, das bedeutet, dass er genauso ein Kind Gottes ist wie Du.


Diesem Gott werden wir einmal Rechenschaft ablegen müssen für unsere Taten und nicht für die Taten anderer! Wie oft sind wir damit beschäftigt zu beurteilen, was andere tun oder lassen.

Wir sollten doch mehr damit beschäftigt sein Ihm nachzufolgen. Du darfst dafür beten, dass der Herr Jesus Dir dabei hilft.


„Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern richtet vielmehr dieses: dem Bruder nicht einen Anstoß oder ein Ärgernis zu geben.“ (Rö.14,13)