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Weinst du über deine Stadt?


"Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: Wenn du doch erkannt hättest – [...] was zu deinem Frieden dient!" (Lk 19,41–42)


Palmsonntag - Jesus hatte sich in einem Dorf unweit von Jerusalem ein Eselsfohlen "geliehen", um damit nach Jerusalem einzuziehen. Die Menschenmenge, die mit Ihm zog, hatte ihre eigenen Kleider als "roten Teppich" auf dem Weg ausgebreitet. Manche hieben Zweige von den Bäumen der benachbarten Felder, um damit den Weg des Herrn zu säumen. 


Voller Jubel hatten sie Jesus ihr "Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!" (Mk 11,9) zugerufen. Sie feierten ihn wie einen König und tatsächlich ging damit auch die Prophezeiung Sacharjas in Erfüllung, der vorhergesagt hatte: 


"Frohlocke laut, Tochter Zion; jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König wird zu dir kommen: Gerecht und ein Retter ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin..." (Sach 9,9)


Als Jesus den Gipfel des Ölbergs erreicht hatte und sich nun immer weiter der Stadt Jerusalem näherte, weinte Er. Anstatt sich über den Jubel der Massen zu freuen, weinte Er über Jerusalem und über die Menschen der Stadt, weil Er ganz genau wusste, dass ihr Jubel zwar in diesen Augenblicken ernst gemeint war, sich aber als oberflächlich erweisen würde.


Nicht einmal eine Woche später, würden die Menschen ihr jubelndes "Hosianna" in ein grausames "Kreuzige ihn!" (Lk 23,21) verwandelt haben. Jesus wusste jetzt schon um die Ablehnung der Menschen und das Gericht, dass diese Menschen einmal für Seine Verwerfung treffen würde. 


Das war der Grund für Seine Tränen. Er hatte ein tiefes Empfinden über die Sünden der Stadt. Jesus empfand das Verlorensein der Menschen. Das bereitete Ihm eine tiefe Not. 


Was empfindest Du für die Menschen in Deiner Stadt, in Deinem Dorf oder in Deinem Land? Viele Menschen lehnen den Herrn Jesus ab. Sie wollen Jesus nicht als Herrn über ihr Leben. Wenn Sie so weiterleben, gehen sie ewig verloren und kommen einmal in das Gericht Gottes. 


Kannst Du über die Menschen aufrichtig weinen, weil sie Jesus noch nicht kennen?


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