Der Gadarener - Begegnungen mit Jesus


Lies Markus 5,1-20

Grabstätten waren seine Wohnung, Berge und Wüste seine Wirkungsstätte. Der sogenannte Gardarener, der Mann, der nicht nur von einem Dämon besessen war, sondern von vielen! Eine furchtbare und angsteinflößende Gestalt, die immerzu schrie und sich selbst mit Steinen zerschlug. Nackt irrte er durch die Gegend und verbreitete Angst und Schrecken. Er war so voller Wut, dass man nicht an ihm vorbeigehen konnte. Man hatte schon versucht, ihn zu bändigen, aber ohne Erfolg. Angelegte Ketten riss er sich von den Armen, Fußfesseln zerrieb er.


Was für ein Elend! Nicht mehr Herr seiner selbst. Fremdgesteuert und beherrscht. Gemieden von den Bewohnern jener Gegend. Hoffnungslos der Selbstzerstörung ausgeliefert. Legion nannte der Dämon seinen Namen – „denn wir sind viele“ (V.9)! Vollkommen besessen – aber es sollte nicht so bleiben!


Ein Schiff legt am Ufer des Sees Genezareth an. Jesus und Seine Jünger steigen aus dem Schiff aus und betreten das Land der Gardarener. Kaum angekommen, kommt ihnen der Besessene entgegen. Er hatte Jesus von weitem gesehen, eilt auf Ihn zu und fällt vor Seinen Füßen auf die Knie. Dann fängt er an zu schreien: „Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!“ Ja, auch die Dämonen glauben und zittern, schreibt Jakobus in seinem Brief. Vor ihnen steht Jesus, der Sohn Gottes des Höchsten! Keine Macht kann Seinem Wort widerstehen. Auf der Überfahrt ins Land der Gardarener hatten die Jünger bereits erlebt, dass nur ein Wort reicht, einem Sturm zu gebieten. „Schweig, verstumme!“ (Kap.4,39). Dann war es still geworden auf dem See. Sehr still.


So steht dieser Jesus vor dem Gardarener. Er gebietet den Dämonen, von ihm auszufahren. Sie haben keine Chance. Sie müssen weichen!


Dann geschieht etwas Einmaliges: Eine neue Wirkungsstätte suchend, bitten die Dämonen den Sohn Gottes, in eine Herde Schweine fahren zu dürfen. Der Herr gestattet es. 2000 Schweine weiden dort am Ufer des Sees. Unreine Tiere – verboten für die Juden! Die Dämonen fahren aus, bemächtigen sich der Schweine und treiben sie in ihrem Wahnsinn in den See. Ein großer wirtschaftlicher Schaden entsteht! Alle Schweine ertrinken. Voller Angst fliehen die Schweinehirten und laufen in die Stadt. Die ganze Gegend gerät in Aufruhr. Das wollte man sehen. Und so kommen die Bewohner an den Ort der wunderbaren Befreiung ihres Mitbewohners.


Was sie sehen ist ein Wunder! Da sitzt er, dieser Wahnsinnige, dieser Irre, den sie nicht bändigen konnten, der die Gegend in Angst und Schrecken versetzte. Da sitzt er. Angezogen und nicht mehr nackt. Er sitzt bei seinem Retter. Ganz ruhig, vernünftig. Ein Grund sich zu freuen, so meint man, aber weit gefehlt. Als sie das von den Schweinen erfahren, fordern sie den Herrn auf, wieder zu gehen. Sie wollen Ihn nicht bei sich haben. Nein, das ging einfach zu weit! Da waren ihnen die Schweine wertvoller als die Rettung eines Menschen. So wie heute war es eben schon immer!

Der Herr geht. Er bleibt nicht, wo Er nicht erwünscht ist und doch – Er liebt diese Menschen, auch wenn sie Ihn nicht wollen. Er lässt einen Boten da. Eigentlich will der Gardarener bei seinem Retter bleiben und mitgehen, aber er bekommt einen Auftrag: „Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkündige ihnen, wie viel der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat.“ (V.18)


Der Gardarener geht. Er folgt der Aufforderung des Herrn und mehr als das. Nicht nur seiner Familie, sondern in der ganzen Gegend berichtet er, wie der Herr ihn gerettet hat. Ein gewaltiges Zeugnis für die Menschen jener Gegend.


Was ist mit dir? Bist du auch gerettet worden? Dann hast du einen Auftrag. Erzähle deiner Familie und den Menschen um dich her, von deiner Errettung. Besser noch, erzähle von deinem Erretter! Vielleicht wollen sie Ihn nicht, so wie damals bei dem Gardarener. Das ist traurig, aber erzähle ihnen trotzdem davon. Dein Leben und deine Worte können so Jesus, den Sohn Gottes des Höchsten, vor anderen Menschen groß machen.


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