Nicht so, mein Vater!


Als Jakob am Ende seines Lebens stand, kommt Joseph zu ihm und bringt seine Söhne Ephraim und Manasse mit. Jakob war krank und konnte nur noch sehr schlecht sehen. Doch nach allem, was in seinem Leben vorgefallen war, freut er sich besonders darüber, dass er Joseph noch einmal wiedersehen durfte, obwohl er seinen Sohn bereits tot glaubte. Von einem wilden Tier zerrissen (1.Mo.37,33).


Aber nicht nur das! Sogar seine Enkelkinder durfte er noch segnen. Dabei war es normalerweise so, dass der Ältere (Erstgeborene) einen größeren Segen erhielt. Doch was war das? Als Joseph seine Söhne zu Jakob bringt, kreuzt dieser seine Hände und segnet den jüngeren Ephraim vor dem älteren Manasse. Die Elberfelder Bibel übersetzt an dieser Stelle: „…er legte seine Hände absichtlich so,“ (V.14). Das bedeutet, Jakob wusste genau, was er tat, obwohl er nur noch sehr schlecht sehen konnte.


Es war hier nicht mehr sein Eigenwille, der in seinem Leben häufig zu beobachten war, sondern die geistliche Einsicht eines Mannes, der seinen Weg mit Gott ging: „…der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag“ (V.15).


Doch Joseph hatte sich das anders vorgestellt und wollte seinen Vater korrigieren. „Und Joseph sprach zu seinem Vater: Nicht so, mein Vater! […] Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß es, mein Sohn, ich weiß es.“ (V.18) Jakob wusste genau, was er tat, auch wenn Joseph das nicht verstand.


Kennst du das auch von Dir? Manchmal haben wir so unsere Vorstellungen, wie die Dinge laufen sollen. Wir stehen vor einer schwierigen Entscheidung und wissen nicht, was wir tun sollen. Vielleicht ist auch etwas passiert, was uns gerade gar nicht passt. Dann sagen auch wir schnell: „Nicht so, mein Vater!“


Aber dann dürfen wir daran denken und wissen, dass auch unser Gott und Vater sagt: „Ich weiß es, mein Sohn, ich weiß es.“ Er weiß genau, warum Du Dir Sorgen machst und was zu tun ist - auch wenn Du es gerade nicht verstehst.


„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8,28)


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