Das Haus Gottes zweckentfremdet


„und als ich nach Jerusalem kam, bemerkte ich das Böse, das Eljaschib zugunsten Tobijas getan hatte,“ (Neh.13,7)

Nachdem unter der Führung Nehemias die Mauer Jerusalems aufgebaut worden war, wurde sie in Kapitel 12 offiziell eingeweiht. Dabei zogen zwei Dankchöre und Festzüge auf der Mauer entlang. Als sie beim Haus Gottes angekommen waren, blieben sie stehen und sangen Loblieder.

Es wurden große Schlachtopfer für Gott dargebracht und das ganze Volk freute sich: „Und die Freude Jerusalems wurde bis in die Ferne gehört.“ (Neh.12,43).

Man könnte meinen „Ende gut, alles gut“, doch leider war das nicht der Fall. Schon kurze Zeit später lesen wir wieder von Problemen. Der Statthalter Nehemia war zum König Arthasasta zurückgekehrt und erbat sich Urlaub, um wieder nach Jerusalem reisen zu können. (Neh.13,6).

Was musste er da sehen?

Als er Jerusalem verlassen hatte, wurden „Männer bestellt über die Vorratskammern für die Hebopfer, für die Erstlinge und für die Zehnten“ (Neh.12,44). Doch als Nehemia zurückkam, hatte Eljaschib (einer der Priester und Aufseher) seinem Verwandten Tobija eine große Zelle hergerichtet. Tobija war ein Feind des Volkes Israel (vgl. Neh.4,1).

Nehemia ergriff sofort Maßnahmen, warf alle Hausgeräte Tobijas hinaus und reinigte die Kammer (oder Zelle) des Tempels. So konnte sie wieder zu ihrem Zweck genutzt werden.

Kann es sein, dass so etwas auch heute noch am geistlichen Haus Gottes passiert? Damit ist die Gemeinde oder Versammlung Gottes gemeint (1.Tim.3,15).

Es kann sein, dass Dinge getan oder über lange Zeit geduldet werden, die nicht nach Gottes Gedanken sind und gar nicht mehr auffallen. Das kann sowohl in Deinem und meinem Leben, aber auch in der örtlichen Gemeinde der Fall sein. Der Eingangsvers zeigt uns, dass Gott solche Dinge klar „böse“ nennt und wir sie wegtun müssen.

Der Herr Jesus Selbst ist das Haupt in Seinem Haus und Er alleine hat das Sagen.

„Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung,“ (Kol.1,18)

„Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.“ (1.Kor.14,40)

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