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Der Bergsteiger


Ein Bergsteiger macht sich daran, einen Berg zu erklimmen. Einen Berg zu besteigen ist eine anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. Die Beine werden schwer und die Atmung arbeitet am Limit. Da ist der Gedanke nicht fern, sich hinzusetzen und einfach aufzugeben. Doch er widersteht diesem Gedanken standhaft und geht weiter. Schließlich erreicht er den Gipfel und ist stolz und glücklich. In der Ferne sieht er einen Berg, der noch höher ist und er hat den Gedanken: Wenn ich den eben geschafft habe, dann kann ich auch diesen höheren Berg schaffen.


Der Berg steht für Leiden, Trübsal und alles, was sonst uns Not macht. Solche Erfahrungen auszuhalten ist nicht leicht. Man neigt dazu die Flucht zu ergreifen und aufzugeben. Entscheidet man sich aber dazu, durchzuhalten und dranzubleiben, also standhaft zu sein, dann lernt man Standhaftigkeit bzw. Geduld. Es gibt keinen anderen Weg, um Geduld zu lernen außer durch erdulden. Und zu erdulden ist immer etwas Unangenehmes, etwas, was es auszuhalten gilt. Haben wir Geduld gelernt und harren wir standhaft aus, dann werden wir uns bewähren. Und die Bewährung in schwierigen Lebenssituationen wirkt wiederum Hoffnung. Wir können dann sagen: Wenn ich diese Problematik mit Gottes Hilfe durchstehen konnte, dann wird es auch bei noch schwierigeren Problemen möglich sein.


Roland Antholzer


Römer 5,3-5:

„Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, weil wir wissen, dass die Trübsal Standhaftigkeit wirkt; die Standhaftigkeit aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.“


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