• Sebastian Achenbach

Der Flug des Adlers (1) – Gottes Ansprache an uns Menschen


Ein Adler am Himmel zieht seine Kreise,- ein wahrhaft majestätischer Anblick.

Jetzt noch satte, grüne Berghänge, schneebedeckte Gipfel, in der ferne läutende Glocken und eine Almhütte am Abhang stehend, und fertig ist die großartige Kulisse einer idyllischen Bergwelt. Vielleicht noch ein plätschernder Bach und ein paar Kühe oder Ziegen dazu, lachende Kinder; - perfekt, so könnte man es aushalten.


So oder ähnlich stellen wir uns doch manchmal unser Leben vor und wünschen, dass sich diese Träume erfüllen möchten.


Aber dann sollten wir schnell wieder an den Adler am Himmel denken.

Der weise Salomo schreibt auch schon von ihm.


[Spr. 30,18-19]

Drei sind es, die mir zu wunderbar, und vier, die ich nicht erkenne: der Weg des Adlers am Himmel, der Weg einer Schlange auf dem Felsen, der Weg eines Schiffes im Herzen des Meeres, und der Weg eines Mannes mit einer Jungfrau.


Ich bin sicher, er hat oft diesen majestätischen Flug beobachtet und hat sich dann die Frage gestellt, wer kennt eigentlich die Bahn des Adlers am Himmel? Wer lenkt seinen Flug?

Eine Frage die sich auch in Bezug auf unser Leben stellt. Wir machen ja oft Pläne, aber ist es nicht Gott, der die Fäden unseres Lebens in seinen Händen hält?


[Spr. 16,9]

Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.


Von ihm sollten wir uns in allen Entscheidungen und Plänen in Bezug auf unser Leben leiten lassen. Ob jung, ob alt. In Bezug auf die großen Entscheidungen: Die Wahl einer Ausbildungsstelle, des Studiums, die Wahl eines Ehepartners, des Wohnorts…Aber auch in den vermeintlichen kleineren Dingen des Lebens: Die nächste Urlaubsreise, die geplante Anschaffung, die Wohnungsrenovierung usw.


Er möchte uns gerne in jeder Situation Wegweisung und Entscheidungshilfe geben; - unabhängig von unserer Einschätzung der Notwendigkeit.


Übrigens: Gott kennt keine Entscheidungen kleiner oder großer Wichtigkeit oder trennt nach „wichtig“ und „nicht so wichtig“. Diesen Unterschied machen nur wir Menschen.

Er allein kennt zu jeder Zeit den Weg, der wirklich gut für uns ist.

Es liegt an uns, ob wir ihn zu Rate ziehen und ihm dann gehorsam folgen.

Dann steht der Flug des Adlers aber auch noch für Leichtigkeit und scheinbare Schwerelosigkeit.

Ist es nicht beindruckend, wie sich diese gewaltigen Vögel mit ungefähr zwei Meter Flügelspannweite ohne einen einzigen Flügelschlag weit hinauf in die Lüfte schrauben und dabei geschickt die thermischen Gesetzmäßigkeiten ausnutzen?


Gott spricht davon, dass unser Glaubensleben auch diese Leichtigkeit besitzen kann, wenn wir ihm und seiner Weisheit vertrauen, mit ihm in enger Gemeinschaft leben und ihn in jede Situation unseres Lebens als HERRN mit einbeziehen.


[Jes. 40,28-31]

Weißt du es nicht? Oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Schöpfer der Enden der Erde; er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist sein Verstand. Er gibt dem Müden Kraft, und dem Unvermögenden reicht er Stärke dar in Fülle. Und Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer fallen hin; aber die auf den HERRN harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.


Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber meinem Glaubensleben fehlt diese Leichtigkeit so oft. Es ist, als sollte ich mit einem Rucksack voller Steine fliegen lernen.

Da hat man schneller eine Bruchlandung hingelegt, wie man gucken kann. Manchmal scheint man die Füße gar nicht von der Erde los zu bekommen.

Woran liegt das? Was hindert uns am Fliegen? Was sind die Gründe für ein schnelles Ermüden und manchen Absturz?


Nun, die Ursache bei mir ist sicher in Teilen eine andere als bei dir und letztlich bei jedem von uns im Detail unterschiedlich.


Die Wurzel, so zeigt uns Gottes Wort, ist aber dieselbe.

Zum einen braucht der Adler Nahrung. Ohne Nahrung keine Kraft, - ohne geistliche Nahrung, für den inneren Menschen, keine Kraft für den Flug.

Zum anderen müssen wir unseren Ballast abwerfen. Alles loslassen, was uns am Fliegen hindert, was uns hindert in Neuheit des Lebens zu wandeln, was uns hindert, dass sich die neue Natur frei entfalten kann.


[1. Joh. 3,9]

Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, …; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.


Schlechte Gewohnheiten, irdische, über das normale, nötige Maß hinausgehende Verpflichtungen, Verbindungen zur Welt, ungerichtete Sünde im Leben…

Es gibt so viele Gründe, warum wir bildlich gesprochen nicht in die Luft kommen, aber eines ist sicher: Der HERR möchte uns dabei helfen.

Wenn wir ihn aufrichtig um Hilfe bitten und unseren Ballast bei ihm abladen, dann gibt er uns nicht nur Kraft, sondern auch Ausdauer, um geistlich in neue Höhen vorzustoßen.


[Heb. 12,1b]

Deshalb nun, … lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, …


Und wenn dann doch mal wieder ein Absturz kommt, und wer von uns kennt das nicht, dann hilft er uns wieder auf und gibt uns eine neue Chance. Unser Gott ist kein Gott der zweiten Chance, sondern ein Gott der NEUEN Chance.


Das darf uns bei allem Versagen immer wieder ermutigen, neu mit ihm zu beginnen.


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