• Sebastian Achenbach

Der Löwe – Gottes Ansprache an uns Menschen


Der Löwe ist die unbestrittene Nummer eins unter den Tieren. Eben einfach der König der Tiere.


Das sagt schon Salomo in den Sprüchen.


[Spr. 30,30]

Der Löwe, der Held unter den Tieren und der vor nichts zurückweicht


Und in der Tat, jeder Ausflug in einen Zoo, ob in Kindertagen oder auch als Erwachsener; - das Highlight ist immer das Löwengehege. Was ist das dann ein Jammer, wenn die Tiere gerade in diesem Moment in der Sonne liegen und dösen und es vorziehen sich nicht den Besuchern des Zoos zu zeigen.

Wenn man ihn aber dann doch zu Gesicht bekommt, ist er eine wahrhaft imposante Erscheinung.


Besonders das Löwenmännchen, beeindruckt mit ihrer gewaltigen Mähne ungemein. Durch diese wirkt er noch größer als er eigentlich schon ist, und wenn er dann noch brüllt, kommen die Charakterzüge, die Gott ihm in seinem Wort gegeben hat, sehr gut zum Vorschein.


Wenn wir die Bibel auf die Bedeutung des Löwen untersuchen, stellen wir mit Erstaunen fest, dass Gott durch zwei verschiedene Charakterzüge Ansprache an uns hält, die in der Bedeutung für uns einander gegensätzlicher nicht sein könnten.


Er weist in geistlicher Hinsicht hin auf den Herrn, einerseits - andererseits aber auch den Teufel.


Die vielleicht offensichtlichere Ansprache, ist eine Warnung vor dem Teufel, dargestellt in dem furchteinflößenden Bild eines brüllenden Löwen.


[1. Pet. 5,8]

Seid nüchtern, wacht; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.


Der Löwe ist immer darauf aus Beute zu machen und es kommt in der Natur nur selten vor, dass ihm ein Opfer, das einmal in seine Fänge geraten ist, wieder entkommen kann. Die Regel ist; - einmal von den mächtigen Tatzen niedergestreckt, bedeutet den sicheren Tod.


Dieses Bild gibt uns Gott als Warnung.


Wir wollen auf der Hut sein vor dem Teufel, der sich bildlich gesprochen gegen den Wind anschleicht, um uns dann von hinten kommend zu überwältigen.


Die Gefahr ist real, sie ist nicht nur theoretisch gegeben. Deshalb lasst uns wachsam sein.


Dabei geht es nicht ausschließlich darum, dass der Teufel uns äußerlich Schaden zufügt und wie es in vielen Gegenden der Erde der Fall ist, die Gläubigen zu Tode bringt, sondern es geht primär um unseren Glauben, um unser Inneres, unser Herz.


Darum lasst uns Acht geben auf die weise Empfehlung Salomos, geleitet durch den Geist Gottes:


[Spr. 4,23]

Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.

Wir wollen uns kurz drei Personen ansehen, die den Angriffen des Teufels in dieser Weise in Besonderheit ausgesetzt waren, aber bewahrt blieben, durch Gottes Macht und seine Gnade.


[Ps. 22,22]

Rette mich aus dem Rachen des Löwen!


Zunächst unser geliebter Herr. Er war am Kreuz in den drei Stunden der Finsternis den furchtbarsten Angriffen des Teufels ausgesetzt, die überhaupt denkbar sind. Von dieser Zeit redet unser Psalmwort.

Der Teufel wollte ihn abhalten das Werk der Erlösung zu vollbringen. Dazu setzte er seine ganze Gewalt ein. Unser Herr fühlte die ganze Macht Satans, aber Gott sei ewig Dank dafür, dass er als Sohn Gottes in sich selbst die Kraft gefunden hat, diesen Angriffen zu begegnen, standzuhalten und den Sieg zu erringen.


Ja, er hat überwunden. Er hat den Teufel am Kreuz ein für alle Mal besiegt.


[Off. 5,5]

Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel.


Das ist übrigens die zweite Charakterseite, in der uns der Löwe vorgestellt wird.

Die Stärke des Löwen ist ein Kennzeichen unseres Herrn.


Er ist der Überwinder; - Nichts und niemand kann ihm widerstehen. Das hat er durch seinen Sieg am Kreuz eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


Auf seiner Seite bist du auf der Seite des Siegers. Kennst du deinen Standort? Bist sicher erlöst durch sein Blut?

[Dan. 6,23]

Mein Gott hat seinen Engel gesandt und hat den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mich nicht verletzt haben, weil vor ihm Unschuld an mir gefunden wurde; und auch vor dir, o König, habe ich kein Verbrechen begangen.


Als zweite Person sehen wir Daniel, wie er die drohende Gefahr der Löwen ganz real erlebt war, gleichzeitig aber auch die geistliche Anwendung, der Angriff auf den Glauben, auf das Herz Daniels stattfand. Er sollte seinen Gott verleugnen, ihn durch einen Menschen ersetzen.

[2. Tim. 4,17]

Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Predigt vollbracht werde, und alle die aus den Nationen hören möchten; und ich bin gerettet worden aus dem Rachen des Löwen.


Als dritte Person wird uns Paulus vorgestellt. Auch bei ihm ging es um die Gefahr, durch die Löwen in der Arena zerrissen zu werden. Aber im Vordergrund steht der Angriff des Teufels auf Paulus, seinem Glauben abzuschwören und dadurch aus der Gefangenschaft frei zu kommen.


Wenn wir heute Glaubensfreiheit genießen, so dürfen wir unserem Herrn dafür unendlich dankbar sein. Die Gefahr wie bei Paulus und Daniel, durch die Macht des Teufels körperlich zu Tode gebracht zu werden, ist also derzeit in unserem Land nicht vorhanden.


Dennoch gilt es auf der Hut zu sein, denn die Anstrengungen des Teufels unserer Seele Schaden zuzufügen haben nicht nachgelassen.


Jeder Gläubige der aktiv für seinen HERRN unterwegs ist, der von ihm zeugt, der an seinem Wort festhält und seine Wesensarten in seinem Leben sichtbar werden lässt, ist ihm ein Dorn im Auge.

Diese wird er sich „vornehmen“.


Aber noch einmal, unser HERR, mit dessen Hilfe wir rechnen dürfen, ist der Sieger! Er hat überwunden und er möchte auch uns zu Überwindern machen.


Er lässt Treue zu ihm nicht unbelohnt!


[Off. 3,20-22]

Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron.


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