top of page

Nicht ich, sondern Jesus!

vor 4 Minuten
2 Min. Lesezeit

Wir leben in einer Zeit, in der es selbstverständlich geworden ist, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Wir zeigen, was wir erreicht haben, sprechen über unsere Erfolge und möchten von anderen gesehen werden. Besonders in den sozialen Medien geht es häufig darum, Aufmerksamkeit und möglichst viele Likes zu bekommen und sich gut darzustellen. Die ganze Gesellschaft scheint in einen “Egowahn” verfallen zu sein.


„Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm sandten, damit sie ihn fragen sollten: Wer bist du? Und er bekannte […]: Ich bin nicht der Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Und er sagt: Ich bin es nicht. – Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.“ (Joh 1,19-21)


Wie anders begegnet uns da Johannes der Täufer!


Johannes war kein Unbekannter seiner Zeit. Seine Predigten erregten Aufmerksamkeit in Israel, er rief zur Buße auf und taufte Menschen im Jordan. Er tat alles, um das Kommen des Messias vorzubereiten.


Sein Zeugnis über den Messias hatte auch die Aufmerksamkeit der religiösen Elite in Jerusalem erregt. Losgeschickt von den Pharisäern (Joh 1,24), kamen einige Priester und Leviten zu Johannes, um ihn zu befragen, wer er sei.


Anstatt die Gelegenheit zu nutzen und seine besondere Berufung hervorzuheben, reagiert er demütig, bescheiden und zurückhaltend.


Auf die Frage, wer er sei, antwortet er: „Ich bin nicht der Christus.“ Als sie weiterfragen, ob er Elia sei, sagt er nur noch: „Ich bin's nicht.“ Und auf die Frage, ob er der Prophet sei, antwortet er mit einem einzigen Wort: „Nein.“


Seine Antworten werden immer kürzer. Johannes macht keine großen Worte über sich selbst.


Johannes wollte nicht selbst bewundert werden, sondern seinem Auftrag folgen, den großzumachen, dessen Vorläufer er sein durfte. In Johannes 3,30 bringt Johannes es treffend auf den Punkt:


„Er muss wachsen, ich aber abnehmen.“ Nicht ich, sondern Jesus – das war das Lebensmotto des Johannes.


Wie wäre das in unserem Leben, wenn das, was wir reden und tun, weniger uns großmachen würde als den Herrn Jesus? Und die Menschen Jesus in Deinem und meinem Leben sehen könnten?



Kommentare


bottom of page