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#noglitter

“Er hatte kein Aussehen, dass wir ihn begehrt hätten. Er war verachtet und verlassen.” (Jes.53,2)


Sich wichtig fühlen. Bewundert werden. Diese Sehnsüchte sitzen tief. Kein Wunder, dass die sozialen Medien unser zweites Zuhause geworden sind. Hier kriegen wir, was wir im echten Leben oft vermissen: Aufmerksamkeit! Likes! Das Wichtigste: gut aussehen, selbstischer in die Kamera lächeln - und posten, was das Zeug hält.


Gottes Profilbild scheint hier allerdings seltsam fehl am Platz. Gott und Profilbild? Ich meine seinen Sohn Jesus Christus, den die Bibel “das Bild des unsichtbaren Gottes” nennt (Kol.1,15). Welches Bild hast du im Kopf, wenn du an diesen Menschen denkst? Einen körperlich zugrunde gerichteten Mann an einem Holzkreuz? Aufgehängt wie ein Schwerverbrecher. Ein Gescheiteter! Ein Toter! Ist das nicht absurd? Hat Gott dieser Welt kein attraktiveres Profilbild zu bieten als ein entstelltes Gesicht? Es widerspricht dem Verstand. Wir wollen Muskelpakete sehen, die im Luxus schwelgen. Gottes Sohn hingegen “hatte keine Gestalt und keine Pracht” (Jes.53,2). Warum verzichtet Gott bei seiner Selbstdarstellung so konsequent auf Glitzer und Glamour? Weil Gottes Sohn nicht auf Fans und oberflächliche Likes aus ist: Er will Herzen, die ihm aus echter Liebe folgen!


Nur, wer würde so etwas Dummes tun – einem Gekreuzigten folgen? Es sind Menschen, die hinter das Geheimnis des sterbenden Gottessohnes gekommen sind. Die von einer Schönheit überwältigt wurden, die tiefer liegt als äußere Attraktivität. Sie sehen die blaugeschlagenen Augen, die lieben, statt zu hassen. Die blutigen Lippen, die für die Folterer beten, statt sie zu verfluchen. Sie sehen in dem ruinierten Körper von Jesus seine aufopferungsvolle Liebe. Liebe, die lieber Gottes Strafe für die Sünden anderer erleidet, als die Schuldigen zur Hölle fahren zu lassen!


Von wegen gescheitert, von wegen tot! Jesus ist auferstanden und wird einmal die Welt regieren. “Gott hat uns befohlen,...ernstlich zu bezeugen, dass dieser der von Gott bestimmte Richter der Lebenden und der Toten ist.” “Er hat allen den Beweis davon gegeben, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat” (Apg.10,42+17,31)


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