Ohne den anderen geht es nicht (1.Kor 12,14)


„Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.“ (1. Korinther 12,14)


Ohne den anderen geht es nicht. Die Glieder am Leib Christi brauchen einander.

Dem Apostel Paulus war es ein großes Anliegen den Korinthern klarzumachen, dass jedes Glied am Leib Christi seine Aufgabe und Berechtigung hat. Keiner kann sagen „Ich brauche den anderen nicht.“ und keiner sollte aus Neid auf die Gabe, die ein anderer bekommen hat, seine Arbeit liegen lassen und aus Frustration oder Kritik an den Mitgeschwistern auf die Ausübung seiner Gabe verzichten.


Paulus benutzt zur Illustration das Bild eines menschlichen Körpers, der auch nur dann optimal funktioniert und seine Aufgaben erfüllen kann, wenn jedes einzelne Glied gesund ist.


Um dem Problem des Neides und der daraus resultierenden Bequemlichkeit in der Ausübung der Aufgaben am Leib Christi zu begegnen, macht Paulus klar, dass es auch keinen menschlichen Körper gibt, der ganz aus Auge oder Ohr besteht. Es ist eine völlig abstruse Vorstellung, dass so ein Körper existieren könnte, würden dann nicht auch die Beine und Füße zum Laufen fehlen, geschweige denn die Nase zum Riechen?


Gott hat jedes einzelne Glied am Leib so gesetzt, wie es ihm gefallen hat (V. 18). Du und ich haben von Gott einen Platz in der Gemeinde Gottes (dem Leib Christi) erhalten, den nur wir in der Weise ausfüllen können, wie Gott es sich gedacht hat.


Bist Du zufrieden mit dem Platz und den Aufgaben, die Gott Dir gegeben hat? Schau nicht immer wieder zu Deinem Bruder oder Deiner Schwester, die vermeintlich einen viel attraktiveren Dienst bekommen hat oder begabter ist als du. Das stimmt übrigens nicht. Gott hat es sich genauso ausgedacht und es wird Ihn enorm verherrlichen, wenn Du an dem Platz, den Gott Dir gegeben hat, für Ihn arbeitest.


Ein weiteres Problem im Leib Christi kann entstehen, wenn wir glauben, dass unser Dienst mehr wert sei als der Dienst eines anderen. Wir können tatsächlich zu der Überzeugung kommen, dass wir unseren Bruder oder unsere Schwester nicht brauchen. Dann schauen wir von oben auf den anderen herab, bewerten den Dienst unseres Mitbruders voller Kritiksucht und finden an allem etwas auszusetzen.


Es ist unmöglich am menschlichen Körper, dass das Auge zur Hand sagt „ich brauche dich nicht“. Das wird niemals geschehen. Besonders die Glieder am Leib Christi, die wir sehr schnell für minderwertig halten oder nicht richtig wertschätzen, haben bei Gott einen außerordentlichen Wert.


Kannst Du es ertragen, wenn Dein Bruder oder Deine Schwester einen Dienst auf eine andere Art und Weise ausübt als Du es machen würdest? Wie reagierst Du, wenn Dein Bruder oder Deine Schwester in einem Dienstbereich aktiv ist, in dem Du auch arbeitest?


Es ist eine große Gefahr, dass wir uns und unseren Dienst so wichtig nehmen, dass wir nicht mehr offen sind für Korrektur von anderen und gleichzeitig blind für den Segen, der vom Dienst anderer ausgeht.


Gott hat die Glieder am Leib gegeben, dass sie sich gegenseitig ergänzen und miteinander arbeiten. Wenn Glieder gegeneinander arbeiten und sich das Leben schwer machen, rutscht die Ehre Gottes in den Hintergrund und es geht nur noch um uns. Lass es niemals zu, dass durch Dich eine Spaltung im Leib entsteht, sich Geschwister voneinander entfremden oder den Dienst für den Herrn aufgeben.

„Damit keine Spaltung in dem Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander hätten.“ (1.Kor 12,25)


Gott hat den Leib auf eine wunderbare Weise gebildet, sodass der größte Segen fließen wird, wenn Du und ich an unserem Platz für den Herrn wirken und dabei unsere Mitgeschwister nicht aus dem Auge verlieren. Dann bekommt jeder das, was der Herr für ihn sorgen kann und nur Du dem anderen geben kannst, weil der Herr Dich zum Dienst am anderen gebrauchen möchte.


Der Herr Jesus wünscht sich von Herzen, dass wir mit dem, was er uns anvertraut hat in Treue umgehen, damit Er Dir und mir einmal sagen kann:


„Wohl, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn.“ (Mt 25,21)


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