Weniger Arbeit, gleicher Lohn?


„Freund, ich tue dir nicht unrecht.“ (Matthäus 20,13)


Lies dazu Matthäus 20,1-16

Die Jünger hatten alles verlassen und waren dem Herrn Jesus nachgefolgt. Nachdem einer von ihnen den Herrn gefragt hatte, was ihnen dafür als Lohn „zuteil werden“ würde (Mt.19,27), folgt ein Gleichnis, das immer noch von großer Bedeutung ist.


Der Herr erzählt den Jüngern von dem Weinberg, für den der Besitzer Arbeiter suchte. Damals war es üblich auf Marktplätzen nach Leuten Ausschau zu halten, die Arbeit suchten – oft nur für einen Tag. Nachdem der Hausherr die ersten Arbeiter angeworben hat, vereinbart er mit ihnen den Lohn für einen Arbeitstag – 1 Denar. Sie waren einverstanden und es ging an die Arbeit.


Im Laufe des Tages warb der Besitzer weitere Arbeiter an, vormittags, um die Mittagszeit und am Nachmittag. Schließlich geht der Tag zu Ende und es gibt den verdienten Lohn! Doch was ist das? Jeder Arbeiter bekommt denselben Lohn, obwohl manche den ganzen Tag und andere nur ein paar Stunden gearbeitet haben.


Wenn wir ehrlich sind, kommt uns das schon ziemlich ungerecht vor, oder?


Der Besitzer des Weinbergs stellt den Herrn Jesus dar, der als Gott der Sohn absolut souverän ist. Ihm gehört alles (Kol.1,16) und er ist ebenso souverän, wenn es um die Belohnung Seiner Diener geht. Dabei wird Er nichts vergessen, was wir aus Liebe zu Ihm getan haben (vgl. Heb.6,10).

Aber war die Bezahlung der Arbeiter nun wirklich unfair?

Der Besitzer des Weinbergs bezahlt den Arbeitern, die den ganzen Tag für Ihn tätig waren, genau den vereinbarten Lohn. Daran, dass die anderen Arbeiter denselben Lohn erhalten, erkennen wir, wie gnädig der Herr ist. Er gibt gerne und manchmal mehr als uns eigentlich zusteht.


„Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gütig bin?“ (Mt.20,15)


Der letzte Vers in diesem Abschnitt ist uns sicher gut bekannt: „So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein.“ (Mt.20,16a) Es wird in Bezug auf den Lohn manche Überraschung geben.1 Doch wir können sicher sein, dass er immer gerecht sein wird.


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