• Sebastian Achenbach

Wie Gott sich dem Menschen vorstellt (2)


In unserem zweiten Teil wollen wir uns ansehen, wie Gott sich in dem Herrn Jesus als das Brot des Lebens vorstellt. Lies dazu in deiner Bibel, aus dem Evangelium nach Johannes, das sechste Kapitel.

Dort wirst du die beiden folgenden Verse finden, auf die wir uns konzentrieren wollen:

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten. [Joh. 6,35]

Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote isst, so wird er leben in Ewigkeit. [Joh. 6,51a]

Unsere Begebenheit hat ihren Ursprung darin, dass Jesus die Menschen, die ihm gefolgt waren, um seine Wunder zu sehen und ihm zuzuhören, nach einem langen und anstrengenden Tag auf dem Berg, auf wunderbare Weise versorgt hatte. Er hatte das Wenige, was an Nahrung vorhanden war durch ein Wunder vermehrt. Die Tagesration, die dieser kleine Junge dabeihatte, die fünf Brote und zwei Fische, hatten die große Menschenmenge von über 5000 Personen satt gemacht. Sie hatten nicht nur jeder einen Krümel bekommen, sondern hatten sich satt essen können und zuletzt, als die Jünger herumgingen, um die Reste einzusammeln und vor Verderb zu bewahren, war mehr übriggeblieben, als ursprünglich vorhanden war.

Das hatte die Menschen beeindruckt. Weil Jesus aber keine Ehre für sich wollte, waren sie von dort weggegangen, nach Kapernaum. Daraufhin folgten ihm die Menschen, aber Jesus entlarvte ihre Herzen, als er ihnen sagte, dass sie ihm nicht folgten, weil sie an ihn als den von Himmel gesandten Sohn Gottes glaubten. Ihre Gedanken waren eigennütziger Art. Sie hatten das Wunder gesehen. Sie waren gesättigt worden, und hofften nun darauf, es würde so werden, wie damals, als die Israeliten in der Wüste täglich mit Nahrung, mit Brot vom Himmel, versorgt worden waren.

Sie hofften das gleiche zu erleben. Das wäre bequem und würde das Leben vereinfachen. Auf ihre Worte: Herr, gib uns allezeit dieses Brot!“ erklärte Jesus ihnen nun, dass er selbst das Brot vom Himmel war und, dass es wichtiger war, eine Beziehung zu ihm zu haben, als Nahrung für den Körper zu besitzen, denn das Eine hat einen ewigen Wert, das Andere nur einen kurzen zeitlichen Nutzen.

Eine Beziehung zu ihm kann dadurch entstehen, dass man ihn als Brot, also als Nahrung aufnimmt. Das zeigt uns der Vers 51. Jesus als Nahrung aufzunehmen, heißt, an ihn zu glauben und ihm die Kontrolle über unser Leben zu übertragen.

Er will Herr in deinem Leben sein.

Kennst du ihn schon?

Weißt du, was er für dich getan hat, um dir ewiges Leben zu geben, um den Hunger deiner Seele zu stillen?

Dazu ist er in den Tod gegangen. Das lernen wir in Johannes 12, 24:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.

Eben genau so, wie das Weizenkorn, in dem Leben ist, sterben muss, damit Frucht entstehen kann, so ist Jesus für alle Glaubenden gestorben. Der Tod des einen Korns bedeutet Leben für die vielen Körner, die daraus hervorkommen.

Wenn du also daran glaubst, dass Jesus für dich und deine Sünden gestorben ist und ihn in dein Leben aufnimmst, darfst du auch für dich in Anspruch nehmen, was wir in Vers 51 gelesen haben: Du wirst leben in Ewigkeit! Was eine wunderbare Aussicht! Eine herrliche Zukunft liegt vor uns!

Wenn du das verstanden hast, dann ist doch auch klar, warum Jesus davon spricht, dass es wichtiger ist, eine Beziehung zu ihm zu haben, als nur den Körper auf einfache Weise versorgt zu wissen.

Darüber hinaus dürfen wir als zweiten Aspekt noch sehen, wie Jesus sich nach dem lebensgebenden Brot auch als das lebenserhaltende Brot vorstellt. Das zeigt uns der Vers 35.

Hier ist es wie im Natürlichen auch. Der innere Mensch benötigt immer wieder neu Nahrung. Wie unser Körper immer neu versorgt werde muss, so muss auch unser innerer Mensch mit Nahrung gestärkt werden.

In dieser Beziehung sagt Jesus zu den Menschen, dass er die rechte Nahrung ist, die unseren Hunger stillt, damit wir keinen Mangel leiden.

Vielleicht kennst du den Spruch: Man ist, was man isst!

Das ist ein wahres Wort. Im ganz Natürlichen erkennt man, ob wir uns gesund und ausgewogen ernähren, oder ob wir einen ungesunden Lebensstil führen. Unser Körper reagiert früher oder später darauf, wenn wir z.B. nur Fastfood zu uns nehmen. Wir werden dick und möglicherweise auch krank, als Folge ungesunder, einseitiger Ernährung. In Bezug auf unseren inneren Menschen, ist es das Gleiche. Auch hier müssen wir auf eine gesunde Ernährung achten. Nicht alles was an Nahrung angeboten wird, womit wir uns beschäftigen können, ist für einen Christen nachhaltig gesund.