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  • Ballast abwerfen

    Immer mehr Menschen streben in unseren Tagen nach Minimalismus. Die Branche der Tiny Houses boomt. Mehr und mehr Menschen empfinden es als erstrebenswert, möglichst viel Ballast abzuwerfen und in gewissem Sinn aus dem vorherrschenden System des Materialismus auszusteigen. Man beschränkt sich auf den nötigsten Besitz. Die Menschen möchten „frei“, ungebunden und flexibel sein, aber auch mentale Freiheit genießen. Sie möchten möglichst wenig Verpflichtungen haben und leben nach dem Motto „Wer wenig Besitz hat, muss sich auch nur wenig Sorgen machen“. In der Tat ist an dieser Aussage einiges Wahres dran. Auch die Bibel zeigt uns, wie Besitz und Reichtum nicht wirklich glücklich machen, sondern wie Sorgen und Ängste um Verlust die Gedanken gefangen nehmen und die Prioritäten ganz automatisch, mitunter unbemerkt, in die materialistische Richtung verschieben. Ein gutes Beispiel für „Ballast freies Leben“ finden wir in Abraham. Er lebte in Zelten. Und das, obwohl er reich genug war, um sich die tollsten Häuser bauen zu können. Aber er lebte als Fremder, wie jemand, der nur auf der Durchreise ist. Und tatsächlich wird uns berichtet, dass er die zukünftige Stadt erwartete, deren Schöpfer und Baumeister Gott ist. [Heb. 11,9-11] Abrahams Blick ging über das Materielle hinaus. Das wünscht sich Gott auch von uns Christen. Auch wir sind Fremde hier auf dieser Erde. Unsere wirkliche Heimat ist im Haus des Vaters. Gott möchte, dass wir unser Leben hier auf dieser Erde im Licht der Ewigkeit betrachten und bewerten. Es geht darum Schätze in dem Himmel zu sammeln, nicht Schätze auf dieser Erde. [Mt. 6,19-20] Christus zu folgen und ihm zu dienen, das ist von echtem unvergänglichem Wert. Gott ruft uns in seinem Wort, der Bibel, in Hebräer 12 in diesem Zusammenhang einen Vers von großer Wichtigkeit und höchster Aktualität zu: [Heb. 12,1-2] …, lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf, hinschauend auf Jesus,… In diesem Vers geht es darum, dass wir aufgefordert werden, unser Leben auf „Bürden“ zu überprüfen und uns ihrer zu entledigen. Es geht also auch für Christen darum Ballast abzuwerfen. Wenn wir das hier vorgestellte Bild betrachten, leuchtet uns das auch sofort ein. Es geht in dieser Bibelstelle um einen Wettlauf, einen Dauerlauf, der erfolgreich absolviert werden soll. Welcher Sportler würde schon unnötiges Gewicht mit sich schleppen, sich eine Last aufladen, wenn er in diesem Wettkampf startet? Natürlich niemand. Das ist uns völlig klar. Aber wie sieht das in unserem Glaubensleben aus? Dem Herrn Jesus zu folgen gleicht diesem Wettlauf, dessen Ziel wir erreicht haben, wenn wir bei ihm sind. Bist du da auch so konsequent, wie der Sportler es ist? Legst du alles beiseite, was dich in der Nachfolge hinter dem Herrn Jesus her bremsen kann? Was deine Gedanken gefangen nimmt? Was deine Zeit in Anspruch nimmt? Legst du alles ab, was deinen Blick von dem Herrn ablenkt? – Denn das ist das Geheimnis des erfolgreichen Wettlaufs; - auf ihn hinzuschauen, mit ihm beschäftigt und auf ihn ausgerichtet zu sein. Ein solches Leben erfordert Disziplin. Die Disziplin eines Sportlers. Es ist eine tagtägliche Herausforderung, dass wir uns nicht von dem Geist diese Welt vereinnahmen lassen und uns dadurch unnötigen Ballast aufladen. Lass dich ermutigen, dich dieser Herausforderung zu stellen! Der Herr Jesus wird es nicht unbelohnt lassen, wenn du in dieser Welt auf Dinge verzichtest, weil du ihn liebst. In der Ewigkeit, wenn wir bei ihm sind, werden wir sehen, wie er das Ablegen der Bürde, den scheinbaren Verlust in dieser Welt, in ewigen Gewinn umgewandelt hat! Wir wollen uns täglich unter Gebet fragen, was wir noch wegtun können, um freier und unbeschwerter Laufen zu können…HINSCHAUEND AUF JESUS! #ballast #minimalismus #tinyhouse #ablegen #jesus #konzentration #bürde #last #sünde #sin #minimal #faith #glaube #disziplin #disciplin #jesuserlebt #gott #god

  • Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt

    "Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt." (Philipper 4,13) Ein solcher Vers wird leicht missverstanden. Wir lesen ihn und denken sofort an hunderte von Dingen, die wir nicht tun können. Im physischen Bereich denken wir beispielsweise an irgendeinen lächerlichen Kraftakt, der übermenschliche Stärke erfordert. Oder wir denken an eine große geistige Errungenschaft, die weit außerhalb unserer Reichweite liegt. So werden diese Worte für uns zu einer Folter statt zum Trost. Der Vers bedeutet in Wirklichkeit natürlich etwas anderes, nämlich dass der Herr uns Kraft geben wird, alles zu tun, was Er von uns möchte. Innerhalb des Bereichs Seines Willens gibt es nichts Unmögliches. Petrus kannte dieses Geheimnis. Er wusste, dass er - auf sich allein gestellt - nicht auf dem Wasser gehen konnte. Aber er wusste auch, dass er es dann tun konnte, wenn es der Herr befahl. Sobald der Herr Jesus gesagt hatte: "Komm", stieg Petrus aus dem Boot und schritt über das Wasser zu Ihm. Normalerweise wird auf meinen Befehl hin kein Berg ins Meer rutschen. Aber wenn der Berg zwischen mir und der Erfüllung des Willens Gottes steht, dann kann ich sagen: "Hebe dich hinweg", und es wird geschehen. Worauf es letztendlich hinausläuft ist, dass "Seine Gebote auch Seine Befähigungen sind". Deshalb wird Er uns Kraft verleihen, jede Prüfung zu ertragen. Er wird mich befähigen, jeder Versuchung zu widerstehen und jedes Laster zu überwinden. Er wird mich kräftigen, Sauberkeit in meine Gedanken hineinzubringen, reine Motive zu haben, und immer das zu tun, was Seinem Herzen wohlgefällig ist. Wenn ich nicht die Kraft bekomme, etwas zu vollbringen, wenn ich von physischem, geistigem oder emotionellem Zusammenbruch bedroht bin, dann muss ich mir wohl die Frage stellen, ob ich Seinen Willen verfehlt habe und die Befriedigung meiner eigenen Lüste suche. Es ist möglich, für Gott zu wirken, ohne dass dies notwendigerweise das Werk Gottes ist. Solches Wirken ist nicht von der Verheißung Seiner Kräftigung begleitet. Es ist also wichtig zu wissen, dass wir uns im Strom Seiner Pläne vorwärtsbewegen. Dann haben wir die freudige Zuversicht, dass uns Seine Gnade aufrechterhalten und kräftigen wird. Aus "Licht für den Weg" von William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007)

  • Gott zuerst

    "Im Anfang schuf Gott..." Wenn wir die ersten vier Worte von 1. Mose 1,1 vom Rest des Verses trennen, dann bilden sie eine Art Wahlspruch für das ganze Leben. Sie sagen: "Gott zuerst." Wir finden dieses Motto schon im ersten Gebot angedeutet: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Niemand und nichts darf den Platz des wahren und lebendigen Gottes einnehmen. Wir finden den Grundsatz in der Geschichte Elias und der Witwe, die nur noch soviel Mehl und Öl übrighatte, um einen letzten Laib für ihren Sohn und sich selbst zu machen (1. Könige 17,12). Überraschenderweise sagte Elia zu ihr: "Bereite mir zuerst einen kleinen Kuchen davon." Obwohl das vielleicht wie ungeheuerlicher Egoismus klingt, lag die Sache doch anders. Elia war ein Stellvertreter Gottes. Er meinte damit: "Setze einfach Gott an die erste Stelle, und du wirst nie Mangel an lebensnotwendigen Dingen haben." Jahrhunderte später lehrte der Herr Jesus das Gleiche in der Bergpredigt, als Er sagte: "Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden" (Matthäus 6,33). Der erste Platz im Leben gebührt dem Reich Gottes und Seiner Gerechtigkeit. Diese Aussage unseres Herrn wird in Lukas 14,26 bestätigt: "Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein." Christus muss den ersten Platz einnehmen. Aber wie setzen wir Gott an die erste Stelle? Wir müssen doch unsere Familie versorgen. Wir müssen an unsere weltliche Arbeit denken. Wir haben zahllose Pflichten, die unsere Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. Nun, wir setzen Gott an die erste Stelle, indem wir Ihn mit einer solchen Liebe lieben, dass jede andere Liebe im Vergleich dazu wie Hass wirkt. Wir tun es, indem wir alle materiellen Dinge als von Ihm anvertrautes Gut betrachten und nur diese Dinge festhalten, die in Verbindung mit Seinem Reich gebraucht werden können. Wir tun es, indem wir Dingen mit Ewigkeitsbezug den ersten Platz einräumen und daran denken, dass selbst gute Dinge manchmal Feinde der besten sein können. Eine richtige Beziehung zu Gott liegt im höchsten Interesse des Menschen. Und die richtige Beziehung zu Gott besteht darin, dass Ihm der erste Platz gegeben wird. Wenn wir Gott an die erste Stelle setzen, werden wir zwar nicht ohne Probleme existieren, aber wir finden Erfüllung in unserem Leben. Doch wenn wir Gott eine zweitrangige Position zuweisen, haben wir nichts als Probleme - und eine elende Existenz obendrein. #imanfang #gottzuerst #1Mose #familie #frau #kinder #mann #liebe #hass #jesuserlebt

  • Abraham und Isaak - Ein Vorausblick auf Golgatha (1)

    „Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und zieh hin in das Land Morija und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.“ (1.Mo 22,2) Ich wäre gerne dabei gewesen, als der Herr Jesus nach Seiner Auferstehung die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus begleitete. Als sie mit Jesus zusammentrafen und Er sich ihn anschloss, waren sie noch traurig und enttäuscht. Der Herr erkannte ihre Not, hörte ihnen zu und stellte herzerforschende Fragen, um ihnen dann im Alten Testament „von Mose und von allen Propheten anfangend“ in allen Schriften das zu erklären, was Ihn selbst betraf. Danach waren ihre Herzen komplett verändert, ihre Herzen fingen wieder an zu brennen. Plötzlich hatten sie wieder eine neue Perspektive! Wahrscheinlich hat der Herr Jesus ihnen auch die Geschichte von Abraham und seinem Auftrag zur Opferung Isaaks genauer erklärt. Denn auch diese Begebenheit redet in der Vorausschau von Jesus. Es war wohl bis dahin ein Tag wie jeder andere gewesen, als Abraham plötzlich die Stimme Gottes hörte, die ihn unmissverständlich aufforderte seinen Sohn zu opfern. Danach war nichts mehr so wie vorher. Er sollte den verheißenen Sohn töten, auf den er so viele Jahre gewartet hatte und in dem Gott Abraham und das ganz Volk Israel reichlich segnen wollte. „Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast …“ – Es ist das erste Mal in Gottes Wort, dass von Liebe die Rede ist. Diese Liebe beschreibt die Beziehung eines Vaters zu seinem Sohn. Und gerade hier werden wir daran erinnert, dass Gott seinen einzigartigen, geliebten Sohn für uns hingegeben hat. Gott hat die Größe und Tiefe seiner Liebe uns gegenüber gezeigt als er den Herrn Jesus auf diese Erde gesandt hat, damit er für Sünder sterben sollte. „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab […]“ (Joh 3,16) Gott, der Vater, liebt seinen Sohn, Jesus Christus. Der Vater hat den Sohn von Ewigkeit her mit seiner unbeschreiblichen, bedingungslosen Liebe geliebt. Er hat ihn geliebt, als Er hier auf der Erde war und liebt Ihn bis in alle Ewigkeit (Joh 3,35; 17,26). Aber nicht nur das: Der Sohn liebt auch den Vater. Diese Liebe des Herrn Jesus wird in seinem Leben auf der Erde dadurch sichtbar, dass Er in allem den Willen Seines Gottes getan hat (Joh 10,17; 14,31). So wie Issak sich gehorsam mit seinem Vater Abraham gemeinsam aufmachte, um an den Ort der bevorstehenden Opferung zu gehen, so war der Herr Jesus seinem Vater in allem gehorsam, gehorsam bis zum Tod am Kreuz (Phil 2,8). Er ging voller Hingabe den Weg über diese Erde, um schließlich am Kreuz sein Leben zu lassen. Dort am Kreuz wurde der Herr Jesus zu einem Brandopfer für seinen Gott. Er hat sich seinem Gott völlig hingegeben und Ihn dadurch vollkommen verherrlicht, seine Schönheiten und Eigenschaften sichtbar gemacht. Ich möchte Dich ermutigen tiefer in Gottes Wort zu forschen, um die Liebe Gottes zu seinem Sohn Jesus Christus zu entdecken. Besonders das Johannesevangelium ist voll davon! #abraham #isaak #golgatha #kreuz #liebe #vater #sohn #jesus #opfer #jesuserlebt #prophetie #vorausblick #bild #typologie

  • Hast Du mich lieb?

    "Simon Jona, hast du mich lieb? . . .Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe."(Joh 21,17) Unser Herr fragt Petrus, ob er ihn lieb habe. Er fragt nicht nach seiner Liebe zum Reich oder Volk Gottes, sondern zu ihm selbst. Er nennt Petrus bei seinem alten Namen - "Simon Jonas" -, um ihn daran zu erinnern, was die Gnade für ihn getan hat. Danach fragt unser liebevoller Heiland in schlichten, deutlichen Worten nach seiner Liebe zu ihm. Das war kein "auf-den-Busch-Klopfen", er kam sogleich zur Sache; denn hierbei kann weder Zweideutigkeit noch Zweifel geduldet werden. Wie der Arzt den Puls seines Patienten fühlt, um sein Herz zu beurteilen, so prüft Jesus den Puls der Seele des Petrus. Er fragt nicht: "Simon, Sohn Jonas, bereust du deine Torheit?" Reue ist eine wertvolle Gnadengabe und sehr wichtig. Aber es war weiser, nach der Liebe des Petrus zu forschen, weil ein Jünger, der seinen Meister liebt, tief bekümmert sein wird, wenn er ihn verleugnet hat. Der Herr fragt Petrus auch nicht nach seinem Glauben, den man wohl in Frage hätte stellen können; denn er hatte geschworen: "Ich kenne diesen Menschen nicht!" Es wäre eine wichtige Frage gewesen, aber sie wurde beantwortet, als Petrus seine Liebe bekannte. Denn wer liebt, der glaubt. Und niemand kann einen Heiland lieben, an den er nicht glaubt. Der Herr fasst alle anderen Punkte in dieser einen Frage zusammen: "Hast du mich lieb?" Dreimal stellt der Herr diese Frage, und wir erkennen daran ihre Wichtigkeit. Wenn ihr euch selbst prüft, dann untersucht besonders eure Liebe zum Herrn. Die Liebe zu dem Herrn Jesus ist der Lebensnerv, nach dem ihr vor allem zu sehen habt. Achtet nun aber auch darauf, wie bescheiden Petrus antwortete. Er brachte keine Gefühle zum Ausdruck und suchte auch nicht irgendwelche Beweise. Er sprach gleichsam: "Herr, ich berufe mich auf deine Allwissenheit. Du kannst ja in mein Herz sehen, und darum brauche ich dir eigentlich gar nichts zu sagen. Du weißt, dass ich dich lieb habe." Könnten wir dem Herrn dieselbe Antwort geben, wenn er uns heute nach unserer Liebe zu ihm fragen würde? #simon #petrus #liebe #liebhaben #jesus #christus #herr #verleugnung #herz #mann #frau #jesuserlebt #gott

  • In Traditionen erstarrt?!

    „Als das seine Jünger sahen, wurden sie entrüstet und sprachen: Wozu diese Verschwendung?" (Matthäus 26,8) Die erste Zeit der Christen war eine Zeit der Wunder, weil die Christen damals noch ihrem Herzensdrang folgten. Eine Stimme im Herzen des Apostels sprach zu ihm: „Gehe hin in ein heidnisches Land und predige!“ Er berechnete nie die Kosten, fragte nicht, ob sein Leben gefährdet sein oder er Erfolg haben würde; er ging und tat, wozu sein Herz ihn trieb. Von einem anderen wurde gefordert: „Gehe hin, verteile alles, was du hast!“ Und der Christ ging hin und legte alles in die allgemeine Kasse. Nie kam in ihm die Frage auf, ob es seine Pflicht sei. Nein, das Herz drängte ihn dazu, und er tat es sogleich. Wir Kinder dieses Zeitalters sind in ausgefahrene Gleise geraten und in Traditionen erstarrt. Wir tun nur zu leicht, was andere auch tun, begnügen uns mit ihrem Kurs und verrichten unsere sogenannten christlichen Pflichten nur formell. Wie ganz anders war es mit Maria, die jegliche Form unbeachtet ließ und das tat, wozu das Herz sie trieb. Was Maria tat, tat sie ausschließlich für den Herrn Jesus selbst. Weshalb verkaufte sie nicht die Salbe oder das köstliche Nardenwasser und gab das Geld den Armen? Vielleicht dachte sie: Ich liebe ja die Armen und bin jederzeit bereit, sie zu unterstützen; aber ich möchte jetzt etwas persönlich für meinen Herrn tun. Darin lag die wirkliche Schönheit der Liebestat Marias. Sie wusste, dass sie ihm alles zu verdanken hatte. Er war es doch gewesen, der ihr ihre Sünden vergeben hatte; er war ihre Hoffnung, ihre Freude und alles! Sie musste diesem geliebten Herrn etwas schenken. Sie konnte sich nicht damit begnügen, etwas in den Beutel zu legen; sie musste gehen und die Salbe direkt auf sein Haupt schütten. Es hätte sie nicht befriedigt, wenn Petrus, Jakobus oder Johannes daran teilgehabt hätten; alles musste über Jesu Haupt gegossen werden. Mochten andere es auch für Verschwendung halten - sie wusste, dass es keine Verschwendung war. #tradition #leblos #formell #pflicht #leben #liebe #jesuserlebt

  • Zuerst findet die Entrückung statt, dann der Tag des Herrn!

    Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unseres Versammeltwerdens zu ihm hin, dass ihr euch nicht schnell in der Gesinnung erschüttern noch erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als durch uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. [2. Thes 2,1-2] Wir leben in einer turbulenten Zeit. Corona, die aktuelle Weltwirtschaftskrise, Kriege und Terror tragen ihren Teil dazu bei, dass wir sehr schnell unruhig werden können. Der Sturm pfeift uns um die Ohren und wir fragen uns manchmal, wie es weitergehen wird. Wird alles nur noch schlimmer? Oder geht die Zeit der Krisen vorbei, um einem Weltfrieden zu weichen? Was wird aus dem Euro, was passiert, wenn kein Impfstoff gefunden wird? Die Thessalonicher erlebten auch eine stürmische Zeit. Sie hatten sich zum Herrn Jesus bekehrt, um Ihm aus ganzem Herzen zu dienen (1.Thess 1,10). Die Folge ihrer Bekehrung waren Drangsale und Verfolgung (2.Thess 1,4) aufgrund ihres Glaubens. Manche der Gläubigen fingen infolgedessen an zu zweifeln. Andere waren da, die zudem noch Zweifel bei den jungen Christen säten. War der Tag des Herrn schon gekommen? Hatte Paulus ihnen nicht die Wahrheit gesagt oder hatten sie Paulus nicht richtig verstanden? Ähnliche Gedanken können auch bei Dir und mir aufkommen. Müssen wir Christen doch noch durch die Gerichte gehen, die über diese Erde kommen werden? Kommen wir in die große Drangsal und ist der Tag des Herrn schon angebrochen? Aufgrund dieser Fragen schrieb Paulus den Thessalonicher seinen zweiten Brief. Er ermutigte sie, dass sie sich nicht durcheinanderbringen lassen sollten, um in dieser herausfordernden Zeit einen klaren Kopf zu behalten. Der Tag des Herrn war noch nicht angebrochen, weil die Entrückung der Gläubigen noch nicht geschehen war. Die „Ankunft unseres Herrn“ und das „Versammeltwerden“ zu Ihm hin, beziehen sich auf ein uns dasselbe Ereignis. Bevor der Tag des Herrn mit schrecklichen Gerichten (Mal 3,19) eingeläutet wird und die Heiligen mit Ihm erscheinen, wird die Entrückung stattfinden. Danach wird der Messias 1000 Jahre in Frieden und Gerechtigkeit regieren (Mal 3,20). Jesus selbst wird diesen Tag prägen, es geht um Ihn und Seine Rechte. Wenn man uns die Hoffnung auf die Entrückung raubt, dann raubt man uns die Freude und Kraft, um ein hingebungsvolles Leben für den Herrn Jesus zu leben. Lass es nicht zu, dass sich Deine Gedanken nur noch mit den Stürmen und Problemen dieser Zeit beschäftigen. Behalte einen kühlen Kopf und einen klaren Blick für die Wahrheit des Wortes Gottes. Jesus holt Seine Gemeinde zu sich, bevor der Tag des Herrn beginnt. Er kann heute wiederkommen! „So ermuntert nun einander mit diesen Worten!“ (1.Thess 4,18) #tagdesherrn #entrückung #ankunft #jesus #christus #messias #gerichte #reich #1000jahre #herr #jesuserlebt #prophetie #sorgen #sturm #drangsal #corona #krise

  • Ein bemerkenswerter Unterschied

    Im Matthäus- und Lukasevangelium lesen wir davon, wie der Herr Jesus das Brotbrechen (Abendmahl) einsetzt. Hier sehen wir zwei verschiedene Blickwinkel. In Matthäus 26,20 heißt es: „er legte sich mit den Zwölfen zu Tisch.“ In Lukas 22,14 hingegen lesen wir: „…er legte sich zu Tisch und die Apostel mit ihm.“ Ein kleiner Unterschied, aber ein bemerkenswerter. Wenn wir in das AT schauen, versuchten die Menschen immer wieder Gott zu nahen. Das entspricht hier eher der Sichtweise von Lukas. Im NT hingegen finden wir, wie der Herr Jesus zu seinen Jüngern und seinem Volk kommt. Das ist mehr die Sicht im Matthäusevangelium. Schauen wir uns die Situation im AT ein wenig näher an, wo die Menschen einen von Gott festgelegten Ort aufsuchen mussten, um ihm zu nahen. Zum Beispiel in 2.Mo.20,21: „und Mose nahte dem Dunkel, wo Gott war.“ In Kapitel 33,7 gingen die Menschen, die Gott suchten, zum Zelt der Zusammenkunft (der Stiftshütte). Auch später mussten die Menschen zu dem Ort kommen, den Gott sich erwählt hatte, wie wir es in 5.Mo.12,5 lesen: „…und dahin sollst du kommen.“ In der Zeit Davids lesen wir: „Lasst uns zum Haus des Herrn gehen!“ (Ps.122,2). Auch in der Zukunft wird es so sein, dass Menschen nach Jerusalem gehen werden, um dort den König anzubeten (Sach.14,16). Diese “Methode“ Gott zu nahen, finden wir auch bei den Hirten und Weisen, die dorthin gingen, wo sie den Herrn Jesus als Kind in der Krippe fanden. Wenn wir nun ins NT schauen, zeigt uns die Schrift anstatt eines sichtbaren Ortes, den Zugang zu Gott durch den Glauben an Jesus Christus. In Gal.4,4 lesen wir: “als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn,...,damit er die loskaufte, die unter dem Gesetz waren,...”. Die “Methode” des AT wurde sozusagen verändert und Matthäus 26,20 zeigt uns etwas von dieser neuen Sichtweise. Dazu sagt uns Matthäus 18,20, dass „wo zwei oder drei versammelt sind in seinem Namen, da ist der Herr in ihrer Mitte“. Nach der Auferstehung des Herrn Jesus waren die Jünger zweimal im Obersaal zusammen und beide Male kam der Herr dorthin, wo sie waren und zeigte sich ihnen lebendig (Joh.20,19+36). Das Versprechen des Herrn zu uns zu kommen finden wir auch in Joh.14,23: “...und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.” Dies wurde wenig später erfüllt, obwohl der Herr selbst nicht mehr gegenwärtig war. Der Heilige Geist kam auf die Erde als „...sie alle an einem Ort beisammen waren.“ (Apg.2,1). Im NT werden uns noch weitere Vorbilder aus dem AT gezeigt, allerdings haben diese jetzt eine neue Bedeutung. Wir nahen nicht mehr einem Ort, wo Gott wohnt, um ihn zu loben und zu danken. Wir können diese Vorbilder durch den Glauben an sein vollbrachtes Werk am Kreuz verstehen. So haben wir jetzt „Freimütigkeit zum Eintritt in das Heiligtum“ nach Hebr.10,19 und wir dürfen „hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen“ (V.22). Hier geht das NT sogar weit über das AT hinaus, da das einfache Volk niemals Zugang zum Heiligtum hatte (das Vorrecht hatte nur der Hohepriester einmal im Jahr). Durch den Glauben an Jesus Christus dürfen wir Gott jederzeit nahen und im Gebet zu ihm kommen. Eine Religion hingegen, die auf Sichtbarem beruht, nimmt eine ähnliche Position wie im AT ein. Man will Gott durch Opfergaben, eigene Werke oder Anstrengung nahen und gefallen. Sind wir dankbar für diese Möglichkeit, die wir nun durch den Glauben an den Herrn Jesus haben? Nutzen wir sie, um mit dem Herrn zu sprechen und ihm alles zu sagen? Danken wir Gott dafür, dass er seinen Sohn auf diese Erde gesandt hat? „Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten, die durch ihn (Jesus Christus) Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden.“ (Heb. 7,25) #unterschied #at #nt #nahen #kommen #jesuserlebt

  • Die Schule des Lebens

    „Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen.“ (Luk. 5,10b) Sicher ging es dir auch schon so, dass du eine Aufgabe bekommen und dich gefragt hast: „Wie soll ich das denn machen? Ich habe doch gar keine Ahnung davon.“ Häufig denken wir so und verstehen erst hinterher, wieso wir für eine Aufgabe ausgewählt wurden. In der Bibel finden wir, wie der Herr Jesus Seine Diener auf Aufgaben und den Dienst vorbereitet. Wir dürfen Erfahrungen machen in unserem Alltag, im Beruf, der Hausarbeit, in den Dingen, die wir jeden Tag tun und werden dadurch auch vorbereitet für einen geistlichen Dienst. Dazu finden wir einige schöne Vorbilder in Gottes Wort. In Lukas 5 sehen wir zum Beispiel Petrus, der von Beruf Fischer war. Er kannte sich mit dieser Tätigkeit und den damit verbundenen Schwierigkeiten aus. Es war eine harte Arbeit – tagsüber und auch nachts. Dann rief ihn der Herr und Petrus verließ die Fischerei und folgte dem Herrn Jesus nach. Daraufhin sagte Jesus zu ihm: „Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen.“ (Luk. 5,10b). So durfte Petrus Erfahrungen als Fischer machen und dann zum Menschenfischer werden. Später war er ein großer Evangelist. Paulus war ein gelehrter Pharisäer (Apg. 23,6), hatte sich viel Wissen angelesen und war ein eifriger Vertreter des Gesetzes geworden. Außerdem war er Zeltmacher von Beruf und konnte so anderen einen Platz zum Wohnen herrichten (Apg. 18,3). Später wurde er ein Lehrer der großen Wahrheiten des Herrn und im Besonderen „ein weiser Baumeister“ (1.Kor.3,10) in den örtlichen Gemeinden. Dort baute er dann am geistlichen Tempel, dem Haus Gottes, mit, anstatt Zelte zu bauen. David war der jüngste Sohn von Isai und weidete die Schafe seines Vaters (1.Sam.16,11). Später schrieb David Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte“. Gott nahm David von der Schafweide weg, dort wo er lernen musste, und brachte ihn dazu „Jakob, sein Volk, zu weiden, und Israel, sein Erbteil.“ (Ps.78,70-72). Er gab ihnen geistlich gesehen Nahrung und Leitung auf ihrem Weg, wie es ein Hirte bei den Schafen tut. Auch Joseph machte Erfahrungen in seinem Leben als er zum „Aufseher“ über das gesamte Haus Potiphars wurde (1.Mo.39,3+4). In dieser Aufgabe war er treu und gewissenhaft sowohl moralisch als auch finanziell. Später sagte der Pharao dann zu ihm: „Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt.“ (1.Mo.41,41+55) Als es dann zu einer großen Hungersnot kam, schickte sogar der Pharao die Ägypter zu Joseph, um in der Not Hilfe zu finden. Wir sollten dem Herrn Jesus mehr vertrauen, wenn er uns durch die Schule des Lebens formen und für seine Aufgaben vorbereiten will. Er sieht, was wir noch nicht sehen können. #schule #leben #veränderung #wechsel #wachstum #paulus #jospeh #petrus #david #du #mann #frau #junge #mädchen #jesuserlebt #dienst #aufgabe

  • Die Schulter des guten Hirten (Lukas 15,1-7)

    „Und wenn er es gefunden hat, legt er es mit Freuden auf seine Schultern; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.“ (Lukas 15,5-7) Die Pharisäer und Schriftgelehrten zurzeit Jesu glaubten von sich selbst, gerecht zu sein und keine Rettung nötig zu haben. Sie schauten von oben auf andere herab und hatten kein Verständnis für die Gnade, die der Herr Jesus den Zöllnern und Sündern zeigte, als er mit ihnen gemeinsam gegessen und sie aufgenommen hat. Um den Pharisäern deutlich zu machen, dass auch sie verloren waren, erzählte Er ihnen das Gleichnis von dem einen verlorenen Schaf und den 99 Schafen, die in der Wüste zurückblieben, als der Hirte sich auf die Suche nach dem einen Schaf machte. Der Herr Jesus freut sich heute noch über jeden Menschen, der erkennt, dass er vor Gott ein Sünder und verloren ist. Jesus geht dem Verlorenen nach bis Er es findet! Er sucht keine Selbstgerechten und von sich überzeugten Menschen mit einem christlichen Anstrich, sondern Jesus sucht die, die erkennen, dass sie sich selbst nicht retten können und vor Gott zerbrochen sind (Ps 34,19). Nachdem der Hirte das Schaf gefunden hat, nimmt Er es voller Freude auf seine Schultern und trägt es nach Hause. Er trägt das Schaf nicht zurück zu den anderen Schafen in die Wüste, sondern zu sich nach Hause, um dort dann ein Fest mit den Nachbarn und Freunden zu feiern. Wieder sind es die Schultern des Herrn Jesus, die eine Last tragen. Die Herrschaft über diese Welt trägt der Herr Jesus auf einer Schulter (Jes 9,5), aber einen verlorenen Sünder, der sich retten lässt, nimmt Er auf Seine beiden Schultern und trägt ihn nach Hause. Auf den Schultern des guten Hirten kommt ein Sünder zu Ruhe und findet ewige Sicherheit. Das Bild zeigt aber auch, wie viel wir dem Herrn Jesus wert sind, dass Er selbst sich aufgemacht hat, um uns zu suchen. „Weil du teuer, wertvoll bist in meinen Augen und ich dich lieb habe.“ (Jes 43,4a) Er trägt Dich und mich nach Hause, hat uns zu sich gebracht, in Gemeinschaft mit sich selbst. Sehr bald wird der Herr Jesus uns in unser wirkliches zu Hause, in den Himmel, das Haus Seines Vaters bringen (Joh 14,1-3). Wenn ein Sünder Buße tut und sich retten lässt, dann feiert der Himmel ein Fest. Der Himmel kommt in Bewegung. Freust Du Dich auch, wenn ein Sünder gerettet wird und an den Herrn Jesus glaubt? Hat der Herr Jesus Dich schon gefunden? #schulter #hirte #schaf #retter #suchen #finden #verloren #wertvoll #geliebt #pharisäer #sünder #jesuserlebt #jesus #christus

  • Grablegung - Golgatha (24)

    Inzwischen ist es Abend geworden. Ein Mann betritt das Prätorium in Jerusalem. Sein Name ist Joseph. Er kommt aus Arimathia, einer Stadt der Juden. Joseph ist ein reicher Mann. Und angesehen ist er! Als Ratsherr ist er Mitglied des höchsten jüdischen Gerichts, dem Synedrium. Jedes Urteil, das hier gefällt wird, ist bindend für alle Juden. Doch heute würde Joseph etwas tun, was er noch nie getan hat. Er würde sein ganzes Ansehen aufs Spiel setzten. Mutig geht er zu Pilatus und bittet ihn um den Körper des Herrn. Pilatus wundert sich, dass Jesus schon gestorben ist. Er lässt seinen Hauptmann kommen und fragt nach. Joseph wartet. Der Hauptmann bestätigt den Tod des Herrn. Er hatte ja genau gegenübergestanden, als Jesus schrie und starb (Mk.15,39). Damit hatte sich das ungerechte Urteil, dass Pilatus gefällt hatte, unabwendbar vollzogen. Er hatte aus egoistischen Gründen für den Tod eines unschuldigen Menschen gesorgt. Seine Reaktion lässt keine Gewissensbisse erkennen. Großmütig schenkt er Joseph den Körper des Herrn. So, als sei er sein Besitz. Damit war der Fall für ihn erledigt. Joseph verlässt das Gebäude und geht durch die Straßen Jerusalems. Er kauft feines Leinentuch. Dann macht er sich auf den Weg nach Golgatha, das Leinentuch unter seinem Arm. Heute, an diesem Freitag, würden die Menschen sehen können, dass er diesen verachteten Jesus liebte. Joseph ist ein Jünger des Herrn, aber ein verborgener. Niemand weiß, was er wirklich empfindet, was er wirklich über den Heiland denkt. Zwar hatte er im Synedrium, als es darum ging Jesus zu töten, nicht eingewilligt, aber er hatte sich auch nicht vor allen Menschen als sein Jünger zu Ihm bekannt. Das sollte heute Abend anders werden. Auf Golgatha angekommen, tritt er an das Kreuz des Herrn. Dann macht er sich an die Arbeit. Der Körper des Herrn muss vom Kreuz genommen werden. Er soll würdevoll bestattet werden und nicht auf dem Friedhof, wo üblicherweise die Verbrecher, die Gottlosen bestattet wurden (Jes.53,9). Was für ein Bild. Dieser reiche, gut gekleidete Mann macht sich an dem Kreuz zu schaffen. Er zieht die Nägel aus dem Holz und nimmt den leblosen Körper des Herrn vom Kreuz. Vor den Augen der Menschen, die jetzt noch dort waren. Nikodemus kommt dazu. Auch er hatte sich bis heute nicht auf die Seite von Jesus dem Nazarener gestellt. Als er einmal eine Frage hatte, hat er den Herrn im Dunkeln aufgesucht (Joh.3), in der Nacht. Er war Pharisäer, ein Oberster der Juden und wollte nicht entdeckt werden. Später hat er dann einmal einen zaghaften Versuch unternommen, sich für den Herrn einzusetzen (Joh.7). Damals war er noch „einer von ihnen“ gewesen (Vers 50). Aber auch bei ihm soll das heute anders werden! Er bringt eine Mischung aus Myrrhe und Aloe mit. 100 Pfund! Das sind 33 Kilogramm. Gemeinsam wickeln sie den Herrn in das reine, feine Leinentuch. Zusammen mit den Gewürzsalben, so, wie es bei den Juden üblich war. Es kümmert sie nicht, was die anderen denken, was in den nächsten Tagen über sie erzählt würde. Ihre Herzen gehören diesem Mann von Golgatha. Jeder darf es wissen! In der Nähe Golgathas ist ein Garten. Joseph hatte sich dort eine Gruft aushauen lassen. Gemeinsam tragen sie den Körper des Herrn dorthin und legen ihn in die Gruft. Hier hatte noch nie jemand gelegen. Die Frauen, die am Kreuz aus der Ferne zusahen, sind dabei und verfolgen die Grablegung. Dann rollt Josef einen schweren Stein davor… Hier endet die Beschreibung dieser letzten Szene von Golgatha. In allen vier Evangelien ist sie zu lesen (Mt.27,57-61 | Mk.15,42-47 | Lk.23,50-55 | Joh.19,38-42). So sehr schätzt Gott, was diese Männer getan haben. Joseph, dieser gute und gerechte Mann und Nikodemus. Durch ihre Arbeit erfüllt sich erneut ein prophetisches Wort: „Man hat sein Grab bei Gottlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod“ (Jes.53,9). Gott wacht über den Körper Seines Sohnes. Kein Ungläubiger hat ihn nach Seinem Tod berührt. Angemessen wird Er bestattet. Bei einem Reichen! „weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.“ (Jes.53,9). Ich frage mich, was Joseph und Nikodemus bewegt hat, aus dem Schatten zu treten. Vor den Augen ihrer Berufskollegen, den Führern des Volkes, die Fassade fallen zu lassen. Diesen Seitenwechsel vorzunehmen und durch ihre Tat zu dokumentieren: Diesen Jesus, den ihr hasst und umgebracht habe, lieben wir! Wir gehören nicht mehr zu euch! Die Antwort auf diese Frage ist nicht schwer. Sie waren auf Golgatha! Sie haben gesehen, was dort geschehen ist. Haben beobachtet, in was für einer einmaligen Weise der Heiland dort gelitten hat. Auf der einen Seite die nicht zu überbietende Bosheit der Menschen und die unglaublichen Qualen. Auf der anderen Seite die Willigkeit und Hingabe des Heilands. Seine Liebe zu den Menschen. Die Freundlichkeit Seiner Worte. Sein einzigartiger Blick. Nach diesem Tag war alles anders. Golgatha hatte sie verändert. Meine Andacht über Golgatha endet hier. So viele unterschiedliche Szenen dieses denkwürdigen Freitags haben sich vor meinen Augen enthüllt. Dieser Ort, dieses Kreuz, dieser Heiland! „alles an ihm ist lieblich.“ (Hoh.5,16) Du hast mich in meiner Andacht begleitet, bist mit mir dort gewesen – auf Golgatha. Wir standen vor dem Kreuz und haben Ihn gesehen. Hat Golgatha Spuren hinterlassen? „Größere Liebe hat niemand“ (Joh.15,13). Wir bleiben noch einmal stehen und drehen uns um. Wir schauen noch einmal zu diesem Kreuz. Wir sehen, wie Er uns freundlich anblickt und hören, wie Er sagt: „Das tat ich für dich! Was tust du für mich?“ Ja, wir sind schwache und versagende Menschen und doch: Unser ganzes Herz soll mit jeder Faser nur diesem Heiland gehören! Er kommt bald (Off.22,12)! Dir will ich folgen, wohin Du gehst, stets bei Dir bleiben, wo Du auch stehst. Du bist mein Meister, mein Gott, mein Herr, Du bist mein Retter, den ich verehr! Du gabst Dein Leben bis in den Tod, Du hast gelitten in größter Not. Wo ist die Antwort, die Dir gebührt, wo ist der Jünger, der Dich stets ehrt? Du suchst nach Herzen, Dir zugewandt, die für Dich schlagen, oft unerkannt, die sich Dir weihen mit ganzer Kraft. Es ist nur Gnade, die solches schafft. "Dein Kreuz nimm täglich - komm, folge mir! Wenn du in Not bist, bin ich bei dir." So machst Du Jüngern voll Liebe Mut, die Du erworben mit Deinem Blut. Dir will ich folgen, Du bist es wert, einsichtig dienen, von Dir belehrt, nicht an mich denken, denn Du allein sollst für mich Vorbild und Führer sein. Text: Manuel Seibel #golgatha #grablegung #begräbnis #joseph #jesus #jesuserlebt #kreuz

  • Bist Du wachsam?

    Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Geh hin, stelle einen Wächter auf; was er sieht, soll er berichten. […] Wächter, wie weit ist es in der Nacht? (Jes. 21, 6+11) Die Passage in Jesaja 21 ist sicher nicht leicht zu verstehen, aber sie gehört in einen Abschnitt im Buch Jesaja wo es um die verschiedenen Lasten oder Bürden der Nationen geht. In Vers 6 wird ein Wächter eingesetzt, der Tag und Nacht auf seinem Wachposten steht (V.8). Dieser Wächter wird in Vers 11 zweimal gefragt: „Wächter, wie weit ist es in der Nacht?“ Heutzutage werden zum Beobachten moderne Spionagesatelliten oder Drohnen eingesetzt, jedoch sollten auch die Gläubigen wachsam sein während sie hier auf der Erde sind. Da auch wir Wächter sind in einer dunklen Zeit, können wir die Frage stellen: Wie viel dieser Nacht ist schon vorüber? Dazu gibt Paulus die Antwort: „Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.“ (Röm. 13,12). Bildlich gesprochen können wir die Zeit der Gnade mit einer Woche vergleichen. Das Ende dieser Woche ist Samstagnacht, darauf folgen die Segnungen am Tag des Herrn, dem Sonntag. So gesehen leben wir aktuell in der Samstagnacht in der Zeit des christlichen Zeugnisses. Dies ist die Nacht Satans, aber gleichzeitig eine Zeit des Feierns für die Menschen in der Welt. Die gottlosen Menschen sündigen und sind ausgelassen als ob der nächste Tag immer noch ihnen gehört. Christen sollten Wächter sein, die diese Dinge zwar beobachten, aber nicht daran teilnehmen. Das Kommen des Herrn rückt immer näher. Der Beginn der Endzeit ist nicht mehr weit entfernt. Wie Paulus den Thessalonichern schreibt ist „das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam“ (2.Thes. 2,7). Die Welt ist in einem Zustand der wachsenden Boshaftigkeit und Rebellion. Das lässt sich beim Blick in die Nachrichten täglich erkennen. Zuerst wird ein Abfall kommen (2.Tim. 3,1-4), dann wird die Kraft der Gottseligkeit abgelehnt oder verleugnet (V.5) und schließlich werden falsche Lehrer „Verderben bringende Sekten neben einführen und den Gebieter (Gott) verleugnen“ (2.Pet. 2,1). Im vergangenen Jahrhundert wurde eine Vorhersage getroffen über das jetzige Jahrhundert: Es werde Religion geben ohne den Heiligen Geist, Christentum ohne Christus, Erlösung ohne Wiedergeburt, Politik ohne Gott und einen Himmel ohne Hölle. Wie viel davon können wir jetzt bereits erkennen. Die Sünden, die einst die Flut über die Erde brachten, sowie die Zerstörung von Sodom und Gomorra nehmen in unseren Tagen stark zu. Aber: Sind die Wächter Gottes aktiv, um die Menschen vor dem kommenden Zorn zu warnen? Für Gläubige sollte das Kommen des Herrn eine freudige Erwartung sein. Aber die Menschen der Dunkelheit werden in den Schrecken am Tag des Herrn kommen. Der Herr selbst warnt in Matthäus 24, 37: „Denn wie die Tage Noahs waren, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein“. Vor diesem Hintergrund werden die treuen Diener des Herrn ermahnt „Wacht also, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ (Mt.24,42). Bist du wachsam an dem Ort, wo der Herr dich hingestellt hat? #wachen #wachsam #derherrkommt #endzeit #nacht #tag #entrückung #tagdesherrn #woche #jesus #jesuserlebt

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