Er aber nahm es nicht


Wir wollen heute über ein Detail in der Leidensgeschichte des Herrn Jesus nachdenken, was uns zum Staunen über Ihn führen kann. Nachdem es beschlossene Sache war, dass Jesus außerhalb der Stadtmauern Jerusalems sterben sollte, machte sich der Kreuzigungszug auf den Weg. Angekommen auf Golgatha, wurde dem Herrn Jesus ein Getränk angeboten, um Seinen Durst zu stillen: Wein, mit Galle vermischt.

In diesem Moment erfüllte sich die Prophezeiung Davids aus Psalm 69,22: “Und sie gaben in meine Speise Galle, und in meinem Durst gaben sie mir Essig zu trinken.”

Bei vollem Bewusstsein lehnte Jesus das Betäubungsgetränk der Römer ab. “Er aber nahm es nicht.” (Mk 15,23) Selbst in den qualvollsten körperlichen Leiden, wollte unser Herr die volle Kontrolle über Seine Sinne behalten. Jesus wollte keine Abmilderung in den bevorstehenden Leiden erfahren, sondern die Tiefe und Schwere der Leiden ganz “schmecken”. Er wollte es für Dich und mich tun.

Der Evangelist Matthäus schreibt, dass Jesus den Betäubungstrank erst dann ablehnte, nachdem Er ihn zunächst geschmeckt hatte. Neben der Tatsache, dass dieses vergorene Getränk voller Bitterkeit war, zeigt uns dieses kleine Detail, wie vollkommen Jesus Mensch ist. Er wusste vorher, dass Er es nicht nehmen würde und doch kostete Er es zunächst.

“Danke Herr Jesus, dass Du bereit warst, die Leiden am Kreuz in vollem Maß und ohne die geringste Abmilderung zu erdulden!”

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