Glaube, der keine Pause kennt
- Christian Achenbach

- vor 2 Tagen
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Gerade hatte der König Darius ein Gesetz erlassen, dass niemand außer ihm angebetet werden durfte – sonst drohte die Löwengrube.
Daniel, der mittlerweile ein alter Mann geworden war, wusste das genau. Er wusste, dass seine Feinde nur darauf warteten, dass er einen Fehler macht. Auch die Konsequenzen waren ihm bewusst. Trotzdem ging er wie immer in sein Haus, öffnete die Fenster Richtung Jerusalem und betete dreimal am Tag zu Gott.
“Und als Daniel erfuhr, dass die Schrift aufgezeichnet war, ging er in sein Haus. Und er hatte in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin; und dreimal am Tag kniete er auf seine Knie und betete und lobpries vor seinem Gott, wie er vorher getan hatte.” (Daniel 6,11)
Daniel tat “wie er vorher getan hatte” – das ist der Schlüssel. Sein Glaube kannte keine “Pause-Taste”, als es um ihn her ungemütlich wurde.
Was würdest Du jetzt tun? Vielleicht die Fenster schließen oder leise beten? Möglicherweise für eine Zeit auf das Gebet verzichten, schließlich war es ja jetzt per Gesetz „illegal“?
Daniel lehrt uns die Wichtigkeit guter Gewohnheiten und geistlicher Beständigkeit. Daniels Gebetsleben war nicht einfach eine antrainierte Routine, sondern eine Herzenssache, die aus seiner tiefen Beziehung zu seinem Gott resultierte.
Sein vertrauter Umgang mit Gott war die Grundlage dafür, auch dann treu zu bleiben, als ihm das Gebet verboten wurde. Daniel wusste, dass er Gott „mehr gehorchen“ musste als den Menschen (Apg 5,29). Die Ehre Gottes ging ihm über alles.
Jeder von uns kennt diese Momente, in denen es einfacher wäre, die „Fenster zu schließen“ und den Glauben im Geheimen zu halten, um nicht aufzufallen.
Daniel zeigt uns: Wahre geistliche Kraft wächst in einem beständigen Umgang mit Gott im Alltag und nicht erst in der Krise.








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