Henoch (2) - Wie "funktioniert" ein Leben mit Gott?


„Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn weg.“ (1. Mose 5,24)


Eine böse Zeit


Was wird einmal über meinem und Deinem Leben stehen? – „Henoch wandelte mit Gott“.

Henoch lebte in einer sehr schwierigen Zeit. In 1.Mo 6,5.11.12 wird die Zeit Henochs mit folgenden Worten beschrieben: „Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen groß war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. […] Und die Erde war verdorben vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat. Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf der Erde.“


Was im Garten Eden einen so guten Anfang genommen hatte, war durch Abwendung des Menschen von Gott nun völlig zerstört. Die Menschen frönten der Gewalt, der Unmoral und dem Materialismus, sodass Gott die Erde durch die kommende Sintflut richten musste.


In dieser Zeit lebte Henoch, und er lebte mit Gott. Als Henochs Sohn, Methusalah (Übersetzung: „bei seinem Tod wird es (das Gericht) gesandt“), mit 969 Jahren starb, brach das Gericht über die Erde herein. Zu diesem Zeitpunkt war Henoch schon lange nicht mehr hier auf der Erde, weil Gott ihn schon vorher zu sich entrückt hatte.


Ist es heute eigentlich noch möglich mit Gott zu leben? Können wir als Familien, Singles oder ganze Gemeinden noch mit und für Gott leben? Das Leben Henochs liefert den Beweis, dass es möglich ist, in einer schwierigen Zeit mit dem Herrn Jesus zu leben.

Wir leben kurz vor dem Wiederkommen Jesu zur Entrückung – in dieser letzten Zeit dürfen wir mit Gott leben.


Der Wendepunkt im Leben Henochs


Im Leben Henochs muss es ein einschneidendes Erlebnis gegeben haben, so dass er seinen Wandel mit Gott begann. Als er 65 Jahre alt war, kam sein Sohn Methusalah zur Welt. Ab diesem Zeitpunkt begann sein entschiedenes Leben mit Gott. Vielleicht war die Geburt seines Sohnes ein Auslöser, um noch einmal über sein Leben nachzudenken und manches in seinem Leben zu korrigieren? Möglicherweise hatte Gott ihm aber auch geoffenbart, dass er vorhatte diese Welt zu richten?


Wie es auch gewesen sein mag, mit 65 Jahren gab es eine krasse Wende im Lebens Henoch, sodass er ab jetzt 300 Jahre mit Gott lebte und wandelte, bis Gott ihn im Alter von 365 Jahren zu sich nahm.

In diesen 300 Jahren lebte er voller Entschiedenheit für Gott und konnte so ein helles Licht in einer dunklen Zeit sein (Phil 2,15). Für die Leute seiner Zeit war er vielleicht etwas sonderbar – aber Gott machte er durch sein Leben wirkliche Freude.


Gab es in Deinem Leben auch schon diesen Wendepunkt, wo Du Dich entschieden hast mit Gott zu leben? Vielleicht bist Du schon viele Jahre „bekehrt“, wie man so sagt, aber Dein geistliches Leben „plätschert“ so ohne wirkliche Hingabe an Gott vor sich hin? Wenn das so ist, dann lass Dich durch Henoch ermutigen ganz mit Gott zu leben.

Wenn Du Gott noch gar nicht persönlich kennst, dann komm bitte heute zu ihm, um ab jetzt ein Leben mit ihm zu leben. Bekenne ihm Deine Schuld und nimm den Herrn Jesus im Glauben als Deinen Retter an (Apg 16,31; 1.Joh 1,9).


Mit Gott wandeln


Was heißt es eigentlich mit Gott zu „wandeln“? Mit Gott zu wandeln, bedeutet Dein Leben mit Gott zu leben und mit ihm zu gehen. Wenn Du mit jemanden einen Spaziergang machst, dann macht es nur Sinn und Freude, wenn ihr das gleiche Ziel verfolgt, auf dem gleichen Weg geht und auch gleich schnell geht, um die Zeit zu zweit zu genießen. Im Idealfall redet ihr miteinander: Einmal redest Du und ein anderes Mal hörst Du einfach zu.


So ist es auch beim „Wandel“ mit Gott. Das Ziel in Deinem Leben mit Gott, ist die Ehre Gottes. Dein Leben soll Gott verherrlichen und Gottes Eigenschaften sollen durch Dein Leben sichtbar werden (Jes 43,7).


Der Weg in der Nachfolge hinter dem Herrn Jesus her, ist der „schmale Weg“, der zum Leben führt (Mt 7,13.14). Es ist ein Weg getrennt von der Sünde, auf den Du nur kommst, wenn Du Dich kleinmachst und vor Gott demütigst, denn der Eingang zu diesem Weg führt durch die „enge Pforte“.


Wenn Du Dein Leben mit Gott lebst, ist es wichtig, dass Du Gott nicht vorauseilst und andererseits auch nicht hinter ihm zurückbleibst und ihn aus dem Blick verlierst.


Mose war in seinem Leben einmal schneller als Gott als er im Eifer für Seine Brüder einen Ägypter erschlug. Gottes Zeit für die Rettung des Volkes Israel aus Ägypten war noch nicht gekommen. Später in seinem Leben war Mose langsamer als Gott. Gott wollte Mose nun gebrauchen, um sein Volk zu retten, aber Mose meinte nur: „Ach, Herr, sende doch, durch wen du senden willst!“ (2.Mo 4,13)


Wie bist Du mit Gott unterwegs? Pflegst Du Deine Gemeinschaft mit Gott, indem Du Gott durch Deine Bibel zu Dir sprechen lässt und Du selbst mit Gott im Gebet sprichst?


365 Jahre


Als Henoch 365 Jahre alt war, nahm Gott ihn von der Erde weg. 365 Jahre sind wirklich eine runde Sache – so viele Jahre, wie ein Jahr Tage hat. Vielleicht fragst Du Dich auch, wie man so ausdauernd und über eine so lange Zeit mit Gott leben kann?


Henoch hat es Tag für Tag, Stunde um Stunde getan. Ein Wandel mit Gott ist kein Leben aus der „Konservendose“, sondern ein Leben in täglicher Gemeinschaft mit Gott, zu dem Gott tagtäglich die Kraft und die Gnade geben wird (Ps 68,20; 2.Kor 4,16; Joh 1,16). Es ist möglich ein Leben mit Gott zu leben!


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