Sorgen auf Gott werfen


„Indem ihr all eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)

Sorgen machen krank. Jeder Arzt würde empfehlen sich keine Sorgen zu machen, da Sorgen sich negativ auf den Körper auswirken und es zu Herzerkrankungen, Magengeschwüren und Depressionen kommen kann.


Leider sind wir Christen auch nicht von Sorgen befreit. Finanzielle Sorgen, gesundheitliche Sorgen, Sorgen in der Familie und Gemeinde und vieles mehr lassen uns oft mutlos werden und wir drehen uns im Kreis.


Gott fordert uns auf, keine Sorgen zu haben. „So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?“ (Matthäus 6,31). Gott möchte nicht, dass wir als Christen in Sorgen leben. Aber was tun, wenn Sorgen da sind?


Der Apostel Petrus erklärt es uns. Wir sollen die Sorgen auf ihn, das heißt auf Gott selbst, werfen. Und zwar mit der Begründung, dass Gott ein Interesse an uns hat, dass ihm an uns liegt und dass er besorgt ist für uns.


Petrus gebraucht das Bild eines Weitwurfes. Beim „Werfen“ können wir drei Phasen unterscheiden. Erstens brauchen wir Kraft und Energie um die Sorgen überhaupt wegwerfen zu können. Wie bekommen wir die Energie? Durch ständiges Gebet. Nur so nehmen wir Gott mit ins Boot und befehlen ihm alles an.


Zweitens braucht es beim Werfen eine Richtung. Die Richtung beim Sorgen werfen ist ganz klar auf Gott ausgerichtet, nur bei ihm können wir Sorgen wirklich abladen.

Und Drittens bleibt der Ball bei einem Wurf an einer entfernten Stelle liegen. So ist das mit unseren Sorgen auch, wenn wir sie wegwerfen, dann sind die Sorgen nicht mehr in unserer Nähe.


Hier gibt es aber in unserem Leben oft ein Problem. Wir stehen in der Mitte eines Berges und werfen die Sorgen nur berghoch, anstatt bergrunter. Folglich kommt der Ball immer wieder zurück. Wir wenden zwar die Energie zum Wurf durch das Gebet auf, die Richtung zu Gott hin stimmt auch, aber trotzdem nehmen wir die Sorgen immer wieder auf, anstatt sie bei Gott zu lassen.


Jemand hat einmal gesagt: Das ist wie, wenn man abends den Sperrmüll rausträgt, damit ihn die Müllabfuhr am nächsten Tag abholen kann, man aber dann nachts unruhig wird und sämtlichen Sperrmüll wieder ins Haus trägt, weil man sich vielleicht doch nicht von allem trennen kann. Somit stimmte zwar die Energie beim Raustragen der Sachen und auch die grundsätzliche Ausrichtung, aber der Sperrmüll ist immer noch da und die Müllabfuhr fährt leer wieder weg.


Wir können unsere weggeworfenen Sorgen auch vertrauensvoll bei Gott lassen. Er ist besorgt für uns. Zwei brauchen sich nicht um eine Sache zu sorgen, Gott nimmt sich unserer Sorgen an.

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