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Vlies-Glaube




„Und Gideon sprach zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, so wie du geredet hast - siehe, ich lege ein Woll-Vlies auf die Tenne; wenn Tau auf dem Vlies allein sein wird und auf dem ganzen Boden Trockenheit, so werde ich erkennen, dass du Israel durch meine Hand retten wirst, so wie du geredet hast. Und es geschah so.“ (Richter 6,36-38)

Gideon hat Gott darum gebeten, ihm ein klares Zeichen zu geben, bevor er in den Kampf zog. Er wollte Gewissheit haben. Eigentlich hätte das Wort Gottes gereicht; aber in Seiner Gnade schenkte der HERR ihm sogar zwei Zeichen, um Seinem Diener Mut zu machen und Seinen Willen zu bestätigen.

Wir zeigen sicherlich mehr Vertrauen, wenn wir Gott einfach beim Wort nehmen und daraufhin handeln. Doch es gibt Situationen, in denen auch wir, bildlich gesprochen, ein Vlies auslegen und Gott bitten können, uns Seinen Willen zu bestätigen. Er ist langmütig und gütig!

In der Kirchengeschichte finden wir viele Beispiele, in denen Gott auf solche „Vlies-Gebete“ geantwortet hat. Amy Carmichael stand einmal vor der Frage, ob sie in Indien ein Erholungsheim kaufen sollte, um damit bedürftigen Menschen zu dienen. Sie wollte unbedingt den Willen Gottes tun und betete viel für dieses Anliegen.

Schließlich bat sie darum, dass, wenn es Gottes Wille sei, das Haus zu kaufen, die genaue Summe von 100 Pfund eingehen solle. Der Betrag kam sofort. Aber sie und ihre Mitarbeiter zögerten immer noch.

Zwei Monate später baten sie Gott um dasselbe Zeichen als Zustimmung zum Kauf. Am gleichen Tag kam ein weiterer Scheck über 100 Pfund. Doch selbst jetzt hatten sie kaum Freudigkeit, in der Sache etwas zu unternehmen.

Da kam innerhalb weniger Tage ein weiterer Betrag von 100 Pfund, welcher ausdrücklich für den Kauf eines solchen Hauses bestimmt war.

„Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine Güte über denen, die ihn fürchten“ (Ps 103,11).

J.P.S.

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