Was Gott uns durch Corona sagen möchte ...


„Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange bei dem Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!“ (1. Petrus 4,17)


Wir haben nun schon einige Wochen strenger und einschneidender Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Lebens, des Wirtschaftslebens und vieler anderer Lebensbereiche, einschließlich unseres Gemeinde- bzw. Versammlungslebens, hinter uns. Aktuell kann man den Eindruck gewinnen, dass sich alles wieder etwas normalisiert, die Einschränkungen schrittweise zurückgenommen werden und der Alltag wieder zum Alltag werden soll.


Am Anfang der Krise war vielen von uns sofort klar, dass diese Pandemie mit all ihren schlimmen Folgen für die Gesundheit Einzelner als auch für die Wirtschaft, usw. eine unüberhörbare Ansprache an unsere ungläubigen Mitmenschen sei. Gott redete noch einmal sehr deutlich, um Menschen zur Umkehr und Buße zu führen. Dem Herrn sei Dank, durften wir auch von etlichen Bekehrungen und tiefen Entscheidungen für den Herrn Jesus hören. Gott hat Großes getan.


Als das Volk Israel aus Ägypten ausziehen sollte, der Pharao sich aber weigerte das Volk ziehen zu lassen, hat Gott auch durch eine sehr harte Gerichtssprache zu den Ägyptern gesprochen. Als Folge verhärtete der Pharao sein Herz und schließlich verhärtete Gott auch das Herz des Pharaos. Nach dieser denkreichen Nacht, wo alle Erstgeburt der Ägypter sterben musste, durfte das Volk endlich ausziehen.


Es ist jedoch bemerkenswert, dass die ersten 3 Plagen (Wasser zu Blut, Frösche und Stechmücken) sowohl die Ägypter als auch die Kinder Israel trafen. Erst nach der 3. Plage sonderte Gott das Land Gosen aus, sodass dieses Land nicht mehr von den Plagen getroffen wurde. In diesem Landstrich wohnte nämlich das Volk Gottes (2.Mose 8,18).


Das, was eine Ansprache an Ägypten und den Pharao im Speziellen war, traf aber genauso das Volk Israel.


Eine Ansprache an das Volk Gottes


Was wäre allerdings, wenn diese Corona Krise eine direkte Ansprache an das Volk Gottes ist und die ungläubige Welt auch davon betroffen ist – aber wegen der Gemeinde Gottes? Es gibt Beispiele in Gottes Wort, wo die Welt von dem Gericht Gottes betroffen war, obwohl das Volk Gottes bzw. einzelne Gläubige, Auslöser für Gottes Gericht waren.


„Und der HERR schlug den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais willen, der Frau Abrams.“ (1. Mose 12,17)

Gott schlug den Pharao wegen Sarai mit schweren Plagen, weil diese dem Pharao auf Geheiß Abrams vorgetäuscht hatte, dass sie die Schwester Abrams und nicht dessen Ehefrau sei.

In dem oben genannten Vers aus 1.Petrus 4,17 sagt Gott, dass das Gericht Gottes am Haus Gottes beginnt. Warum ist das so? Das Haus Gottes ist die Gemeinde bzw. Versammlung Gottes. Die Versammlung Gottes ist eine Perle, die von Ewigkeit her einen Platz im Ratschluss Gottes hat. Gott hat Seinen eigenen Sohn nicht verschont und sich die Versammlung durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben. Sie war Ihm alles wert! (vgl. Apg 20,27)

Die Versammlung oder Gemeinde bedeutet Gott unendlich viel, sie ist Seinem Herzen sehr nah. Das ist ein unglaubliches Vorrecht, ein unbeschreiblicher Segen, aber eben auch eine hohe Verantwortung. Es ist zudem ein Grundsatz in der Bibel, dass mit vermehrtem Segen auch eine erhöhte Verantwortung verbunden ist (Lk 12,49). Und gerade dann Gläubige an dem Haus Gottes mitbauen (vgl. 1.Kor 3,10ff), dann prüft der Herr auch immer wieder, was und wie gebaut wird.

Wenn Gott in seinen Regierungswegen mit uns und seiner Gemeinde handelt und Gericht übt, dann will Er alles das bei uns entfernen und aufdecken, was nicht mit Seinem heiligen Wesen und Seinem Willen in Übereinstimmung ist. Er will reinigen und uns mehr in Sein Bild verwandeln.