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Was ich nicht sehe, zeige Du mir



„Ich bin mir keiner Schuld bewusst!“ – so oder ähnlich formulieren wir es manchmal, wenn wir anderen klarmachen wollen, dass wir in einer bestimmten Situation nichts Unrechtes getan haben.


Im Buch Hiob gibt Elihu einen Ratschlag an Hiob weiter, von dem wir auch lernen sollten. Elihu empfiehlt Hiob so zu beten:


„Was ich nicht sehe, zeige du mir; wenn ich Unrecht verübt habe, so will ich es nicht mehr tun?“ (Hiob 34,14)


Tatsächlich sind wir uns oft keiner Schuld bewusst, aber das macht uns nicht automatisch frei von Schuld. Leider leiden auch wir Christen an einem „notorischen Mangel“ an Selbsterkenntnis. Wir meinen uns zu kennen, doch am Ende kennt nur Gott uns wirklich. Unsere Motivlage ist oft doppeldeutig und manchmal sind wir auch schlichtweg vergesslich …


Paulus sagt in 1.Korinther 4,4 sehr treffend: „Denn ich bin mir selbst nichts bewusst, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt. Der mich aber beurteilt, ist der Herr.“


Vielleicht pochst Du in einer bestimmten Situation auf Deine Unschuld und Deine „saubere Weste“ – das kann sein – aber besser wäre es, wenn wir das letzte Urteil über unser Leben und manche Situation dem Herrn überlassen würden.


Ich weiß, dass mein Herz mich täuschen kann, denn „arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verdorben ist es;“ (Jeremia 17,9), deshalb möchte ich mich es mir zur Angewohnheit machen wie David zu beten: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!“ (Psalm 139,23.24)


Wenn wir aufrichtig so beten, wird der Herr auch die verborgenen Sünden in unserem Herzen aufdecken, damit wir ganz für Ihn leben können.


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