Zuerst findet die Entrückung statt, dann der Tag des Herrn!


Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unseres Versammeltwerdens zu ihm hin, dass ihr euch nicht schnell in der Gesinnung erschüttern noch erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als durch uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. [2. Thes 2,1-2]


Wir leben in einer turbulenten Zeit. Corona, die aktuelle Weltwirtschaftskrise, Kriege und Terror tragen ihren Teil dazu bei, dass wir sehr schnell unruhig werden können. Der Sturm pfeift uns um die Ohren und wir fragen uns manchmal, wie es weitergehen wird. Wird alles nur noch schlimmer? Oder geht die Zeit der Krisen vorbei, um einem Weltfrieden zu weichen? Was wird aus dem Euro, was passiert, wenn kein Impfstoff gefunden wird?


Die Thessalonicher erlebten auch eine stürmische Zeit. Sie hatten sich zum Herrn Jesus bekehrt, um Ihm aus ganzem Herzen zu dienen (1.Thess 1,10). Die Folge ihrer Bekehrung waren Drangsale und Verfolgung (2.Thess 1,4) aufgrund ihres Glaubens. Manche der Gläubigen fingen infolgedessen an zu zweifeln. Andere waren da, die zudem noch Zweifel bei den jungen Christen säten. War der Tag des Herrn schon gekommen? Hatte Paulus ihnen nicht die Wahrheit gesagt oder hatten sie Paulus nicht richtig verstanden? 


Ähnliche Gedanken können auch bei Dir und mir aufkommen. Müssen wir Christen doch noch durch die Gerichte gehen, die über diese Erde kommen werden? Kommen wir in die große Drangsal und ist der Tag des Herrn schon angebrochen?

Aufgrund dieser Fragen schrieb Paulus den Thessalonicher seinen zweiten Brief. Er ermutigte sie, dass sie sich nicht durcheinanderbringen lassen sollten, um in dieser herausfordernden Zeit einen klaren Kopf zu behalten. Der Tag des Herrn war noch nicht angebrochen, weil die Entrückung der Gläubigen noch nicht geschehen war.


Die „Ankunft unseres Herrn“ und das „Versammeltwerden“ zu Ihm hin, beziehen sich auf ein uns dasselbe Ereignis. Bevor der Tag des Herrn mit schrecklichen Gerichten (Mal 3,19) eingeläutet wird und die Heiligen mit Ihm erscheinen, wird die Entrückung stattfinden. Danach wird der Messias 1000 Jahre in Frieden und Gerechtigkeit regieren (Mal 3,20). Jesus selbst wird diesen Tag prägen, es geht um Ihn und Seine Rechte.


Wenn man uns die Hoffnung auf die Entrückung raubt, dann raubt man uns die Freude und Kraft, um ein hingebungsvolles Leben für den Herrn Jesus zu leben. Lass es nicht zu, dass sich Deine Gedanken nur noch mit den Stürmen und Problemen dieser Zeit beschäftigen. Behalte einen kühlen Kopf und einen klaren Blick für die Wahrheit des Wortes Gottes.


Jesus holt Seine Gemeinde zu sich, bevor der Tag des Herrn beginnt. Er kann heute wiederkommen! „So ermuntert nun einander mit diesen Worten!“ (1.Thess 4,18)


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