Spurensuche im Alten Testament - Das Sündopfer (1)


„Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand aus Versehen sündigt gegen irgendeines der Verbote des HERRN, die nicht getan werden sollen … (3. Mose 4,1+2)


(Lies dazu den ganzen Bibeltext in 3. Mose 4,1-35)

Das vierte Opfer im dritten Buch Mose ist das Sündopfer. Während Brandopfer, Speisopfer und Friedensopfer freiwillige Opfer waren, war das Sündopfer nicht freiwillig und auch nicht zum lieblichen Geruch dem HERRN. Gott konnte Sünde im Leben eines Israeliten nicht dulden, auch nicht, wenn sie aus Versehen geschah. Deshalb musste der Israelit ein Opfertier bringen. Erst dann war die Verbindung zwischen ihm und Gott wiederhergestellt.


Auch in meinem und Deinem Leben gibt es Sünde, leider. Obwohl wir als Christen von neuem geboren sind, sündigen wir immer wieder, da das Fleisch, unser Körper, noch sündigen kann (vgl. Römer 7,18). Aber ist es nicht großartig, dass wir heute kein Opfertier auf einem Altar für Gott bringen müssen, um Vergebung der Sünden zu bekommen? Wir müssen die falschen und unreinen Dinge einfach nur im Gebet bekennen und beim Namen nennen, dann vergibt Gott. Durch den Tod des Herrn Jesus am Kreuz auf Golgatha haben wir freien Zugang zu Gott, während damals ein Israelit bei Sünde erst durch ein Opfer wieder Gemeinschaft mit Gott haben konnte.


Die Beschreibung des Sündopfers war das Gebot Gottes für einen Israeliten zur Reinigung und zur Wiedergutmachung. Im Verlauf des Kapitels werden verschiedene Personen und Personengruppen beschrieben. Je nach Stellung in der Gesellschaft gab es für jeden unterschiedliche Anweisungen, wie mit Sünde umzugehen war.


Als erstes werden die Priester beschrieben. Priester im Volk Gottes hatten eine hohe Verantwortung. Wenn ein Priester gesündigt hatte musste er einen jungen Stier ohne Fehl als Opfer darbringen. Das war das größtmögliche Opfer überhaupt. Das zeigt die Folge und Schwere der Sünde bei einem aus dem Volk Israel, der eine hohe Verantwortung hatte, indem er das ganze Volk vor Gott vertrat. Bei Sünde eines Priesters war nicht nur der Priester selbst betroffen, sondern die Sünde hatte auch Auswirkung auf das ganze Volk.


Wie gehst Du mit Sünde in Deinem Leben um? Bist Du Dir bewusst, dass Gott heilig ist und Sünde nicht sehen kann? Ist Dir klar, dass Du durch Sünde auch andere in Mitleidenschaft ziehen kannst? Gehe radikal mit Sünde in Deinem Leben um. Es gibt nichts, was für Gott zu groß wäre, um es nicht vergeben zu können.


Der opfernde Priester musste seine Hand auf den Kopf des jungen Stieres legen. Somit wurde die Sünde des Opfernden auf das Opfer übertragen. Das ist ein deutlicher Hinweis auf den Herrn Jesus. Er hat sich im göttlichen Gericht mit unserer Sünde eins gemacht.


„Der selbst unsere Sünden an seinem Leib auf dem Holz getragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr heil geworden seid.“ (1. Petrus 2,24)

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