Spurensuche im Alten Testament - Das Speisopfer (1)


„Und wenn jemand dem HERRN die Opfergabe eines Speisopfers darbringen will, so soll seine Opfergabe Feinmehl sein; und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen.“ (3. Mose 2,1)


(Lies dazu den ganzen Bibeltext in 3. Mose 2,1-16)

Während es beim Brandopfer in der Anwendung auf den Herrn Jesus um den vollkommenen Gehorsam unter den Willen Gottes in Seinem Tod ging, sehen wir jetzt in dem Speisopfer den Herrn Jesus als den vollkommenen, gehorsamen und sündlosen Menschen, wie Er hier auf der Erde gelebt hat.


Das Speisopfer war auch ein freiwilliges Opfer, aber im Unterschied zum Brandopfer war es kein Ganzopfer und auch kein blutiges Tieropfer. Die „Zutaten” waren Feinmehl, Öl und Weihrauch. Somit war es eine Art „Backwerk“, die ein Israelit bringen konnte.


„Denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.“ (Johannes 6,33)


Mehl an sich ist schon sehr fein, wenn du mit deinen Fingern durch eine Schüssel voller Mehl gehst. Hier wird ein besonders feines Mehl erwähnt, also nochmal feiner als normales Mehl. Dieses Feinmehl war vollkommen rein und zeigt den Herrn Jesus in seiner sündlosen und fleckenlosen Menschheit.


„Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“ (Johannes 4,34)


Zu diesem Feinmehl kamen jetzt noch Öl und Weihrauch hinzu. Öl ist in Gottes Wort ein Bild vom Heiligen Geist, der in jedem Gläubigen wohnt. Weihrauch ist ein wohlriechendes Harz, welches oft aus Asien importiert wurde und somit sehr wertvoll war. Im Vorausbild auf den Herrn Jesus stellt der Weihrauch Seine Eigenschaften als Mensch dar. Welche Eigenschaften des Herrn Jesus fallen dir da ein? Untersuche mal die Evangelien auf die guten und wunderbaren Eigenschaften des Herrn Jesus.


Da das Speisopfer im Gegensatz zum Brandopfer kein Ganzopfer war, blieb ein Teil des Opfers übrig. Dieser Teil war dann zum Essen für die Priesterfamilie von Aaron gedacht, die den Opferdienst durchführten. Der Hohepriester Aaron ist ein Vorausbild auf den Herrn Jesus. Die Söhne von Aaron, die Priester, sind ein Vorausbild auf uns Christen. Somit ist der Weg des Herrn Jesus hier auf der Erde auch für uns zur Nahrung. Nahrung aufsammeln im geistlichen Sinn bedeutet, sich mit dem Herrn Jesus zu beschäftigen, wie Er besonders in den Evangelien als vollkommener Mensch beschrieben wird.


Das Speisopfer galt als ein hochheiliges Opfer. Das können wir gut verstehen, da der Herr Jesus in Seinem Leben immer der Hochheilige, d.h. der Abgesonderte, der Andersartige war. Seiner Mutter Maria wurde von dem Engel Gabriel Seine „Hochheiligkeit“ bereits angekündigt.


„Darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden.“ (Lukas 1,35)


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