Spurensuche im Alten Testament - Das Speisopfer (2)


„Und wenn du als Opfergabe eines Speisopfers ein Ofengebäck darbringen willst …“ (3. Mose 2,4)


„Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer in der Pfanne ist …“ (3. Mose 2,5)


„Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer im Napf ist …“ (3. Mose 2,7)


(Lies dazu den ganzen Bibeltext in 3. Mose 2,1-16)

Ab Vers 4 in 3. Mose 2 werden dann die „Darbringungsvarianten“ für das Speisopfer beschrieben. Die Zutaten in Form von Feinmehl, Öl und Weihrauch blieben immer gleich, aber es gab Unterschiede, wie man das Speisopfer zubereiten konnte. Die verschiedenen Varianten sprechen von den verschiedenen Formen der Erprobung, welche der Herr Jesus auf dieser Erde erlebt hat.


Zunächst konnte das Speisopfer als ein Ofengebäck dargebracht werden. Die Öfen in der damaligen Zeit waren so gebaut, dass man nicht hineinsehen konnte. Es sind also die von außen nicht sichtbaren Versuchungen, die der Herr Jesus besonders durch den Teufel in der Wüste erlebt hatte. Dort war sonst niemand anwesend, es waren äußerlich nicht sichtbare Versuchungen.


„Der Teufel aber sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er zu Brot werde.“ (Lukas 4,3)


Zudem sollte das Ofengebäck mit Öl gemengt und mit Öl gesalbt werden. Öl ist ein Bild vom Heiligen Geist. Die Unterscheidung in „Mengen“ und „Salben“ ist deshalb wichtig, da der Herr Jesus zum einen vom Heiligen Geist gezeugt wurde (vgl. Lukas 1,35) und zum anderen mit dem Heiligen Geist getauft wurde (vgl. Lukas 3,22). Einerseits gehörte der Heilige Geist zur göttlichen Natur des Herrn, andererseits wurde Er für Seinen Dienst für Gott auf der Erde extra mit Heiligem Geist gesalbt.


Als Nächstes konnte das Speisopfer in der Pfanne gebracht werden. Das Backwerk war in der Pfanne sichtbar. Somit ist das ein Vorausbild auf die von außen sichtbaren Versuchungen, die der Herr Jesus tagtäglich erfahren hat. Besonders denken wir da an die Versuchungen der Menschen, die ihn ablehnten und töten wollten.


„Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn hinabzustürzen.“ (Lukas 4,29)



Als dritte Darbringungsvariante gab es noch das Speisopfer im Napf. Der Napf hat keine bestimmte Form, so können wir hier an ganz allgemeine Versuchungen denken, die dem Herrn Jesus immer wieder begegnet sind, z.B. innerhalb seiner eigenen Familie.

Das gesamte Speisopfer, egal in welcher Darbringungsform, durfte aber zwei Zutaten nicht enthalten: Sauerteig und Honig. Sauerteig ist ein Bild des Bösen und der Sünde. Honig ist alles das, was wir an völlig natürlichem Genuss haben dürfen (z.B. familiäre Beziehungen), wo aber die Gefahr besteht, dass wir diesen irdischen Genuss über die Dinge Gottes stellen.


Wir dürfen uns gegenseitig jeden Tag neu motivieren auf IHN, den Hochheiligen zu blicken und IHN und Seinen Willen in der Bibel zu suchen.


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