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- Alle seine Bekannten standen von fern - Golgatha (22)
29. Die Bekannten und die Frauen, die von fern zusahen Eine weitere Gruppe von Menschen beobachtet was auf Golgatha geschieht. Weit entfernt stehen sie. Nicht direkt unter dem Kreuz, denn dort stehen nur Feinde des Herrn. Lukas nennt sie „alle seine Bekannten“ (Lk.23,49). Matthäus und Markus schreiben von vielen Frauen (Mt.27,55 | Mk.15,40). Sie waren Ihm in Galiläa nachgefolgt. Jetzt sind sie mit nach Jerusalem, nach Golgatha gekommen. Sie lieben den Herrn und hatten Ihm gedient, waren mit Ihm durch das Land gezogen, hatten Ihn unterstützt. Lukas erwähnt einige dieser Frauen in seinem achten Kapitel. Er schreibt, dass sie ihren Besitz für Ihn eingesetzt haben. Jetzt stehen sie hier und sehen alles was geschieht aus der Ferne mit an. Was für ein dunkler Tag in ihrem Leben! Wie schmerzhaft, mitanzusehen wie eine geliebte Person so grausam hingerichtet wird und stirbt… Drei Frauen werden besonders erwähnt. Maria Magdalene ist eine von ihnen. Sie hatte den Heiland kennengelernt, als Er sieben Dämonen von ihr ausgetrieben hatte (Lk.8). Von diesem Tag an, gab es in ihrem Leben nur noch eine Person. Jesus Christus, ihren Retter! Wirklich hingegeben, folgte und diente sie Ihm. Noch eine Frau mit Namen Maria steht dort. Sie ist die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses. Vielleicht war ihr Sohn der andere, unbekanntere Jünger Jakobus, dessen Vater Alphäus hieß (Mt.10,2-3). Eine dritte Frau steht dort. Sie heißt Salome (Mk.15,40). Matthäus erwähnt ebenfalls eine dritten Frau. Er nennt sie nur die „Mutter der Söhne des Zebedäus“. Sicherlich sprechen beide Evangelisten von der gleichen Frau. Die Jünger Jakobus und Johannes sind dann ihre Kinder. Als der Herr einmal Seinen Jüngern sagte, dass sie in Seinem Reich auf 12 Thronen sitzen würden, war sie es, die Ihn etwas später darum bat, dass ihre beiden Söhne einen Platz direkt neben Ihm bekämen (Mt.20,20). Nahe bei dem König. Da sollten ihre Kinder sein. Auf wichtigen Positionen. Es waren „viele andere Frauen“ da. Diese drei werden mit Namen erwähnt. Ihre Beziehung zum Herrn muss besonders gewesen sein. Sie liebten Ihn. Er war nicht nur der Messias für sie. Er war Ihr Retter. Besonders Maria Magdalene hatte das erfahren. Nachdem sieben Dämonen von ihr ausgefahren waren, wird ihr Name nur noch in Zusammenhang mit ihrem Herrn erwähnt. Der Heiland war ihr Lebensinhalt. Ihr ein und alles. Keine andere Frau in den Evangelien zeigt so deutlich, was wirkliche Hingabe ist. Mit was für einem Schmerz hatte sie beobachtet, wie ihr Heiland grausam hingerichtet wurde. Wie bitter war der Augenblick für sie, als Er einen lauten Schrei von sich gab und starb. Den Kopf auf der Brust, hängt Er leblos am Kreuz. Ihr Lebensinhalt ist gestorben. Sie verliert den Boden unter den Füßen. Den anderen geht es ebenso. Trauer und Schmerz prägen diese Situation. Vielleicht auch Enttäuschung und Verwirrung. Er war doch der Messias! Kein Königreich? Keine Befreiung von den Römern? Keine glorreiche Herrschaft? Dunkle Stunden… Wie sollte es weiter gehen? Die Frauen werden noch bleiben. Sie werden beobachten, wo der Leichnam ihres Heilands bestattet wird. Spezereien würden sie kaufen, um Ihm die letzte Ehre zu erweisen. Viele Tränen würden fließen, bis sie verstehen würden… – bis sie eine Begegnung mit dem Auferstandenem haben würden. Ich habe mich gefragt, wie es für diese Frauen wohl gewesen ist, als sie das erste Mal Brot und Wein genommen haben. „Dies ist mein Leib.“ „Dies ist mein Blut.“ Wie lebendig müssen die Leiden und der Tod des Herrn vor ihnen gestanden haben. Mit welchen Empfindungen müssen sie ihre Köpfe zur Anbetung gesenkt haben. Ihren Heiland vor Augen und tiefe Dankbarkeit im Herzen. Ich war nicht auf Golgatha. Ich habe diese Szenen dort nicht gesehen. Und doch malt die Bibel mir Golgatha in unvergleichlicher Weise vor die Augen. Wie viele unterschiedlich Facetten der Leiden des Herrn darf ich kennen, darf darüber nachdenken. Allein und jeden Sonntag gemeinsam mit anderen Christen. Ist mein Herz ebenso bewegt? Und was ist meine Antwort auf diese unvergleichliche Hingabe am Kreuz? Nie sei, Lamm Gottes, Dein Opfer vergessen, dass Du Dich legtest auf Gottes Altar, wenn wir die Tiefen auch niemals ermessen, was Dir das Kreuz, was Dir Golgatha war! Text: Paul Waltersbacher #golgatha #familie #bekannte #frauen #kreuz #allein #jesus #leiden #treue #jesuserlebt
- Der Weg zu echter Vergebung
„Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, gleichwie auch Gott in Christus euch vergeben hat.“ (Epheser 4,32) In Verbindung mit schriftgemäßer Vergebung gibt es eine genau festgelegte Reihenfolge, die wir beachten müssen. Wenn wir dieser Reihenfolge gehorchen würden, könnten wir uns dadurch eine Menge Kopf- und Magenschmerzen ersparen. Wenn uns Unrecht geschehen ist, so ist der erste Schritt, dem Betreffenden innerlich von Herzen zu vergeben. Wir sagen ihm noch nicht, dass wir ihm vergeben haben; aber indem wir ihm von Herzen vergeben, belassen wir die Sache zwischen dem Herrn und ihm. Dies bewahrt unsere Magensäfte davor, sich in Schwefelsäure zu verwandeln und erspart uns eine Menge anderer schlimmer physischer und emotionaler Störungen. Als Nächstes gehen wir zu dem Bruder und weisen ihn unter vier Augen zurecht (Lukas 17,3). Anstatt anderen weiterzusagen, dass uns Unrecht getan worden ist, macht die Schrift deutlich: „Überführe ihn zwischen dir und ihm allein“ (Matthäus 18,15). Wir sollten versuchen, das Problem möglichst zwischen uns, d. h. so privat wie möglich abzumachen. Wenn er nicht bekennt und um Vergebung bittet, dann gehen wir mit einem oder zwei Zeugen zu ihm (Matthäus 18,16). Das ist nach der Schrift eine ausreichende Grundlage, um ein zuverlässiges Zeugnis hinsichtlich der Haltung des Übertreters zu gewinnen. Wenn er sich immer noch nicht beugt, dann bringen wir die Sache in Begleitung der Zeugen vor die Versammlung. Wenn er auch auf das Urteil der Versammlung nicht hören will, muss er natürlich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden (Matthäus 18,17). Aber wenn er irgendwann im Verlauf des Geschehens Buße tut, dann haben wir ihm zu vergeben (Lukas 17,3). Wir haben ihm bereits im Herzen vergeben, aber jetzt sagen wir ihm, dass wir ihm vergeben haben, und verhalten uns entsprechend. Hierbei ist es wichtig, über die Sache nicht leichtfertig hinwegzugehen. Wir sollten nicht sagen: „Ach, das geht schon in Ordnung. Du hast mir im Grunde genommen nichts getan.“ Wir sollten lieber sagen: „Ich vergebe dir sehr gern. Damit ist die ganze Sache abgeschlossen. Gehen wir auf die Knie und beten zusammen.“ Die Scham, bekennen und Buße tun zu müssen, hält ihn vielleicht davon ab, uns wiederum unrecht zu tun. Aber selbst wenn er seine Sünde wiederholt und wiederum bereut, müssen wir ihm auch wiederum vergeben. Sogar wenn er siebenmal am Tag sündigt und siebenmal Buße tut, müssen wir ihm vergeben - ob wir nun glauben, dass er es ehrlich meint oder nicht (Lukas 17,4). Wir dürfen niemals vergessen, dass uns eine Unsumme vergeben wurde. Deshalb dürfen wir nicht zögern, anderen eine Schuld quasi in Taschengeldhöhe zu vergeben, wie uns der Herr im Gleichnis gebietet (Matthäus 18,23-25). #vergebung #probeme #gemeinde #versammlung #allein #imherzen #jesus #jesuserlebt #gott
- Du kannst Dich auf Gottes Fürsorge verlassen! (1.Mose 22,8.14)
„] Und Abraham gab diesem Ort den Namen: „Der HERR wird ersehen“; daher sagt man heute: Auf dem Berg des HERRN wird ersehen werden.“ (1.Mose 22,14) Auf wen kannst Du Dich eigentlich verlassen, wenn Du meinst, dass alles um Dich herum zusammenbricht und jeder Halt zu schwinden scheint? Abraham hatte sich im Gehorsam aufgemacht, um seinen Sohn Isaak auf einem der Berge zu opfern, den Gott ihm zeigen wollte. Die größte Prüfung seines Glaubens hatte begonnen. Ein Stück weit hatten ihn seine Knaben begleitet, dann hatte er sie zurückgelassen, um mit Isaak das letzte Stück Weg zu gehen. Er war jetzt mit ihm allein. Isaak ahnte noch nicht, was bald geschehen sollte. Er war bepackt mit dem Holz, was sein Vater Abraham noch früh am Morgen gespaltet hatte, um damit ein Opfer bringen zu können. Sein Vater selbst trug das Feuer und das Messer, um damit das Opfer zu schlachten und es schließlich anzuzünden. Sie gingen miteinander als Isaak plötzlich die durchdringende Frage nach dem Schaf für das Opfer stellt: „Siehe, das Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?“ Diese Frage muss Abraham tief in seinem Herzen getroffen haben. Er stand im Begriff seinen einzigen, geliebten Sohn, als Opfer zu schlachten. Quälende Gedanken mögen ihm durch den Kopf geschossen sein - aber mit seinen Gedanken blieb Abraham in diesen Momenten allein. Kein Mensch war da, um ihm in diesen Augenblicken beizustehen. Nur auf Gott konnte er sich wirklich verlassen. Ihm vertraute er zutiefst und war deshalb auch überzeugt, dass Gott Isaak aus den Toten auferwecken können würde. Seine Antwort an Isaak zeugt von diesem Vertrauen: „Gott wird sich ersehen das Schaf zum Brandopfer, mein Sohn.“ (V.8) Schließlich kommen sie an den Ort der Opferung. Abraham bereitet alles vor, baut einen Altar, schichtet das Holz auf den Altar und legt seinen gebundenen Sohn auf das Holz. Ist das das Ende? In dem Moment, als menschlich gesprochen schon jede Hilfe zu spät scheint, hört Abraham eine Stimme aus dem Himmel: „Abraham, Abraham! Und er sprach: Hier bin ich! Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Knaben, und tu ihm gar nichts!“ (V.12) Isaak muss nicht sterben, denn Gott hat bereits für einen Ersatz gesorgt. Ein Widder stirbt an Isaaks Stelle. Beeindruckt von der Fürsorge und dem Eingreifen Gottes, gibt Abraham dem Ort einen neuen Namen. „Jahwe-Jireh“, was so viel bedeutet wie „Der Herr wird ersehen.“. Gott hatte in seiner Fürsorge für Abraham, Vorsorge getroffen. Isaak blieb verschont. Abraham war im Gehorsam dem Willen Gottes gefolgt und konnte dann erleben, dass Gott ihm auf diesem Weg zur Seite stand. Auch wenn es so aussah, Abraham ging nicht allein. Gott sorgte für ihn. Es beeindruckt mich, dass Gott keine Sekunde zu spät kam, Er griff gerade rechtzeitig ein. Das, was Abraham erlebte, dürfen Du und ich auch erleben. Gott will uns seine Fürsorge zeigen, besonders dann, wenn Er Prüfungen in unserem Leben zulässt. Darauf kannst Du Dich verlassen: Er hilft Dir zur rechten Zeit. Suche Ihn im Gebet, Er wartet am Thron der Gnade auf uns! Wenn Du heute vielleicht in eine ungewisse Zukunft schaust, sich Sorgen in dir breit machen, dann denn denke daran, dass Dein Gott „Jahwe-Jireh“ ist. Er wird ersehen - Er kennt Deine Zukunft, hat einen Plan für Dich und führt Dich auch morgen. „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ (Hebr 4,16) #jahwejireh #gottwirdersehen #vorsorge #fürsorge #gnade #halt #zuversicht #sicherheit #morgen #sorgen #jesuserlebt #abraham
- Gott hält nach Glaubensprüfungen Segen bereit (1.Mose 22,17)
„Ich will dich reichlich segnen und deine Nachkommen sehr mehren, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist;“ (nach 1.Mose 22,17) Die wohl schwerste Prüfung seines Lebens lag hinter Abraham. Gott hatte seinen Glauben auf die Probe gestellt und ihn aufgefordert seinen einzigen, geliebten Sohn – Isaak – zu opfern. Für uns unvorstellbar, aber Abraham war sofort bereit den Sohn der Verheißung Gottes wieder herzugeben. Viele Jahre hatte er auf Isaak gewartet und jetzt zögerte er nicht, ihn wieder abzugeben. Aus dem Hebräerbrief lernen wir, dass Abraham zu dem Schluss kam, dass Gott seinen Sohn auch wieder aus den Toten auferwecken könne, da die Zeugung und Geburt Isaaks in hohem Alter auch schon ein Zeugnis der Auferstehungskraft Gottes gewesen war (Hebr 11,19). Der Glaube Abraham dient uns zum Vorbild und wir können viel von ihm lernen. Isaak lag noch auf dem Opferaltar, als der Engel des HERRN ihm zu rief, Isaak nicht zu töten, weil er in einem Widder, der im nahe gelegenen Gestrüpp fest hing, einen Ersatz für Isaak gefunden hatte. Abraham hat für uns eindrücklich unter Beweis gestellt, dass ihm Gott, der Geber aller Verheißungen und Gaben, mehr bedeutete als jede Verheißung und jedes Geschenk Gottes. Davon bin ich weit entfernt. Nach der Glaubensprüfung Abrahams hielt Gott einen reichen Segen für ihn bereit. Er offenbarte sich ihm als „Jahwe-Jireh“, der einen Plan mit ihm hatte und sich ihn großer Fürsorge um ihn kümmerte. Gott schenkte Abraham seinen Sohn zurück, den er für ihn geopfert hatte. Gott erneuerte seine Verheißungen, dass er ihn reichlich segnen und ihm eine große Nachkommenschaft geben würde. Schließlich sollten in seinem Nachkommen (Christus) einmal alle Nationen der Erde gesegnet werden. Wenn Gott unseren Glauben durch Tiefen hindurch prüft, dann tut Er es niemals, um uns zu schaden, zu zermürben oder uns zu entmutigen. Gott geht mit dem Leid, was uns treffen kann, niemals „verschwenderisch“ um oder hat Freude daran uns leiden zu sehen. Nein, oft hält Gott geistlichen Segen, tiefe Freude und eine tiefere Erkenntnis seiner Person für Dich und mich bereit. Gott will sich selbst in Dir und mir verherrlichen! „Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude, sondern der Traurigkeit zu sein; danach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt worden sind.“ (Hebr 12,11) Wenn Gott in eine Prüfung führt, dann steht das Ende der Prüfung schon fest, darauf können wir uns verlassen! (1.Kor 10,13) Wir wollen uns gegenseitig ermutigen durchzuhalten, wenn Gott unseren Glauben prüft, denn Er hält Segen bereit! #prüfung #glauben #glaubensprüfung #abraham #segen #durchhalten #ausgang #ende #gottmeintesgut #gottmachtesgut
- Das Lächeln Jesu
„Lasst die Kinder zu mir kommen.“ (Markus 10,14) Man erzählt, dass ein Diener mit sehr ernstem Gesicht über „die Tränen von Jesus“ predigte. An einer Stelle rief er aus: „Wir lesen in der Bibel, dass Jesus dreimal geweint hat. Aber wir lesen kein einziges Mal, dass er gelächelt hat.“ Ein kleines Mädchen saß unter der Kanzel, vergaß, wo es war, und rief laut: „Ich weiß aber, dass er es getan hat!“ Der Prediger war richtig geschockt durch diese Unterbrechung und fragte: „Wie kommst Du dazu, dies zu sagen, mein Kind?“ Das Kind war richtig verängstigt, als es sah, dass nun alle Augen auf es selbst gerichtet waren. Dennoch antwortete es: „Weil die Bibel sagt, dass Er ein kleines Kind rief. Und es kam zu Ihm. Und ich weiß, dass wenn Jesus so geschaut hätte wie Sie, es viel zu viel Angst gehabt hätte zu kommen.“ Das Mädchen wollte nicht unhöflich sein. Es war einfach die Ehrlichkeit eines Kindes, die diese wunderbare Wahrheit äußerte. Kinder hatten nie Angst vor Jesus, denn Er stand ihnen immer zur Verfügung, um sie zu segnen. „Und er nahm sie in die Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.“ (Markus 10,16) „Und wer irgend ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, nimmt mich auf.“ (Matthäus 18,5) Henry A. Ironside #kinder #jesus #lächeln #weinen #junge #mädchen #ironside
- Allein mit Jesus (Mk 7,33)
„Und er nahm ihn von der Volksmenge weg für sich allein und legte seine Finger in seine Ohren; und er spie und rührte seine Zunge an;“ (Mk 7,33) Dieser Mann hatte wirklich ein Problem. Noch nie in seinem Leben hatte er etwas hören können. Die Umgebungsgeräusche, das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Meeres oder auch die liebevollen Worte seiner Eltern waren ihm völlig fremd. Er konnte auch nicht richtig sprechen, weil er nie gehört hatte wie Sprache „funktioniert“. Vielleicht war er dadurch einsam geworden. Um das Problem dieses Mannes zu lösen, nimmt der Herr Jesus ihn beiseite. Er nimmt ihn weg von der Menschenmenge, in die Stille mit sich allein. Dann legt Er ihm die Finger in die Ohren und berührt mit seinem Speichel die Zunge des Gehörlosen. Wir könnten sagen: Jesus legt seine Finger auf den „wunden Punkt“ im Leben dieses Mannes, um ihn dann gesund zu machen. Der Herr Jesus wollte kein großes Aufsehen, keine Show aus der Heilung machen, sondern dem Mann in der Zweisamkeit mit Ihm selbst zeigen, was zu tun war. Ich und Du, wir brauchen diese Zweisamkeit im Alleinsein mit Jesus unserem Herrn. Die Zeiten allein mit dem Herrn Jesus sind nötig, damit Er uns neu auf sich selbst ausrichten kann und von Zeit zu Zeit die „Finger“ auf die „wunden Stellen“ in unserem Leben legen kann. Nur im Alleinsein mit dem Herrn Jesus kann Er Dir und mir wirklich zeigen, wo ein Problem in unserem Leben ist, was wir angehen müssen. Im Alleinsein mit Jesus, kann Er uns auch zeigen, wo vielleicht Sünden und Versagen in unserem Leben ist. In der Stille bei Ihm, kann Er uns neu die „Ohren“ öffnen, damit wir lernen richtig zu hören und Ihm gehorsam nachzufolgen. Bei Jesus allein wird unser „Mund“ geöffnet, um Ihn zu loben und Ihn vor den Menschen zu bekennen. Kann der Herr Jesus Dich immer wieder einmal beiseite nehmen? Gibst Du Ihm die Gelegenheit dazu oder bist Du zu beschäftigt? Auf dem Berg der Verklärung sahen die Jünger, Jakobus, Johannes und Petrus, niemand als „Jesus allein“ (Mt 17,8) bei sich. Was müssen das für segensreiche und herrliche Augenblicke gewesen sein! Allein mit Jesus zu sein, bedeutet auch, dass nichts anderes dabei ist, was stört: Kein Smartphone, kein Laptop, keine Musik, kein Termin, kein Freund, keine Freundin … niemand als Jesus allein. #mitjesusallein #nurjesus #allein #einsamkeit #stille #herr #zweisamkeit #ruhe
- Golgatha, nur ein Schauspiel? (21)
28. Die Reaktion der Volksmengen Nachdem der Evangelist Lukas beschrieben hat, wie der Hauptmann auf den Tod des Herrn reagiert, beschreibt er in Kapitel 23, 48 auch die Reaktion der Menschenmengen, die unter dem Kreuz standen. Sie waren gekommen, um die Hinrichtung zu sehen. Sensationslust trieb sie. Für sie war das alles nur ein „Schauspiel“ (Lk.23,48). Eine willkommene Abwechslung in ihrem Alltag. Ein bisschen Nervenkitzel. Immer wieder erwähnen die Schreiber der Evangelien diese Menschenmenge. Es waren Juden, die in Jerusalem lebten oder zu dem Passahfest angereist waren. Sie begleiten die Szene, von der Verhaftung des Herrn, bis zu Seinem Tod. Schon in den Garten Gethsemane waren sie mitgekommen, als der Heiland verhaftet wurde (Lk.22,47). Sie waren Teil der riesigen Menschenmasse, die sich auf den Weg gemacht hatte. Ca. 600 Soldaten, die Diener der Hohenpriester und allen voran Judas, der Verräter (Joh.18,3). Sie hatten die Macht des Sohnes Gottes erlebt, als Er sagte: „Ich bin es“ und alle zurückwichen und auf den Boden fielen (Joh.18). Sie hatten gesehen, wie der Heiland das abgeschlagene Ohr von Malchus heilte, hatten erlebt, wie die Soldaten diesen sanftmütigen Menschen gefesselt und abgeführt haben. „Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber, mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen?“ (Mt.26). Für den Herrn folgt eine Nacht voll ungerechter Anklagen, falscher Zeugen, fieser und boshafter Behandlung, bis endlich in den Augen der Verantwortlichen feststand: „Er ist des Todes schuldig“ (Mt.26). So bringen sie Ihn zu Pilatus. Hier erwähnt die Bibel auch wieder diese Menschenmenge. Sie nehmen aktiv an der Verhandlung teil. Pilatus bot dem Volk an, einen Gefangenen frei zu lassen, in der Hoffnung, sie würden sich für den unschuldigen Jesus entscheiden. Angestachelt von den Führern des Volkes fordern sie aber die Freigabe des berüchtigten Verbrechers Barabbas. „Was soll ich denn mit Jesus tun?“ fragt Pilatus. „Er werde gekreuzigt!“ war die Antwort der Menschenmasse. „ihr Geschrei […] nahm überhand.“ (Lk.23,23) „Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn!“ (Joh.19,15). Was für ein Hass! Dabei hatten sie kurz vorher noch gerufen: „Hosanna! Gepriesen sei der da kommt im Namen des Herrn!“ (Mk.11,9). Palmzweige hatten sie ausgebreitet. Ihre Kleider auf den Weg gelegt. Und jetzt das! „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“, rief das ganze Volk (Mt.27,25). Als der Heiland dann nach Golgatha ging, gingen sie mit. „Es folgte ihm aber eine große Menge Volk“ (Lk.23,27). Das „Schauspiel“ wollten sie sich nicht entgehen lassen – und sie haben es sich auch nicht entgehen lassen. „das Volk stand da und sah zu“! Alles, was dort auf Golgatha geschehen war, hatten sie mit angesehen, hatten alles genau verfolgt. Hatten sich an der Qual des Heilandes geweidet. Und jetzt war Er gestorben. Mit einem lauten Schrei. Dann das Erdbeben. Nach all dem, was sie gesehen und erlebt haben, schlagen sie sich einfach an die Brust und kehren zurück (Lk.23,48). Unfassbar! Sie haben nichts weiter als ein Ritual. So wie die Frauen, die ihn beweinten, als Er auf dem Weg nach Golgatha war (Lk.23,27). Der Zöllner in Lukas 18 schlägt sich auch an die Brust. Aber er lässt dieser äußeren Handlung Worte folgen. „O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!“ Gerechtfertigt ging er in sein Haus. Sie dagegen kehren einfach zurück. Zurück in ihr altes Leben. Wie nach einem Schauspiel eben… Als Petrus Wochen später in Jerusalem seine erste Predigt hält, kommt es bei vielen zu einer echten Herzensänderung. Sie schlagen sich nicht auf die Brust, nein, die Botschaft die er hat, dringt ihnen durchs Herz (Apg.2,37). An diesem Tag bekehren sich 3000 Menschen! Nach seiner zweiten Predigt sind es nochmal 5000 Menschen. Das was das Volk auf Golgatha gesehen und erlebt hat, mag bei ihnen den Boden für das Evangelium vorbereitet haben. Als Petrus über diesen Jesus von Nazareth spricht, sind ihnen die Szenen am Kreuz noch lebendig vor Augen. So groß ist Gott! So gewaltig seine Gnade! Er rettet diese Menschen, die sich in ihrer Verblendung, ihrem Hass gegen seinen Sohn gewandt haben. Gegen diesen einzigartigen, geliebten Sohn. Mehr als 8000 Menschen zu Anfang und bis heute, seit 2000 Jahren, eine unzählbare Menge! Und ich darf dazu gehören! „Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt“ (nach Johann Andreas Rothe). #golgatha #volksmengen #menschen #schauspiel #theater #jesus #kreuz #reaktion #jesuserlebt #sensation #mann #frau
- "Ich schaffe das nicht!"
Gott hat einen Auftrag für dich! Für jeden von uns. Unser größtes Interesse sollte darin bestehen, herauszufinden welchen Auftrag wir haben und ihn mit Gottes Hilfe ausführen. Doch wie oft reden wir uns heraus: „Ich kann das nicht“, „Jemand anderes ist viel besser geeignet“ usw. Wenn Gott dir etwas zutraut, oder dich für etwas gebrauchen möchte, warum solltest du daran zweifeln? Für mich ist es sehr motivierend in der Bibel zu lesen, dass selbst Mose Gottes Auftrag einfach nicht ausführen wollte, weil er Angst hatte. Er wehrte sich regelrecht dagegen, als Gott ihn nach Ägypten senden wollte (2. Mose 3,7-10). Selbst als Gott ihm immer wieder sagte, dass er mit ihm sei und ihm helfen werde, kamen immer wieder andere Ausflüchte. „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israel aus Ägypten herausführen sollte?“ [...] „was soll ich dann zu ihnen sagen?“ [...] „Und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören [...]?“ [...] „Ach, Herr! Ich bin kein redegewandter Mann [...]“ (2. Mose 3,11 - 4,10) Gott hatte auf alle seine Einwände eine liebevolle Antwort bereit und sprach trotzdem am Ende „Und nun geh hin!“ (2. Mose 4,12) Wir dürfen Gott sagen, wenn wir Angst vor einer Aufgabe haben, doch sagt er uns nicht in seinem Wort: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.“ (2. Kor. 12,9)? Mose (wie auch wir), schauen zu viel auf uns selbst. In jedem Einwand von Mose sieht er auf sich und was er nicht kann. Doch Gott verheißt uns: „Meine Gnade genügt dir“. Wir können aus uns selbst heraus nichts schaffen, doch wenn Gott mit uns geht und uns für etwas befähigt, dann steht ER dahinter. Was sollte uns aufhalten? Leider reichten Mose die Zusagen Gottes nicht und er wollte trotzdem nicht allein gehen. Gott hat ihm anschließend Aaron als Hilfe zur Seite gestellt. Wie traurig, wenn wir uns auf Mitmenschen mehr verlassen, als auf Gott und seine Zusagen. Sollte Gott etwa weniger bewirken können, nur weil wir alleine in seinem Auftrag unterwegs sind? Auch hierfür gibt es eine Begebenheit in Moses Leben. Er klagte über die Last, die er zu tragen hatte und flehte Gott an, ihm weitere Helfer zur Seite zu stellen. Gott geht auf seine Bitte ein, doch was lesen wir in seinem Wort? „Versammle mir siebzig Männer aus den Ältesten Israels [...]. Und ich werde herabkommen und dort mit dir reden, und ich werde von dem Geist nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen, damit sie mit dir an der Last des Volkes tragen und du sie nicht mehr allein tragen musst.“ (4. Mose 11,16+17) Es wirkte derselbe Geist, nur jetzt verteilt auf mehrere Menschen. Gottes Wirken und seine Kraft wird nicht kleiner dadurch, dass er durch eine schwächere Person wirkt, oder größer, wenn er mehrere Diener benutzt. Seine Kraft bleibt dieselbe. Nur wir vertrauen oft nicht darauf und stützen uns lieber auf andere Menschen. Das sollte uns doch zu denken geben! Vertraust du Gott, wenn er dich für einen Auftrag bestimmt und dich senden möchte, oder möchtest du eine weitere Person als „Hilfe“ neben dir haben, anstatt den allwissenden und allmächtigen Gott? „Da sprach er (der HERR): Ich werde ja mit dir sein“ (2. Mose 3,12) „Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? [...] Nicht ich, der HERR? Und nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst.“ (2. Mose 4,11+12) „Denn mit dir erstürme ich einen Wall, und mit meinem Gott überspringe ich eine Mauer.” (Ps. 18,30) #dienst #herr #auftrag #werkdesherrn #gottistmitdir #nichtallein #jesuserlebt #ichschaffedasnicht
- Wofür sind Geistesgaben da? – Sprachenrede (3)
„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Versammlung.“ (1.Korinther 14.4) Wofür sind die Geistesgaben eigentlich da, die Gott der Heilige Geist jedem einzelnen Gläubigen gibt? Was ist der Zweck der Gaben? Jedes Glied am Leib Christi, der Gemeinde Gottes, hat von Gott ganz individuell eine oder sogar auch mehrere Geistesgaben bekommen (1.Kor 12,11). Eine Geistesgabe ist ein Geschenk Gottes, dass wir völlig unverdient bekommen. Es ist reine Gnade. Am besten schaust Du einmal in Ruhe in 1.Korinther 12, Epheser 4 und Römer 12 nach, welche Geistesgaben es gibt. Wenn wir uns die Frage nach dem Ziel und Zweck der Gaben stellen, bekommen wir eine deutliche Antwort in 1. Kor 12,7: „Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.“ Wir alle brauchen uns gegenseitig als Glieder am Leib Christi. Ein Glied kann nicht ohne die anderen Glieder. Das ist auch der Grund dafür, dass wir die Geistesgaben von Gott nicht zum Selbstzweck oder für uns selbst bekommen haben, sondern um sie zum Segen und Nutzen der anderen Glieder zu gebrauchen. "Je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dient einander damit als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes." (1. Petr 4,10) Du siehst, auch Petrus bestätigt noch einmal, dass Gott uns die Gnadengaben gibt, um damit einander zu dienen. Wir werden von Gott selbst geadelt, seine Gnade auf eine gute und treue Weise zu verwalten und sie nicht egoistisch zu gebrauchen. In Bezug auf die Gabe des Sprachenredens hört man häufig die Argumentation, dass man die Gabe ja auch für sich selbst und zur eigenen Auferbauung gebrauchen könne. Das klingt erst einmal schlüssig, wenn man den obigen Vers aus 1. Kor 14,4 ohne den Textzusammenhang liest. In dem Vers geht es jedoch darum, dass die Gabe der Weissagung (Reden aus der Gegenwart Gottes in die Umstände der Zuhörer hinein) und die Gabe des Sprachenredens (Reden in Fremdsprachen, ohne diese erlernt zu haben) im Hinblick auf die Erbauung gegenübergestellt werden. Wer in der Gemeinde weissagt, erbaut die Gemeinde. Wer in der Gemeinde in einer Sprache redet (ohne, dass ein Ausleger da ist), erbaut lediglich sich selbst und sonst niemanden. Um es auf den Punkt zu bringen, wäre das reiner Egoismus, da eine Gabe niemals der eigenen Befriedigung dienen soll, sondern zum Nutzen des Leibes Christi. Der obige Vers ist also auch nicht als Legitimation zu verstehen, dass man nun für sich selbst, wenn niemand anderes dabei ist, in Sprachen reden könne und der geistliche Nutzen daraus die Selbstauferbauung sei. Die Sprachenrede sollte zudem zu einem Zeichen für die Ungläubigen sein (1.Kor 14,22; 1. Kor 1,22). Wie kann das sein, wenn ich die Gabe ausschließlich für mich selbst gebrauche? Der Gebrauch einer Gnadengabe für sich selbst ist völlig absurd. Zum Nachdenken: Paulus hatte unter anderem die Gnadengabe der Heilungen. In Apg. 28,8 kannst Du nachlesen, dass er den Vater des Publius heilte, der an Fieber und Ruhr erkrankt war. Paulus selbst hatte wohl eine Augenkrankheit, sein treuer Begleiter Timotheus ein Magenleiden. Interessanterweise liest Du in Gottes Wort nichts davon, dass er sich selbst oder auch Timotheus geheilt hätte. Er gebrauchte seine Gaben nicht für sich selbst. #zunge #sprache #sprachenrede #gabe #gnadengabe #geist #geistegabe #nutzen #auferbauung #charismatik #jesus #jesuserlebt
- Bist Du verwickelt?
"Niemand, der Kriegsdienste tut, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, auf dass er dem gefalle, der ihn angeworben hat.“ (2. Tim 2,4) Der Christ wurde vom Herrn angeworben und steht aktiv für Ihn im Dienst. Er darf sich nicht in die Dinge des alltäglichen Lebens verwickeln. Die Betonung liegt hier auf dem Wort verwickeln. Er kann sich natürlich nicht völlig von irdischen Tätigkeiten lösen. Er muss arbeiten, um seine Familie mit den lebensnotwendigen. Gütern zu versorgen. Es gibt einen gewissen Grad von Beschäftigung mit alltäglichen Dingen, der einfach unvermeidlich ist. Sonst müssten wir aus der Welt hinausgehen, wie uns Paulus in 1. Korinther 5,10 deutlich macht. Aber der Christ darf sich in diese Dinge nicht verwickeln lassen. Er muss dem Dienst für den Herrn konsequent den Vorrang einräumen. Auch Dinge, die an sich gut sind, werden manchmal zu Feinden des Besten. William Kelly sagt, dass „sich in die Beschäftigungen des Lebens zu verwickeln eigentlich bedeutet, die Absonderung von der Welt aufzugeben, indem man seinen Platz in den irdischen Dingen als voll haftender Geschäftspartner einnimmt“. Ich habe mich bereits verwickelt, wenn ich mich in der Politik engagiere und sie als Lösung der Probleme dieser Welt sehe. Das ist etwa so, als ob ich „auf der untergehenden Titanic die Deckstühle ordnen wollte“. Oder ich habe mich verwickelt, wenn ich als Allheilmittel für die Nöte dieser Welt mehr Betonung auf soziale Arbeit als auf das Evangelium lege. Ich habe mich in die Beschäftigungen des Lebens verwickelt, wenn mein Geschäft mich so im Griff hat, dass ich meine besten Kräfte dem Geldverdienen widme. Indem ich so aus meinem Leben etwas machen will, verliere ich es in Wirklichkeit dabei. Ich habe mich verwickelt, wenn das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit nicht mehr den ersten Platz in meinem Leben einnehmen. Ich habe mich verwickelt, wenn ich von Dingen gefangen genommen werde, die viel zu bedeutungslos sind für ein Kind der Ewigkeit - wie z. B. der PS-Zahl von Autos, den neuesten Aktienkursen, den ungeahnten Funktionen meines Computers, dem Mineralstoffgehalt des selbst gebackenen Vollkornbrotes oder der Auswirkung der Ernährung auf das seidige Fell der Hauskatze. Solchen Überlegungen mag im täglichen Leben einen Augenblick lang eine gewisse Bedeutung zukommen. Aber wir sollen daraus keine Leidenschaft machen, die unsere Zeit und unsere Gedanken füllt. Dafür ist unser Leben als Diener des Herrn zu wertvoll. William MacDonald #juengerschaft #nachfolge #leben #beschäftigung #alltag #jesus #gott #jesuserlebt
- Verlass Dich auf Gottes Wort!
„Wer zweifelt, gleicht der Meereswoge.“ (Jakobus 1,6b). Verlass dich mehr auf Gottes Wort und Gottes Macht als auf deine Gefühle und Erfahrungen. Dein Fels ist Christus, und nicht der Fels unterliegt Ebbe und Flut, sondern das Meer! Halte dein Auge stets auf die Herrlichkeit des vollendeten Werkes Christi und seine Gerechtigkeit gerichtet. Blicke auf Jesus und glaube! Blicke auf Jesus und lebe! Nein, mehr noch, halte den Blick auf Ihn gerichtet! Setze deine Segel und kämpfe mannhaft gegen das Meer des Lebens. Bleib nicht im Hafen des Misstrauens. Ruhe dich nicht im Schatten aus! Lass nicht zu, dass deine Stimmungen und Gefühle dich beherrschen und hin- und herwerfen wie Schiffe im Hafen. Das Glaubensleben ist nicht ein Brüten über Gefühle. Der Kiel des Glaubens soll nicht im seichten Wasser schleifen oder der Anker der Hoffnung im Schlamm der Ebbe, als ob wir uns vor einer steifen Brise fürchten müssten. Schluss damit! Die Segel gegen den Wind gesetzt und dem Herrn vertraut, der das Brausen des Meeres stillen kann! Der Vogel ist nur sicher, wenn er fliegt. Wenn sein Nest nahe am Boden ist und wenn er niedrig fliegt, setzt er sich der Gefahr aus, im Netz des Vogelstellers oder einer Falle gefangen zu werden. Wenn wir am Boden des Gefühls und der Empfindungen dahinkriechen, verfangen wir uns in den tausend Maschen des Zweifels und der Verzweiflung, der Versuchungen und des Unglaubens. "Denn vergeblich wird das Netz ausgespannt vor den Augen aller Vögel" (Sprüche 1,17). Du aber, hoffe auf Gott! (Autor unbekannt) #zweifel #gotteswort #bibel #jesuserlebt #meereswoge #welle
- Dieser Mensch war Gottes Sohn! - Golgatha (20)
27. Die Reaktion des Hauptmanns und der Soldaten „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!“ Der zuständige Hauptmann und seine Soldaten stehen vor dem Kreuz. Dies war nicht die erste Hinrichtung, für welche er und seine Soldaten zuständig waren. Aber hier war alles anders. Der Mann in der Mitte war wirklich außergewöhnlich. Das war ihnen schon aufgefallen, als sie Ihn gegeißelt hatten. Während andere sich unter dieser grausamen Misshandlung wanden, bot Er Seinen Rücken regelrecht an (Jes.50,6). Dann hatten sie Ihm einen purpurfarbenen Mantel angezogen. Ihm ein Rohr in die Hand gegeben und eine Krone aus spitzen Dornen auf Seinen Kopf gesetzt. „Sei gegrüßt, König der Juden!“ So hatten sie sich vor Ihm verbeugt. Mit dem Rohr haben Sie auf Seinen Kopf geschlagen und mit ihren Fäusten in Sein Gesicht. Angespuckt haben sie Ihn. Dabei hatte Er sie nicht mit angst-, oder hasserfüllten Augen angesehen. Sein Blick blieb milde! Als sie Ihn dann nach Golgatha bringen, ging Er willig mit. Ebenso willig ließ Er sich auf das Kreuz legen und annageln. Er wehrte sich nicht. So etwas hatten sie noch nicht erlebt. Den Trank, den sie Ihm geben wollten, hatte Er abgelehnt. Wie diese Person die Schmerzen, die Beleidigungen, den Hass ertragen hatte, war außergewöhnlich. Sie selbst hatten Ihn ja noch am Kreuz verspottet. Seine Kleider unter sich verteilt. Unterm Kreuz gesessen und Ihn bewacht. Und auch das war für sie ungewöhnlich: Der massive Hass der Menschen, die mit am Kreuz waren. Sogar die Führer der Juden waren mitgekommen und lästerten. Eigentlich war es unter ihrem Niveau einer Hinrichtung beizuwohnen. Dann die andern beiden Verbrecher, die mit einstimmten. Hier war wirklich alles anders. Und dieser Jesus erträgt alles würdevoll. In einer einzigartigen Weise. Er betete sogar für Seine Feinde und kümmerte sich um die Bedürfnisse anderer. Dann diese Finsternis. Drei Stunden lang war es stockdunkel. Als es wieder hell wurde, stirbt diese Person viel früher als die anderen Verbrecher mit einem lauten Schrei. Die Erde fängt an zu beben. Das gibt ihnen des Rest. Diese Hinrichtung lässt den Hauptmann und seine Soldaten nicht kalt. Hier wurde kein normaler Mensch hingerichtet. Sie bekommen es mit der Angst zu tun und der Hauptmann sagt diesen bemerkenswerten Satz: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!“ (Mk.15). Es kann nicht anders sein. Was dieser Mensch von sich gesagt hat, musste stimmen! Das was sie in den letzten Stunden gesehen und erlebt hatten, hat Spuren hinterlassen. Ich würde gerne wissen, ob der Hauptmann in seinem Leben noch Buße getan hat? Ob er erkannt hat, dass der Heiland auch für ihn gestorben ist? Dass Er nicht Gottes Sohn war, sondern Gottes Sohn ist? Ich würde mich freuen, ihn im Himmel zu sehen! Gott jedenfalls benutzt diesen Römer. Lukas drückt sich etwas anders aus, als Matthäus und Markus, indem er dokumentiert, dass dieser Hauptmann Gott verherrlicht und sagt: „Wahrhaftig, dieser Mensch war gerecht.“ (Lk.23,47). Gott hatte in den letzten Stunden sehr ungewöhnliche Werkzeuge benutzt, um die Unschuld Seines Sohnes zu bezeugen. Steine würden schreien, wenn Seine Jünger schwiegen, hatte der Herr einmal gesagt (Lk.19,40). Judas war der Erste. Er bekannte, unschuldiges Blut vergossen zu haben (Mt.27,4). Dann folgte Pilatus Frau. Sie ließ ihrem Mann wegen eines Traumes ausrichten: „Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten“ (Mt.27,19). Pilatus selbst wusch wenige Verse später symbolisch seine Hände und sagte: „Ich bin schuldlos an dem Blut dieses Gerechten“. Er hatte keine Schuld an Ihm gefunden, ebenso wie Herodes in Lukas 23, 15: „nichts Todeswürdiges ist von ihm getan worden.“ Am Kreuz sagte einer der Verbrecher: „dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.“ (Lk.23,41). Dann der römische Hauptmann. Und Matthäus nimmt in seinem Evangelium noch die Soldaten dazu. Sieben Zeugnisse dokumentieren, von der Festnahme des Herrn bis zu Seinem Tod, Seine vollkommene Unschuld – Seine vollkommene Gerechtigkeit! Und nicht allein das. Die Aussage des Hauptmanns krönt diese Zeugnisse, indem er nicht nur ausdrückt, dass dieser Mensch gerecht war, sondern „Wahrhaftig […] Gottes Sohn!“ Wunderbar! Die Juden wollten Seinen Tod, „weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat“ (Joh.19,7) und ein Heide dokumentiert, dass dieser wahrhaftig Gottes Sohn war. Wie groß ist Gott! Unendlich souverän und unendlich weise! #gottessohn #jesus #gott #gerecht #hauptmann #soldat #kreuz #golgatha #sündlos #schuldlos #jesuserlebt












