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  • Er muss wachsen!

    Zeit für eine Diät? Willst Du auch abnehmen? "Er muss wachsen, ich aber abnehmen." (Johannes 3,30) Johannes der Täufer war der Vorläufer von Jesus Christus. Er hatte Ihn angekündigt und die Menschen in Israel zur Buße aufgerufen. Jesus sagte selbst über Johannes, dass es keinen größeren Propheten „unter den von Frauen Geborenen“ (Lk 7,28) gibt, als Johannes den Täufer. Zweifellos hatte er eine ganz besondere und ehrenhafte Aufgabe. Und doch sagt er von sich, dass er nur die STIMME eines Rufenden ist. Selbst befand er sich als unwürdig die Riemen der Sandalen Seines Meister zu lösen. Jesus hatte in seinem Leben schlichtweg den Vorrang vor ihm selbst. Johannes wollte abnehmen, damit der Herr Jesus größer werden konnte. Er selbst wollte ganz in den Hintergrund treten, damit Jesus, das Lamm Gottes, sichtbar und groß werden konnte. Auch in seinem Dienst ging es ihm darum, dass der Herr Jesus in den anderen Menschen groß werden konnte. Dafür opferte er sich selbst auf. Wie ist es in Deinem und meinem Leben? Bist Du ein Typ für die große Bühne? Geht es Dir um Dich selbst oder um Deinen Herrn und Retter? Ich glaube, in dieser Hinsicht tut uns allen eine gründliche Diät gut. Schluss mit der Selbstbeweihräucherung, der Selbstüberschätzung, dem Egoismus und was es noch so alles gibt, damit der Herr Jesus in uns und unserem Dienst für Gott größer werden kann.

  • Gottes Willen: Heiligkeit

    Vielleicht bist Du gerade an einem Punkt, wo Du Dich fragst, was Gottes Willen für Dein Leben ist? Was möchte Gott von mir? Wie soll ich leben? Gottes Wille ist nichts Mysteriöses oder etwas für besondere Christen. Gott zeigt Seinen Willen durch Sein Wort, die Bibel. Du kannst Gottes Willen für Dein Leben erkennen, wenn Du die Bibel unter Gebet liest und immer fragst, was Gott Dir persönlich sagen möchte. Gottes allgemeiner Willen für Dein und mein Leben ist: Heiligkeit! Auf den Punkt gebracht. Es geht darum, dass wir wachsen und unser Leben immer mehr Gottes Maßstab entspricht und Er sich über uns freuen kann. Ein Leben in Heiligung, ist ein Leben für Gott, in dem wir uns von allem trennen, was uns verunreinigt. Es ist ein Leben, wo wir das Gute lieben und die Sünde hassen. Paulus denkt jedoch in diesem Kapitel an eine ganz konkrete Sünde: Hurerei. Unser deutsches Wort „Hurerei“ ist abgleitet von dem griechischen Wort „porneia“, was Du auch in dem Begriff „Pornografie“ wiederfindest. Hurerei im biblischen Sinne ist jeder verbotene sexuelle Verkehr vor und außerhalb der Ehe. Du denkst vielleicht: Die Zeiten haben sich geändert. Du hast Recht - fast alle biblischen Maßstäbe, durch die unsere Gesellschaft bis vor einigen Jahren geprägt war, sind auf den Kopf gestellt und ausgehöhlt. Wenn Gottes Wille auch nicht mehr „in“ ist, bleibt Hurerei in Gottes Augen eine schreckliche Sünde. Sex vor der Ehe ist und bleibt Sünde, auch wenn unsere Gesellschaft es legalisiert hat und selbst viele christliche Gemeinden es dulden. Auch viele andere sexuelle Sünden und der Schmutz, den wir durch Filme, Videos und das Internet präsentiert bekommen, ist schrecklich aus Gottes Sicht. Wie stehst Du dazu? Gottes Willen für uns, ist ein Leben in Heiligung, was Gott „Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit, dass ihr euch der Hurerei enthaltet.“ (1. Thessalonicher 4,3) "For this is the will of God, your sanctification; that is, that you abstain from sexual immorality;" (1 Thessalonians 4:3)

  • Jesus tat keine Sünde.

    "Der keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden." (1. Petrus 1,22) "WHO COMMITTED NO SIN, NOR WAS ANY DECEIT FOUND IN HIS MOUTH;" (1 Peter 1:22) Der keine Sünde tat. Stell Dir einmal vor, Du hättest den Herrn Jesus beobachten können, wie Er 33 Jahre hier auf der Erde gelebt hat. Du hättest Ihn in allem was er getan hat, sehen können: jeder Schritt, jeder Handgriff, jedes Wort – im Leben des Herrn Jesus war NICHTS, was sündig gewesen wäre. Jesus war vollkommen rein und heilig! Er war genauso wie Gott sich den Menschen ursprünglich einmal vorgestellt hatte – so sollten die Menschen leben. Alles was Er getan hat, hat Er in Übereinstimmung mit Seinem Vater im Himmel getan. Deswegen war Er ja auch auf diese Erde gekommen: Um den Willen Gottes zu tun! (Vgl. Hebr 10,7.9) Einer der Verbrecher am Kreuz sagt über Jesus sogar, dass Er noch nicht einmal etwas „Ungeziemendes“ getan hatte. Nichts was der Herr Jesus tat, war deplatziert, unsensibel oder unpassend. Nicht einmal das! In Seinen Worten war kein Trug. Wenn Er etwas gesagt hat, dann hatte Er niemals listige Hintergedanken oder falsche Absichten. Er hat nicht gelogen oder Halbwahrheiten gesagt. Mit Fug und Recht konnte Er über sich sagen, dass Er durchaus das ist, was er auch zu den Menschen redete. (Joh 8,25) Keine Schauspielerei oder Vortäuschung falscher Tatsachen. So wie Er gelebt hat, ist Er für uns ein Beispiel, quasi ein Prototyp für unser Leben, um Ihm nachzufolgen.

  • Jesus kannte keine Sünde.

    "Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm." (2. Korinther 5,21) "He made Him who knew no sin to be sin on our behalf, so that we might become the righteousness of God in Him." (2 Corinthians 5:21) Jesus kannte keine Sünde. Der Herr Jesus hatte wirklich nichts mit der Sünde zu tun. Es gab bei Ihm keinerlei Verbindung zur Sünde. Auch Seine Gedanken waren völlig frei von Sünde. Er war der völlig Sündlose. Ganz im Gegensatz zu uns – Römer 7 bestätigt, dass die Sünde sogar in uns wohnt! Wir haben eine „sündige Natur“, die Erbsünde in uns, die immer wieder Auslöser für sündige Taten bei uns ist. Bei dem Herrn Jesus gab es das nicht! Und doch ist Er mit Sünde in Berührung gekommen! Es war auf Golgatha. Da hat Gott, der gerechte Richter, Jesus zur Sünde gemacht. Er wurde am Kreuz auf Golgatha, als für 3 Stunden die ganze Erde in Finsternis gehüllt wurde, vollkommen mit unserer Sünde identifiziert. Jesus Christus wurde von Gott als der Ursprung alles Bösen betrachtet und dafür gerichtet. Das passt nicht in unsere Vorstellungskraft! Er hat den Lohn der Sünde (Rö 6,23) auf sich genommen und ist in den Tod gegangen. Das bedeutet nicht nur, dass Er körperlich gestorben ist, sondern auch, dass Er von Gott getrennt war. Für 3 Stunden ganz allein! Getrennt von Gott, der sich in Seinem ganzen Leben über Ihn freuen konnte. Jetzt ist Gottes Zorn über die Sünde gestillt, die Sünde ist ausgetilgt, weil Gottes gerechtes Gericht den Herrn Jesus getroffen hat. Wenn Du an den Herrn Jesus glaubst und mit Gott versöhnt bist, dann sieht Gott Dich in Christus. Er sieht Dich vollkommen einsgemacht mit dem Herrn Jesus und kann Dich annehmen, weil Er Seine Gerechtigkeit in Dir sieht. Weil Jesus am Kreuz schon gerichtet wurde, nimmt Gott Dich jetzt an.

  • Gott wird Mensch

    "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns (und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater) voller Gnade und Wahrheit." (Joh 1,14) "And the Word became flesh, and dwelt among us, and we saw His glory, glory as of the only begotten from the Father, full of grace and truth." (John 1:14) Das Wort wurde Fleisch - Gott wird Mensch. Das ist das größte Wunder, was Du Dir vorstellen kannst! Der einzigartige Sohn Gottes, das Wort und Gott selbst von Ewigkeit her, entscheidet sich als Mensch auf diese Erde zu kommen. Jesus kommt als Kind in diese Welt, wird in Bethlehem geboren und in eine Krippe gelegt, weil sonst keine Unterkunft für Ihn und Seine Eltern frei war. In Joh 1,1-3 wird uns erklärt, was das Wort ist: Es existiert ewig, es war bei Gott und es ist selbst Gott. Alles, was existiert, wurde durch das Wort geschaffen. Das Wort ist also gleichzeitig der Schöpfer von allem. Und dann raubt es einem fast den Atem, dass sich dieser ewige Sohn Gottes des Vaters so klein macht, um zu uns Menschen zu kommen. Der Schöpfer kommt zu Seinen Geschöpfen und lebt unter Ihnen ca. 33 Jahre, um schlussendlich von Seinen Geschöpfen an ein Kreuz geschlagen zu werden und zu sterben. Noch etwas: Worte sind dazu da, um das Innere, die Gedanken und Pläne, die man hat, auszudrücken. Der Herr Jesus hat uns durch sich selbst die Gedanken und Pläne Gottes offenbart. Er hat uns das Herz Gottes gezeigt, denn ohne Ihn wüssten wir nicht, wie Gott wirklich ist. Er ist Liebe und Licht oder „Gnade und Wahrheit“. Wie groß muss Gottes Liebe sein, dass Er sich in Jesus Christus so klein macht, um uns zu retten!

  • Ohne Liebe - without love!

    Paulus erklärt den Korinthern in 1. Kor 13 und damit auch Dir und mir, dass ohne echte Liebe in unserem Leben, nichts einen wirklich Wert vor Gott hat! Du kannst ein großes Werk tun, in die Mission gehen, Deinen Besitz aufgeben, den Zehnten geben, predigen, Zeugnis ablegen, auf Instagram das Evangelium verbreiten und unzählige Dinge mehr ... Aber wenn Dein und mein Motiv nicht die Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen und Geschwistern ist, dann ist es alles nichts - Null! Wenn wir an das Leben des Herrn Jesus denken, dann hat Er alles aus Liebe zu Seinem Gott und Vater getan. Sein Weg nach Golgatha, wo Er für unsere Schuld und Sünde Sein Leben gab, war ein Weg aus Liebe. Er liebte Gott und deshalb war Er Gott auch gehorsam. Und diese Liebe wurde sichtbar für die Menschen! "Aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so tue, wie mir der Vater geboten hat. – Steht auf, lasst uns von hier weggehen!" (Joh 14,31) Für wen tue ich das, was ich tue? Für mich und meine Ehre, meinen Ego? Gott wünscht sich, dass wir Ihm aus Liebe dienen. Dann findet alles das, was wir tun, auch Anerkennung vor Ihm. "Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts." (1. Korinther 13,2) "And if I have prophecy, and know all mysteries and all knowledge, and if I have all faith, so as to remove mountains, but have not love, I am nothing." (1 Corinthinans 13:2)

  • Gottes perfekter Plan - ein Leib

    Das was Gott schafft ist perfekt. In 1. Kor 12 wird die Gemeinde/ Versammlung im Bild eines Körpers beschrieben, der verschiedene Glieder hat. Jedes Glied an dem Leib erfüllt eine individuelle, vollkommen passende Aufgabe, damit der Leib auch richtig "funktioniert". Der Leib besteht aus allen erlösten Kindern Gottes, die an den Herrn Jesus glauben. Jedes Kind Gottes ist ein Glied an dem Leib und hat von Gott eine Gnadengabe oder Aufgabe bekommen, die niemand besser ausfüllen kann, als genau dieses Glied. Obwohl es so viele Glieder gibt, ist alles von Gott genau aufeinander abgestimmt. Jeder wird gebraucht und auf keinen kann verzichtet werden. Gottes Plan mit Seiner Gemeinde ist genial. Vielleicht denkst Du manchmal, dass Du gerne eine andere Aufgabe hättest oder bist neidisch auf jemand Anderes, der eine andere Aufgabe bekommen hat. Dann denk daran, dass Gott es sich zu unserem Besten ausgedacht hat. Sei treu in dem, was Gott Dir gegeben hat, damit Du zum Nutzen des ganzes Leibes sein kannst. Obwohl es so viele Glieder sind und jedes Glied so verschieden vom Anderen ist, gibt es doch nur einen Leib! Eine Einheit durch Gott geschaffen! "Nun aber sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist einer." (1. Korinther 12,20) "But now there are many members, but one body." (1 Corinthians 12:20)

  • Der Gott des Schauens! – Gott sieht Dich.

    „Und es geschah nach dem Tod Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen Sohn; und Isaak wohnte beim Brunnen Lachai-Roi.“ (1. Mose 25,11) In der biblischen Geschichte wird uns sehr oft von Brunnen und Wasserquellen berichtet. Sie waren lebensnotwendig für die vielen Herdenbesitzer, aber dienten auch einfach dazu, um Wasser für den Alltagsgebrauch zu schöpfen. Der Brunnen Beer-Lachai-Roi (D.i. Brunnen des Lebendigen, der mich schaut o. der sich schauen lässt) wird das erste Mal in 1. Mose 16 erwähnt. Dort wird von Hagar berichtet, die auf der Flucht vor ihrer Herrin Sarai in der Wüste umherirrt. Als sie an einer Wasserquelle angekommen ist, findet sie der Engel des HERRN. Das ist der Herr Jesus selbst! In ihrer Verzweiflung spricht er ihr Herz und Gewissen an, indem er sie fragt: „Woher kommst du, und wohin gehst du?“, um ihr dann wiederum einen unverdienten Segen in Ismael zu verheißen. Doch sie soll auch zu Sarai zurückkehren, um ihr Verhalten zu korrigieren und sich vor ihr zu demütigen. Gott legt Wert auf das richtige Verhältnis zwischen Herren und Dienern! Tief beeindruckt von der Offenbarung Gottes, nannte sie den HERRN: „Du bist der Gott des Schauens!“ Gott hatte sie in ihrer tiefen Not, auf der Flucht vor Sarai, gesehen und sich ihr offenbart. Und Hagar hatte den HERRN gesehen, der voller Barmherzigkeit um sie besorgt war. Sie hatte Seine Verheißungsworte gehört und verinnerlicht. Auch wir dürfen uns in der Anwendung wie Hagar und auch Isaak und Rebekka an diesem Brunnen, Lachai-Roi, aufhalten – es ist ein gesegneter Ort. Es ist der Ort, wo Gott uns in unseren Umständen und unseren Alltagsnöten sieht, sich uns offenbart und uns trösten will. An diesem Ort dürfen wir aber auch ihn sehen! Praktisch gesehen ist es ein Ort der Gemeinschaft mit Gott, beim Lesen seines Wortes und im Gebet, wo Er sich dann als ein Gott für unseren Lebensalltag zeigt! Es ist ein Ort, an dem Er uns zeigt wer wir sind („Woher kommst du und wohin gehst du?“), aber auch wer Er ist – der Gott des Schauens, der uns segnen will. Kennen wir diesen Ort persönlich, aber auch als Eheleute? Ist der „Brunnen des Lebendigen, der sich schauen lässt“ unser Zufluchtsort als örtliche Gemeinde/Versammlung? Wie wichtig es doch, dass wir immer wieder dahingehen, wo Gott zu finden ist. Als Ehepaar sind dafür das gemeinsame Gebet und Lesen des Wort Gottes unabdingbar – das gilt natürlich auch für jeden persönlich, ob verheiratet oder Single. Dabei können wir zusammen über die Bibel nachdenken und uns darüber austauschen. Solange Isaak und Rebekka am Brunnen Beer-Lachai-Roi wohnten, hatten sie eine richtig gute Ehe – als sie weggezogen waren, stellte sich manches Problem und Ungleichgewicht in ihrer Ehe ein. Es lohnt sich also, dem „Gott des Schauens“ am „Brunnen des Lebendigen“ immer wieder zu begegnen! Wo hältst Du Dich auf??

  • Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

    Und es entstand eine Hungersnot im Land, außer der früheren Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. Und Isaak zog zu Abimelech, dem König der Philister, nach Gerar. (1. Mose 26,1) Die Geschichte wiederholt sich Manchmal hat man den Eindruck, dass sich die Geschichte – auch im Volk Gottes – wiederholt. In 1. Mose 12 hatte Abraham Gottes Ruf gehört und war gehorsam und voller Vertrauen aus Ur in Chaldäa ausgezogen, um schlussendlich nach Kanaan zu kommen. Dort angekommen, wird sein Glaube von Gott auf die Probe gestellt. Eine Hungersnot lässt ihn ins Überlegen kommen, was zu tun ist. Er verlässt das verheißene Land und zieht immer weiter Richtung Süden, bis er schließlich nach Ägypten kommt. Ägypten ist ein Bild der Welt, die von Satan, dem Widersacher Gottes, regiert und in der Knechtschaft der Sünde gehalten wird. Dort angekommen beginnt die traurigste Lektion im Leben Abrahams. Er verleugnet seine Frau vor dem König Ägyptens und bringt großen Reichtum mit zurück in das Land Kanaan, der hinterher Auslöser für einen Streit zwischen seinen Hirten und den Hirten Lots wird. Auch im Leben Isaaks wird der Glaube durch eine Hungersnot auf die Probe gestellt und wieder stellt sich die Frage wie Isaak wohl reagieren wird? Er macht sich auch auf in Richtung Süden, aber zieht nicht bis nach Ägypten hinab, sondern sucht im Gebiet der Philister, in Gerar, Hilfe in der Zeit der Hungersnot. Wenn Isaak auch nicht nach Ägypten hinabgezogen ist, wiederholt sich in seinem Leben doch der Fehler seines Vaters Abraham, der in 1. Mose 20,1ff auch nach Gerar gezogen war, um bei dem Philisterkönig Abimelech Hilfe zu suchen. Die Philister („Wanderer“) stammten vom Ham ab und waren aus der Gegend von Ägypten in den südwestlichen Teil des Landes Kanaans eingewandert (1.Mo 10,6.13.14), um sich dort anzusiedeln. Sie waren nicht wie das Volk Israel durch das Rote Meer und den Jordan gezogen. Sie waren kein erlöstes Volk! (2.Mo 15) Im neutestamentlichen Sinne sprechen sie von solchen Menschen, die ein christliches Bekenntnis oder „eine Form der Gottseligkeit haben, der Kraft aber verleugnen“ (2. Tim 3,5). Das Gebiet der Philister steht somit sinnbildlich für die Namenschristenheit, die jedoch kein wirkliches Leben aus Gott hat. Gott prüft unser Glaubensvertrauen immer wieder und kommt bei Seinen Kindern auch ganz gewiss zu dem Ziel, was Er erreichen möchte. Von daher können wir auch nie erfolgreich vor den Glaubensprüfungen weglaufen. Gott, der Herr, möchte unseren Glauben immer mehr zur Reife bringen. Er will, dass wir wachsen und das Beste in uns hervorbringen. Der Teufel hingegen versucht uns zur Sünde und will das Schlechte in uns hervorbringen, damit Gott keine Ehre bekommt und wir im Glauben verzweifeln (vgl. Jak 1). Hungersnot Wie reagieren wir, wenn sich in unserem Leben eine Hungersnot breitmacht? Vielleicht beten wir und Gott erhört unsere Gebete nicht mehr? Vielleicht erleben wir eine geistliche Dürre? Unsere Begebenheit zeigt uns nicht detailliert, was der Grund für die Hungersnot war, doch Gottes Wort stellt uns noch viele andere Hungersnöte vor und zeigt uns auch die Ursachen als auch die Reaktionen darauf. Kann es sein, dass Sünde in unserem Leben Gottes segnende Hand zurückhält? (vgl. 2. Sam 21) Oder sitzt der Herr Jesus nicht mehr auf dem Thron unseres Herzens und wir sind in gewisser Weise Götzendiener geworden? (Vgl. 1. Kö 18) Es kann auch eine Hungersnot in der Gemeinde / Versammlung geben – in Ruth 1 wird uns nämlich beschrieben, dass es eine Hungersnot in Bethlehem, dem „Brothaus“ gab. Ein schlechtes Vorbild Wir stellen uns auch die Frage, was wir als Väter an unsere Kinder weitergeben. Was lernen Sie von uns, was sehen sie in unserem Glaubensleben? Sind wir Vorbilder für unsere Kinder, oder sehen unsere Kinder auch viel Versagen und Sünden, die sich dann womöglich in dem Leben unserer Kinder fortpflanzen? Wie schön wäre es für unsere Kinder und Nachkommen, wenn sie ein Leben auf der Höhe des Glaubens beobachten könnten. Kaleb war ein Vater, der dem HERRN sein Leben lang nachgefolgt (4.Mo 14,24) ist und dessen Kinder das auch in seinem tagtäglichen Leben beobachten konnten. Seine Tochter Aksa erlebte das positive Vorbild seines Vaters, indem er ihr Wasserquellen gab (Ri 1,15). Er gab ihr das Wort Gottes weiter, indem er es vorlebte.

  • Gottes Langmut uns gegenüber

    "[Der] Herr zögert die Verheißung nicht hinaus, wie es einige für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen." (2. Petrus 3,9) Der Herr Jesus wird wiederkommen - zunächst zur Entrückung für die Gläubigen, danach, um hier auf der Erde Seine Herrschaft als König anzutreten. Vielleicht kommt Er noch heute, dann sind wir für immer bei Ihm - wir sehen dann zum ersten Mal unseren Erretter, der am Kreuz von Golgatha Sein Leben für Dich und mich hingegeben hat. Hast Du heute schon daran gedacht, dass Er noch heute wiederkommen kann? Wenn Du jetzt vielleicht manchen Tag erlebst, wo Dir Sein Leiden und Sterben nicht wirklich zu Herzen geht, dann wirst Du ihn dann als das "Lamm wie geschlachtet" (Offenbarung 5,6) sehen und Ihn für immer lieben und bewundern. Das Leiden unseres Heilands wird immer frisch vor uns stehen, wir werden niemals gelangweilt sein, wenn wir mit Ihm beschäftigt sind, sondern Ihn anbeten. Gott steht zu seinen Verheißungen - was Er versprochen hat, wird auch ganz sicher eintreffen, wenngleich auch Gottes Zeitplan von unseren Vorstellungen abweichen kann. Gott ist ewig und mit unserem begrenzten Vorstellungsvermögen nicht zu erfassen. Was bedeutet es, wenn Petrus in seinem Brief schreibt, dass der Herr Jesus "langmütig euch gegenüber ist"? Es ist an dieser Stelle sehr beeindruckend, dass Petrus nicht in erster Linie Gottes Langmut gegenüber dem Sünder hervorhebt, sondern uns, den Gläubigen gegenüber, weil Gott uns dazu gebrauchen möchte das Evangelium weiterzusagen. Gott möchte Dich und mich als Werkzeuge gebrauchen, um den Menschen, die sich auf direktem Weg in die Hölle befinden, die ewige Verdammnis, die gute Botschaft mit auf den Weg zu geben, dass Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, um Sünder zu erretten. Er wünscht sich, dass niemand, ja wirklich kein Einziger, verloren geht! Gottes Gnadenangebot gilt für alle, keiner ist zur Verdammnis vorherbestimmt. Wie gehen wir mit Gottes Langmut, mit Seiner Geduld um? Lassen wir uns als Seine "Gesandten" gebrauchen? Hast Du Dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, dass Du eine Botschaft besitzt, die über Leben und Tod entscheidet? Darüber zu schweigen wäre nicht nur unfair, sondern in hohem Maß lebensgefährlich. Vielleicht ist Gottes Langmut uns gegenüber bald zu Ende, was hast Du dann für Ihn getan? Er will, dass niemand verloren geht. Er kommt bald. "So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2. Korinther 5,20)

  • Mir fehlt nichts

    „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23,1) Der Psalm 23 von David, ist der wohl am meisten bekannte Psalm. Ob Kinder, Teenager, Erwachsene oder alt gewordene Menschen – alle kennen sie diesen Psalm, haben ihn vielleicht schon einmal auswendig gelernt oder im Laufe ihres Lebens gehört. Es geht in diesem Psalm um den großen Hirten Jesus Christus (Heb 13,20). David erzählt seine Erlebnisse mit diesem Hirten aus der Sicht eines Schafes. Wenn man den Psalm aufmerksam liest, gewinnt man sehr schnell den Eindruck, dass es sich um ein sehr glückliches und zufriedenes Schaf handeln muss. David war ja selbst ein Hirte, der einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit seinen Schafen und herannahenden Feinden gemacht hatte. Er hatte mit dem Bären und dem Löwen (1. Sam 17,36f) gekämpft und gesiegt, aber auch erlebt wie ihn sein Hirte bei herannahenden Feinden verteidigte. Von daher glauben wir auch nicht, dass David diesen Psalm geschrieben und gebetet hat, als er in seinen späten Teenagerjahren an einem sonnigen Tag auf dem Rücken lag und seine Herde beobachtete. Sein Psalm spricht von Erfahrungen mit dem Hirten – und auf diese Erfahrungen konnte er in den späten Jahren seines Lebens zurückblicken. Da war die Verfolgung bis aufs Blut durch Saul oder die schlimmen Erfahrungen mit seinem eigenen Sohn, Absalom – in all diesen Situationen hatte er seinen Hirten erlebt. Der Hirte hatte sich in aller Treue um ihn gekümmert! Mein Hirte Wenn dieser Psalm auch von den allermeisten gekannt und von vielen geliebt wird, ist doch die Frage, ob ihn jeder auch persönlich für sich anwenden und in Anspruch nehmen kann?! David sagt aus tiefster Überzeugung: „Der HERR ist MEIN Hirte.“ Er spricht also nicht von irgendeinem Hirten oder gar DEM Hirten, sondern von SEINEM Hirten. Er kannte diesen Hirten aus den Erfahrungen seines Lebens. Kannst Du auch sagen, dass der Herr DEIN Hirte ist? In Johannes 10,11 sagt der Herr Jesus, dass Er der gute Hirte ist, der Sein Leben für die Schafe lässt. Jesus Christus ist am Kreuz von Golgatha für die Menschen gestorben, die an Ihn glauben, mit ihrer Lebensschuld zu Ihm gekommen sind und jetzt von IHREM Hirten sprechen können. Hast Du auch eine persönliche Beziehung zu dem Hirten und kennt Er Dich als Sein Schaf mit Deinem Namen? Lässt Du Dich von Ihm führen oder gibst Du selbst die Richtung vor? Letztlich kommt es nur auf einen Buchstaben an, der über Deine und meine Lebensrealität entscheidet: Ist er „ein“ Hirte oder „mein“ Hirte? „Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen.“ (Joh 10,14) Wer ist eigentlich der Hirte? Der HERR ist der Hirte. Er ist Jahwe, der Bundesgott Israels, der ICH BIN, DER ICH BIN. In Psalm 23 wird uns der Herr Jesus vorbildlich besonders als der weidende Herr vorgestellt, der sich um Seine Schafe kümmert und sie umsorgt. Als Jakob 147 Jahre alt geworden war, konnte er mit Dankbarkeit auf sein Leben zurückblicken und seinen Sohn Joseph segnen: „Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt sind, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag, […]“ (1.Mose 48,15) Jakob war sich im Klaren darüber, das Gott sich sein Leben lang um ihn gekümmert hatte. Er hatte ihn sanft geweidet, wie ein Hirte seine Schafe. Im Rückblick erkannte er, dass Gott ihn bei all seinen Ränken und eigenen Wegen nicht losgelassen hatte. Können wir auch erkennen, dass Gott uns geweidet hat, wenn wir auf unser kurzes oder vielleicht langes Leben zurückblicken? Gott lässt uns nicht los. Der Hirte ist aber auch der Mann aus Psalm 22, wo wir den Herrn Jesus im Vorbild als den leidenden Herrn vorstellt finden - der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt. Er ist der, der alles für Dich und mich investiert hat – Er hat Sein Leben gegeben! (Gal 2,20) Aber er ist auch der Mann aus Psalm 24, wo wir den kommenden Herrn oder den Erzhirten beschrieben finden, der jetzt schon in der Herrlichkeit thront. Er wird einmal alle Ehre bekommen! Aus Hesekiel 34,11 lernen wir zudem, dass der Hirte immer da ist: „Siehe, ich bin da!“ – Er ist allgegenwärtig. Es gibt keine Situation, wo er nicht alle Seine Schafe im Blick haben würde und helfend eingreifen könnte, wenn die Schafe in Not sind. Er ist da. Er ist aber nicht nur immer da, sondern Er weiß auch alles – der Hirte ist allwissend (Joh 21,17). Er weiß vollständig über Seine Schafe Bescheid. Der Hirte weiß, was Dich bewegt, was Dir zu schaffen macht, wenn Du gefallen bist und wo Du nicht weiterweißt. Er hat aber auch eine Lösung für Dein Problem. Zudem ist der Hirte nicht nur immer da und allwissend, sondern Er kann auch alles. Der Hirte ist allmächtig! „Ich weiß, dass du alles vermagst und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.“ (Hiob 42,2) Was für ein Trost, dass der Hirte auch alle Macht besitzt Deine Situation zu verändern! Den größten Trost darf es uns geben, dass der Hirte eine Beziehung zu Seinen Schafen haben möchte. Er liebt Dich und mich und deshalb hilft Er uns auch gerne! Der Herr Jesus hat Seine Liebe zu Dir und mir auf den Punkt gebracht, als Er am Kreuz Sein Leben gab. Mir wird nicht mangeln Wenn Du so einen Hirten hast, hast Du keinen Mangel – das ist Davids Fazit aus seinen Erfahrungen mit dem Hirten und er geht von vorneherein davon aus, dass ihm auch zukünftig nichts mangeln wird. Wir leben in einer Gesellschaft, die voller Mangelerscheinungen ist und uns fortlaufend suggeriert, dass wir noch nicht genug haben, etwas brauchen und unsere Bedürfnisse nur durch ständigen Konsum zu stillen sind. Dabei werden gleichzeitig neue Bedürfnisse geweckt! Wenn David sagt, dass ihm nichts mangeln wird, dann sagt er mit anderen Worten: „Mir fehlt nichts und mir wird auch nichts fehlen.“ „Mir wird nichts mangeln“ bedeutet im Umkehrschluss auch – „Alles, was ich jetzt nicht habe, brauche ich auch nicht – und das, was ich brauche, wird der Hirte mir geben, wenn es gut für mich ist.“ Junge Löwen darben und hungern, aber die den HERRN suchen, ermangeln keines Guten. (Psalm 34,11) „Mir wird nichts mangeln“ bedeutet aber nicht, dass der Hirte alle unsere menschlichen Bedürfnisse und Wünsche erfüllt, sondern, dass wir in Ihm genug haben dürfen, weil wir unseren großen Hirten kennen, der ein guter Gott ist. „Mir wird nichts mangeln“ hängt nicht von unserer Gesundheit, unserem finanziellen Vermögen, gesellschaftlichen Status und Karriereerfolg ab, sondern nur von dem Hirten. Obwohl es natürlich sein kann, dass Gott die natürlich guten Umstände nutzt, um unserem Mangel zu begegnen. Aber immer bleibt es der HERR, der den Mangelerscheinungen begegnet. Können wir als Familien, aber auch jeder einzelne sagen, dass „uns nichts mangeln“ wird? Oder wollen wir immer mehr? Das Eigenheim, weil unsere Freunde es sich auch leisten können? Das neue Auto, weil der gebrauchte Wagen nicht gut genug ist? Die neueste Mode, weil die gebrauchten Klamotten nicht mehr „in“ sind? … Haben wir eigentlich schon gelernt zufrieden und dankbar zu sein? Paulus zeigt uns in 2. Korinther 12,9, was ihn der Herr Jesus trotz aller menschlichen Begrenzungen, Schwachheiten, Wünschen und Bedürfnissen gelehrt hatte: „Meine Gnade genügt dir!“ Christian Achenbach

  • Lektionen zum Umgang mit den Stürmen des Lebens

    Der Herr Jesus hatte gerade eine große Volksmenge von 5000 Männern mit ihren Frauen und Kindern gespeist und dabei ein beeindruckendes Wunder vollbracht. Da die vielen Menschen noch eine Weile bei Ihm blieben, schickte Er Seine Jünger schon einmal los, damit Sie mit dem Schiff an die andere Seite des See Genezareth übersetzen sollten. Mitten auf dem See begegnet ihnen ein großer Sturm. Wir wollen aus dieser Begebenheit einige Lektionen lernen, wie wir mit den aufkommenden Stürmen in unserem Leben umgehen können. Wie geht es weiter bei Krankheit, Tod, Sorgen, Depression oder Arbeitslosigkeit? Wenn der Sturm unser Leben auf den Kopf stellt, brauchen wir die richtigen Hilfsmittel aus Gottes Wort. Jetzt lies am besten einmal gründlich Matthäus 14,22-33, bevor Du Dir die einzelnen Lektionen genauer anschaust. In den Lebensstürmen, denke daran: Du bist auf dem Weg an das andere Ufer. In der Anwendung dieses Bibelabschnittes auf unsere heutige Zeit und unsere Lebensumstände, dürfen wir uns daran erinnern, dass wir als Christen auch auf einer „Überfahrt“ sind. Mit dem Augenblick unserer Bekehrung hat diese „Überfahrt“ begonnen – wir folgen jetzt dem Herrn Jesus nach und erwarten das andere Ufer, wo der Herr Jesus ist. Einerseits erwarten wir das sichere Ufer in der Hoffnung, dass uns der Herr Jesus versprochen hat wiederzukommen und uns zu sich zu nehmen (1. Thess 4,16). Auf der anderen Seite erreichen wir aber auch das sichere Ufer, wenn Gott eines Seiner Kinder durch den Tod zu sich nimmt, dann sind wir im Paradies, wo Er auch ist (Lk 16). In beiden Fällen sind wird dann am anderen Ufer, wo es kein Leid, keine Tränen und keine Lebenstürme mehr gibt! Lebensstürme, Sorgen und große Not in unserem Leben bedeuten nicht automatisch, dass wir auf einem falschen Weg und dem Herrn Jesus ungehorsam sind. Die Jünger waren vom Herrn Jesus selbst genötigt worden, im Schiff an das andere Ufer des See Genezareth zu fahren – sie waren also im Gehorsam auf das Wort des Herrn Jesus losgefahren (V.22). Dabei wird auch gesagt, dass der „Wind“ ihnen entgegen war – das ist ein Hinweis darauf, dass der Satan selbst, „der Fürst der Gewalt der Luft“ (Eph 2,2), sich ihn entgegenstellte. Auch in unserem Leben lässt Gott es manchmal zu, dass der Teufel sich uns entgegenstellt (siehe auch Hiob) – Satan ist einfach eine reale Macht, aber er ist bereits am Kreuz besiegt! Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes oder Probleme in der Ehe und Familie bedeuten nicht, dass wir grundsätzlich auf einem falschen Weg sind. Vielleicht möchte der Herr unseren Glauben prüfen?! In den Stürmen des Lebens – erinnere Dich an die Verheißungen Gottes. Jetzt waren die Jünger mitten auf dem See, die Wellen schlugen hoch in das Schiff, die Gesichter waren wohl von Angst erfüllt und kein Ausweg war in Sicht. Aber der Herr hatten Ihnen gesagt, dass sie an das jenseitige Ufer vorausfahren sollten. Er hatte Ihnen die sichere Ankunft schon verheißen. Sie würden ankommen. Auch in den Sorgen und Stürmen des Lebens dürfen wir uns an die zahlreichen Verheißungen Gottes erinnern und diese für uns in Anspruch nehmen, denn Er ist treu und steht zu seinem Wort (V. 22). Erinnere Dich z.B. an Hebr 13,5.6; Mt 28,20; Hes 34,11; etc. In den Stürmen des Lebens betet der Herr Jesus für Dich, Er verwendet sich für uns bei Gott. Nachdem Jesus die Volksmengen entlassen hatte, zieht Er sich allein auf den Berg zurück, um dort zu beten. Auch jetzt ist der Herr Jesus im Himmel und betet, Er verwendet sich in den Lebensstürmen für uns bei Gott (V.23 – vgl. auch Römer 8,34). Als Hoherpriester im Himmel, hat der Herr Jesus auch Mitleid mit unseren Schwachheiten - Er sieht Dich, wenn Du krank und schwach bist, wenn Du mutlos und verzagt bist. Er selbst hat die Schwachheiten des Lebens erfahren als Er hier auf dieser Erde gelebt hat und möchte uns neuen Mut zusprechen (Hebr 4,15). Wenn Du Gott nicht sehen kannst – Er sieht Dich ganz gewiss! Die Jünger hatten gerade nur den Blick für ihr eigene Not – die hohen Wellen, die Gischt und die Angst um das eigene Leben. Den Herrn Jesus konnten sie nicht sehen, aber Er sah sie vom Land aus in den Wellen Not leiden (Mk 6,48). In den Stürmen des Lebens ist unser Blick auf den Herrn Jesus manches Mal verschwommen oder wir sehen Ihn gar nicht mehr. Es kann auch sein, dass wir überhaupt keine Kraft mehr zum Beten und Bibellesen haben. Dann darf es uns ermutigen, dass Er uns keine Sekunde aus den Augen verliert. Gott benutzt die Lebensstürme, um uns zu formen und zu prüfen, damit echter Glanz für Ihn hervorkommt. In Markus 6,48 wird berichtet, dass der Herr Jesus die Jünger beim Rudern Not leiden sah. Das griechische Wort („basanizo“) für „Not leiden“ bedeutet lt. Kautz: etw. testen bzw. prüfen (Metalle) durch Reiben am Prüfstein. In den Stürmen des Lebens nimmt uns Gott in Seine Schule, um uns wie einen Diamanten zu schleifen und die wahre Schönheit für Gott hervorzubringen. Er nimmt Kanten und Ecken weg, damit Er selbst in uns gesehen wird. Spätestens, wenn unsere Not am Größten ist, kommt der Herr Jesus in unseren Lebenssturm – aber Er kommt immer rechtzeitig. Als die Sonne untergegangen war (V.23 „Abend“) hatten die Jünger sich auf Weg gemacht, um an die andere Seite des Sees überzusetzen. Dann bricht der Sturm über sie herein – der Kampf mit den Wellen und um ihr Leben dauert bis zur 4. Nachtwache. Das ist kurz bevor der Morgen beginnt und die Sonne wieder aufgeht. Solange müssen sie aushalten, dann greift der Herr persönlich ein und kommt auf dem See zu ihnen. Manchmal wartet der Herr auch in unserem Leben, bis die Not am Größten ist, wir keinen Ausweg mehr sehen und wirklich erkennen, dass wir uns selbst nicht helfen können. Wir sind am Verzweifeln, spätestens dann kommt der Herr Jesus – aber auch manchmal früher. Auch in unserem Leben hilft Er spätestens rechtzeitig! (Vgl. auch Hebräer 4,16.) Manchmal sind unsere Ängste und Sorgen darin begründet, dass wir den Herrn Jesus nicht erkennen und nicht mit Ihm rechnen, wenn Er uns begegnen und nahe sein möchte. Der Herr kommt nun endlich auf dem See gehend zu ihnen. Als sie ihn sehen, erkennen sie Ihn nicht und fürchten sich, weil sie ein Gespenst zu sehen meinen (V. 26). Sie hatten nicht mit dieser Art der Hilfe gerechnet. Auch wir sind oft in der gleichen Lage, dass wir gar nicht mit dem Eingreifen Gottes rechnen und uns fürchten, wenn der Herr Jesus uns helfen möchte, weil wir Ihn nicht erkennen. Doch der Herr bemüht sich um Seine Jünger und tröstet sie: „Seid guten Mutes!“ – Auch wir dürfen mit neuer Zuversicht erkennen, dass Er in den Lebensstürmen da ist und uns gerne helfen will. ER IST DA, deshalb darfst auch Du neuen Mut fassen und Deine Angst unterm Kreuz abladen. Das Wasser, was in den Lebensstürmen droht über deinem Kopf zusammenzuschlagen, ist unter Seinen Füßen! Die Jünger hatten Angst in dem Wasser zu ertrinken, aber der Herr Jesus hat das Wasser unter Seiner Kontrolle. Er ist der Schöpfer, der das Wasser geschaffen hat, der alles geschaffen hat. Er ist der Allmächtige, der Ewige, Er ist Gott selbst, der Herr. Er hat alles unter Seiner Kontrolle und steht über allem (V.26). Er steht auch über unseren Lebensstürmen, sie bringen Ihn nicht auch in eine Not, sondern Er hat sie im Griff. Er ist der Triumphator über jede Not und jeden Sturm. Gott will in den Lebensstürmen den Wunsch in uns wecken, näher zu Ihm zukommen. Petrus antwortete dem Herrn Jesus auf Seinen Zuspruch hin: „Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern.“ Wir erkennen darin den guten Wunsch von Petrus, durch den Sturm hindurch, näher zu dem Herrn Jesus zu kommen. Er wünscht nicht, dass der Herr die Wellen wegnimmt oder ihm die Fähigkeit gibt, auf den Wassern zu gehen. Er will nur zu Seinem Herrn! In Vers 29 sehen wir dann wie der Herr Jesus Petrus auffordert auf dem Wasser gehend zu ihm zu kommen – „Komm!“. Er lädt Dich und mich ein, an Seinem Triumph teilzuhaben und die Stürme des Lebens unter unseren Füßen zu lassen und dadurch näher zu Ihm zu kommen. Und wenn Er uns einen Auftrag gibt, dann schenkt Er auch die Mittel und Fähigkeiten, um diesen Auftrag auszuführen. In den Lebensstürmen ist es nicht Dein starker Glaube, der Dich rettet und hindurchbringt, sondern Dein Herr – deshalb konzentriere Deinen Blick ganz auf Ihn! Der Glaube von Petrus, dem Wort des Herrn Jesus ganz zu Vertrauen, lässt ihn seine Angst und seine Zweifel überwinden. Er steigt aus dem Boot und setzt Schritt um Schritt auf das Wasser (V. 29-30). Auch in den Lebensstürmen muss der Glaube immer wieder neu „gewagt“ werden, indem wir uns auf das Wort des Herrn Jesus ganz verlassen und die eigenen Überlegungen, Zweifel, Ängste und Gefühle überwinden und aus dem Schiff steigen. So kommt Petrus immer näher zu dem Herrn - doch plötzlich verliert er den Herrn Jesus nur einen kurzen Moment aus dem Blick. Er sieht auf die starken Wellen, das tosende Meer und den Sturm und beginnt zu sinken. Es geht uns doch oft genauso, wir haben einen Glaubensweg mutig mit dem Herrn Jesus begonnen, doch plötzlich sind unser Vertrauen, die Gewissheit und Sicherheit auf diesem Weg verschwunden. Oft ist es gerade der Teufel („Wind“, vgl. auch Eph 2,2), der uns schaden möchte, um uns im Glaubensvertrauen auf Gott zu Fall zu bringen. Dann sollten wir auch nur noch wie Petrus schreien: „Herr, rette mich!“ Und der Herr Jesus hilft uns so gern, wenn wir zu Ihm schreien. Wir können dann nie tiefer sinken als in Gottes Hand, die uns festhält. Ist es nicht sogar gut, dass wir im Glauben zu sinken beginnen, wenn wir vom Herrn wegblicken? In den Stürmen des Lebens möchte uns Gott erkennen lassen, wer Er wirklich ist und Ihn dann anbeten! Nachdem Petrus die herzerforschende Frage des Herrn gehört hat: „Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“, steigen sie zurück in das Schiff. Der starke Sturm legt sich und die Jünger im Schiff sind von Erstaunen über den Herrn Jesus erfüllt. Einmal mehr ist klar geworden: Er ist der Schöpfer, der Macht über Seine Schöpfung hat – auch über den Sturm. Aber mehr noch, Er ist wirklich der Sohn Gottes, der sich ihnen gerade offenbart hat (V. 31-33). Gottes Ziel mit uns ist es auch, dass wir Ihn erkennen und schließlich anbeten können, wenn wir von Seiner Herrlichkeit erfüllt worden sind und über Sein Handeln in unserem Leben gestaunt haben. Christian Achenbach

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