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  • Der Gott des Schauens! – Gott sieht Dich.

    „Und es geschah nach dem Tod Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen Sohn; und Isaak wohnte beim Brunnen Lachai-Roi.“ (1. Mose 25,11) In der biblischen Geschichte wird uns sehr oft von Brunnen und Wasserquellen berichtet. Sie waren lebensnotwendig für die vielen Herdenbesitzer, aber dienten auch einfach dazu, um Wasser für den Alltagsgebrauch zu schöpfen. Der Brunnen Beer-Lachai-Roi (D.i. Brunnen des Lebendigen, der mich schaut o. der sich schauen lässt) wird das erste Mal in 1. Mose 16 erwähnt. Dort wird von Hagar berichtet, die auf der Flucht vor ihrer Herrin Sarai in der Wüste umherirrt. Als sie an einer Wasserquelle angekommen ist, findet sie der Engel des HERRN. Das ist der Herr Jesus selbst! In ihrer Verzweiflung spricht er ihr Herz und Gewissen an, indem er sie fragt: „Woher kommst du, und wohin gehst du?“, um ihr dann wiederum einen unverdienten Segen in Ismael zu verheißen. Doch sie soll auch zu Sarai zurückkehren, um ihr Verhalten zu korrigieren und sich vor ihr zu demütigen. Gott legt Wert auf das richtige Verhältnis zwischen Herren und Dienern! Tief beeindruckt von der Offenbarung Gottes, nannte sie den HERRN: „Du bist der Gott des Schauens!“ Gott hatte sie in ihrer tiefen Not, auf der Flucht vor Sarai, gesehen und sich ihr offenbart. Und Hagar hatte den HERRN gesehen, der voller Barmherzigkeit um sie besorgt war. Sie hatte Seine Verheißungsworte gehört und verinnerlicht. Auch wir dürfen uns in der Anwendung wie Hagar und auch Isaak und Rebekka an diesem Brunnen, Lachai-Roi, aufhalten – es ist ein gesegneter Ort. Es ist der Ort, wo Gott uns in unseren Umständen und unseren Alltagsnöten sieht, sich uns offenbart und uns trösten will. An diesem Ort dürfen wir aber auch ihn sehen! Praktisch gesehen ist es ein Ort der Gemeinschaft mit Gott, beim Lesen seines Wortes und im Gebet, wo Er sich dann als ein Gott für unseren Lebensalltag zeigt! Es ist ein Ort, an dem Er uns zeigt wer wir sind („Woher kommst du und wohin gehst du?“), aber auch wer Er ist – der Gott des Schauens, der uns segnen will. Kennen wir diesen Ort persönlich, aber auch als Eheleute? Ist der „Brunnen des Lebendigen, der sich schauen lässt“ unser Zufluchtsort als örtliche Gemeinde/Versammlung? Wie wichtig es doch, dass wir immer wieder dahingehen, wo Gott zu finden ist. Als Ehepaar sind dafür das gemeinsame Gebet und Lesen des Wort Gottes unabdingbar – das gilt natürlich auch für jeden persönlich, ob verheiratet oder Single. Dabei können wir zusammen über die Bibel nachdenken und uns darüber austauschen. Solange Isaak und Rebekka am Brunnen Beer-Lachai-Roi wohnten, hatten sie eine richtig gute Ehe – als sie weggezogen waren, stellte sich manches Problem und Ungleichgewicht in ihrer Ehe ein. Es lohnt sich also, dem „Gott des Schauens“ am „Brunnen des Lebendigen“ immer wieder zu begegnen! Wo hältst Du Dich auf??

  • Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

    Und es entstand eine Hungersnot im Land, außer der früheren Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. Und Isaak zog zu Abimelech, dem König der Philister, nach Gerar. (1. Mose 26,1) Die Geschichte wiederholt sich Manchmal hat man den Eindruck, dass sich die Geschichte – auch im Volk Gottes – wiederholt. In 1. Mose 12 hatte Abraham Gottes Ruf gehört und war gehorsam und voller Vertrauen aus Ur in Chaldäa ausgezogen, um schlussendlich nach Kanaan zu kommen. Dort angekommen, wird sein Glaube von Gott auf die Probe gestellt. Eine Hungersnot lässt ihn ins Überlegen kommen, was zu tun ist. Er verlässt das verheißene Land und zieht immer weiter Richtung Süden, bis er schließlich nach Ägypten kommt. Ägypten ist ein Bild der Welt, die von Satan, dem Widersacher Gottes, regiert und in der Knechtschaft der Sünde gehalten wird. Dort angekommen beginnt die traurigste Lektion im Leben Abrahams. Er verleugnet seine Frau vor dem König Ägyptens und bringt großen Reichtum mit zurück in das Land Kanaan, der hinterher Auslöser für einen Streit zwischen seinen Hirten und den Hirten Lots wird. Auch im Leben Isaaks wird der Glaube durch eine Hungersnot auf die Probe gestellt und wieder stellt sich die Frage wie Isaak wohl reagieren wird? Er macht sich auch auf in Richtung Süden, aber zieht nicht bis nach Ägypten hinab, sondern sucht im Gebiet der Philister, in Gerar, Hilfe in der Zeit der Hungersnot. Wenn Isaak auch nicht nach Ägypten hinabgezogen ist, wiederholt sich in seinem Leben doch der Fehler seines Vaters Abraham, der in 1. Mose 20,1ff auch nach Gerar gezogen war, um bei dem Philisterkönig Abimelech Hilfe zu suchen. Die Philister („Wanderer“) stammten vom Ham ab und waren aus der Gegend von Ägypten in den südwestlichen Teil des Landes Kanaans eingewandert (1.Mo 10,6.13.14), um sich dort anzusiedeln. Sie waren nicht wie das Volk Israel durch das Rote Meer und den Jordan gezogen. Sie waren kein erlöstes Volk! (2.Mo 15) Im neutestamentlichen Sinne sprechen sie von solchen Menschen, die ein christliches Bekenntnis oder „eine Form der Gottseligkeit haben, der Kraft aber verleugnen“ (2. Tim 3,5). Das Gebiet der Philister steht somit sinnbildlich für die Namenschristenheit, die jedoch kein wirkliches Leben aus Gott hat. Gott prüft unser Glaubensvertrauen immer wieder und kommt bei Seinen Kindern auch ganz gewiss zu dem Ziel, was Er erreichen möchte. Von daher können wir auch nie erfolgreich vor den Glaubensprüfungen weglaufen. Gott, der Herr, möchte unseren Glauben immer mehr zur Reife bringen. Er will, dass wir wachsen und das Beste in uns hervorbringen. Der Teufel hingegen versucht uns zur Sünde und will das Schlechte in uns hervorbringen, damit Gott keine Ehre bekommt und wir im Glauben verzweifeln (vgl. Jak 1). Hungersnot Wie reagieren wir, wenn sich in unserem Leben eine Hungersnot breitmacht? Vielleicht beten wir und Gott erhört unsere Gebete nicht mehr? Vielleicht erleben wir eine geistliche Dürre? Unsere Begebenheit zeigt uns nicht detailliert, was der Grund für die Hungersnot war, doch Gottes Wort stellt uns noch viele andere Hungersnöte vor und zeigt uns auch die Ursachen als auch die Reaktionen darauf. Kann es sein, dass Sünde in unserem Leben Gottes segnende Hand zurückhält? (vgl. 2. Sam 21) Oder sitzt der Herr Jesus nicht mehr auf dem Thron unseres Herzens und wir sind in gewisser Weise Götzendiener geworden? (Vgl. 1. Kö 18) Es kann auch eine Hungersnot in der Gemeinde / Versammlung geben – in Ruth 1 wird uns nämlich beschrieben, dass es eine Hungersnot in Bethlehem, dem „Brothaus“ gab. Ein schlechtes Vorbild Wir stellen uns auch die Frage, was wir als Väter an unsere Kinder weitergeben. Was lernen Sie von uns, was sehen sie in unserem Glaubensleben? Sind wir Vorbilder für unsere Kinder, oder sehen unsere Kinder auch viel Versagen und Sünden, die sich dann womöglich in dem Leben unserer Kinder fortpflanzen? Wie schön wäre es für unsere Kinder und Nachkommen, wenn sie ein Leben auf der Höhe des Glaubens beobachten könnten. Kaleb war ein Vater, der dem HERRN sein Leben lang nachgefolgt (4.Mo 14,24) ist und dessen Kinder das auch in seinem tagtäglichen Leben beobachten konnten. Seine Tochter Aksa erlebte das positive Vorbild seines Vaters, indem er ihr Wasserquellen gab (Ri 1,15). Er gab ihr das Wort Gottes weiter, indem er es vorlebte.

  • Gottes Langmut uns gegenüber

    "[Der] Herr zögert die Verheißung nicht hinaus, wie es einige für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen." (2. Petrus 3,9) Der Herr Jesus wird wiederkommen - zunächst zur Entrückung für die Gläubigen, danach, um hier auf der Erde Seine Herrschaft als König anzutreten. Vielleicht kommt Er noch heute, dann sind wir für immer bei Ihm - wir sehen dann zum ersten Mal unseren Erretter, der am Kreuz von Golgatha Sein Leben für Dich und mich hingegeben hat. Hast Du heute schon daran gedacht, dass Er noch heute wiederkommen kann? Wenn Du jetzt vielleicht manchen Tag erlebst, wo Dir Sein Leiden und Sterben nicht wirklich zu Herzen geht, dann wirst Du ihn dann als das "Lamm wie geschlachtet" (Offenbarung 5,6) sehen und Ihn für immer lieben und bewundern. Das Leiden unseres Heilands wird immer frisch vor uns stehen, wir werden niemals gelangweilt sein, wenn wir mit Ihm beschäftigt sind, sondern Ihn anbeten. Gott steht zu seinen Verheißungen - was Er versprochen hat, wird auch ganz sicher eintreffen, wenngleich auch Gottes Zeitplan von unseren Vorstellungen abweichen kann. Gott ist ewig und mit unserem begrenzten Vorstellungsvermögen nicht zu erfassen. Was bedeutet es, wenn Petrus in seinem Brief schreibt, dass der Herr Jesus "langmütig euch gegenüber ist"? Es ist an dieser Stelle sehr beeindruckend, dass Petrus nicht in erster Linie Gottes Langmut gegenüber dem Sünder hervorhebt, sondern uns, den Gläubigen gegenüber, weil Gott uns dazu gebrauchen möchte das Evangelium weiterzusagen. Gott möchte Dich und mich als Werkzeuge gebrauchen, um den Menschen, die sich auf direktem Weg in die Hölle befinden, die ewige Verdammnis, die gute Botschaft mit auf den Weg zu geben, dass Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, um Sünder zu erretten. Er wünscht sich, dass niemand, ja wirklich kein Einziger, verloren geht! Gottes Gnadenangebot gilt für alle, keiner ist zur Verdammnis vorherbestimmt. Wie gehen wir mit Gottes Langmut, mit Seiner Geduld um? Lassen wir uns als Seine "Gesandten" gebrauchen? Hast Du Dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, dass Du eine Botschaft besitzt, die über Leben und Tod entscheidet? Darüber zu schweigen wäre nicht nur unfair, sondern in hohem Maß lebensgefährlich. Vielleicht ist Gottes Langmut uns gegenüber bald zu Ende, was hast Du dann für Ihn getan? Er will, dass niemand verloren geht. Er kommt bald. "So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2. Korinther 5,20)

  • Mir fehlt nichts

    „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23,1) Der Psalm 23 von David, ist der wohl am meisten bekannte Psalm. Ob Kinder, Teenager, Erwachsene oder alt gewordene Menschen – alle kennen sie diesen Psalm, haben ihn vielleicht schon einmal auswendig gelernt oder im Laufe ihres Lebens gehört. Es geht in diesem Psalm um den großen Hirten Jesus Christus (Heb 13,20). David erzählt seine Erlebnisse mit diesem Hirten aus der Sicht eines Schafes. Wenn man den Psalm aufmerksam liest, gewinnt man sehr schnell den Eindruck, dass es sich um ein sehr glückliches und zufriedenes Schaf handeln muss. David war ja selbst ein Hirte, der einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit seinen Schafen und herannahenden Feinden gemacht hatte. Er hatte mit dem Bären und dem Löwen (1. Sam 17,36f) gekämpft und gesiegt, aber auch erlebt wie ihn sein Hirte bei herannahenden Feinden verteidigte. Von daher glauben wir auch nicht, dass David diesen Psalm geschrieben und gebetet hat, als er in seinen späten Teenagerjahren an einem sonnigen Tag auf dem Rücken lag und seine Herde beobachtete. Sein Psalm spricht von Erfahrungen mit dem Hirten – und auf diese Erfahrungen konnte er in den späten Jahren seines Lebens zurückblicken. Da war die Verfolgung bis aufs Blut durch Saul oder die schlimmen Erfahrungen mit seinem eigenen Sohn, Absalom – in all diesen Situationen hatte er seinen Hirten erlebt. Der Hirte hatte sich in aller Treue um ihn gekümmert! Mein Hirte Wenn dieser Psalm auch von den allermeisten gekannt und von vielen geliebt wird, ist doch die Frage, ob ihn jeder auch persönlich für sich anwenden und in Anspruch nehmen kann?! David sagt aus tiefster Überzeugung: „Der HERR ist MEIN Hirte.“ Er spricht also nicht von irgendeinem Hirten oder gar DEM Hirten, sondern von SEINEM Hirten. Er kannte diesen Hirten aus den Erfahrungen seines Lebens. Kannst Du auch sagen, dass der Herr DEIN Hirte ist? In Johannes 10,11 sagt der Herr Jesus, dass Er der gute Hirte ist, der Sein Leben für die Schafe lässt. Jesus Christus ist am Kreuz von Golgatha für die Menschen gestorben, die an Ihn glauben, mit ihrer Lebensschuld zu Ihm gekommen sind und jetzt von IHREM Hirten sprechen können. Hast Du auch eine persönliche Beziehung zu dem Hirten und kennt Er Dich als Sein Schaf mit Deinem Namen? Lässt Du Dich von Ihm führen oder gibst Du selbst die Richtung vor? Letztlich kommt es nur auf einen Buchstaben an, der über Deine und meine Lebensrealität entscheidet: Ist er „ein“ Hirte oder „mein“ Hirte? „Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen.“ (Joh 10,14) Wer ist eigentlich der Hirte? Der HERR ist der Hirte. Er ist Jahwe, der Bundesgott Israels, der ICH BIN, DER ICH BIN. In Psalm 23 wird uns der Herr Jesus vorbildlich besonders als der weidende Herr vorgestellt, der sich um Seine Schafe kümmert und sie umsorgt. Als Jakob 147 Jahre alt geworden war, konnte er mit Dankbarkeit auf sein Leben zurückblicken und seinen Sohn Joseph segnen: „Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt sind, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag, […]“ (1.Mose 48,15) Jakob war sich im Klaren darüber, das Gott sich sein Leben lang um ihn gekümmert hatte. Er hatte ihn sanft geweidet, wie ein Hirte seine Schafe. Im Rückblick erkannte er, dass Gott ihn bei all seinen Ränken und eigenen Wegen nicht losgelassen hatte. Können wir auch erkennen, dass Gott uns geweidet hat, wenn wir auf unser kurzes oder vielleicht langes Leben zurückblicken? Gott lässt uns nicht los. Der Hirte ist aber auch der Mann aus Psalm 22, wo wir den Herrn Jesus im Vorbild als den leidenden Herrn vorstellt finden - der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt. Er ist der, der alles für Dich und mich investiert hat – Er hat Sein Leben gegeben! (Gal 2,20) Aber er ist auch der Mann aus Psalm 24, wo wir den kommenden Herrn oder den Erzhirten beschrieben finden, der jetzt schon in der Herrlichkeit thront. Er wird einmal alle Ehre bekommen! Aus Hesekiel 34,11 lernen wir zudem, dass der Hirte immer da ist: „Siehe, ich bin da!“ – Er ist allgegenwärtig. Es gibt keine Situation, wo er nicht alle Seine Schafe im Blick haben würde und helfend eingreifen könnte, wenn die Schafe in Not sind. Er ist da. Er ist aber nicht nur immer da, sondern Er weiß auch alles – der Hirte ist allwissend (Joh 21,17). Er weiß vollständig über Seine Schafe Bescheid. Der Hirte weiß, was Dich bewegt, was Dir zu schaffen macht, wenn Du gefallen bist und wo Du nicht weiterweißt. Er hat aber auch eine Lösung für Dein Problem. Zudem ist der Hirte nicht nur immer da und allwissend, sondern Er kann auch alles. Der Hirte ist allmächtig! „Ich weiß, dass du alles vermagst und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.“ (Hiob 42,2) Was für ein Trost, dass der Hirte auch alle Macht besitzt Deine Situation zu verändern! Den größten Trost darf es uns geben, dass der Hirte eine Beziehung zu Seinen Schafen haben möchte. Er liebt Dich und mich und deshalb hilft Er uns auch gerne! Der Herr Jesus hat Seine Liebe zu Dir und mir auf den Punkt gebracht, als Er am Kreuz Sein Leben gab. Mir wird nicht mangeln Wenn Du so einen Hirten hast, hast Du keinen Mangel – das ist Davids Fazit aus seinen Erfahrungen mit dem Hirten und er geht von vorneherein davon aus, dass ihm auch zukünftig nichts mangeln wird. Wir leben in einer Gesellschaft, die voller Mangelerscheinungen ist und uns fortlaufend suggeriert, dass wir noch nicht genug haben, etwas brauchen und unsere Bedürfnisse nur durch ständigen Konsum zu stillen sind. Dabei werden gleichzeitig neue Bedürfnisse geweckt! Wenn David sagt, dass ihm nichts mangeln wird, dann sagt er mit anderen Worten: „Mir fehlt nichts und mir wird auch nichts fehlen.“ „Mir wird nichts mangeln“ bedeutet im Umkehrschluss auch – „Alles, was ich jetzt nicht habe, brauche ich auch nicht – und das, was ich brauche, wird der Hirte mir geben, wenn es gut für mich ist.“ Junge Löwen darben und hungern, aber die den HERRN suchen, ermangeln keines Guten. (Psalm 34,11) „Mir wird nichts mangeln“ bedeutet aber nicht, dass der Hirte alle unsere menschlichen Bedürfnisse und Wünsche erfüllt, sondern, dass wir in Ihm genug haben dürfen, weil wir unseren großen Hirten kennen, der ein guter Gott ist. „Mir wird nichts mangeln“ hängt nicht von unserer Gesundheit, unserem finanziellen Vermögen, gesellschaftlichen Status und Karriereerfolg ab, sondern nur von dem Hirten. Obwohl es natürlich sein kann, dass Gott die natürlich guten Umstände nutzt, um unserem Mangel zu begegnen. Aber immer bleibt es der HERR, der den Mangelerscheinungen begegnet. Können wir als Familien, aber auch jeder einzelne sagen, dass „uns nichts mangeln“ wird? Oder wollen wir immer mehr? Das Eigenheim, weil unsere Freunde es sich auch leisten können? Das neue Auto, weil der gebrauchte Wagen nicht gut genug ist? Die neueste Mode, weil die gebrauchten Klamotten nicht mehr „in“ sind? … Haben wir eigentlich schon gelernt zufrieden und dankbar zu sein? Paulus zeigt uns in 2. Korinther 12,9, was ihn der Herr Jesus trotz aller menschlichen Begrenzungen, Schwachheiten, Wünschen und Bedürfnissen gelehrt hatte: „Meine Gnade genügt dir!“ Christian Achenbach

  • Lektionen zum Umgang mit den Stürmen des Lebens

    Der Herr Jesus hatte gerade eine große Volksmenge von 5000 Männern mit ihren Frauen und Kindern gespeist und dabei ein beeindruckendes Wunder vollbracht. Da die vielen Menschen noch eine Weile bei Ihm blieben, schickte Er Seine Jünger schon einmal los, damit Sie mit dem Schiff an die andere Seite des See Genezareth übersetzen sollten. Mitten auf dem See begegnet ihnen ein großer Sturm. Wir wollen aus dieser Begebenheit einige Lektionen lernen, wie wir mit den aufkommenden Stürmen in unserem Leben umgehen können. Wie geht es weiter bei Krankheit, Tod, Sorgen, Depression oder Arbeitslosigkeit? Wenn der Sturm unser Leben auf den Kopf stellt, brauchen wir die richtigen Hilfsmittel aus Gottes Wort. Jetzt lies am besten einmal gründlich Matthäus 14,22-33, bevor Du Dir die einzelnen Lektionen genauer anschaust. In den Lebensstürmen, denke daran: Du bist auf dem Weg an das andere Ufer. In der Anwendung dieses Bibelabschnittes auf unsere heutige Zeit und unsere Lebensumstände, dürfen wir uns daran erinnern, dass wir als Christen auch auf einer „Überfahrt“ sind. Mit dem Augenblick unserer Bekehrung hat diese „Überfahrt“ begonnen – wir folgen jetzt dem Herrn Jesus nach und erwarten das andere Ufer, wo der Herr Jesus ist. Einerseits erwarten wir das sichere Ufer in der Hoffnung, dass uns der Herr Jesus versprochen hat wiederzukommen und uns zu sich zu nehmen (1. Thess 4,16). Auf der anderen Seite erreichen wir aber auch das sichere Ufer, wenn Gott eines Seiner Kinder durch den Tod zu sich nimmt, dann sind wir im Paradies, wo Er auch ist (Lk 16). In beiden Fällen sind wird dann am anderen Ufer, wo es kein Leid, keine Tränen und keine Lebenstürme mehr gibt! Lebensstürme, Sorgen und große Not in unserem Leben bedeuten nicht automatisch, dass wir auf einem falschen Weg und dem Herrn Jesus ungehorsam sind. Die Jünger waren vom Herrn Jesus selbst genötigt worden, im Schiff an das andere Ufer des See Genezareth zu fahren – sie waren also im Gehorsam auf das Wort des Herrn Jesus losgefahren (V.22). Dabei wird auch gesagt, dass der „Wind“ ihnen entgegen war – das ist ein Hinweis darauf, dass der Satan selbst, „der Fürst der Gewalt der Luft“ (Eph 2,2), sich ihn entgegenstellte. Auch in unserem Leben lässt Gott es manchmal zu, dass der Teufel sich uns entgegenstellt (siehe auch Hiob) – Satan ist einfach eine reale Macht, aber er ist bereits am Kreuz besiegt! Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes oder Probleme in der Ehe und Familie bedeuten nicht, dass wir grundsätzlich auf einem falschen Weg sind. Vielleicht möchte der Herr unseren Glauben prüfen?! In den Stürmen des Lebens – erinnere Dich an die Verheißungen Gottes. Jetzt waren die Jünger mitten auf dem See, die Wellen schlugen hoch in das Schiff, die Gesichter waren wohl von Angst erfüllt und kein Ausweg war in Sicht. Aber der Herr hatten Ihnen gesagt, dass sie an das jenseitige Ufer vorausfahren sollten. Er hatte Ihnen die sichere Ankunft schon verheißen. Sie würden ankommen. Auch in den Sorgen und Stürmen des Lebens dürfen wir uns an die zahlreichen Verheißungen Gottes erinnern und diese für uns in Anspruch nehmen, denn Er ist treu und steht zu seinem Wort (V. 22). Erinnere Dich z.B. an Hebr 13,5.6; Mt 28,20; Hes 34,11; etc. In den Stürmen des Lebens betet der Herr Jesus für Dich, Er verwendet sich für uns bei Gott. Nachdem Jesus die Volksmengen entlassen hatte, zieht Er sich allein auf den Berg zurück, um dort zu beten. Auch jetzt ist der Herr Jesus im Himmel und betet, Er verwendet sich in den Lebensstürmen für uns bei Gott (V.23 – vgl. auch Römer 8,34). Als Hoherpriester im Himmel, hat der Herr Jesus auch Mitleid mit unseren Schwachheiten - Er sieht Dich, wenn Du krank und schwach bist, wenn Du mutlos und verzagt bist. Er selbst hat die Schwachheiten des Lebens erfahren als Er hier auf dieser Erde gelebt hat und möchte uns neuen Mut zusprechen (Hebr 4,15). Wenn Du Gott nicht sehen kannst – Er sieht Dich ganz gewiss! Die Jünger hatten gerade nur den Blick für ihr eigene Not – die hohen Wellen, die Gischt und die Angst um das eigene Leben. Den Herrn Jesus konnten sie nicht sehen, aber Er sah sie vom Land aus in den Wellen Not leiden (Mk 6,48). In den Stürmen des Lebens ist unser Blick auf den Herrn Jesus manches Mal verschwommen oder wir sehen Ihn gar nicht mehr. Es kann auch sein, dass wir überhaupt keine Kraft mehr zum Beten und Bibellesen haben. Dann darf es uns ermutigen, dass Er uns keine Sekunde aus den Augen verliert. Gott benutzt die Lebensstürme, um uns zu formen und zu prüfen, damit echter Glanz für Ihn hervorkommt. In Markus 6,48 wird berichtet, dass der Herr Jesus die Jünger beim Rudern Not leiden sah. Das griechische Wort („basanizo“) für „Not leiden“ bedeutet lt. Kautz: etw. testen bzw. prüfen (Metalle) durch Reiben am Prüfstein. In den Stürmen des Lebens nimmt uns Gott in Seine Schule, um uns wie einen Diamanten zu schleifen und die wahre Schönheit für Gott hervorzubringen. Er nimmt Kanten und Ecken weg, damit Er selbst in uns gesehen wird. Spätestens, wenn unsere Not am Größten ist, kommt der Herr Jesus in unseren Lebenssturm – aber Er kommt immer rechtzeitig. Als die Sonne untergegangen war (V.23 „Abend“) hatten die Jünger sich auf Weg gemacht, um an die andere Seite des Sees überzusetzen. Dann bricht der Sturm über sie herein – der Kampf mit den Wellen und um ihr Leben dauert bis zur 4. Nachtwache. Das ist kurz bevor der Morgen beginnt und die Sonne wieder aufgeht. Solange müssen sie aushalten, dann greift der Herr persönlich ein und kommt auf dem See zu ihnen. Manchmal wartet der Herr auch in unserem Leben, bis die Not am Größten ist, wir keinen Ausweg mehr sehen und wirklich erkennen, dass wir uns selbst nicht helfen können. Wir sind am Verzweifeln, spätestens dann kommt der Herr Jesus – aber auch manchmal früher. Auch in unserem Leben hilft Er spätestens rechtzeitig! (Vgl. auch Hebräer 4,16.) Manchmal sind unsere Ängste und Sorgen darin begründet, dass wir den Herrn Jesus nicht erkennen und nicht mit Ihm rechnen, wenn Er uns begegnen und nahe sein möchte. Der Herr kommt nun endlich auf dem See gehend zu ihnen. Als sie ihn sehen, erkennen sie Ihn nicht und fürchten sich, weil sie ein Gespenst zu sehen meinen (V. 26). Sie hatten nicht mit dieser Art der Hilfe gerechnet. Auch wir sind oft in der gleichen Lage, dass wir gar nicht mit dem Eingreifen Gottes rechnen und uns fürchten, wenn der Herr Jesus uns helfen möchte, weil wir Ihn nicht erkennen. Doch der Herr bemüht sich um Seine Jünger und tröstet sie: „Seid guten Mutes!“ – Auch wir dürfen mit neuer Zuversicht erkennen, dass Er in den Lebensstürmen da ist und uns gerne helfen will. ER IST DA, deshalb darfst auch Du neuen Mut fassen und Deine Angst unterm Kreuz abladen. Das Wasser, was in den Lebensstürmen droht über deinem Kopf zusammenzuschlagen, ist unter Seinen Füßen! Die Jünger hatten Angst in dem Wasser zu ertrinken, aber der Herr Jesus hat das Wasser unter Seiner Kontrolle. Er ist der Schöpfer, der das Wasser geschaffen hat, der alles geschaffen hat. Er ist der Allmächtige, der Ewige, Er ist Gott selbst, der Herr. Er hat alles unter Seiner Kontrolle und steht über allem (V.26). Er steht auch über unseren Lebensstürmen, sie bringen Ihn nicht auch in eine Not, sondern Er hat sie im Griff. Er ist der Triumphator über jede Not und jeden Sturm. Gott will in den Lebensstürmen den Wunsch in uns wecken, näher zu Ihm zukommen. Petrus antwortete dem Herrn Jesus auf Seinen Zuspruch hin: „Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern.“ Wir erkennen darin den guten Wunsch von Petrus, durch den Sturm hindurch, näher zu dem Herrn Jesus zu kommen. Er wünscht nicht, dass der Herr die Wellen wegnimmt oder ihm die Fähigkeit gibt, auf den Wassern zu gehen. Er will nur zu Seinem Herrn! In Vers 29 sehen wir dann wie der Herr Jesus Petrus auffordert auf dem Wasser gehend zu ihm zu kommen – „Komm!“. Er lädt Dich und mich ein, an Seinem Triumph teilzuhaben und die Stürme des Lebens unter unseren Füßen zu lassen und dadurch näher zu Ihm zu kommen. Und wenn Er uns einen Auftrag gibt, dann schenkt Er auch die Mittel und Fähigkeiten, um diesen Auftrag auszuführen. In den Lebensstürmen ist es nicht Dein starker Glaube, der Dich rettet und hindurchbringt, sondern Dein Herr – deshalb konzentriere Deinen Blick ganz auf Ihn! Der Glaube von Petrus, dem Wort des Herrn Jesus ganz zu Vertrauen, lässt ihn seine Angst und seine Zweifel überwinden. Er steigt aus dem Boot und setzt Schritt um Schritt auf das Wasser (V. 29-30). Auch in den Lebensstürmen muss der Glaube immer wieder neu „gewagt“ werden, indem wir uns auf das Wort des Herrn Jesus ganz verlassen und die eigenen Überlegungen, Zweifel, Ängste und Gefühle überwinden und aus dem Schiff steigen. So kommt Petrus immer näher zu dem Herrn - doch plötzlich verliert er den Herrn Jesus nur einen kurzen Moment aus dem Blick. Er sieht auf die starken Wellen, das tosende Meer und den Sturm und beginnt zu sinken. Es geht uns doch oft genauso, wir haben einen Glaubensweg mutig mit dem Herrn Jesus begonnen, doch plötzlich sind unser Vertrauen, die Gewissheit und Sicherheit auf diesem Weg verschwunden. Oft ist es gerade der Teufel („Wind“, vgl. auch Eph 2,2), der uns schaden möchte, um uns im Glaubensvertrauen auf Gott zu Fall zu bringen. Dann sollten wir auch nur noch wie Petrus schreien: „Herr, rette mich!“ Und der Herr Jesus hilft uns so gern, wenn wir zu Ihm schreien. Wir können dann nie tiefer sinken als in Gottes Hand, die uns festhält. Ist es nicht sogar gut, dass wir im Glauben zu sinken beginnen, wenn wir vom Herrn wegblicken? In den Stürmen des Lebens möchte uns Gott erkennen lassen, wer Er wirklich ist und Ihn dann anbeten! Nachdem Petrus die herzerforschende Frage des Herrn gehört hat: „Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“, steigen sie zurück in das Schiff. Der starke Sturm legt sich und die Jünger im Schiff sind von Erstaunen über den Herrn Jesus erfüllt. Einmal mehr ist klar geworden: Er ist der Schöpfer, der Macht über Seine Schöpfung hat – auch über den Sturm. Aber mehr noch, Er ist wirklich der Sohn Gottes, der sich ihnen gerade offenbart hat (V. 31-33). Gottes Ziel mit uns ist es auch, dass wir Ihn erkennen und schließlich anbeten können, wenn wir von Seiner Herrlichkeit erfüllt worden sind und über Sein Handeln in unserem Leben gestaunt haben. Christian Achenbach

  • Back to the roots - Die ersten Christen (1)

    Durch die erste Predigt von Petrus hatte Gott ein großes Werk unter den Juden begonnen. Allein durch diese erste eindrückliche Botschaft waren 3000 Menschen zum rettenden Glauben an den Herrn Jesus gekommen, denen aber noch unzählige weitere folgen sollten. Mit der kleinen Schar auf dem Obersaal in Jerusalem zusammen, waren es jetzt schon insgesamt 3120 Seelen, die glaubten. Wir staunen nur über das Werk der Gnade Gottes, die so mächtig unter denen wirkte, die den Herrn verworfen und gekreuzigt hatten! (Apg 2,36) Bemerkenswert ist auch, dass wir von den ersten Christen nicht lesen, dass es irgendwelche Differenzen unter ihnen gab. Es war eine gottgewirkte Einheit durch den herabgekommenen Heiligen Geist. So viele unterschiedliche Charaktere und doch nur ein Ziel im Denken: Christus, der für sie gestorben war und jetzt lebte! Apg 2,42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Verharren Die ersten Christen, die sich nach der Predigt von Petrus bekehrt hatten, wurden durch das Verharren in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft charakterisiert. Dabei verharrten sie in ihrer praktischen gottesdienstlichen Tätigkeit auch im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Diese vier genannten Merkmale der ersten Christen, waren für sie von höchster Priorität, sie verharrten darin – es war keine Nebensache in ihrem neuen Alltag als Christen. „Verharren“ bedeutet: auf etw. dauernd bedacht sein; sich mit etw. emsig beschäftigen; bei etw. verharren; durchhalten und nicht aufgeben; bleiben bei … In der Apostelgeschichte werden uns noch mehr Beispiele für das Verharren der ersten Christen vorgestellt: Apg 1,14 Diese alle verharrten einmütig im Gebet mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Apg 2,46 Und während sie täglich einmütig im Tempel verharrten und zu Hause das Brot brachen, nahmen sie Speise mit Frohlocken und Schlichtheit des Herzens, Apg 6,4 wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren. Apg 11,23 der, als er hingekommen war und die Gnade Gottes sah, sich freute und alle ermahnte, mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren. Apg 13,43 Als aber die Synagoge aus war, folgten viele der Juden und der anbetenden Proselyten Paulus und Barnabas, die zu ihnen sprachen und ihnen zuredeten, in der Gnade Gottes zu verharren. Apg 14,22 und befestigten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und dass wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen. Timotheus bekommt von Paulus gesagt, in dem zu bleiben, „was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt von wem du gelernt hast.“ (2. Tim 3,14) Er war durch die vom Geist Gottes inspirierten Apostel belehrt worden – in dieser Belehrung sollte er verharren, um in den letzten Tagen ein gutes Fundament unter den Füßen zu haben. Auch wir leben in den letzten Tagen vor dem Kommen des Herrn zur Entrückung der Gläubigen (1. Thes 4,17) und brauchen umso mehr eine „völlige Überzeugung“ in unserem Glaubensleben. Welchen Stellenwert haben die Merkmale der ersten Christen für uns heute? Ist das Zusammensein als Kinder Gottes für uns etwas, was wir auf keinen Fall verpassen und aufgeben wollen, oder ist vieles für uns zur Tradition und Routine geworden? Der Herr kann es neu schenken, dass wir wie die ersten Christen ein tiefes Verlangen haben, in den von Gott geschenkten Dingen zu verharren und diese um keinen Preis loszulassen.

  • Zu wem hältst Du Dich?

    „Sinnt nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den Niedrigen;“ (Römer 12,16) Eine reale Gefahr Menschen ohne eine persönliche Beziehung zu Gott, wollen in dieser Welt gerne groß rauskommen. Sie streben nach hohen Dingen in ihrem Leben, weil sie keine Ewigkeitsperspektive haben. Für die Karriere geben sie alles und streben nach Geld, Macht, gesellschaftlichem Ansehen und Einfluss. Alles in ihrem Leben richten sie auf den Augenblick und ihre egoistischen Ziele aus! Aber wie sieht das bei uns Gläubigen aus - kann nicht auch bei uns die Gefahr bestehen nach eben genannten Dingen zu streben und groß sein zu wollen? Was bedeutet mir ganz persönlich das Ansehen unter meinen Brüdern und Schwestern, mein Einfluss in der örtlichen Gemeinde/Versammlung und mein Bekanntheitsgrad unter den Geschwistern? Umgebe ich mich nur mit denen, die bekannt und beliebt sind? Paulus musste gegen Ende seines Lebens und Dienstes erleben, dass alle in Asien sich von ihm abgewandt hatten (2. Tim 1,15) Echte Größe im Reich Gottes In Lukas 22,24-27 gibt der Herr Jesus revolutionären Lehrunterricht über wahre Größe im Reich Gottes. Wer groß sein will, der soll aller Diener werden. Weit davon entfernt, nur eine Theorie zu verkünden, stellt der Herr Jesus sich selbst als Beispiel vor. Er war unter ihnen als „der Dienende“ gewesen. Sein ganzes Leben war dem Dienst an Anderen und Seinem Gott und Vater geweiht! Wer dient, erniedrigt sich und wird von Gott selbst erhöht. (Lk 14,11) Bin ich bereit, auch die kleinen, unscheinbaren Dienste im Reich Gottes zu übernehmen und auszuführen? Treue im Kleinen ist für unseren Herrn auch heute noch von größter Bedeutung und wird im Himmel wertgeschätzt. Von Elisa wird berichtet, dass er Wasser auf die Hände des alten Propheten Elias goss, um bei ihm für eine Erfrischung zu sorgen, ihn zu ermutigen und zu stärken (2.Kö 3,11). Ein kleiner Dienst mit großer Wirkung! Haltet euch zu den Niedrigen Dem Streben nach hohen Dingen, setzt der Geist Gottes entgegen, dass wir uns zu den Niedrigen halten sollen. Der „Niedrige“ ist von seiner gesellschaftlichen Stellung, dem Stand und seinem Ansehen her, gering, unbedeutend, arm und machtlos. Auch unter den Gläubigen gibt es Reiche und Arme, solche mit Einfluss und auch die Unscheinbaren und anscheinend bedeutungslosen. Wie gehe ich eigentlich mit meinem Einfluss um? Nutze ich diesen, um noch bekannter zu werden und meine Ziele zu erreichen, um Geschwister um mich zu scharen? Der Herr achtet besonders auf die Glieder an Seinem Leib, die aus unserer Sicht „mangelhaft“, „schwach“ oder „unehrbar“ zu sein scheinen (1. Kor 12, 22ff). Verhalte ich mich wirklich als ein Bruder unter Brüdern oder versuche ich mich durch „besondere Tätigkeiten“ von anderen abzuheben, hervorzustechen? Überall gibt es Gläubige, die mehr am Rand stehen und nur wenig Beachtung finden – dann dürfen wir dem Vorbild unseres Herrn Jesus folgen und genau auf diese zugehen. Wir werden nicht aufgefordert, uns zu den Niedrigen „herabzulassen“, sondern wir sollen in unserem Denken und Handeln einer von Ihnen sein. Niedriggesinnt zu sein bedeutet nicht kriecherisch zu sein oder Demut zu heucheln. Es ist immer eine Herzenssache! Jeder von uns ist aufgefordert, sich zu den Niedrigen zu halten – das ist echte Demut, wie sie sich im Leben des Herrn Jesus zeigt. Wir wollen echtes Interesse für die wirtschaftlich „Gebeutelten“, Kranken, Trauernden, Behinderten und anderweitig Benachteiligten im Volk Gottes und darüber hinaus haben und ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Bei Gott sind die „Niedrigen“ hochgeachtet, Er selbst tröstet sie. (2. Kor 7,6) Der Herr Jesus ist denen nahe, die zerbrochenen Herzens sind (Ps 34,19). Jeder von uns darf das erleben! Seine Erniedrigung Als der Herr Jesus auf die Erde kam, hat er sich selbst zu nichts gemacht, obwohl Er von Ewigkeit her in Gestalt Gottes war und es auch in Ewigkeit bleibt. Er wurde wirklich Mensch und Knecht Gottes, gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Wir sind von Natur aus nichts - warum wollen wir uns dann großmachen?! (Jes 41,24) Gott erkennt unser Herz, Er weiß wie wir wirklich eingestellt sind: „Denn der HERR ist hoch, und er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von fern.“ (Ps 138,6)

  • Gottes perfekte Zeitplanung

    „Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die Stunde des Gebets, die neunte. […] Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich aber wurden seine Füße und Knöchel stark, und er sprang auf, stand da und ging umher; und er ging mit ihnen in den Tempel hinein, ging umher und sprang und lobte Gott.“ (Apg 3,1.7.8) Mitten am Nachmittag, es war gegen 15 Uhr in Jerusalem, machten sich Petrus und Johannes gerade auf den Weg hinauf zum Tempel, um dort zu beten. Die ersten Christen wurden gerade daran erkannt, dass sie oft und intensiv beteten und alles mit Gott besprachen und von Ihm abhängig lebten. Die Folge davon war eine große Kraft, tiefgehende Erweckungen und Gottesfrucht! (Apg 1,14; 2,42; 2,47; 12,5; usw.) Am Tempel angekommen, wurde gerade ein Mann an die Pforte gebracht, der von Kindesbeinen an lahm war. Tagein tagaus saß er dort, um Almosen zu sammeln und seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Immer war er auf andere angewiesen! Ein besonderer Tag Doch heute sollte ein ganz besonderer Tag in seinem Leben werden: Gerade in dem Moment als Petrus und Johannes in den Tempel eintreten wollten, entdeckte er sie und bat auch sie um einen Almosen. Petrus und Johannes gehen voller Mitgefühl auf seine Bedürfnisse ein, doch Silber und Gold können sie ihm nicht geben. Doch das, was sie haben und ihm gerne geben, ist viel wertvoller! Im Namen Jesus Christi, des Nazaräers, wird er ein für allemal von seiner Krankheit geheilt. Er kann jetzt aufstehen, gehen und springen, er ist völlig gesund! So wie diesem Mann, geht es noch vielen Menschen – sie sind lahm von Kindesbeinen an: Sie sind Sünder vor einem lebendigen Gott und können sich selbst nicht retten – sie sind kraftlos. (Röm 3,23; 5,6) Ohne eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus gehen sie ewig verloren. Aus Apg 4,22 erfahren wir, dass dieser Mann mehr als 40 Jahre alt war als er geheilt wurde. Wir könnten die Frage stellen, ob er denn in den vergangenen Jahren nie von Petrus und Johannes Notiz genommen hatte als sie in den Tempel gegangen waren? Oder auch von dem Herrn Jesus selbst - hatte er Ihn denn nie gesehen? Wir wissen die Antwort nicht, doch Gottes Stunde zur Rettung dieses Mannes kam genau an diesem Tag. Jetzt wurde er geheilt und gerettet! Ein Wunder der Gnade Gottes geschah! Bete weiter! Vielleicht betest Du schon viele Jahre für die Bekehrung eines Menschen, der Dir wertvoll ist – vielleicht für einen Freund oder Arbeitskollegen, vielleicht auch für Deine Kinder oder Deinen Ehepartner – und fragst Dich, warum Gott Dein Gebet noch nicht erhört hat. Noch immer geht die Person, für die die Du betest, an dem Gnadenangebot Gottes vorbei. Diese Begebenheit darf uns Mut machen weiter zu beten und zu vertrauen, dass Gottes Zeitplan perfekt ist! Er möchte auch diese Person erreichen und retten, für die Du betest (1.Tim 2,4). Vielleicht nach 40 langen Jahren, aber möglichweise auch viel früher (vgl. auch die Heilung des Mannes am Teich von Bethesda, Joh 5,1ff). „Georg Müller betete für die Errettung eines Freundes über 20 Jahre lang. Müller selbst erlebte es nicht mehr, wie sein Gebet erhört wurde. Bei Müllers Beerdigung wurde dieser Freund jedoch von der Predigt derart getroffen und überführt, dass er sein Leben Jesus Christus übergab.“ (Thomas Lange, Der vergessene Auftrag, S. 76)

  • Von Gott geliebt!

    „Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es" (1. Johannes 3,1) Gottes Wort zeigt uns, wer wir wirklich sind: Kinder Gottes. Das ist unsere wahre Identität, die wir uns nicht erarbeiten können, sondern die ausschließlich auf Gottes Gnade und bedingungsloser Liebe beruht. Es ist ein Geschenk von Gott, dass er uns wiedergeboren und dadurch in seine eigene Familie aufgenommen hat. Man spürt es den Worten Johannes` förmlich ab, wie ergriffen er von dieser Tatsache der Gotteskindschaft ist - und das ist ja noch nicht alles: Der Galaterbrief spricht davon, dass wir „Söhne Gottes" sind durch den Glauben an „Christus Jesus". Söhne sind gewachsen und haben mehr Verständnis über die Gedanken des Vaters. Am Schluss des Verses setzt Johannes noch eine Bestätigung drauf: „Und wir sind es!" - Es gibt gar keinen Zweifel daran, dass Gott Dich und mich unendlich liebt, aus Feinden (Römer 5,10) sind Kinder des himmlischen Vaters geworden. „Weil du teuer, wertvoll bist in meinen Augen und ich dich lieb habe, so werde ich Menschen hingeben an deiner statt und Völkerschaften anstatt deines Lebens." (Jesaja 43,4) Hier wird uns Gottes Liebe zu seinem eigenen irdischen Volk beschrieben. Seine Wertschätzung für Sein eigenes Volk ist so groß, seine Liebe so unbeschreiblich, dass Er sein eigenes Volk vom Gericht verschonen wird und stattdessen zukünftig über andere benachbarte Völker das Gericht bringen wird. Diesen Vers dürfen wir aber auch gut und gerne auf uns anwenden und kommen dabei nicht umhin an das stellvertretende Opfer unseres Herrn Jesus zu denken, den Gott an unserer Stelle gerichtet hat. So groß ist Seine Liebe zu uns, so wertgeachtet sind wir in Seinen Augen (nicht in uns selbst), dass Sein Sohn in das Feuer des Gerichtes Gottes gehen musste, in dem es keine Form der Abmilderung gab. Denk einmal an das Passahlamm, das nicht „gekocht" werden durfte, sondern am „Feuer gebraten" werden musste. (2. Mo 12) Der Herr Jesus hat auch keine Abmilderung, keine Hilfe oder Unterstützung im Gericht von einem heiligen Gott erlebt. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Ps 22,1 und Mt 27,46) Ist seine Wertschätzung und Liebe für uns überhaupt in Worte zu fassen? „Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein rettender Held. Er freut sich über dich mit Wonne, er schweigt in seiner Liebe, frohlockt über dich mit Jubel." (Zeph 3,17) „Geh, iss dein Brot mit Freude und trink deinen Wein mit frohem Herzen; denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun ... Alles, was du zu tun vermagst mit deiner Kraft, das tu" (Pred 9,7.10) Und zum Schluss möchte ich uns noch gerne auf zwei Verse aufmerksam machen, die einem bei genauem darüber Nachdenken echt den Atem rauben können. Ich weiß nicht, wie Dein Tag gestartet ist, mit wieviel Erfolg oder Misserfolg ihr durch den Tag gegangen seid?! Vielleicht war der Kaffee zum Frühstück noch gut, aber alles danach Chaos und Versagen? Kannst Du Dir wirklich vorstellen, dass Dein Gott und Vater im Himmel sich über Dich „mit Wonne" freut - ganz egal, wie Dein Tag heute gelaufen ist? „Längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun" - Freu Dich! Das nimmt den ganzen Leistungsdruck von Dir und mir. Ich will damit nicht sagen, dass es egal ist, wie wir uns verhalten, was wir tun und was wir lassen. Klar ist: Gott ist Liebe und Gott ist Licht. Seine Heiligkeit lässt uns hoffentlich davor zurückschrecken bewusst zu sündigen oder sogar in Sünde zu leben (Römer 6,2). Aber darum geht es jetzt nicht. Du bist in Christus vor Gott gerecht gesprochen (Röm 5,1). Gott sieht keinen Makel mehr an Dir und mir, gar nichts (2. Kor 5,21b). Wenn Gott Dich sieht, dann sieht Er die Gerechtigkeit Seines Sohnes, der vollkommen rein und sündlos ist. Er sieht Dich so als hättest Du nie gesündigt! Ich wünsche uns (mir) von Herzen, dass wir unsere wahre Identität in Gott besser verstehen lernen. Gott liebt uns bedingungslos und beschenkt uns, weil Er es gut mit uns meint! Und dann ... lasst uns das tun, was an jedem Tag an Aufgaben vor uns liegt! Gott freut sich über uns!

  • Was ist eine Seele wert?

    An jedem einzelnen Tag eines Jahres sterben auf dieser Erde mehr als 150.000 Menschen. Jede Sekunde - jetzt, und jetzt, und jetzt wieder - sterben zwei Menschen und gehen in die Ewigkeit. Kinder und Erwachsene, Arme und Reiche. Es ist nicht entscheidend, ob der Mensch am Rand der Gesellschaft gelebt hat oder das „blühende Leben" war und überall Beachtung fand. Das Leben hier ist vorbei, nicht zurückzuholen - die Frage ist nur, wohin der Weg führte? Die ewige Gegenwart bei dem Herrn Jesus - der Himmel? - oder die ewige Trennung von Gott - die Hölle? - das ist die entscheidende Frage! „Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt? Denn was könnte ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele?" (Mk 8,36.37) Was der Herr Jesus in diesen Versen klar macht, ist die Tatsache, dass der Mensch alles versucht, um in dieser Welt Erfüllung zu finden, aber dabei nicht mehr als an der Oberfläche kratzt. Der Gipfel der Karriereleiter, die krisensichere Geldanlage, die Vorzeigefamilie und eine Gesundheit, wie sie sich jeder wünscht, bringen den Menschen keinen Schritt weiter in der Frage seine Seele zu retten. So wird er sie verlieren. Es ist gut noch einmal daran zu erinnern, dass jeder Mensch die Errettung seiner Seele dringend benötigt, weil er grundsätzlich durch die Sünde von Gott getrennt ist. Die Sünde hat eine Trennung gemacht wie eine hohe, unendliche breite und dicke Mauer, die für uns unüberwindbar ist! (Röm 3,23) Denn was könnte ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele? Ist uns wirklich klar, dass die Menschen in der Welt sich nicht selbst retten können? Wenn sie sich nicht bekehren, gehen sie ewig verloren. Der Herr Jesus macht uns auch klar, dass die Seele eines Menschen viel wertvoller ist, als all das, was man in dieser Welt erreichen kann - schon allein aus dem Grund, weil sie unsterblich ist. Die Seele des Menschen ist ewig, der Körper des Menschen nicht. Erfolg und Reichtum vergehen, die Gesundheit kann durch schlimme Krankheit abgelöst werden, aber was ist mit der Seele? Der wirkliche Wert einer Seele wird besonders deutlich, wenn wir daran denken, welchen Wert Gott einer Seele beimisst. Dafür müssen wir nach Golgatha schauen. Dort war der Herr Jesus bereit für eine Seele mit seinem Leben zu bezahlen! (Joh 3,16) Er hat Sein reines und sündloses Leben für verlorene Seelen in den Tod gegeben. Das ist der Wert einer Seele. Für den Wert einer Seele hat der Herr Jesus den Höchstpreis gezahlt. "Indem ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel,  sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken;" (1. Pet 1,18.19) Beten wir zu Gott, dass Er uns neu den Wert der Seelen einschärft, damit wir ein brennendes Herz bekommen, um den Menschen von dem einzigen Retter ihrer Seelen zu erzählen. "O teach me what it cost Thee To make a sinner whole; And teach me, Saviour, teach me The value of a soul" Lucy Ann Bennett

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