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  • Habgier... und die Gemeinde

    Wann hast Du das letzte Mal in Deiner Gemeinde eine Predigt zum Thema Habgier, Besitz, Freigiebigkeit und Geld gehört? Also, ich muss da schon länger im Gedächtnis kramen. Es ist eben kein "Wohlfühlthema", sondern eines, das uns ins Licht Gottes stellt und Konsequenzen fordert. Insgesamt scheint es, dass der materielle Bereich unseres persönlichen und gemeinsamen Lebens als Christen oft vom "geistlichen" Bereich getrennt wird. Dabei sieht Gottes Wort hier keinen Unterschied, sondern verknüpft vielmehr "geistlichen Gottesdienst" mit der Bereitschaft zu geben und guten Werken. (siehe Jakobus 1,27) "Durch ihn nun lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Das Wohltun aber und Mitteilen vergesst nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen." - Hebräer 13,15f. Ein entsprechender Umgang mit Geld und Besitz ist sogar ein deutliches Entscheidungsmerkmal für die Mitarbeiter des Apostels Paulus gewesen, um Älteste und Diakone anzustellen. (Titus 1,7 vgl. 1. Petrus 5,2; 1. Timotheus 3,8f.) Im Gegensatz dazu ist der falsche Umgang mit Besitz sowie Geld als Motivation zum Dienst ein Erkennungszeichen für falsche Lehrer, Irrlehrer und böse Arbeiter im Volk Gottes. (Johannes 10,13; Titus 1,11; 2. Petrus 2,12ff.; Hesekiel 34,1-6) Und auch wenn wir an die Gemeindezucht denken, die nach Gottes Wort zu einer gesunden und biblischen Gemeinde gehört, finden wir die Habsucht wieder: "Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen... Ihr, richtet ihr nicht die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott; tut den Bösen von euch selbst hinaus." - 1. Korinther 5,9-13 Wenn das Leben eines Gläubigen von Habsucht gekennzeichnet ist, muss die Gemeinde mit ihm handeln! Oft erlebe ich Gemeindezucht nur in krassen Fällen von sexuellen Verfehlungen wie Ehebruch und Hurerei, aber Gottes Wort stellt das alles auf eine Stufe. Warum machen wir einen Unterschied? Die Antwort ist sicher vielfältig, aber ich möchte sie auf zwei Hauptpunkte zurückführen. Zum einen fällt die Beurteilung und Einschätzung, ab wann jemand ein Habsüchtiger ist, schwerer als bei einem klaren, andauernden Fall von Ehebruch oder Hurerei. Zum anderen haben die meisten Gläubigen eine klarere Sicht für sittlich-moralische Sünden in ihrem eigenen Leben als für die Sünde der Habsucht. Sie ist viel subtiler und macht uns trotzdem so viel zu schaffen, dass sich kaum einer ein Urteil über den Anderen erlauben kann.* Daher ist die Notwendigkeit und Ausübung von Zucht in so einem Fall vermutlich viel schwerer abzuschätzen und durchzuführen. Doch nicht nur für Gemeindezucht, sondern auch im Zusammenleben als Christen wird Habsucht thematisiert. In unserem Verhalten als Christen untereinander soll Habsucht noch nicht einmal genannt werden, also ein Tabu sein. "Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht werde nicht einmal unter euch genannt, wie es sich für Heilige gehört; auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Denn dieses wisst und erkennt ihr, dass kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist) ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes." - Epheser 5,3-10 Auch sollen wir in Dingen, die unseren Besitz und eventuelle Diskussionen bzw. Unklarheiten darüber betreffen, nachgiebig sein und uns selbst zurücknehmen, damit der Name Gottes nicht verunehrt wird. "Aber ihr tut unrecht und übervorteilt, und das Brüder! Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irrt euch nicht! Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solches sind euer einige gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes." - 1. Korinther 6,8-11 Wenn wir Habgier jetzt vorwiegend auf den materiellen Bereich des Gemeindelebens bezogen haben, so lassen sich Tendenzen der Habgier und ihre Auswirkungen im geistlichen Bereich direkt im Gemeindeleben verspüren. Was ist es anderes, wenn ich lieber Zeit für mich haben möchte, statt sie für den Herrn einzusetzen? Was anderes, wenn ich lieber meinem Hobby nachgehe als dem, was zur gegenseitigen Auferbauung dient? Was anderes, wenn ich mit leerem Herzen vor dem Herrn erscheine, wie wenn ich nichts für die Sammlung "in der Tasche" habe? Ist das nicht oft der verborgene Grund für den Mangel in unseren Gemeindestunden? Für lange Pausen und leere Gebete? Für wenig erbauliche Predigten? Für fehlende Dienste? Auch für wenige Diener Christi, die nur noch Gott als ihren Arbeitgeber haben? - Das eigene Ich steht über den Ansprüchen des Herrn und denen der Gläubigen sowie Menschen um mich her! Ach, dass das doch bei mir und Dir nicht so ist und wenn doch, der Herr uns dann verändern und bereit zur Selbstaufgabe in Seinem Dienst machen kann! "Ihr habt viel gesät und wenig eingebracht; ihr esst, aber nicht zur Sättigung; ihr trinkt, aber nicht zur Genüge; ihr kleidet euch, aber es wird keinem warm; und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn für einen durchlöcherten Beutel. So spricht der HERR der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege!... Weshalb das?, spricht der HERR der Heerscharen; wegen meines Hauses, das wüst liegt, während ihr lauft, jeder für sein eigenes Haus." - Haggai 1,6-9 "Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei; und prüft mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß." - Maleachi 3,10 _______________________________________________________________ *Gemeindezucht sollte hier wie dort im Bewusstsein der eigenen Fehlbarkeit, Demut und Vorsicht vor dem eigenem Versagen geschehen, was die Beteiligten jeweils zur Demütigung unter den vorliegenden Zustand führt. #habgier #gemeinde #habsucht #versammlung #geld #jesuserlebt #zucht

  • Was ist meine Aufgabe? Was kann ich für den Herrn tun?

    „Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe.“ (Apg 13,2) Vielleicht hast Du Dir auch schon einmal die Frage gestellt, was Deine Aufgabe im Reich Gottes ist? „Was kann ich für den Herrn tun? Was ist meine Gabe?“ Ich möchte Dir heute einen wichtigen Gedanken aus Gottes Wort mit in den Tag geben, der Dir helfen kann einen ersten Schritt in der Beantwortung dieser Frage zu machen. Die Jünger Petrus und Andreas waren gerade in ihre Arbeit vertieft, warfen eifrig Netze am See Genzareth aus, um Fische zu fangen und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, als der Herr Jesus vorbeikam und sie in ihre neue Lebensaufgabe berief: „Kommt, folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ (Mt 4,19) Als der Prophet Samuel nach Bethlehem kam, um den kommenden König Israels zu salben, musste David zunächst vom Hüten des Kleinviehs weggerufen werden, damit er Samuel begegnen konnte (1. Sa 16,11) Er war mitten in der Arbeit als Gott ihm zeigen wollte, was er noch mit ihm vorhatte. Er war treu im Kleinen und wurde so zum Mann nach dem Herzen Gottes (Apg 13,22). Barnabas und Saulus dienten gemeinsam mit verschiedenen Brüdern der Gemeinde in Antiochien als der Heilige Geist sie zu einer besonderen Aufgabe aussonderte. Sie waren mitten in der Arbeit, in Gebet und Fasten als Gott einen besonderen Dienst für sie offenbarte (Apg 13,2). Es gibt noch viel mehr Beispiele von Männern und Frauen Gottes, die von Gott auf großartige Weise gebraucht werden konnten, weil sie erst einmal das taten, was ihnen von Gott vor die Füße gelegt wurde. Sie waren treu in ihren täglichen Aufgaben, dann konnte Gott ihnen mehr anvertrauen. Ich möchte Dich ermutigen und es mir selbst zu Herzen nehmen, zunächst einmal das zu tun, was der Herr uns heute vor die Füße legt. Sei treu in Deinen täglichen Aufgaben im Beruf, der Schule, dem Studium, aber auch in der Gemeinde und ganz allgemein unter dem Volk Gottes. Dann kannst Du Dir sicher sein, dass der Herr Jesus Dir auch andere Aufgaben anvertrauen kann und möchte. Überleg auch einmal, wie Du Deine natürlichen Fähigkeiten und Begabungen für andere einsetzen kannst. Bist Du bereit einfache Aufgaben für den Herrn zu übernehmen? „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Eph 2,10) #dienst #aufgabe #fähigkeiten #begabung #treue #jesuserlebt #herr #jesus

  • Dein höchstes Gut!?

    In den letzten beiden Jahrzehnten und auch schon davor haben wir einen regelrechten Hype im Gesundheitssektor erlebt. Fitnessstudios und Physiopraxen schossen wie Pilze aus dem Boden, Jogis werden heute Millionäre, unzählige YouTuber geben Tipps zu richtiger Ernährung und Training, ganze Lebenspläne werden auf die Erhaltung der Gesundheit ausgerichtet und ganze Wirtschaftszweige können gut davon leben. Wenn man sie fragen würde, würden wahrscheinlich viele Menschen Gesundheit als ihr höchstes Gut und das Wünschenswerteste für ihr Leben angeben. Gerade in dieser Zeit der Corona-Pandemie, wo jeder von jetzt auf gleich zum Krankheitsfall werden kann. Wir merken, wie zerbrechlich unsere Gesundheit ist und dadurch steigt ihr Wert. Aber, was sagt die Bibel eigentlich dazu? Was bezeichnet Gott als das höchste Gut? Was hat für Ihn einen so außerordentlichen Wert? "Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber seine Seele einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele?" - Matthäus 16,26 "Keineswegs vermag jemand seinen Bruder zu erlösen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben (denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele, und er muss davon abstehen auf ewig), dass er für immer fortlebe, die Grube nicht sehe." - Psalm 49,8-10 Es ist die Seele des Menschen, an der Gott gelegen ist und um sie zu erretten hat Er den ultimativen Preis gezahlt. Er hat Seinen eigenen Sohn geopfert! Ich sage nicht, dass unser Körper und unsere Gesundheit unwichtig sind. Es ist wichtig und richtig, gut auf das zu achten, was Gott, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, uns gibt. Auch die Bibel sagt, dass körperliches Training und Fitness gut sind. (1. Timotheus 4,7ff.) Der Gläubige weiß, dass sein Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und er entsprechend damit umgehen muss. (1. Korinther 6,19f.) Aber im Vergleich zur Seele nimmt der Körper einen geringeren Stellenwert ein, ja Gott kann sogar dem Körper schaden, um die Seele eines Menschen zu retten. (siehe Hiob 33) Deshalb bitte ich dich, wenn du vielleicht auch super viel in deine Gesundheit, deinen Körper investierst: Investiere auch in das wirklich Wertvolle, in deine eigene Seele! Gott liegt an dir und deiner Seelenerrettung! Und das Beste ist: Es kostet dich kein Jahresabo, kein Superfood, keinen Mitgliedsbeitrag, weil Gott schon alles getan hat! Er hat den Preis bezahlt, alles ist gratis! "Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst." - Gott in Offenbarung 21,6b "Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist." - Römer 3,23f. #fitness #seele #leben #gesundheit #mensch #rettung #bekehrung #körper #jesuserlebt #mission #evangelium #matthäus

  • Der nächste Sonntag kommt bestimmt ...

    „Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft: Wie ich für die Versammlungen von Galatien angeordnet habe, so tut auch ihr. An jedem ersten Wochentag lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle auf, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht dann, wenn ich komme, Sammlungen stattfinden.“ (1.Korinther 16,1.2) Heute wollen wir gemeinsam darüber nachdenken, was Gott darüber sagt wie wir, Du und ich, mit unserem Geld umgehen sollen. Das ist einerseits ein unbequemes Thema, aber die Bibel spart auf der anderen Seite nicht mit Aussagen über den Umgang mit Geld und Besitz. Paulus wollte, dass die Korinther an jedem ersten Wochentag, also am Sonntag, etwas von ihrem Geld zurücklegen sollten. Bald würde er zu ihnen kommen, um die dann gesammelten Geldbeträge den Christen in Jerusalem überbringen zu lassen, die in eine finanzielle Not gekommen waren. Die Korinther bekamen von Paulus keine Vorgabe wie viel sie jeweils sparen und zurücklegen sollten. Es ging ihm nicht um den Zehnten oder einen festgelegten Betrag. Jeder Einzelne war gefragt bei sich selbst zurücklegen, so wie es gerade ging. Das musste nicht heißen, dass jeder der Gläubigen in Korinth an jedem Sonntag den gleichen Betrag zurücklegte, sondern die Christen in Korinth mussten sich immer wieder neu prüfen wie viel sie dem Herrn geben wollten und konnten. Es ist interessant zu sehen, dass das Beiseitelegen des Geldes am Sonntag stattfinden sollte. Der erste Tag der Woche war der Auferstehungstag des Herrn und wurde schon sehr bald als der Tag bekannt, an dem die ersten Christen das Abendmahl feierten und zur Verkündigung des Wortes Gottes zusammenkamen (Apg 20,7). Der erste Tag der Woche ist der Tag, der dem Herrn gehört (Off 1,10). Daher ist es auch heute noch sehr passend, wenn wir an dem Tag, wo wir in besonderer Weise an den Herrn Jesus denken, seinen Tod verkündigen und Ihm gegenüber unsere Dankbarkeit ausdrücken, auch an andere Mitgeschwister auf der ganzen Welt denken, die in finanziellen Nöten sind. Heute geschieht es in der Praxis der Gemeinden oft dadurch, dass nicht nur jeder bei sich selbst zurücklegt, sondern die Beträge auch in Form einer Kollekte gesammelt werden. In Hebräer 13,15.16 wird das „Opfer des Lobes“, was wir Gott mit unseren „Lippen“ bringen, direkt in mit dem „Wohltun“ und „Mitteilen“ in Verbindung gebracht. Worte und Taten sollen in Übereinstimmung kommen. Wer ein dankbares Herz hat, wird auch seine Hände und sein Portemonnaie öffnen, um anderen etwas davon weiterzugeben. So wie bei den Korinthern jeder Einzelne angesprochen war, sich selbst zu prüfen und zurückzulegen, ist auch heute noch jeder ganz persönlich angesprochen, dem Herrn etwas zu geben. Dabei kommt es nicht darauf an wie viel wir geben und was andere geben. Es geht darum dem Herrn Jesus etwas aus reinem Herzen zu geben. „Denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.“ (2.Kor 9,7) Vielleicht stellst Du Dir am kommenden Sonntag oder auch schon vorher einmal bewusst die Frage, wie viel Du dem Herrn geben möchtest?! Er wird es belohnen. #geld #kollekte #gemeinde #mission #besitz #sammeln #jesuserlebt #sonntag #erstertagderwoche #tagdesherrn

  • Habgier... und der Christ

    Heute möchten wir uns einmal mit einem wichtigen, aber scheinbar unter Christen unpopulären, weil schmerzhaftem und herausfordernden Thema auseinandersetzen: Der Habgier und damit dem Verhältnis des Christen zu seinem Besitz. "Geiz ist geil!" - "Du willst es, du kriegst es!" - "Hauptsache, ihr habt Spaß!" - Das sind Werbesprüche, die prägend für die Welt sind, in der wir leben und uns bewegen. Wenn Du das Wort bei Wikipedia eingibst, kommt folgende Definition: "Habgier, Raffgier, Habsucht oder Raffsucht ist das übersteigerte Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen. Habgier ist dem Egoismus, der Eifersucht und dem Neid verwandt." (https://de.wikipedia.org/wiki/Habgier) Auffällig, dass hier schon einige Kennzeichen der Menschen letzten Tage enthalten sind, wie wir sie in 2. Timotheus 3 finden. Aus 1. Johannes 2, 15-17 lernen wir, nach welchen Motivatoren dieser Zeitlauf, diese Welt funktioniert. Und jeder, der offenen Auges durch diese Welt mit all ihrer Werbung, den Versprechen und dem Wecken von Lust und Verlangen geht, kann dem nur zustimmen. Überall wird uns eingeimpft: Dies und jenes musst du haben! Es wird gefördert und zu einer richtigen Sucht mehr zu haben. (= Habsucht) Die Welt ohne Gott funktioniert so und versucht auf dieser Grundlage glücklich zu werden. Dies ist teilweise in dem Gericht Gottes über die Menschen dieser Welt enthalten, die Gott als Schöpfer, Erhalter und Geber ablehnen. (vgl. Römer 1,29) Sie sind verfinstert am Verstand und geben sich der Ausschweifung und der Gier hin. (vgl. Epheser 4,17ff.) Das entspricht einfach dem, was aus dem bösen Herzen des Menschen entspringt und jeden von Natur aus kennzeichnet, auch Dich und mich! (siehe Markus 7,21ff.) Der Herr Jesus hat in Seinem Leben und Reden hier auf der Erde die Habsucht und eine Haltung der Unabhängigkeit von Gott und des Vertrauens auf den eigenen Reichtum mehrfach verurteilt und solche Menschen Tore genannt. (siehe z.B. Lukas 12,15.21; Matthäus 6,19ff.) Letzten Endes kann Habsucht und Besitz niemanden glücklich machen, sondern das Gegenteil ist der Fall. (vgl. Sprüche 1,19; 11,6; Prediger 5 + 6; Jakobus 5,3) Aber als Christen, als Neugeborene, als Kinder Gottes und Himmelsbürger haben wir einen Stellungswechsel vollzogen! Wir sind zwar noch in der Welt, aber nicht mehr von der Welt und sollten dementsprechend leben. (Johannes 17) Trotzdem machen uns die Einschätzung unserer Motive und Abgrenzung von Habsucht und notwendigem Vorsorgen bzw. Planen oft Probleme. Dazu eine Begebenheit, die ich neulich erlebte und die zeigt, dass ich die Ermahnung aus Gottes Wort zuallererst benötige! Ein Freund hatte vor, ein neues Auto zu kaufen, weil die Unterhaltung seines Bisherigen langsam unrentabel wurde. So sah er sich auf dem Automarkt um, fand auch ein echt gutes Angebot und machte eine Probefahrt. Nach der Reservierung des Wagens fragte er mich um Rat und ich war hin und weg von dem Auto. Wir beide meinten, das wäre doch eine gute Gelegenheit. Es war ja auch nichts Verwerfliches dabei, schließlich war der Bedarf da und er hatte sich ausreichend Gedanken gemacht. Bei allem war er nicht richtig ruhig über die Entscheidung und wollte sich noch einen Rat von seinem Vater einholen. Der sagte ihm nur, ob das denn wirklich so eine Rolle im Leben eines Gläubigen spielen und es solch ein Auto sein müsste. Mein Freund entschied sich gegen einen Kauf und sagte dem Autoverkäufer ab. Respekt für so eine Entscheidung! (Ich war auch schon schwach geworden, etwas Besseres zu kaufen.) War es jetzt Habsucht ein schönes Auto fahren zu wollen, zumal das alte langsam ersetzt werden muss? Sicher nicht! Gott gibt uns gerne zu unserem Genuss und Freude! (siehe 1. Timotheus 4,2-5. 6,17ff.) Aber im Nachhinein merke ich doch, wie beeinflusst wir von den Gedanken und Zielen dieser Welt sind, die nur immer höher, weiter und mehr kennt. Das aber sollte bei uns als Christen nicht mehr so sein: "Denn dieses wisst und erkennt ihr, dass kein... Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist) ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Seid nun nicht ihre Mitgenossen. Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn; wandelt als Kinder des Lichts..., indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist." - Epheser 5,3-10 "Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Hurerei, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und Habsucht, die Götzendienst ist, um der Dinge willen der Zorn Gottes kommt über die Söhne des Ungehorsams; unter denen auch ihr einst gewandelt habt, als ihr in diesen Dingen lebtet." - Kolosser 3,5-7 Ja, so krass benennt Gottes Wort die Habsucht, die unsere Gesellschaft überall fördert und zur Maxime des Handelns gemacht hat. (Schau Dir z.B. nur mal die Zielsetzung des Kapitalismus und der Unternehmen an!) Und das nicht nur im Bezug auf Materielles, wenn Du mal an Bildungsniveau + Titel, soziale Anerkennung für Job, Urlaub etc., Follower auf Instagram usw. denkst. Letzten Endes ist Habsucht Götzendienst, weil das Geld, der Besitz und damit mein eigenes Ich auf den Thron meines Lebens gesetzt wird, der nur Gott gehören kann. Stattdessen sollen wir als Christen in Gott und dem, was Er uns gibt, unser Genüge finden und uns in der Abhängigkeit vom Herrn üben: "Die Gottseligkeit aber mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn; denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, [so ist es offenbar,] dass wir auch nichts hinausbringen können... Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen."- 1. Timotheus 6,6-11 "Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist, denn er hat gesagt: „Ich will dich nicht versäumen noch dich verlassen“; so dass wir kühn sagen mögen: „Der Herr ist mein Helfer, und ich will mich nicht fürchten; was wird mir ein Mensch tun?“" - Hebräer 13,5f. Mal ehrlich: Den Maßstab übertrifft doch wohl fast jeder, der in Europa lebt! Wenn Gott uns in Seiner Güte mehr gibt, dann dürfen wir das für Ihn verwalten und verwenden. Aus Seiner Hand haben wir empfangen und Ihm geben wir es zurück. (siehe 1. Chronika 29,14) "Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten. Jeder, wie er sich in seinem Herzen vorsetzt: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber ist mächtig, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen, damit ihr in allem, allezeit alle Genüge habend, überströmend seid zu jedem guten Werk...“ - 2. Korinther 9,6-9 "Wer des Armen sich erbarmt, leiht dem HERRN; und er wird ihm seine Wohltat vergelten." - Sprüche 19,17 "Das Wohltun aber und Mitteilen vergesst nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen." - Hebräer 13,15. "Ich habe euch alles gezeigt, dass man, so arbeitend, sich der Schwachen annehmen und eingedenk sein müsse der Worte des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als Nehmen." - Apostelgeschichte 20,35 Es wird immer zu Seinem Wohlgefallen und nie zu unserem Schaden sein! So! - Das war jetzt recht hart geschrieben und ich gehe mal nicht davon aus, dass Du ein so heftiges Problem mit Habsucht, Gier und Neid hast. Trotzdem ist es wichtig, den Sinn durch Gottes Wort erneuern und von den Einflüssen dieser Welt reinigen zu lassen, damit wir den Willen Gottes erkennen. (Römer 12,2) Vielleicht entdeckst Du ja auch Tendenzen bei Dir/in Deinem Leben, die nicht gut sind. Ich wünsche Dir und mir Gottes Gnade und Weisheit zur Verwaltung all dessen, was Er uns anvertraut! #habsucht #neid #welt #geld #habenwollen #besitz #vermögen #habgier #gier #jesus #gott #jesuserlebt

  • Der Himmel ist offen - Golgatha (19)

    26. Der Vorhang zerreißt Der Heiland stirbt. Unmittelbar danach, zerreißt in Jerusalem der Vorhang im Tempel. „in zwei Stücke, von oben bis unten.“ (Mk.15.38). Ein gewaltiges Ereignis. Zentimeterdickes Gewebe. Ca. 10 x 20 Meter groß. Es zerreißt einfach von oben bis unten. Der Vorhang trennt im Tempel das Allerheiligste vom Heiligen ab. Das war in der Stiftshütte genauso, wie im Tempel den Salomo gebaut hatte. Und auch hier, in dem Tempel, den Herodes den Juden gestiftet hatte, gab es diesen bunten, mit Cherubim bestickten Vorhang. Kein einziger Jude, kein Priester konnte diesen dunklen Raum betreten. Allein der Hohepriester ging einmal im Jahr dort rein. Am großen Versöhnungstag sprengte er Blut auf und vor den Deckel der Bundeslade (3.Mo.16, Heb.9,6). Er ging mit Angst in diesen Raum, in das Allerheiligste. Aus Furcht, er könne während dieser Handlung sterben, hatte er ein Seil um den Fuß gebunden. So hätte man ihn bergen können, ohne das Allerheiligste betreten zu müssen. Es ist der Ort, an dem Gott bei Seinem Volk wohnen wollte. In diesem Raum. Hinter dem Vorhang. Unsichtbar, im Dunkeln. Unerreichbar. Die eingewebten Cherubim verwehren den Zutritt, so wie sie auch den Zutritt in den Garten Eden zum Baum des Lebens verwehrten (1.Mo.3,24). Es ist ca. fünfzehn Uhr. Die neunte Stunde. Die Stunde des Gebets, wie sie in Apg.3,1 genannt wird. Die Juden kommen zum Tempel, um zu beten. Die Priester bringen das Abendopfer dar. Im Heiligtum wird geräuchert. Der Heiland ist eben außerhalb der Stadt gestorben.  Da zerreißt plötzlich der Vorhang. Komplett. Von oben nach unten. Licht fällt in das Allerheiligste. Der Blick auf die Bundeslade wird frei. Was für ein Anblick für die Priester! Nie haben sie in diesen Raum hineingesehen! Mit offenem Mund stehen sie da. Vielleicht mit Entsetzen in den Augen. Eines ist ihnen jedenfalls klar. Hier war Gott am Werk. So ein Vorhand zerreißt nicht einfach so! Und er ist von oben nach unten zerrissen. Der Weg zu Gott ist frei! Später, als immer mehr Menschen in Jerusalem sich bekehren und glauben, werden sich auch eine „große Menge der Priester“ bekehren (Apg.6,7). Die symbolische Bedeutung dieses Ereignisses ist einfach und herrlich. Der Heiland stirbt am Kreuz. Der Weg zu Gott öffnet sich. Der Zugang zum Thron Gottes, ja zu Gott selbst, ist frei. Was Abermillionen Opfer nicht fertiggebracht haben, ist jetzt durch den Opfertod des Herrn am Kreuz möglich. Herrlich, heute die Erklärungen dazu aus dem Hebräerbrief zu lesen. Zum Beispiel in Kapitel 10. Ich darf ganz furchtlos, ganz offen und frei ins Heiligtum, also in den Himmel selbst kommen. Vor Gott erscheinen. Vor Seinen Thron treten. Der Herr hat durch Sein Fleisch diesen neuen und lebendigen Weg eingeweiht. Der Vorhang ist ein Bild Seines Körpers. So, wie der Vorhang gewebt wurde, so besteht auch der menschliche Körper aus Gewebe. Poetisch drücken Psalm 139,15 und Hiob 10, 11 das aus. In diesem Körper ist der Heiland gestorben und hat den Weg freigemacht. Hebräer 4 beschreibt dann, wie ich vor diesem Thron Gnade, Barmherzigkeit, rechtzeitige Hilfe finde. Was für ein schöner und wunderbarer Ort. Und ich darf ihn jederzeit betreten. Der Vorhang ist zerrissen! Dabei denke ich auch daran, dass erst jetzt für mich das Leben in einer unglaublich nahen und intimen Beziehung zu Gott möglich ist. Er ist mein Vater geworden. So wie der Herr die vertraute aramäische Ansprache „Abba“ (Papa) benutzte (Mk.14,36), so darf ich den Ewigen heute „Abba“ nennen (Röm.8,16). Der Vorhang ist zerrissen! Matthäus beschreibt in seinem Evangelium noch weitere Ereignisse, die zeitgleich stattfinden. Die Erde bebt. Felsen zerreißen, Gräber öffnen sich. Nach der Auferstehung des Herrn würden aus diesen entschlafene, heilige Menschen nach Jerusalem kommen und vielen erscheinen. Alle diese gewaltigen Ereignisse stehen in Verbindung mit dem Tod des Herrn. Ebenso, wie der zerrissene Vorhang, deuten sie auf beeindruckende Weise auf die Veränderungen und Ergebnisse durch Jesu Tod hin. Und ich? Ich darf heute leben! Nach dem Kreuz! 2000 Jahre später. In der Gnadenzeit. Ich darf die Bedeutungen kennen. Sie gelten mir! Ich darf darin leben. Mich darin freuen. Der ganze Segen, die gewaltigen Beziehungen zu Gott und Seinem Sohn – sie gehören mir. Aus Gnade! Der Vorhang ist zerrissen. Carl Brockhaus hat es vor Jahrzenten so ausgedrückt: Zerrissen ist der Vorhang und der Himmel offen, das Leben und die Herrlichkeit sind unser Los. Der Fluch, den wir verdient, hat Dich für uns getroffen. Lamm Gottes, Deine Lieb ist groß! Text: Carl Brockhaus (*1822 †1899) #himmel #tempel #vorhang #obennachunten #wunder #gott #jesus #heiland #zerreissen #jesuserlebt

  • Wenn der Herr es erlaubt ... und nur dann!

    „[…] wenn der Herr es erlaubt.“ (1. Kor 16,7) Paulus hatte den Wunsch wieder einmal zu den Korinthern zu kommen, um dann einige Zeit bei ihnen zu bleiben. Aktuell befand er sich noch in Ephesus, aber sein Reiseplan sah vor, dass er bei seiner anstehenden Reise durch Mazedonien auch nach Korinth kommen würde. Doch nur unter einer Bedingung: Wenn der Herr es erlaubt! Einmal versuchte Paulus mit seinen Reisebegleitern nach Bithynien, einer römischen Provinz in Kleinasien, zu reisen. Der Plan war gefasst und er hatte sich auch schon auf den Weg gemacht, musste aber erleben, wie der Heilige Geist seine Pläne verwarf und es ihm nicht erlaubte dorthin zu reisen (Apg 16,7). Wir – du und ich - dürfen auch Pläne machen. Daran ist an sich nichts verkehrt, sondern es ist gut und richtig. Aber es ist entscheidend, dass wir jeden Plan mit dem Herrn Jesus machen und jede Entscheidung in Abhängigkeit von Ihm treffen. Das bedeutet auch, einen Plan zu ändern oder zu verwerfen, wenn Gott einen eindeutigen Riegel davorschiebt. Ob es um eine Anschaffung geht, die Urlaubsplanung, die Berufswahl, die Entscheidung für einen Partner oder die Wahl der Studiengänge, wir sollten den Herrn Jesus entscheiden lassen und hören, was Er zu unseren Plänen zu sagen hat. Dabei geht es nicht nur um die vermeintlich „großen“ Dinge in unserem Leben, sondern, um alles was wir tun. Der Herr Jesus bringt es auf den Punkt und Er trifft mein Herz, wenn er sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ (Joh 15,5) Auch wenn vielleicht viele Weg in unserem Leben glatt gehen, wenn wir Gott nicht miteinbezogen haben, dann wird echte Freude, Ruhe und dauerhafter Frieden nur dann in unserem Herzen sein können, wenn wir unseren Herrn durch Gebet und das Lesen der Bibel in das Zentrum unserer Planungen gestellt haben. Wenn der Herr es erlaubt, will ich die Wege gehen, die ich geplant habe. Wenn nicht, dann will einfach stillhalten und warten. „Und der Friede des Christus entscheide (regiere) in euren Herzen […]“ (Kol 3,15) #pläne #entscheidung #erlauben #herr #frieden #herz #ruhe #freude

  • Aufwachen! (2)

    „Sei wachsam und stärke das Übrige, das sterben will.“ (Offenbarung 3,2) Wache auf! Wovon aufwachen? Vom geistlichen Schlaf. Stell dir vor: Zur nächsten vollen Stunde kommt der Herr Jesus um die Seinen zu sich in den Himmel zu holen. Wie sehen deine letzten Minuten hier auf dieser Erde aus? Bestimmt voller Motivation für den HERRN. Sollte uns diese Haltung nicht immer kennzeichnen? Leider müssen wir Christen bekennen, dass wir es uns in unserer eigenen Komfort-Zone sehr bequem gemacht haben. Dabei kommt das geistliche Leben zum Erliegen. Deswegen werden wir in dem Sendschreiben an Sardes auch dazu aufgefordert wieder aufzuwachen. Und nicht nur das, sondern auch „das Übrige zu stärken, das sterben will“. Das heißt, wir sollen aktiv werden und unsere Aufgaben ausführen, die der Herr Jesus uns gegeben hat. Selbst wenn es nur noch ein paar Minuten sind, bis der HERR wiederkommt, es lohnt sich aufzuwachen und ihm zu dienen. Zumal wir als Christen doch die beste Motivation haben, da wir wissen, dass unsere Zukunft für alle Ewigkeit bei unserem HERRN und Heiland ist. „Und so werden wir allezeit bei dem Herrn sein.“ (1. Thessalonicher 4,17) „Bei dir im Himmel, bei dir o Herr! Und ist der Weg auch manchmal schwer, gibst du uns Kraft, weiterzugehen, bis wir dich dort im Himmel sehn. Unsre Heimat liegt im Himmel, unsre Heimat ist bei dir.“ (T/M/S: Corina Schweizer) #wakeup #aufwachen #schlafen #entrückung #jesuskommtwieder #ichkommebald #plötzlich #jesuserlebt

  • Golgatha (18) - Er neigte das Haupt

    24. Seine siebte Aussage am Kreuz „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ Mit lauter Stimme ruft der Heiland. Es ist Seine letzte Aussage am Kreuz, bevor er stirbt. „Vater“! So begann auch Seine erste Aussage. Der abhängige Mensch Jesus wendet sich voller Vertrauen an Seinen Vater und rahmt das Werk auf Golgatha so in dieses Vertrauen ein. Lukas hat diese beiden Sätze aufgeschrieben. Wie passend! Vor kurzem, zum Ende der Finsternis hin, hatte Er ebenso laut gerufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Jetzt aber ist alles vollendet. Vertrauensvoll kann der Mensch Jesus Seinen Geist in die Hände Seines Vaters übergeben. Ganz ruhig und sicher überlässt er Ihm alles, was jetzt weiter geschieht. Der Vater würde Seinen Geist, wenn dieser den Körper verlassen würde, in Seine Hand nehmen. Wunderbar drückt David dieses Vertrauen prophetisch in Psalm 16 aus: „mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht überlassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe.“ In einzigartiger Weise und in großem Frieden geht der Herr jetzt in den Tod. Die Juden, die beim Kreuz stehen, kennen auch diese Aussage. David hat sie prophetisch bereits in Psalm 31,6 vorhergesagt. Doch auch dieser Zusammenhang bringt in ihren Herzen keine Änderung. 25. Sein Tod Dann stirbt der Heiland. Markus und Lukas gebrauchen das Wort „verscheiden“. Man kann es auch übersetzten mit „vollständig ausatmen“ oder „den Geist aushauchen“. So nimmt der Herr Seinen letzten Atemzug und atmet noch einmal aus. Dann ist es ruhig. Sein Herz steht still. Er erlebt den Tod – den Lohn der Sünde! Unbegreiflich! Er ist das Leben! Zweimal hat Er das von sich gesagt. „Ich bin […] das Leben“ (Joh.11 u. 14). Jetzt legt Er den Kopf auf Seine Brust (Joh.19,30). Der gleiche Ausdruck wie in Lukas 9,58, wo der Heiland gesagt hatte, dass Er keinen Ort hatte, wo Er seinen Kopf hinlegen konnte. Jetzt gibt es diesen Ort – das Kreuz. Seinen Geist übergibt er in die Hände des Vaters. Körper und Seele werden getrennt. „Heute wirst du mit mir im Paradies sein“, hatte Er wenige Stunden vorher zu dem Verbrecher gesagt. Dorthin geht jetzt seine Seele. Der leblose Körper bleibt am Kreuz zurück. Der Körper, von dem Er zu Seinen Jüngern gesagt hatte: „Dies ist mein Leib, der für euch ist“ (1.Kor.12,24). Dabei stirbt Er nicht an den Folgen der Kreuzigung. Er ruft mit lauter Stimme, oder wie Markus schreibt: „Jesus aber gab einen lauten Schrei von sich“. Etwa 30 Stunden hat der Herr nicht mehr geschlafen. Besonders die Geißelung und das Kreuz haben unglaublich viel Kraft gekostet. Und doch schreit Er laut! Kraftvoll. Er selbst ist es, der Sein Leben lässt. Er geht in den Tod, gibt Seinen Geist auf, wie Matthäus und Johannes schreiben. Es war ein Akt Seines Willens, nicht eine Folge der körperlichen Qualen. „niemand hat Macht über den Tag des Todes“, schreibt Salomo in Prediger 8. Kein Mensch kann Sein Leben lassen. Aber Er, der ewige Sohn Gottes, Er hat diese Macht und Er benutzt sie. „Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt es zu lassen“ (Joh.10). Ein Gebot, das Er von Seinem Vater bekommen hat. Auch dieses erfüllt Er zu Seiner Freude und gibt Ihm einen weiteren Grund, Ihn zu lieben. „Darum liebt mich der Vater“. So schüttet Er, als gehorsamer Mensch mit göttlicher Macht Seine Seele aus in den Tod (Jes.53). Ein nicht zu begreifendes Geheimnis! So ist Sein Tod für Gott. Zu Seiner Freude! Aber auch für mich lässt Er Sein Leben! Auch das hat Er in Johannes 10 gesagt: „ich lasse mein Leben für die Schafe.“ Er stirbt, damit ich lebe. Der Sündlose nimmt, was ich verdiene – den Lohn der Sünde – und gibt mir, was Er ist. Das ewige Leben! Sein Leben habe ich bekommen! Leben im Überfluss! Weil ich an Ihn glaube, werde ich nie sterben – auch nicht, wenn ich den physischen Tod erlebe (Joh.11,25). Der Tod hat keine Macht mehr über mich. Der Teufel, der die Macht des Todes hat, ist besiegt. Entmachtet. Er ist der große Verlierer. Durch Todesangst in seiner Sklaverei gehaltene Menschen sind befreit. Durch den Tod des Herrn (Heb.2)! Mit Freude singe ich jetzt: Preis Dir, das Du gegeben in heißer Liebesglut für uns Dein teures Leben und Dein Versöhnungsblut! Text: Julius Löwen (*1822 †1907) „Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.“ Es ist vollbracht! Er ist verschieden, mein Jesus schließt die Augen zu; der Friedefürst entschläft in Frieden, die Lebenssonne geht zur Ruh und sinkt in stille Todesnacht; o großes Wort: Es ist vollbracht! Text: Salomo Franck (1711)

  • Aufwachen! (1)

    „… damit er nicht, wenn er plötzlich kommt, euch schlafend finde.“ (Markus 13,36) Wie wird der Herr Jesus dich und mich antreffen, wenn er wiederkommt um die Gläubigen zu sich in den Himmel zu holen? Dass er wiederkommt ist Fakt, er sagt dazu selbst in Offenbarung 22,20: „Ja, ich komme bald.“ Es muss kein bestimmtes Ereignis mehr auf der Erde passieren, welches dem Kommen des HERRN noch vorausgehen müsste. Er kann jede Sekunde kommen. Die Frage an uns Gläubige ist: Mit was sind wir beschäftigt, wenn er kommt? Wird es der schönste Augenblick, weil wir gerade in dieser Sekunde mit Beten, mit Lesen der Bibel, oder mit Aufgaben für den HERRN beschäftigt sind? Oder wird es ein peinlicher Augenblick, weil wir gerade Dinge tun, die nicht zur Ehre des HERRN sind? Wie schön, wenn der Herr Jesus uns mit guten Dingen beschäftigt antreffen wird. „Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, damit beschäftigt finden wird!“ (Matthäus 24,46) Vielleicht hast du aber noch keine persönliche Beziehung zu dem Herrn Jesus, der dich retten will. Dann wird das Kommen des HERRN für dich der schlimmste Augenblick, weil es dann zu spät ist um sich zu bekehren. Wie verbringst du deine restliche Zeit auf der Erde? Vielleicht sind es nur noch Sekunden … „Gebt acht, wacht und betet; denn ihr wisst nicht wann die Zeit ist.“ (Markus 13,33) „Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! (Lukas 12,37) #wakeup #aufwachen #schlafen #entrückung #jesuskommtwieder #ichkommebald #plötzlich #jesuserlebt

  • Lebst du? - oder existierst du?

    "Was soll diese Frage?", wird sich vielleicht manch einer denken. Aber denk einmal darüber nach? Wie würdest du dein Leben beurteilen? Was verstehen wir im Allgemeinen unter „Leben“? Verbinden wir damit nicht den vollen Genuss des Augenblicks? Das Auskosten der Situation in allen Facetten? Mal so richtig Gas geben, Adrenalin, Glück…ist das nicht Leben? Die, die nur existieren, kennen das nicht. Ihr Leben ist jeden Tag gleich. Immer gleich grau - ohne den magischen Moment, ohne Abwechslung und Spaß. So denken wir doch - oder? Ein Schriftsteller aus dem 19 Jahrhundert (Oscar Wilde) hat einmal gesagt: „Leben, das ist das Allerseltenste auf dieser Welt – die meisten Menschen existieren nur“. Hatte er damit nicht recht? Es ist doch fakt, dass die meisten Menschen heute nicht wirklich glücklich sind. Viele sind unzufrieden mit ihrem Leben und wünschen sich eine Veränderung - mehr Leben. Ein Leben wie es die Stars auf Instagram, oder ähnlichen Social Media Plattformen, vermeintlich führen und als das erstrebenswerte Leben suggerieren. Ich möchte dir heute gerne einmal die Sichtweise Gottes auf unsere Fragestellung zeigen. Eine Sichtweise, der es sich lohnt nachzugehen, denn schließlich ist es dein Schöpfer, der diese Sichtweise hat. Er zeigt sie uns in der Bibel, seinem Buch an uns Menschen. Dort finden wir eine sehr interessante Aussage, die Jesus, der Sohn Gottes getätigt hat, als er unter uns Menschen auf der Erde gelebt hat. Er hat gesagt: Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, … (Johannes 3, 36) Das ist die göttliche Definition von Leben. Dem einzig echten Leben. Es steht in Verbindung mit deiner Beziehung zu Jesus, dem Sohn Gottes. Und es ist nicht das Resultat von möglichst intensivem Genuss, von „nichts auslassen“, sondern nach Gottes Maßstab ist „Leben“ verbunden mit Glauben. Glauben an den Sohn Gottes, der vom Himmel auf die Erde kam, um dir und mir ewiges Leben zu verschaffen. Dazu ist er nach dem Plan Gottes außerhalb von Jerusalem auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt worden und gestorben. Die Bibel sagt, dass er dort für jeden gestorben ist, der an ihn glaubt. Er ist gestorben, damit wir Leben haben. Er hat dort die Schuld und die Sünden aller getragen, die im Glauben zu ihm kommen. Es liegt an dir, was du mit dieser Botschaft machst. Du kannst so weitermachen wie bisher. Das tun, was nach unserer menschlichen Meinung unter Leben zu verstehen ist. Du kannst noch mehr Action machen, noch mehr dem ultimativen Kick nachgehen. Trotzdem wirst du kein „Leben“ haben, sondern nur „existieren“. Wenn du aber der Bibel glauben schenkst und nach ihrem Maßstab dein Leben aufrichtig überprüfst, wirst du schnell feststellen, dass du ohne eine Glaubensbeziehung zu Jesus kein wirkliches Leben hast. Aber du darfst, so wie du bist, zu Jesus kommen. Du darfst ihn bitten, dass er dich annimmt, dass er dir deine Schuld wegnimmt, die Sünden vergibt und so alles Trennende wegnimmt. Dann darfst du sicher wissen, dass er dir, auf der Basis deines Glaubens, Leben – göttliches Leben- schenkt. Es ist ein Leben, das sich lohnt. Nicht nur auf dieser Erde, sondern in Ewigkeit. Es ist gekennzeichnet von echtem, dauerhaftem Glück, das seine Qualität nicht aus dem Moment heraus erhält, sondern lebenswert ist, weil es ein Leben mit Jesus ist. Wie wirst du dich entscheiden? Willst du echtes Leben haben oder willst du nur weiter existieren? #leben #existieren #ewigesleben #echt #jesus #bibel #kick #adrenalin #erfüllung #gott #jesuserlebt

  • Golgatha (17) - Es ist vollbracht!

    Seine sechste Aussage am Kreuz Nachdem der Heiland den Essig genommen und damit die Schrift erfüllt hat, sagt Er: „Es ist vollbracht!“ Nur Johannes, berichtet davon. Der ewige Sohn Gottes spricht dieses Wort aus. Tetelestai – Es ist vollbracht, vollendet, ausgeführt, erfüllt, bezahlt. Im Griechischen nur ein Wort – doch was für eine Bedeutung! Das Wort aller Jahrhunderte. Der gewaltigste Siegesruf der Welt. Die ganze Menschheitsgeschichte umfassend, hallt es nach, bis in die Ewigkeit! Ich denke über dieses Wort nach. Wie soll man dieses gewaltige Panorama an Bedeutungen in wenigen Worten zusammenfassen. Unmöglich! „Es ist vollbracht!“ Ich denke dabei an Ihn! Als der Herr in Gethsemane war, stand Golgatha noch vor Ihm. Seine Seele war bis zum Tod betrübt. Bestürzung, Angst, Schweiß wie Blutstropfen, ringender Kampf angesichts dessen, was Ihn in den nächsten Stunden erwarten würde. Dann nahm Er den Kelch aus Gottes Hand. Er wusste, was alles über Ihn kommen würde. Er ging mit der festen Absicht, Gottes Willen durchzuführen in die schwersten Stunden Seines Lebens. Und jetzt? Jetzt war alles vorbei! Die grausamen Leiden an Körper, Geist und Seele durch die Menschen. Die furchtbaren Leiden im Gericht Gottes. Alle Leiden, die Propheten vorausgesagt haben (Lk.18,31). Alles vorbei – oder besser: Vollbracht! Was für eine Erleichterung für den Heiland, all das durchgestanden zu haben. Was für ein Gefühl, dieses Werk beendet zu haben. Der Tod, das Paradies, die Auferstehung – dann würde Er zum Vater gehen. „Es ist vollbracht!“ Ich denke an Gott. Er hat Seinem Sohn dieses Werk gegeben. Er sollte es ausführen – und Er hat es ausgeführt! Vollkommen! So wie der Vater es wollte! Gehorsam! Nie wurde Gott so verherrlicht auf der Erde. Gerade dort, wo der Heiland zur Sünde gemacht wurde, wo Er das Gericht Gottes trug – gerade dort hat Er in Seiner Weihe und Hingabe Gott unendlich geehrt. Das Sündopfer und das Brandopfer wurden an der gleichen Stelle geschlachtet (3.Mo.6). „ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Herrn.“ (3.Mo.1,9). Er hat sich auf Gottes Altar gelegt. Er hat sich selbst geopfert. Ohne Flecken (Heb.9,14). Für Gott. „Tief befriedigt kann Er nun, Herr, in Deinem Opfer ruhn!“ (Paul Waltersbacher). „Es ist vollbracht!“ Ich denke an die Menschen dieser Welt. Vor dem Kreuz hat der Herr einmal gesagt: „Ich habe aber eine Taufe, womit ich getauft werden muss, und wie bin ich beengt, bis sie vollbracht ist.“ (Lk.12). Jetzt ist diese Taufe vorbei. Der Herr ist nicht mehr beengt. Seine Liebe kann ungehindert zu allen Menschen fließen. Ganz gleich wie groß die Schuld ist, jetzt kann sie vergeben werden. Jedem Menschen steht der Weg zu Gott offen. Nur Umkehr und ein Bekenntnis der Schuld sind nötig. Mehr nicht! Dann fließt der gesamte, gewaltige Segen Gottes! „Es ist vollbracht!“ Dabei denke ich auch an mich. Meine Sünden – alle gesühnt. Vergeben. Nichts ist mehr offen. Tetelestai – alles bezahlt. Und mehr als das. Jeder Segen Gottes, den ich bekommen habe, findet Seine Grundlage in diesem Werk. Ohne Golgatha – keine Segnung! Jetzt bin ich in Christus und in Ihm gesegnet mit jeder geistlichen Segnung (Eph.1). Ein unendlich reich gemachtes Kind Gottes! Mein Leben ist sicher! Meine Zukunft unglaublich herrlich! „Es ist vollbracht!“ Was für ein Werk! Was für ein Ausruf! Was für ein Siegeszug! Ohne Golgatha wäre für keinen einzigen, der Abermilliarden Menschen aller Jahrtausende Beziehung zu Gott, Vergebung, Errettung möglich gewesen. Der Teufel wäre kein besiegter Feind. Kein einziger Segen hätte fließen können. Auf jeden Menschen hätte die Hölle gewartet. Das Weizenkorn wäre allein geblieben (Joh.12,24). Nie wäre Gottes Ehre auf der Erde wiederhergestellt worden. Und der gewaltige Ratschluss Gottes? Er wäre nicht ausgeführt worden. Wie unvorstellbar furchtbar anders wäre alles ohne Golgatha!  Und jetzt? Jetzt sehe ich Ihn dort hängen und höre, wie Er sagt: Es ist vollbracht! Es ist vollbracht, das große Werk, das schwere. Gott ist gerecht, Ihm ward nun Seine Ehre durch Seinen Sohn, der laut verkündet hat; „Es ist vollbracht!“ Es ist vollbracht! Was Gottes Liebe wollte, was für den Sünder, den verlornen, sollte zur Rettung und zum ew’gen Heile sein, das ist vollbracht. „Es ist vollbracht!“, durchtönt’s die Ewigkeiten zu Gottes Lob, zu der Erlösten Freuden; sie danken Gott, sie beten Jesus an, dass Er’s vollbracht. Text: Jacques Erné (*1825 †1883) #jesus #golgatha #kreuz #leiden #tetelestai #esistvollbracht #jesuserlebt

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