

Deine Suchergebnisse
Diese Website durchsuchen
1368 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Golgatha (12) - Es kam eine Finsternis
18. Die Finsternis Es wird Mittag. Die Sonne steht hoch am Himmel. Hinter dem Heiland liegen bereits furchtbare Stunden. Die ganze letzte Nacht hatte Er nicht geschlafen. Bis in die frühen Morgenstunden ist Er von Verhör zu Verhör geschleppt worden, bis man Ihn morgens um 9 Uhr, nach einem ungerechtem Urteil ans Kreuz geschlagen hat. Hier hängt Er bereits drei Stunden. Grausame, körperliche Qualen, Lästerungen von den Menschen die Ihn hassten, seelische Leiden – alles das hat Er bereits in einzigartiger Weise ertragen. Das Schrecklichste steht Ihm noch bevor. Gott, Sein Gott würde sich gegen Ihn richten! Plötzlich wird es dunkel. Mitten am Tag. Es wird so dunkel, dass Lukas schreibt, dass sogar die Mittagssonne verfinstert wird. Nichts ist mehr zu sehen. Stockfinster. Was haben wohl die Menschen gedacht, die hier am Kreuz stehen. Oder die Priester in Jerusalem, die dabei waren, das Passah zu schlachten. All die angereisten Juden, Pilatus, seine römischen Soldaten und die vielen Menschen in den Ländern dieser Welt. Das war kein örtlich begrenztes Phänomen. Gott hüllt die gesamte Welt in Dunkelheit. Verborgen vor den Augen der Menschen richtet Er Seinen Sohn! Drei Stunden lang bleibt es so dunkel. Drei lange Stunden leidet der Herr am Kreuz im Gericht Gottes! Was das für Ihn, den immer treuen und gehorsamen Diener Gottes bedeutet, ist nicht zu beschreiben. Gethsemane ist der Ort, der ein wenig den Schleier lüftet. Hier ist der Heiland mit diesen drei furchtbaren Stunden beschäftigt. Bestürzung und Angst erfüllt Seine Seele. Er ist betrübt bis zum Tod (Mk.14). Er, der nie in Unruhe war, fällt auf Sein Gesicht und betet. Er ringt und kämpft. Immer heftiger. Sein Schweiß tropft auf die Erde. Groß, wie Blutstropfen (Lk.22). Er tat immer, was der Vater wollte. Es war Ihm Seine Speise, Sein Lebensinhalt, Seine Freude (Joh.4,34)! Doch jetzt, hier in Gethsemane, bittet Er darum, dass diese Leiden, wenn möglich, an Ihm vorbeigehen. Diese drei Stunden am Kreuz stehen in grausamer Weise vor Seiner Seele. Und doch sagt Er diesen unglaublichen Satz: „doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!“ (Lk.22,42). Anbetungswürdiger Heiland! Jetzt war dieser Zeitpunkt gekommen. Der Heiland leidet im Gericht Gottes für die Sünden der Menschen. Mehr noch – Gott macht Ihn zur Sünde. Den, der nie gesündigt hat, in dem keine Sünde war, der Sünde nicht mal kannte – zur Sünde gemacht! Und dann bestraft Gott Ihn für diese Sünde. Der ganze Grimm und Zorn Gottes ergießt sich über Ihn. „Grimm ist grausam und Zorn eine überströmende Flut“, schreibt Salomo in den Sprüchen. „Es ist furchtbar in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“, der Hebräerbrief. Der Heiland selbst drückt es in Psalm 88 aus: „Auf mir liegt schwer dein Grimm […] Deine Zorngluten sind über mich dahingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.“ Was für heftige Worte: Grimm, Zorngluten, Schrecknisse, Vernichtung… Weit entfernt stehe ich. Auch wenn ich gelernt habe, was dort geschehen ist, bleibt diese Szene für mich dunkel, undurchdringlich. Unmöglich für einen Menschen, wirklich zu begreifen, was dort geschehen ist. Unmöglich, nachzuempfinden, was der Heiland dort empfunden hat. Und dann denke ich an diesen Vers aus Jesaja 53: „um unserer Ungerechtigkeiten Willen war er zerschlagen.“ Zerschlagen! Meinetwegen! Meinetwegen hat Er diese drei Stunden auf sich genommen und ertragen. Das, was so unfassbar grausam und furchtbar für Ihn war, durchlebte Er – und dachte dabei an mich! Diese Szene ist nichts für den Kopf – sie ist ausschließlich für das Herz… Die tiefsten Tiefen aller Leiden erreichten Deine Seele dort. Gleich Wogen, welche überfluten, traf Dich der Zorn am finstrem Ort. Tag unergründlich tiefen Schmerzes! O Tag voll Leid und größter Not, da Du, Herr, wardst von Gott verlassen, gingst für mich Sünder in den Tod! Herr Jesus, Deine große Liebe rührt tief mein Herz aufs neue an. Für mich hast Du Dich hingegeben – Anbetung Dir, Du Schmerzensmann! Text: Martha Schweizer-Lutz (*1900 †1985) | Egbert Brockhaus
- Zu wenig?
„Da sprach der HERR zu Mose: Was ist das in deiner Hand? Und er sprach: Ein Stab.“ (2. Mose 4,2) „Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat; aber was ist dies für so viele?“ (Johannes 6,9) Gott sprach zu Mose aus dem brennenden Dornbusch heraus und gab ihm den Auftrag das Volk Gottes aus dem Land Ägypten heraus zu führen, da sie unter den Ägyptern schwer zu leiden hatten. Das war ein großer Auftrag, solch ein Millionenvolk in ein anderes Land zu führen. Mose hatte viele Einwände zu bringen. Er sei zu unfähig, er sei kein Mann der Rede und er habe Angst, dass das Volk ihm nicht glauben würde. Völlig fremd ist uns das Verhalten von Mose nicht. Wenn Gott etwas von uns möchte, dass wir für ihn tun sollen, dann haben wir auch viele Einwände den Auftrag Gottes nicht ausführen zu können. Und tatsächlich ist alles was wir tun von menschlicher Schwachheit gekennzeichnet. Aber Gott geht es nicht um die unfehlbare Ausführung eines Auftrages oder eines Dienstes, sondern ihm geht es um unsere Bereitschaft ihm dienen zu wollen. Gott stellt uns nicht unsere eigene Schwachheit vor, sondern er benutzt das was wir haben um es für ihn einzusetzen. Bei Mose war es „nur“ ein Stab. In der Begebenheit aus Johannes 6 waren es „nur“ fünf Brote und zwei Fische. Was machte Gott daraus? Der Stab von Mose wurde zur Schlange, dadurch zeigte Gott ihm, dass er doch für diesen Auftrag fähig war und Gott vertrauen sollte. Später schlug Mose mit diesem Stab einen Felsen, sodass Wasser herauskam und das ganze Volk trinken konnte (4. Mose 20,11). Die fünf Brote und zwei Fische benutzte der Herr Jesus um tausende Menschen satt zu bekommen. Zudem blieb noch einiges übrig. Der Herr Jesus benutzt das was wir haben, auch wenn es in unseren Augen gering ist und wir meinen, es sei zu wenig. Jeder Gläubige hat eine Gnadengabe von Gott empfangen (1. Korinther 7,7; 1. Petrus 4,10). Eine Gnadengabe ist eine Gabe von Gott, welche wir einsetzen sollen um ihm zu dienen. Diese Gnadengabe ist nichts Abstraktes, sondern entspricht unseren natürlichen Fähigkeiten. Wie gehen wir mit dem um, was wir von Gott bekommen haben? Setzen wir es für ihn ein? Damit Gott uns für seinen Dienst gebrauchen kann, müssen wir auch nicht erst 40 Jahre alt werden. Im Johannesevangelium ist es ein kleiner Junge, der die fünf Brote und zwei Fische zur Verfügung stellte. Auch Kinder können dem Herrn Jesus schon dienen. Wie sehr freut sich der Herr Jesus gerade über den Dienst von Kindern. #dienen #gnadengabe #herr #lord #jesus #wenig #washastdu #stab #brot #fisch #genug #serve #jesuserlebt
- Henoch (1) - Wem willst Du gefallen?
„Durch Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, dass er Gott wohlgefallen habe.“ (Hebräer 11,5) Bis zu dem Zeitpunkt als Henoch von Gott entrückt wurde, war jeder Mensch vorher doch irgendwann gestorben. Früher oder später traf es jeden Menschen. Doch für Henoch hatte Gott etwas ganz Besonderes vorgesehen – er musste nicht durch den Tod, sondern Gott nahm ihn direkt zu sich. Etwas Ähnliches entdecken wir bei Elia, der ebenfalls von Gott von der Erde weggenommen wurde, ohne vorher zu sterben. Elia fuhr auf feurigen Wagen im Sturmwind auf zum Himmel (2. Kö 2,11). Gott wollte nicht, dass Henoch den Tod sehen sollte. Dabei war Henoch mit 365 Jahren noch relativ jung als Gott ihn zu sich nahm. Wir wissen nicht den genauen Grund, warum Gott ihn so „früh“ zu sich nahm, aber es könnte durchaus sein, dass sein Leben von seinen eigenen Volksgenossen bedroht wurde, weil er das kommende Gericht predigte, was über die Menschen kommen sollte und in der Flut bei Noah auch schließlich kam (siehe Judas 14.15). Wie es auch heute noch ist, wollen die Menschen diese Botschaft nicht hören, obwohl ihnen dadurch auch die einzige Rettungsmöglichkeit angeboten wird. Henoch wurde durch Glauben entrückt. Damit ist nicht der Glaube gemeint, den Gott uns zur Gerechtigkeit rechnet, also der rettende Glaube. Es ist natürlich wahr, dass Henoch diesen Glauben hatte, aber hier geht es darum, dass Henoch ein tiefes, unerschütterliches Glaubensvertrauen in seinen Gott hatte. Dieser Glauben zeigte sich Tag für Tag in Henochs Leben, indem er Gott in alle Lebensbereiche mit hineinnahm. Besser gesagt – Gott stand im Zentrum seines Lebens und er machte alles von Ihm abhängig. Bevor Gott ihn entrückte, hatte Er Henoch das Zeugnis ausgestellt, dass Er Wohlgefallen an ihm hatte. Wenn Gott Henoch sah wie er mit Ihm lebte und Ihm in den alltäglichen Dingen völlig vertraute, dann freute sich Gott darüber. Auch über den Herr Jesus wird einige Male gesagt, dass der Vater an Ihm Wohlgefallen gefunden hatte (Mt 3,17; Mt 17,5). Das ganze Leben des Herrn Jesus gefiel Gott, weil der Herr Jesus in vollkommener Abhängigkeit, in Gehorsam und Vertrauen auf Seinen Gott lebte. Was hat Priorität in meinem und Deinem Leben? Geht es darum, dass wir uns selbst gefallen wollen bzw. unser Leben uns wirklich selbst gefällt (Rö 15,1b)? Leider investieren wir oft vielmehr dafür, dass unser Leben uns wirklich gefällt, anstatt danach zu fragen, ob wir Gott mit dem Freude bereiten, war wir Tag für Tag tun. Als Henoch entrückt wurde, hinterließ er offensichtlich eine Lücke. Er wurde vermisst, denn die Leute fingen an ihn zu suchen. Natürlich konnten sie ihn nicht finden, aber Henoch hatte durch sein Leben Spuren hinterlassen, durch die er bei den Menschen nicht so leicht in Vergessenheit geriet. Von dem alttestamentlichen König Joram wird berichtet, dass er nach einer qualvollen Krankheit starb und ihn niemand vermisste (2. Chr 21,20). Stell Dir das mal vor: Er war ein Leben lang bekannt und als König mit gehöriger Macht und Respekt ausgestattet, aber als er gestorben war, dachte niemand mehr an ihn. Wie wäre es in meinem und Deinem Leben, wenn Gott uns zu sich nehmen würde? Hinterlässt Du Spuren des Segens wie Henoch? Was würde bei den Menschen in meinem und deinem Umfeld in Erinnerung bleiben, was wäre der Inhalt ihrer Gespräche, wenn sie an mich denken, wenn ich nicht mehr wäre? Kann man dann noch über mein und Dein Leben mit Gott reden? Wissen die Leute, dass wir mit Gott leben wollen, Ihm vertrauen und Er im Zentrum unseres Lebens steht? So wie Henoch vor der kommenden Flut von Gott entrückt wurde, wird die Gemeinde Gottes auch sehr bald vor den kommenden Gerichten entrückt, die über die ganze Erde kommen werden, um die Gottlosigkeit zu richten und die Erde für die Regierung des Herrn Jesus vorzubereiten. Gott wird seine Gemeinde bewahren. Bist Du dabei, wenn Jesus kommt? Vielleicht heute noch. #henoch #gott #entrückung #rapture #freude #wohlgefallen #priorität #jesus #vertrauen #glaube #mann #frau #zeit #welt #evangelium #gericht #jesuserlebt #dautphe #jugend #deutschland
- Golgatha (11) - "Siehe, deine Mutter!"
17. Seine dritte Aussage am Kreuz Eine dieser Frauen ist Maria, die Mutter von Jesus. Was in ihrer Seele vorgegangen ist, lässt sich kaum beschreiben. Dort hängt ihr ältester Sohn und wird auf grausame Art hingerichtet. Nur eine Mutter kann erahnen, was das bedeutet. „auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen“, hatte Simeon ihr damals im Tempel gesagt, als der Herr noch ein Kind war. Jetzt war der Moment gekommen. Sie sieht Ihn leiden und kann nichts für Ihn tun! Eine traurige und schmerzhafte Szene. Und der Herr? Er sieht seine Mutter dort stehen. Er selbst leidet unter der Folter der Kreuzigung, unter der Lästerung der hasserfüllten Menschen. Und doch empfindet Er mit ihr! Sie war Seine Mutter. Sie hatte Ihn großgezogen. Nun würde Er gehen und sie würde zurückbleiben. Voller Mitleid und Erbarmen kümmert Er sich jetzt, hier am Kreuz um sie. Er sieht sie an und sagt zu ihr: „Frau, siehe dein Sohn!“. Dann wendet Er sich Johannes zu. Er war der Jünger, der Seine Liebe besonders genossen hatte. Kein anderer Jünger hatte eine so vertraute Beziehung zu Ihm, wie er. „Siehe, deine Mutter!“. Er sollte sich um sie kümmern. So sorgt Er, der Mann der Schmerzen, in Seinen Leiden für Seine Mutter und zeigt Seinem Jünger Johannes, wie sehr Er ihn schätzte und ihm vertraute. Wie lange diese Personengruppe unter dem Kreuz gestanden hat, wird nicht berichtet. Aber sie gehen nach einer Zeit wieder (vgl. Mk.15,40). Der Herr bleibt allein zurück… Zu dieser Gruppe gehörte auch eine Tante des Herrn. Außerdem Maria Magdalene und die Frau des Jüngers Kleopas. Auch sie heißt Maria. Sie alle lieben den Herrn. Sie alle waren unter das Kreuz gekommen. Sie alle haben Seine Leiden aus der Nähe gesehen. Er würde sterben. Dann wäre Er nicht mehr da. Er würde ihnen wirklich fehlen! Maria Magdalene weint später an Seinem Grab (Joh.20,13). Die andere Maria geht mit ihrem Mann Kleopas niedergeschlagen nach Emmaus zurück (Lk.24,17). Sie wussten nicht, dass der Heiland dort nicht hing, weil die Menschen es so wollten, sondern weil Er es so wollte. Er wählte diesen Weg, die Leiden, das Kreuz und den Tod für sie! Aus Liebe, damit sie für immer bei Ihm sein könnten! Als Johannes und die Frauen später Brot brechen, um an Seine Leiden zu denken, haben sie ohne Zweifel auch diese Szene, dieses Bild, wie Er dort vor Ihnen hing, vor Augen. Wie gut, bei Ihm unter dem Kreuz gewesen zu sein! Auch ich darf unter dem Kreuz stehen, meinen Blick auf Ihn richten. Aber anders als Johannes und die Frauen damals, weiß ich warum Er dort hing. Er sieht mich voller Liebe an und ich höre Ihn sagen: „Das tat ich für dich!“ Was für ein schöner Platz. Wir werden ewig daran denken, dass Du am Kreuze für uns starbst, und unsere Liebe Dir, Herr, schenken, weil du uns ganz für Dich erwarbst! Nimm, Jesu, uns, nimm unser Leben, nimm, was wir sind, als Opfer an! Du hast Dich selbst für uns gegeben, Du hast so viel für uns getan! Text: Frank Ulrich #golgatha #kreuz #krone #calvary #verbrecher #paradies #schächer #grace #gnade #barmherzigkeit #mercy #liebe #love #gott #god #jesus #christ #christus #jesuserlebt #mother #mutter #son #sohn
- Kennst Du Gottes Plan? (Das göttliche "muss")
Vielleicht bist du schon errettet und deinem Herrn und Erlöser sehr dankbar dafür. Das ist großartig! Aber hast du schon einmal darüber nachgedacht, was der Plan Gottes ist und dass es keine andere Lösung zu unserer Errettung gab? In Gottes großartigem Plan für seinen Sohn dürfen wir aus der Bibel erkennen, dass es absolut notwendig war, dass er zuerst am Kreuz starb, nach 3 Tagen auferstand, verherrlicht wurde und einmal wiederkommen und regieren wird. Es besteht allerdings die Gefahr für Gläubige, genau diese Dinge als selbstverständlich hinzunehmen. Das sollten wir auf keinen Fall tun, da doch die gesamte Weltgeschichte davon abhängt. Auch für unser Leben ergeben sich dadurch einige wichtige Konsequenzen. In Apostelgeschichte 1 finden wir Hinweise auf alle diese großen Ereignisse: „Nach seinen Leiden“ (V.3), „sich lebend dargestellt hat“ (V.3), „aufgenommen wurde“ (V.2) und „wird ebenso kommen“ (V.11). Genauso auch ein Kapitel später, in Apg. 2: Er wurde „an das Kreuz geschlagen und umgebracht“ (V.23), „ er wurde „auferweckt“ und „hat keine Verwesung gesehen“ (V.24+27), er wurde „durch die Rechte Gottes erhöht“ (V.33) und schließlich bei seinem Wiederkommen in Macht und Herrlichkeit wird Gott seine „Feinde hinlegen als Schemel seiner Füße.“ (V.35) Alle diese Ereignisse haben direkte Konsequenzen für unsere Erlösung, für den Dienst heute und die zukünftige Entwicklung aller Dinge. Daher war es eine absolute Notwenigkeit, dass diese Ereignisse stattgefunden haben, wie der Herr es selbst sagt: „…dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht…“ (Lk. 24,44). Schauen wir uns dieses vierfache MUSS in der Schrift einmal genauer an. 1. Joh. 3,14: „Und wie Mose in der Wüste die Schlage erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,…“. Die Wurzeln gehen hier zurück bis in die Zeit von Mose. Das Volk wiederholt die Frage später in Joh. 12,34: „…wie sagst du, dass der Sohn des Menschen erhöht werden müsse?“. Sie konnten nicht verstehen, wie wichtig es war, dass er Herr in den Tod ging und so konnten sie auch das göttliche „musste“ nicht verstehen. 2. Joh. 20,9: Zuerst gingen Petrus und Johannes am Auferstehungstag wieder heim. „Denn sie kannten die Schrift noch nicht, dass er aus den Toten auferstehen musste“. Der ewige Sohn Gottes konnte nicht im Tod bleiben. Wenn er für unsere Sünde sterben würde, so würde er auch danach wieder auferstehen. 3. Apg. 3,21: „Jesus Christus…den freilich der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge,“. Nachdem der Himmel ihn aufgenommen hatte, wurde der Heilige Geist auf die Erde gesandt und die Gemeinde (Kirche) gegründet, die sein Leib ist und zu der wir gehören dürfen. 4. 1. Kor. 15,25: „Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.“ Dies zeigt uns wie er einmal hier auf der Erde regieren wird, noch vor dem ewigen Zustand. Diese Herrschaft bezieht sich auf das Tausendjährige Reich, wo unser Herr in Herrlichkeit wiederkommen und über alle seine Feinde triumphieren wird. Dann gehört die Herrschaft ihm allein! Danke dem Herrn dafür, dass er diesen Plan Gottes so vollkommen ausgeführt hat! Der Mensch kann nichts mehr hinzufügen. Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht hat, hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes, fortan wartend, bis seine Feinde hingelegt sind als Schemel seiner Füße. (Heb. 10,12+13) #jesuserlebt #muss #plan #gott #planofgod #plangottes #god #bibel #wordofgod #dautphe
- Gebet für Verlorene
„Und Abraham trat hinzu und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen wegraffen?“ (1. Mose 18,23) Gott, der HERR, hatte Abraham bei Seinem Besuch mitgeteilt, dass er Sodom und Gomorra richten würde, weil die Leute der Stadt große Sünder und ihre Sünden sehr schwerwiegend waren. Daraufhin trat Abraham vor Gott hin, um vor Gott für die Rettung der Städte Sodom und Gomorra zu beten. Schließlich lebte Lot, der Neffe Abrahams, zu der Zeit dort. Schon einmal hatte Abraham ihn mit seiner Truppe "Hausgeborener" befreit und die feindlichen Könige in die Flucht geschlagen (1. Mo 14). In seinem Gebet scheint Abraham mit Gott in einen Handel einzusteigen, aber letztlich ist es doch so, dass der Glaube Abrahams wächst, währenddem er betet. Dabei beruft er sich auf die Gerechtigkeit Gottes, die niemals den Gerechten mit dem Ungerechten verurteilen würde. Zunächst bittet er Gott darum, Sodom zu verschonen, wenn er nur 50 Gerechte in der Stadt finden würde. Gott würde Sodom verschonen. Dann bittet er Gott darum Sodom zu verschonen, wenn er nur 45, 40, 30, 20 oder sogar nur 10 Gerechte in der Stadt finden würde. Gott würde sein Gebet erhören. Damit endet das Gebet Abrahams. Wir wissen, dass Gott Sodom und Gomorra dennoch zerstören musste, weil er eben nur Lot und seine beiden Töchter dort fand, die er retten konnte. Alle anderen mussten sterben, auch die Frau Lots. Sie drehte sich um – die Sehnsucht zurück nach Sodom, zurück in die Welt, zog sie stärker an als die Rettung, die sie bekommen konnte. Als Gott die Städte schlussendlich zerstörte, erinnerte er sich dabei an das Gebet Abrahams (1.Mo 19,29), indem er Lot rettete. Ein aufrichtiges Gebet bleibt nie ungehört! Dir und mir geht es ein Stück weit wie Abraham. Wir haben einen entscheidenden Wissensvorsprung gegenüber den Menschen, die Gott noch nicht persönlich kennen. Wie gehen wir mit diesem Wissen um? Wir wissen aus der Bibel ganz genau, dass Gott sehr bald diese Welt richten wird. Es werden schreckliche Kriege, Katastrophen, Seuchen und Naturkatastrophen über die Welt hereinbrechen. Unfassbar viele Menschen werden dem zum Opfer fallen und sterben. Dann wird Jesus als Messias erscheinen und höchstpersönlich alle seine Feinde vernichten. Damit ist aber noch nicht das Ende erreicht. Mehr als 1000 Jahre später, werden die Toten vor Christus als ihrem Richter am großen, weißen Thron erscheinen (Off 20,11ff). Dann wird es keine Entschuldigung mehr geben, auch keine Möglichkeit eine Entscheidung gegen den Herrn Jesus Christus noch einmal zu revidieren. Dann ist es für immer zu spät. Der ewige Bestimmungsort der Menschen, die nicht an Gott geglaubt haben, ist dann die Hölle, die ewige Trennung von Gott ihrem Schöpfer. Es ist ewige Qual, Angst und nie endender Schmerz. Aber wir wissen noch mehr. Der Herr Jesus hat uns nämlich auch das Geheimnis anvertraut, dass er vorher wiederkommen wird, um seine Gemeinde zu sich in den Himmel zu holen. Dann sind wir für immer bei Jesus Christus selbst (1.Kor 15,51ff). So wie Abraham nicht einfach die Hände in den Schoß gelegt und sich bequem zurückgelehnt hat als er von dem drohenden Gericht erfuhr, können auch wir mit diesem Wissen nicht einfach so weiterleben als wäre nichts gewesen. Gott will Dich und mich ins Gebet für eine verlorene Welt treiben, damit noch viele Menschen errettet werden. Bitte Gott, dass er Dir eine Last für die Menschen aufs Herz legt, die ihn noch nicht kennen. In 1. Tim 2,1 werden wir ermahnt, dass „Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen“ – Gott will nämlich, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit über Gott kommen (1.Tim 2,4)! „Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern dass der Gottlose von seinem Weg umkehre und lebe! Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen!“ (Hes 33,11) Wenn Jesus hier auf der Erde Menschen begegnete, die noch keine lebendige Beziehung zu Gott hatten und umherirrten, dann war er „innerlich bewegt“ über sie (Mt 9,36). Es ließ ihn niemals kalt, wenn er Menschen sah, die ohne Ziel und Hoffnung im Leben waren. Lass Dich ermutigen voller Entschiedenheit, Ausdauer und Glaubensmut für die Menschen zu beten. Bete für die Menschen in Deiner Straße, Deinem Dorf oder Deiner Stadt. Bete auch für die Leute in Deiner Familie oder Gemeinde, die den Herrn Jesus noch nicht als Retter kennen, damit er nicht einmal ihr Richter sein muss. Gott wird Dein Gebet hören und auch erhören. #welt #world #gebet #gospel #evangelium #retter #rettung #sodom #prayer #pray #beten #abraham #jesus #gott #god #mission #jesuserlebt #mann #frau #dautphe #marburg #deutschland #frankfurt
- Gebet von Kindern
„Und er betete dort den HERRN an“ (1. Samuel 1,28) Wer betet hier? Es ist Samuel. Samuel war ein Mann des Gebets, das zeigt uns sein ganzes Leben. Das beeindruckende an dieser Stelle ist, dass Samuel hier zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind war, ein kleines Kind. Wir lesen in Vers 24, dass seine Mutter ihn, sobald sie Samuel entwöhnt hatte, nach Silo bringen wollte, damit er dort dem HERRN dienen konnte. Wie alt war Samuel zu diesem Zeitpunkt? Wir lesen in 1. Chronika 31,16, dass die Kinder der Leviten ab einem Alter von drei Jahren in ein Verzeichnis eingetragen wurden und ab dann offiziell dienen konnten. Ein drei Jahre altes Kind ist sehr jung, vermutlich war Samuel hier schon etwas älter, vielleicht fünf, sechs, oder sieben Jahre. In 1. Samuel 2,19 steht, dass seine Mutter ihm Jahr für Jahr ein kleines Oberkleid machte und es ihm brachte, wenn sie mit ihrem Mann nach Silo ging um dort anzubeten. Der kleine Samuel betete, und es war nicht nur irgendein Gebet, sondern er brachte Anbetung, eine besondere Form des Gebetes. Er verstand schon etwas davon was es heißt dem HERRN etwas zu „bringen“. Wir lesen nichts von dem Inhalt des Gebetes. In der Anmerkung wird der Zusatz angefügt, dass „sie“ beteten, also Samuel zusammen mit seinen Eltern. Aber im Haupttext wird nur „er“ erwähnt. Vermutlich hat Samuel zusammen mit seinen Eltern gebetet und auch alleine. Stellen wir uns diese Szene mal vor: Der kleine Samuel betet. Er hat es daheim im Elternhaus gelernt, jetzt betet er im fremden Silo den HERRN an. Welche Empfindungen haben wir, wenn Kinder beten, haben wir dafür überhaupt Empfindungen? Oder denken wir gering von den Kindern und nur an „unser“ Gebet und das Gebet von „Erwachsenen“? In unseren Gedanken dreht sich oft alles nur um uns und unsere Bedürfnisse, denken wir auch mal an die Bedürfnisse der Kinder? Kinder haben so viele unterschiedliche Bedürfnisse und im Gegensatz zu uns bringen sie diese ohne Hintergedanken vor den Heiland. Ich bin davon überzeugt, dass wenn wir mehr mit diesem einfachen, kindlichen und ehrlichen Glauben beten würden, dann würden wir auch mehr Gebetserhörungen erleben. In den Evangelien gibt es nicht viele Stellen in denen der Herr Jesus auf Kinder trifft. Aber die Stellen, die davon berichten, sind herzerwärmend. Aus jeder dieser Stellen geht hervor, dass der Herr Jesus die Kinder lieb hat und die Erwachsenen tadeln muss, da sie ein egoistisches Verhalten gegenüber den Kindern an den Tag gelegt hatten. „Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber verwiesen es ihnen. Als aber Jesus es sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen, wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer irgend das Reich Gottes nicht aufnimmt wie ein Kind, wird nicht dort hineinkommen. Und er nahm sie in die Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie“ (Markus 10,13-16). Verstehen wir, wie wichtig dem Herrn Jesus die Kinder und ihre Bedürfnisse sind? Wir beklagen ja oft so wenig Belebung in unserem persönlichen und gemeinsamen Glaubensleben. Das liegt mit unter an unseren Gebeten. Stellen wir uns einmal eine Gebetsgemeinschaft unter Kindern vor. Das Vokabular würde vielleicht nur 100 Wörter umfassen, die Länge der Gebete würde sich auf Sekunden reduzieren und nicht auf Minuten hochschaukeln. Kinder beten direkt, Kinder beten ehrlich, Kinder beten demütig. Haben wir schon mal mit Kindern gebetet? Sie halten uns oft einen Spiegel vor unser eigenes Gebetsleben. Mit Kindern zu beten belebt. Und wie reagiert der große Gott auf die Gebete kleiner Kinder? Er bekennt sich dazu, er erhört, er wirkt, er verändert. Das tut er bei uns Erwachsenen auch, keine Frage, aber stellen wir uns mal vor, was ein kindliches Gebet, welches zum Himmel emporsteigt, bei Gott auslöst. Folgendes Erlebnis bezüglich Gebetserhörungen von Kindern: In einer Kinderfreizeit fand ein evangelistischer Abend statt. Insgesamt waren ca. 80 Kinder anwesend, viele davon errettet. Aber es gab auch einige ungläubige Kinder. Als der evangelistische Abend vorbei war, gingen die Kinder zusammen mit ihren Gruppenleitern auf die einzelnen Zimmer um dort Andacht und Gebetsgemeinschaft zu haben, bevor es dann ins Bett ging. Für die gläubigen Kinder war es an diesem Abend ein besonderes Anliegen für die ungläubigen Kinder auf der Freizeit zu beten. Wenn man es grob in Zahlen ausdrücken möchte, haben ca. 70 gläubige Kinder für ca. 10 ungläubige Kinder gebetet. Die Gebete auf den einzelnen Zimmern fanden alle ungefähr zu derselben Uhrzeit statt. Stellt euch das mal vor: 70 Kinder beten für eine Sache, zu einem Zeitpunkt, zu ihrem Herrn und Heiland. Was war die Antwort aus dem Himmel? Ein Mädchen hat sich an diesem Abend bekehrt, sie hat den Herrn Jesus in ihr kleines Herz hineingelassen. Gott konnte zu den Gebeten der Kinder nicht schweigen und er hat sie wunderbar und direkt erhört. DAS bewirkt Gebet von Kindern. Am Morgen des nächsten Tages dankten dann die Kinder für die Bekehrung des einen Kindes. Gebet von Kindern – Ansporn für Erwachsene? Zwei weitere Erfahrungsberichte wie Gott auf das Gebet von Kindern reagiert: https://juengerschaft.org/de/erfahrungen/das-kindliche-gebet/ https://juengerschaft.org/de/erfahrungen/wenn-kinder-beten/ #kinder #children #beten #pray #junge #mädchen #boy #girl #macht #gebet #prayer #gott #god #hören #hear #jesus #christ #lernen #mann #frau #jesuserlebt #josua
- Ehescheidung
Die Scheidungsquote im Jahr 2018 spricht mit 33 % eine deutliche Sprache. Auf eine neu geschlossene Ehe, kommen ca. 0,33 geschiedene Ehen, da sind ca. 148.000 Ehen, die im Jahr 2018 geschieden wurden. Hat sich der Erfinder der Ehe das eigentlich so gedacht? Was ist los mit uns Menschen, mit Mann und Frau, dass viele Eheleute es offenbar nicht mehr länger miteinander aushalten? „Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau nicht vom Mann geschieden werde […]“ (1. Korinther 7,10) Die Ehe ist der von Gott eingesetzte Rahmen, in dem Mann und Frau ihr Liebe zueinander ausdrücken und ausleben können. In der Ehe werden Mann und Frau zu einer geistigen, seelischen und auch körperlichen Einheit. Sex ist ein Geschenk Gottes für die Ehe und gehört nicht in eine Beziehung davor oder daneben, sondern ausschließlich in die Ehe. Dabei dürfen Mann und Frau in diesem geschützten Rahmen etwas von der Liebe, die der Herr Jesus zu Seiner Gemeinde hat, widerspiegeln. Christus hat sich für die Gemeinde hingegeben und ist am Kreuz aus Liebe für sie gestorben. Diese unfassbare und zugleich bewundernswerte Liebe, darf jedem Ehepaar zum Vorbild dienen. Ein Wort zur Ehescheidung: Gott verbietet in der Bibel die Ehescheidung. Gott hasst sogar die Scheidung einer Ehe! (Mal 2,16) Mann und Frau sollen nicht geschieden werden, denn was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Mann und Frau gehören zusammen, bis der Tod sie voneinander trennt. Wir sollten uns wirklich jeden Gedanken verbieten, der uns eine Hintertür offen lässt, doch eine Ehe zu scheiden. Überleg einmal, was dich damals bewogen hat Deinen Mann oder Deine Frau zu heiraten. Ihr habt euch doch einander geliebt. Es gibt wohl nur eine Ausnahme in Gottes Wort, die eine Ehescheidung ermöglicht. Das ist der Fall von Hurerei (Mt 5,32; 19,9) Ab selbst dann gebietet Gott nicht die Ehe zu scheiden. Die Gnade kann auch über das größte Versagen in der Ehe triumphieren. Leider machen wir alle Fehler, jeden Tag neu. Gott segne Deine Ehe! #ehe #liebe #mann #frau #man #woman #sex #gemeinde #gott #jesus #scheidung #trennung #divorce #bibel #bible #jesuserlebt
- Hat Gott uns verlassen?
Gott kann durch besondere Umstände zu uns sprechen und wir stellen uns die Frage, ob wir uns aktuell in einer solchen Situation befinden. Sind wir bereit zuzuhören? In der Bibel lesen wir von vielen verschiedenen Tempeln. Im Alten Testament waren die Tempel greifbar, mit Händen erbaut, im Neuen Testament dagegen sehen wir auch geistliche Tempel, die nicht mit Händen gemacht sind. Dennoch erkennen wir in vielerlei Hinsicht Gemeinsamkeiten, von denen wir eine näher betrachten wollen, und zwar wie diese Bauten immer wieder von Gott verlassen wurden. Unter Mose wurde die Stiftshütte („mobiler Tempel“) errichtet, damit Gott bei seinem Volk wohnen konnte (2. Mose 25, 8). Allerdings wurde die Bundeslade während eines Kampfes mit den Philistern aus der Stiftshütte hinausgebracht und kehrte nie zurück (1. Sam. 4, 4-5). Die Frau von Pinehas sagte als sie starb: „Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist genommen.“ (1. Sam. 4, 22). Später erinnert auch Asaph an dieses Ereignis: „Und er (Gott) verließ die Wohnungen in Silo, das Zelt, der er unter den Menschen aufgeschlagen hatte“. (Ps. 78, 60). Viele Jahre später ereilte Salomos Tempel dasselbe Schicksal. In Jeremia 7, 14 sagt Gott: „…so werde ich diesem Haus tun […] wie ich Silo getan habe.“ Mit anderen Worten, Gott würde den Tempel verlassen und nicht mehr zurückkehren. Der Grund für dieses Handeln war „…die Bosheit meines Volkes Israel“. (Jer. 7, 12). Auch wurde das Verlassen des Tempels von Hesekiel aufgezeichnet, der dies bereits in einer Vision im Voraus sah: „Und die Herrlichkeit des Herrn erhob sich aus der Mitte der Stadt und stellte sich auf den Berg, der im Osten der Stadt ist.“ (Hes. 11, 23). Kurz darauf wurde der Tempel von dem König Nebukadnezar zerstört. Der Tempel des Herodes wurde 70 n.C. von den Römern zerstört, aber das innere Heiligtum wurde nie von Gottes Gegenwart erfüllt, folglich wurde es auch nie von Gott verlassen. Der Herr Jesus verließ den Tempel zum letzten Mal in Matthäus 24, 1 und kehrte nie mehr zurück. In besonderer Weise sehen wir aber dann wie der Herr Jesus seinen Körper als den „Tempel seines Leibes“ beschreibt (Joh 2,21). Die Menschen würden ihn „zerstören“ und „abbrechen“, indem sie ihn an das Kreuz schlugen, Ihm unfassbare körperliche Leiden zufügten und Ihn schließlich töteten. Doch bei alledem erlebte der Herr Jesus auch, dass Sein Gott ihn verließ als er in tiefsten Leiden ausrief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Matt. 27, 46). Der Herr Jesus war in sich rein, ohne Sünde und heilig, aber es war unsere Sünden und Schuld, die auf ihn geladen wurden. Darum musste Jesus Christus von Gott verlassen werden, denn ein heiliger Gott kann mit Sünde keine Gemeinschaft haben. Wir können daraus besonders lernen, dass auch die örtliche Versammlung oder Gemeinde ein Tempel ist. Das lesen wir in 1. Kor. 3, 16. Wenn die Dinge in der Gemeinde so gravierend falsch laufen, kann es sein, dass der Leuchter von uns weggerückt wird (Off. 2, 5). Das bedeutet, dass der Herr sich nicht mehr zu der örtlichen Gemeinde bekennen kann und so unser christliches Zeugnis vor der Welt Schaden nimmt. In dem Brief an die Gemeinde in Laodizea (Off 3,14ff) entdecken wir sogar den Umstand, dass der Herr nicht mehr in der Gemeinde anwesend ist, sondern vor der Tür steht und anklopft, um von dem Einzelnen eingelassen zu werden und Gemeinschaft zu haben. Hiermit ist kein persönliches Verlassen werden von Gott gemeint. "[...] nie sah ich den Gerechten verlassen [...]" (Psalm 37,25) Natürlich bleibt unsere Errettung von der Sündenschuld und unser ewiges Heil immer bestehen, sofern wir den Herrn im Glauben angenommen haben. Lasst uns deshalb dafür beten, dass er uns zeigt, wo wir (wenn nötig) Korrekturen vornehmen müssen, damit der Herr gerne in unserer Mitte wohnt. #church #temple #tempel #gemeinde #versammlung #mann #frau #corona #covid19 #verlassen #jesus #gott #god #christ #christus
- Golgatha (10)
15. Umkehr des einen Verbrechers Dann geschieht etwas Erstaunliches. Einer der beiden Verbrecher kehrt um. Nachdem er zunächst lästert, wie der andere Verbrecher, scheint sich bei ihm eine Wandlung vollzogen zu haben. Vielleicht hat Ihn der Heiland durch Sein Verhalten beeindruckt. Still hat Er alle Lästerungen und Folter über sich ergehen lassen, hatte sogar für Seine Feinde gebetet. Und doch ist die Umkehr des Verbrechers ohne Zweifel ein Wunder Gottes, so wie jede Bekehrung eines ist. Hier ist es wieder nur Lukas, der von dieser Umkehr berichtet. Während einer der Verbrecher mit den Beleidigungen weitermacht, weist ihn der andere plötzlich zurecht. „Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.“ Dann wendet er sich an den Heiland. „Gedenke meiner Herr, wenn du in deinem Reich kommst.“ Wunderbar, was die Gnade in diesem Todgeweihten bewirkt. Er bekennt, dass er zurecht dort hängt. Dass er schuldig ist. Gleichzeitig bekennt er, dass der Mann in der Mitte unschuldig ist, nichts Böses getan hat. Mit dieser Erkenntnis spricht er dann den Heiland an. Er allein kann ihn retten. Sein Wunsch macht deutlich, dass er diesen Jesus als den wahren Christus erkennt. Als den, der einmal sein Reich aufrichten würde. Das zu erkennen, obwohl dieser Christus gerade an einem Kreuz hingerichtet wird, bringt nur von Gott geschenkter Glaube fertig! Was für eine Gnade! Wenn es soweit sein würde, wenn Christus Sein Reich aufrichten würde, dann wollte er, dass der Heiland an ihn denken würde. 16. Seine zweite Aussage am Kreuz Und der Heiland denkt an ihn! Aber nicht erst, wenn Er Sein Reich errichten würde. „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Echte Schächergnade! Kurz vor seinem Lebensende erfährt dieser Mann, der sein gesamtes Leben in Auflehnung gegen Gott gelebt hatte, dass sein Platz im Paradies ist. Bei Jesus Christus! Wie anders als der andere Verbrecher konnte er seine letzten Stunden hier auf der Erde verbringen. Wenn er auch die Hinrichtung erlebte, Todesqualen hatte, so konnte er doch mit einem befreiten Gewissen und echter Hoffnung sterben! Gerettet! Und der Heiland? Er bringt mich zum Staunen. Trotz aller Qualen am Kreuz, hört Er dem Verbrecher zu! Wieder denkt Er nicht an sich! Er hat für den, der Ihn bis kurz vor sein Lebensende abgelehnt hat, der dort sogar noch unter Todesqualen lästerte, eine herrliche Antwort! „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Wie liebt Er den Sünder – wie gewaltig ist Seine Gnade! Ich muss erkennen, wie wenig ich davon verstehe! Ich freue mich für den Heiland, dass Er bei all dem, was Er dort erleidet, in dieser geretteten Seele einen gewissen Trost findet. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“ (Joh.12,24). Er war noch nicht gestorben – und doch: Hier war Frucht (Jes.53,11). Er würde nicht allein im Paradies sein. Hier war der Erste – viele würden folgen! Ich freue mich auch für den Verbrecher. Was für ein gewaltiges Erlebnis. Seitenwechsel! Kurz vor seinem Tod bekommt er das wahre Leben geschenkt. „wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh.11,25). Manche haben die Unschuld des Herrn in den vergangenen Stunden bekannt und sind doch verloren! Judas zum Beispiel (Mt.27,4), Pilatus (Mt.27,24) oder auch Herodes (Lk.23,15). Aber keiner von ihnen ist wirklich umgekehrt. Dieser Verbrecher aber ist für ewig gerettet. Gerettet, so wie ich! O, welch ein Heiland, Herr, bist Du! Der Sünder findet sel’ge Ruh, die niemand kann ergründen. Ein Abgrund der Barmherzigkeit verschlingt ein Meer voll Herzeleid. Du starbst für unsre Sünden. Ja, Du, Jesu, hast Dein Leben hingegeben, um von Sünden uns auf ewig zu entbinden. Holdsel’ger, treuer Friedefürst, wie hat Dich nach dem Heil gedürst‘, dem Heil verlorner Sünder! Es floss Dein Blut am Kreuzesstamm, es floss für uns, o Gotteslamm, nun sind wir Gottes Kinder. Freude! Freude! Durch Dein Sterben sind wir Erben. Dort am Throne gibst Du uns die Siegeskrone. Text: Johann Ludwig Konrad Allendorf (*1693 †1773) #golgatha #kreuz #krone #calvary #verbrecher #paradies #schächer #grace #gnade #barmherzigkeit #mercy #liebe #love #gott #god #jesus #christ #christus #jesuserlebt
- Wenn Gott verwundert ist.
„Und er sah, dass kein Mann da war; und er staunte, dass kein Fürbittender eintrat. Da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn.“ (Jesaja 59,16) Gott staunte. Das irdische Volk Gottes war in einem katastrophalen Zustand als Gott Seinen Propheten Jesaja benutzte, um die Sünden des Volkes aufzudecken und klar zu benennen. Dass Gott nicht mehr zu ihnen reden und Segen schenken konnte, lag nicht daran, dass Er sich verändert hatte, sondern ihre Sünden hatten „eine Scheidung“ zwischen ihnen und ihrem Gott gemacht. So ist es auch bei uns: Sünde trennt immer von Gott! (V.1-8) Die meisten Menschen aus dem Stamm Juda glaubten nicht mehr an Gott, aber es gab einen kleinen Überrest, mit dem sich Jesaja vereinte, um für sie die Sünden vor Gott zu bekennen. (V. 9-15) Diese Wenigen erkannten den tatsächlichen Zustand des Volkes, der wie eine schwere Last auf ihnen lag – und doch wussten auch sie keine Abhilfe, keinen Ausweg aus dieser Situation. Als Gott selbst in dieser Situation vom Himmel herabschaute, schmerzte es Ihn sehr als Er all die Ungerechtigkeit sah. Dann wird etwas sehr Bemerkenswertes gesagt: „Er staunte, dass kein Fürbittender (Vermittler) eintrat!“ Offensichtlich gab es niemanden im Volk Gottes, der vor Gott als Vermittler oder Fürbittender für das Volk eintreten konnte. Als Folge griff der HERR selbst ein, der trotz des Versagens des Volkes (und auch unseres Versagens) niemals in Verlegenheit gerät. Sein Arm ist nicht zu kurz, um zu helfen. So wie es damals in Juda war, wird es auch einmal in der Zukunft sein. Wenn die Gemeinde in den Himmel entrückt ist, wird der Herr Jesus für Sein irdisches Volk als Messias erscheinen, um die, die an Ihn glauben, zu retten und die zu richten, die Ihn ablehnen. Gottes Verwunderung in den Tagen Jesajas sollte uns nachdenklich machen. Wenn Gott damals erstaunt war, dass kein Fürbittender da war, was wird Er wohl heute in der Gemeinde, Seinem himmlischen Volk, feststellen? Ist es nicht gerade eines der Probleme unserer Zeit, dass wir zu wenig beten? Jakobus sagt in seinem Brief: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet!“ (Jak 4,2) Ich nehme mir für viele Dinge viel Zeit, aber stelle oft traurig fest, dass das Gebet wieder einmal zu kurz gekommen ist. Die Gemeinde Gottes in der Zeit der Apostel war eine betende Gemeinde, die große Kraft hatte (Apg 4,32) Die Gemeinde Gottes kurz vor dem Kommen des Herrn Jesus zur Entrückung ist eine kraftlose Gemeinde, die glaubt alles zu besitzen und nichts mehr zu brauchen (Off 3,14ff). Doch hat sich die Kraft Gottes auch in unserer Zeit nicht verändert. Auch heute ist der „Arm Gottes“ noch immer da, um zu helfen, wenn wir zu Ihm beten. Warum ist unser Dienst oft so schwach und kraftlos? Woher kommt es, dass im Allgemeinen nur noch wenige Menschen zum rettenden Glauben an den Herrn Jesus kommen? Woran liegt unser mangelnder Eifer im Evangelium? Warum gibt es so viele Trennungen in den örtlichen Gemeinden? Beten wir noch für Heilung derselben? Wie kann es sein, dass wir auch in Zeiten von Corona Gottes Reden so schwer verstehen? Wenn Gott sich in den Tages Jesaja wunderte, weil kein Fürbittender da war, dann wollen uns neu ermutigen lassen, mehr und glaubensvoller zu beten. „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.“ (Hebräer 11,6) #verwunderung #staunen #gott #god #jesus #gebet #fürbitte #gemeinde #versammlung #prayer #pray #mann #frau #volkgottes #people #gebetslosigkeit #sünde #sin #man #woman #jesuserlebt
- Enttäuschung trotz gutem Herzensentschluss
„Und der HERR sprach zu meinem Vater David: Weil es in deinem Herzen gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so hast du gut daran getan, dass es in deinem Herzen gewesen ist. Nur sollst nicht du das Haus bauen; sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommen wird, er soll meinem Namen das Haus bauen.“ (1. Könige 8,18+19) Kennen wir solche Situationen? Wir fassen einen guten Herzensentschluss, erwägen ihn vor dem HERRN im Gebet, prüfen ihn anhand des Wortes Gottes und haben den Eindruck, dass alles dem Willen Gottes entspricht – aber Gott antwortet mit einem „Nein“ zu unserem guten Herzensentschluss. Enttäuschung und Niedergeschlagenheit ist dann oft die logische Folge. Es kann sogar soweit kommen, dass wir daran zweifeln, dass Gott wirklich das Beste für uns im Sinn hat. Aber Gott hat immer und zu jeder Zeit das Beste für uns im Sinn, das ist eine Tatsache. Niemals würde es Gott einfallen uns absichtlich zu schaden (1. Mose 50,20). Warum kommt es dann vor, dass unsere guten Herzensentschlüsse nicht immer den Wegen Gottes entsprechen? Weil Gott das Große Ganze im Blick hat, wir oft nur unseren eingeschränkten Bereich. Das macht Gott uns nicht zum Vorwurf, im Gegenteil, er lobt unseren guten Herzensentschluss, so wie er es bei David auch getan hat. Gleichzeitig möchte er uns aber auch zeigen wer er ist und dass es sich immer lohnt auf ihn zu vertrauen. Gott zeigt uns seine Größe: „Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jesaja 55,9). Wenn wir Wege im Eigenwillen und in Selbstliebe gehen, dann wird Gott kein „Ja“ zu unseren Wegen geben können, aber ein „Nein“ für gute Wege zu akzeptieren, fällt uns oft nicht leicht. Als Christen möchten wir gerne ein Leben in der Nachfolge des HERRN leben. Das heißt aber nicht automatisch, dass alles glatt läuft. Oft ist das Gegenteil der Fall, so meinen wir zumindest. Aber es gibt keinen Grund irgendwie an Gott zu zweifeln, oder sogar zu rebellieren. In Römer 8,32 steht: „Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ Wenn Gott doch das Beste und das Liebste was er hatte, seinen Sohn, uns kleinen Menschen schon nicht vorenthalten hat, wie viel mehr sollten wir auch in jeder Alltagssituation darauf vertrauen, dass er das Beste für uns im Sinn hat, auch wenn es nicht immer so läuft wie wir uns das wünschen? Je länger man über den Inhalt dieses Verses in Römer 8 nachdenkt, desto mehr kommt man zu der Aussage: „Was sollen wir nun hierzu sagen?“ (Römer 8,31) Gott sieht unsere Herzensentschlüsse und er bekennt sich dazu, wenn sie nach seinem Willen sind. Und so können wir im Rückblick über vorher erlebte Enttäuschungen hoffentlich sagen: „Seht, welch große Dinge der HERR an euch getan hat.“ (1. Samuel 12,24) #heart #herz #decision #entschluss #entscheidung #wille #willegottes #gott #god #enttäuschung #traurig #rückblick #gottmachtesgut #gottistgut #godisgood #jesus #bibel #christ #jesuserlebt












