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  • Statusmeldung

    Es ist Nacht, über dem ganzen Garten liegt ein dunkler Schleier, kaum ein Geräusch ist zu hören. Doch dann: Plötzlich tanzen viele Lichter durch die Nacht und kommen näher. Das Geräusch von Schritten wird deutlicher, eine große Menschenmenge, mindestens 600 Mann, kommen auf eine kleine Gruppe von zwölf Männern zu. Sie halten Fackeln, Schwerter und Stöcke in der Hand, sind auf der Jagd, auf der Suche. Sie suchen Jesus, den Nazaräer, um Ihn gefangen zu nehmen. Angeführt wird die Gruppe von einem Mann, der Jesus Christus wohl vertraut ist: Es ist Judas, einer der Zwölf, die mit dem Herrn Jesus dreieinhalb Jahre durch Israel gezogen sind, Wunder getan, gepredigt, von Ihm gelernt haben. Aber so ganz anders ist jetzt sein Auftreten, sein Ziel und seine Begleitung! Die zwei Gruppen stehen voreinander, Judas tritt hervor und kommt auf Jesus zu, um Ihn zu küssen. Das hatte er als Zeichen ausgemacht, um den Übrigen zu zeigen, wen sie festnehmen sollen. Er nennt Ihn wie so oft in der Vergangenheit Rabbi (=Lehrer) und küsst Ihn vielmals, sehr bzw. zärtlich. Was für eine Geste! Wie zweckentfremdet! Wie heuchlerisch und menschenverachtend! Mitten in die Situation spricht Jesus zu ihm: "Freund, wozu bist du gekommen!" (Matthäus 26,50) Er muss ihn nicht fragen, weil Er "alles wusste, was über ihn kommen würde." (Johannes 18,4) und den Verrat sowie das Ende des Verräters Judas vorher angekündigt hatte. (siehe Markus 14,18-21; Lukas 22,21-23; Johannes 13,21-30) Doch wie sehr lässt diese Aussage den Schmerz des Herrn über Judas' Verrat erkennen, (vergleiche Psalm 55,13 ff. + Psalm 41,10) wie sehr sein letztes Ringen um Judas' Herz, wohlwissend, dass der Satan schon zuvor in ihn gefahren war. (siehe Johannes 13,27) Judas war kein echter Jünger, war nur ein Mitläufer, den die Gier und Hoffnung auf mehr Geld und eine gewisse Machtstellung anspornte, Jesus zu folgen. Auch er konnte, vom Herrn befähigt, Wunder tun, hatte alles gehört und erlebt, was Jesus Christus tat. Auch, was Er über Seinen Weg zum Kreuz vorausgesagt hatte. - Doch alles scheint ihn nicht wirklich gepackt und berührt zu haben. Sein Ende ist schrecklich, er begeht Selbstmord und der Ort seines Todes wird zu einem Sprichwort. (siehe Matthäus 27,5 + Apostelgeschichte 1,16 ff.) ------------------ Bist du vielleicht so ein Judas? Bist immer dabei gewesen, hast die Gemeinschaft der Christen genossen, mitgesungen, mitgebetet, Predigten gehört... etwa selbst gepredigt und gebetet? Aber... dein Herz ist kalt geblieben für Christus, Ihm folgen ist nichts für dich, Predigten und Gemeinschaft unter Christen nur ein gewisses religiöses Empfinden. Wie ist dein Status, dein Zustand? Freund, wozu bist du gekommen? Bekenne dem Herrn doch heute deine Sünden, kehre um zu Ihm, fang eine echte Beziehung zu Ihm an und nimm Seinen Tod als stellvertretend für dich an! Aber auch für mich und dich, die wir durch Gottes Gnade und Werk an den Herrn Jesus glauben, gilt die Aussage des Herrn: "Freund, wozu bist du gekommen!". Sie richtet zugleich eine Frage an mein und dein Herz! - Wie ist mein wahrer Zustand, welchen Status haben wir in Beziehung zu unserem Herrn? Sind wir vielleicht in einen Zustand gekommen, langsam, schleichend, so nebenbei oder auch ganz plötzlich, in dem wir den Herrn verraten? Wie weh tut es Ihm, der doch alles für uns gegeben hat und dem wir aus Liebe freiwillig nachfolgen sollen! Möglicherweise sind wir in einen moralischen Zustand geraten, wo wir die echte Herrschaft Christi über unser Leben verleugnen. Oder wir haben keine Glaubenskraft, um Ihn vor den Menschen zu bekennen, verleugnen sogar unser Christsein. Vielleicht habe ich mich auch in Gedanken so weit von Gottes Wort gelöst, dass ich gar nicht mehr richtig weiß, wer er eigentlich ist und was Seine Nachfolge bedeutet. Wie steht es um mich und dich? Der Herr schenke uns, dass sein Wort tief eindringt und seiner Funktion neu nachkommt: "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben." - Hebräer 4,12f. Er fordert nicht nur eine Statusmeldung von uns, sondern hofft auf ein Bekennen und Zurechtkommen! Wie bei Judas weiß Er ja im Voraus schon alles, was wir tun und sagen, in welchen Zustand wir geraten. Doch das Ziel des Herrn ist es immer, uns weiterzuführen, uns wieder neu zu segnen. Wenn wir uns vor Ihm beugen und demütigen, persönlich oder auch als Gemeinschaft, dann wartet Er genau darauf und wir können voller Zuversicht dieses Wort für uns in Anspruch nehmen: "Von diesem Tag an will ich segnen." - Haggai 2,19b Es geht Ihm um unser Herz (Sprüche 23,26), Er hat Gefallen an der Wahrheit im Innern (Psalm 51,8 ff.), Er will Gehorsam und nicht nur Schlachtopfer (1. Samuel 15,22). Lass uns echt und wahrhaftig sein, unsere Wege überdenken, unsere Herzen ausrichten und dann, aber auch nur dann, zum Heiligtum "hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt und so gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser." Hebräer 10,22 Der Herr segne dich! #jesus #verrat #judas #freund #mann #frau #man #woman #bibel #friend #bible #cross #kreuz #jesuserlebt #verraten

  • Golgatha (2)

    3. Die weinenden Frauen Der Zug nach Golgatha setzt sich fort. Neben den rauen Soldaten, den Führern des Volkes und Simon, welcher dem Herrn das Kreuz nachträgt, folgt diesem Zug eine große Menge Volk (Lk.23,27). Sie kannten Ihn. Er hatte drei Jahre unten Ihnen gearbeitet. Wie viele von ihnen haben Ihm zugehört, sind getröstet worden und haben Sein ganzes Mitgefühl erlebt. So oft war Er innerlich bewegt über sie und ihr Elend. Unmöglich konnte dies unbemerkt bleiben. Unzählige wurden geheilt, konnten wieder sehen, reden, gehen. Und am Ende? Am Ende haben sie Ihn doch abgelehnt. Unter der Anleitung der hasserfüllten Führer haben sie übermäßig geschrienen: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Lieber wollten sie einen Mörder auf freiem Fuß sehen, als Ihn, der, statt Leben zu nehmen, Leben im Überfluss geben wollte (Joh.10,19). Jetzt folgen sie Ihm auf dem Weg nach Golgatha. Lukas berichtet auch davon, dass in diesem Zug Frauen waren, die wehklagten und Ihn beweinten. In Psalm 69 klagt der Herr darüber, dass Er auf Mitleid und Tröster gewartet, aber keine gefunden hatte. Auch in diesen Frauen nicht. Vielleicht waren sie emotional bewegt darüber, dass Menschen hingerichtet wurden, vielleicht waren sie auch nur „angestellte“ Klagefrauen. Der Herr dreht sich zu ihnen um. Obwohl Sein Herz voll gewesen sein muss, von dem, was vor Ihm stand, nimmt er Notiz von ihnen. Und mehr als das! Er hat eine Botschaft für sie. Sie sollten nicht über Ihn weinen, sondern über sich selbst und über ihre Kinder. Furchtbare Tage würden kommen. Tage, an denen man die glückselig nennen würde, die keine Kinder haben würden – die nicht mitansehen mussten, wie ihre Kinder Leid und Elend zum Opfer fallen würden. Der Herr hatte schon einmal in diesem Evangelium darüber gesprochen (Lk.21,23). Diese Tage würden so schlimm werden, dass man sich wünschte von Bergen und Hügeln bedeckt zu werden. „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“, hatten sie geschrien. In 40 Jahren sollte sich das erfüllen. 70 n.Chr. kam Titus und machte Jerusalem dem Erdboden gleich. Unzählige verloren ihr Leben. Der Herr sah dies alles voraus. „Weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und eure Kinder“. Er war das grüne Holz (Vers 31), der Spross aus dürrem Erdreich. Er war kraftvoll und grün und musste doch beten: „Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage!“ (Ps.102,25). Wenn Ihm dies wiederfuhr, was musste dann mit dem dürren Holz, mit dem Volk geschehen, dass nicht bereit war Buße zu tun! Wie hatte Er sich um sie bemüht! Noch einmal, hier, kurz vor dem Kreuz, richtet Er diesen Appell an sie, umzukehren und über sich selbst zu weinen. Immer bewegte Ihn das, was andere betraf. „Weint nicht über mich“. Keiner ist wie Er! 4. Ankunft auf Golgatha Der Zug setzt sich weiter fort. Bis sie nach Golgatha kommen, dem Ort, der Schädelstätte genannt wird (Lk.23,33). An diesem Ort vollzogen die Römer ihre grausamen Hinrichtungen. Nicht umsonst wurde er Schädelstätte genannt. An diesem Ort, sollte auch der Unschuldige hingerichtet, gekreuzigt werden. Was mag beim Anblick dieses Ortes in der Seele des Heilandes vorgegangen sein? Hier würde Er leiden unter den furchtbaren Schmerzen von Körper, Seele und Geist. Hier würde Er mit Sünden beladen von Gott gerichtet werden – zur Sünde gemacht! Hier würde Er sterben und das Werk ausführen, dass Gott der Vater Ihm gegeben hatte.  Außerhalb von Jerusalem, wie das Sündopfer, das außerhalb des Lagers verbrannt wurde (Heb.13,11-12). Dies war aber auch der Ort, an welchem Er den gewaltigsten und herrlichsten, den weitreichendsten Ruf der Menschheitsgeschichte tun würde: „Es ist vollbracht!“ Was für ein Ort! Wie bedeutsam für Ihn – wie bedeutsam für uns! Nach Golgatha, Golgatha geht unser Blick! Du trugest das Kreuz, Herr, so gingst Du den Weg hinaus zu der Stätte, die Golgatha heißt, an der sich Dein Herz, Deine Liebe erweist. Auf Golgatha wurdest für uns Du ein Fluch, o Lamm, das vor Gott unsre Sünden dort trug! O Lamm, das geschlachtet, das litt und das starb und das durch Sein Blut dort für Gott uns erwarb! Auf Golgatha, Golgatha brachtest Du dar Dich selbst ohne Flecken auf Gottes Altar. Zum ew’gen Gedächtnis wird, heilig und rein, Dein Opfer am Kreuze – wird Golgatha sein! Fortsetzung folgt #golgatha #calvary #cross #kreuz #jesus #christ #jesuschrist #suffering #leiden #messias #messiah #bible #bibel #sünden #sin #women #frauen #weinen

  • Kein Aufschub

    Wenn wir etwas für den Herrn tun und in seinem Dienst stehen, ist das nichts was wir mal eben nebenbei in unserer Freizeit erledigen können. Oder dann wann es uns eben passt. Es kann Aufgaben geben, die wir sofort erledigen sollen. Vielleicht hatten wir uns den Tag anders vorgestellt und unsere Termine gut durchgeplant. Doch dann kommt ein Auftrag vom Herrn, der sogleich erledigt werden soll. Sind wir dann bereit andere Dinge hinten anzustellen? Ein Beispiel dafür finden wir in Apg. 16, 10 wo der Apostel Paulus eine Vision gesehen hatte. Daraufhin beschlossen er und seine Begleiter sogleich nach Mazedonien abzureisen. Es gab keine Verzögerung. Das beste Vorbild ist uns auch hier wieder der Herr Jesus selbst, besonders in Markus Kapitel 1, wo wir zwölfmal das Wort „sogleich“ finden. Schauen wir uns ein paar dieser Begebenheiten in seinem öffentlichen Dienst genauer an: Nach der Taufe des Herrn in Mk. 1, 10 kam der Heilige Geist sogleich „wie eine Taube auf ihn herniedergefahren“. Schon in Vers 12 wird er sogleich durch den Geist in die Wüste getrieben, wo er durch Satan 40 Tage geprüft wurde. Aus dieser Begebenheit dürfen wir erkennen, wie heilig und vollkommen der Herr Jesus hier auf der Erde seinen Weg gegangen ist. Ab Vers 16 beruft der Herr seine Jünger als er sich am See von Galiläa aufhält. Als Simon Petrus und Andreas sahen wie der Herr wirkte, verließen sie sogleich ihre Netze und folgten ihm nach als sie gerufen wurden (V.18). Hier gab es keine Ausreden oder Entschuldigungen wie in Luk. 9, 57-62. Schon wenig später sah er Johannes und seinen Bruder Jakobus und sogleich rief er sie (V.20). Auch als sie dann nach Kapernaum kamen finden wir keinerlei Verzögerung. Da es Sabbat war, ging er sogleich in die Synagoge und lehrte. Schon wartete die nächste Aufgabe auf den Herrn, denn in der Synagoge trafen sie sogleich auf einen Mann mit einem unreinen Geist. Der Herr erbarmte sich über den Mann und heilte ihn (V.23ff). Die Menschen waren so verwundert über das, was sie gesehen hatten, dass sie ihn sogleich im ganzen Gebiet von Galiläa bekannt machten (V.28). Seine Kraft und Macht wurden nicht erst ein Jahr oder noch länger geheim gehalten. Ohne Unterbrechung ging es weiter für den Herrn, als sie in der Haus von Simon und Andreas kamen und die Schwiegermutter von Simon sehr krank war - sie sagten ihm sogleich von ihr. Auch hier heilt der Herr die Krankheit sogleich (V.29-31). Obwohl es sicher schon ein langer Tag für den Herrn war, kamen, als es Abend geworden war, noch viele Leidende und Besessene zu ihm, um die er sich kümmerte und viele gesund machte (V.32-34). Wir sehen wie der Herr hier auf der Erde immer sehr beschäftigt war, jedoch nie in Eile. Wie er sich um alle Angelegenheiten gekümmert hat, die keinen Aufschub erlaubten – das tut er auch heute noch (vom Himmel aus). Möchten auch wir solche sein, die sich im Dienst um die Dinge kümmern, die sogleich erledigt werden müssen. Nicht alle Aufgaben können auch in der nächsten Woche noch erledigt werden. Bitten wir den Herrn, dass er uns die Weisheit schenkt zu erkennen, was wir sogleich tun sollen. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. (Eph.2,10) #jesus #dienst #service #christ #lord #markus #mark #jesuserlebt #sogelich #jetzt #sofort #schiebnichtsaufdielangebank #keinaufschub

  • Was Gott uns durch Corona sagen möchte ...

    „Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange bei dem Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!“ (1. Petrus 4,17) Wir haben nun schon einige Wochen strenger und einschneidender Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Lebens, des Wirtschaftslebens und vieler anderer Lebensbereiche, einschließlich unseres Gemeinde- bzw. Versammlungslebens, hinter uns. Aktuell kann man den Eindruck gewinnen, dass sich alles wieder etwas normalisiert, die Einschränkungen schrittweise zurückgenommen werden und der Alltag wieder zum Alltag werden soll. Am Anfang der Krise war vielen von uns sofort klar, dass diese Pandemie mit all ihren schlimmen Folgen für die Gesundheit Einzelner als auch für die Wirtschaft, usw. eine unüberhörbare Ansprache an unsere ungläubigen Mitmenschen sei. Gott redete noch einmal sehr deutlich, um Menschen zur Umkehr und Buße zu führen. Dem Herrn sei Dank, durften wir auch von etlichen Bekehrungen und tiefen Entscheidungen für den Herrn Jesus hören. Gott hat Großes getan. Als das Volk Israel aus Ägypten ausziehen sollte, der Pharao sich aber weigerte das Volk ziehen zu lassen, hat Gott auch durch eine sehr harte Gerichtssprache zu den Ägyptern gesprochen. Als Folge verhärtete der Pharao sein Herz und schließlich verhärtete Gott auch das Herz des Pharaos. Nach dieser denkreichen Nacht, wo alle Erstgeburt der Ägypter sterben musste, durfte das Volk endlich ausziehen. Es ist jedoch bemerkenswert, dass die ersten 3 Plagen (Wasser zu Blut, Frösche und Stechmücken) sowohl die Ägypter als auch die Kinder Israel trafen. Erst nach der 3. Plage sonderte Gott das Land Gosen aus, sodass dieses Land nicht mehr von den Plagen getroffen wurde. In diesem Landstrich wohnte nämlich das Volk Gottes (2.Mose 8,18). Das, was eine Ansprache an Ägypten und den Pharao im Speziellen war, traf aber genauso das Volk Israel. Eine Ansprache an das Volk Gottes Was wäre allerdings, wenn diese Corona Krise eine direkte Ansprache an das Volk Gottes ist und die ungläubige Welt auch davon betroffen ist – aber wegen der Gemeinde Gottes? Es gibt Beispiele in Gottes Wort, wo die Welt von dem Gericht Gottes betroffen war, obwohl das Volk Gottes bzw. einzelne Gläubige, Auslöser für Gottes Gericht waren. „Und der HERR schlug den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais willen, der Frau Abrams.“ (1. Mose 12,17) Gott schlug den Pharao wegen Sarai mit schweren Plagen, weil diese dem Pharao auf Geheiß Abrams vorgetäuscht hatte, dass sie die Schwester Abrams und nicht dessen Ehefrau sei. In dem oben genannten Vers aus 1.Petrus 4,17 sagt Gott, dass das Gericht Gottes am Haus Gottes beginnt. Warum ist das so? Das Haus Gottes ist die Gemeinde bzw. Versammlung Gottes. Die Versammlung Gottes ist eine Perle, die von Ewigkeit her einen Platz im Ratschluss Gottes hat. Gott hat Seinen eigenen Sohn nicht verschont und sich die Versammlung durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben. Sie war Ihm alles wert! (vgl. Apg 20,27) Die Versammlung oder Gemeinde bedeutet Gott unendlich viel, sie ist Seinem Herzen sehr nah. Das ist ein unglaubliches Vorrecht, ein unbeschreiblicher Segen, aber eben auch eine hohe Verantwortung. Es ist zudem ein Grundsatz in der Bibel, dass mit vermehrtem Segen auch eine erhöhte Verantwortung verbunden ist (Lk 12,49). Und gerade dann Gläubige an dem Haus Gottes mitbauen (vgl. 1.Kor 3,10ff), dann prüft der Herr auch immer wieder, was und wie gebaut wird. Wenn Gott in seinen Regierungswegen mit uns und seiner Gemeinde handelt und Gericht übt, dann will Er alles das bei uns entfernen und aufdecken, was nicht mit Seinem heiligen Wesen und Seinem Willen in Übereinstimmung ist. Er will reinigen und uns mehr in Sein Bild verwandeln. Dass Gott auch zu Seiner Gemeinde und den Gläubigen spricht, erleben wir aktuell eindeutig: Ist es nicht so, dass gerade die Gemeinde Gottes auf dieser Erde massive Einschränkungen erlebt? Gottesdienste und Gemeindezusammenkünfte, die bislang selbstverständlich für uns waren, durften für eine Zeit lang nicht mehr stattfinden. Wir konnten nicht mehr gemeinsam und in großer Zahl das Abendmahl feiern bzw. das Brot brechen. Gebetsstunden, Bibelstunden, Wortverkündigungen, Jugendstunden, Predigten, all das ging bislang nicht mehr im gewohnten Rahmen. Missionare können nicht mehr ausreisen und überhaupt steht vieles still. Wie reagieren wir? Hören wir Gottes Stimme? Natürlich gibt es gut gemeinte Ideen und auch gesegnete Bemühungen den Gläubigen auf anderen, oft digitalen Wegen, einen möglichen Ersatz zu dem zu bieten, was uns in den letzten Monaten verloren gegangen ist. Doch letztlich freuen wir uns alle sehr darüber, wenn wir endlich wieder echte Gemeinschaft miteinander haben können. Wir wissen, dass die Online-Botschaften und Livestreams kein wirklicher Ersatz sein können, obwohl wir sehr dankbar sind, dass wir auch davon profitieren konnten. In der Zeit Haggais wurde das Volk aufgefordert ihr Herz auf Ihre Wege in der Vergangenheit zu richten. „Und nun, so spricht der HERR der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege!“ (Hagg 1,5) Sie sollten erkennen, warum Gott in Seinen Regierungswegen den Segen verhindern musste und soviel Unglück über das Volk gekommen war. „Ihr habt viel gesät und wenig eingebracht; ihr esst, aber nicht zur Sättigung; ihr trinkt, aber nicht zur Genüge; ihr kleidet euch, aber es wird keinem warm; und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn für einen durchlöcherten Beutel.“ (Hagg 1,6) Dann sollte der Blick wieder auf ihre Wege in die Zukunft gerichtet werden, um jetzt das Richtige zu tun und Gott wohlgefällig zu leben. (vgl. Hagg 1,7) Was will Gott uns durch diese Situation sagen? Möglicherweise bringt uns die aktuelle Situation dahin, wieder dankbar zu werden für den Segen, den wir bislang genießen durften? Haben wir es wirklich persönlich schmerzlich empfunden, dass wir uns in den letzten Wochen im Allgemeinen nicht als örtliche Gemeinde zu dem Sohn Gottes hin versammeln konnten, um Ihn anzubeten und von Ihm gesegnet zu werden? 75 Jahre Frieden und Versammlungsfreiheit sind keine Selbstverständlichkeit und schon gar kein Selbstläufer. Doch wie schnell kann uns auch dazu die Sehnsucht abhandenkommen und sich eine neue Gewohnheit ohne Zusammenkünfte einspielen. Vielleicht war vieles bei uns erlernte Tradition und lange nicht alles mit biblischem Fundament und echt in unseren Herzen? Der Herr tadelt einmal die Pharisäer und Schriftgelehrten dafür (Mk 7), dass sie durch Traditionen und Überlieferungen die Gebote Gottes aufgehoben hatten, die zu allererst zu befolgen waren. Durch das strikte Einhalten von Traditionen, getreu dem Motto, „das haben wir schon immer so gemacht“ oder unter Berufung auf die Väter, ist die Gefahr groß, dass wir schrittweise das Wort Gottes ersetzen. Gott spricht davon, dass es eine Form der Gottseligkeit ohne echte Kraft geben kann (2.Tim 3,5). Gleichzeitig wird durch das formvollendete Einhalten von Traditionen ohne echten Schriftbezug, unser wirklicher moralischer Zustand verschleiert. Wir tun so als sei alles in Ordnung, rühmen uns vielleicht noch der regelmäßigen Zusammenkünfte, dabei leben wir am Ziel vorbei. Möglicherweise hatte sich in den letzten Jahren Gesetzlichkeit in unsere Gemeinden eingeschlichen oder aber auch zunehmend Weltlichkeit und liberale Theologie? Es ist eine Notwendigkeit geworden, dass wir allein zur Schrift zurückkehren. Will Gott uns vielleicht darauf aufmerksam machen, dass Er zu fürchten und nicht unser „Kumpel“ ist? Wissen wir noch, was echte Gottesfurcht ist und haben wir ein biblisches Gottesbild? Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Der Herr Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, um die „zerstreuten Kinder Gottes in eins zu versammeln.“ (Joh 11,52) Der Leib ist einer (Eph 4,4), besteht aus vielen Gliedern und doch soll die Einheit sichtbar sein (Rö 12,5). Was ist heute in 2020 noch von dieser Einheit zu sehen? Die Christenheit ist zersplittert, hat sich in unzählige Konfessionen, Gemeinden, Gemeinschaften und Benennungen getrennt. Die Christenheit gleicht keinem bunten Blumenstrauß, sondern vielmehr einem Trümmerhaufen. Welchen Anteil haben wir daran? Gibt es nicht auch bei uns Grund genug Buße zu tun, Sünden zu bekennen und Dinge zu verändern, die falsch gelaufen sind? Gottes Plan mit seiner Gemeinde war schließlich ganz anders. Was ist mit dem Neid, dem Streit, der Unversöhnlichkeit, der Heuchelei, Bitterkeit, Lieblosigkeit, der Eifersucht im Dienst und der Sehnsucht nach Anerkennung unter uns? Jetzt wird es ganz persönlich: Ich weiß, dass mein Umgang mit Gottes Wort nicht so ist wie er sein sollte. Das Gebet kommt oft viel zu kurz und meine Hingabe an den Herrn Jesus gleicht nicht dem, was Paulus den Römern in Kapitel 12,1 sagt, dass es ein „ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer“ sein sollte. Wir könnten hier noch viel mehr Fragen stellen, um unseren Zustand klarzumachen. Der Herr weiß, was Er uns, Dir und mir persönlich, aber auch jeder Gemeinde sagen möchte. Und er wird es tun, wenn wir Ihn danach fragen. Es wäre sehr schade, wenn Corona zu Ende geht und bei uns alles so weiterlaufen würde wie bisher. Dann gehen wir zu Tagesordnung über und tun so als sei alles in Ordnung, obwohl in unserem persönlichen und gemeinschaftlichen Leben manches im Argen liegen mag. Dann konnte der Herr sein Ziel sicherlich nicht erreichen. Andererseits geht es auch nicht darum so viel wie möglich an dem Bestehenden zu verändern, um der Veränderung wegen. Nein, der Herr Jesus möchte, dass wir ehrlich vor Ihm sind und uns von Ihm unterweisen und korrigieren lassen. Wir können viel von der Haltung Daniels, Esras und Nehemias lernen, die sich vor Gott demütigten und die Sünden des Volkes bekannten, indem sie diese beim Namen nannten und nichts beschönigten (Dan 9; Es 9; Neh 9). Wenn wir das tun, wird Gott hören und heilen. Dabei besteht die Gefahr, dass wir für unseren Mitbruder oder unsere Mitschwester genau sagen können, wo er oder sie sich zu demütigen hat und „den Finger in die Wunde legen“. Das wäre fatal – es geht wirklich darum, dass ich und Du uns zunächst einmal ganz persönlich vor dem Herrn demütigen, ohne zuerst nach links und rechts zu schauen. Zur Ehre des Herrn könnte es auch sein, wenn Gott Herzen (örtlich oder überörtlich, als auch im Freundeskreis oder in der Familie) zusammenführen könnte, die einen gemeinsamen Grund zur Demütigung gefunden haben, um konkret Dinge vor Gott zu bekennen und in ihrem Leben zu ändern. Letztlich ist das Reden Gottes reine Gnade und zeigt uns etwas mehr von Seinem Herzen, der die züchtigt, die Er so unendlich liebt (Hebr 12). Er ruft zur Buße und Korrektur, bevor Er schon bald wiederkommt, um uns zu sich zu holen. Der Herr möchte Gemeinschaft mit uns haben, nach der Er sich so sehr sehnt. „Ich überführe und züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße! Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir.“ (Off 3,19.20) Ich wünsche Dir Gottes Segen und Stille vor dem Herrn, um Sein Reden zu hören, zu verstehen und darauf zu reagieren. #corona #covid19 #buße #demütigung #gnade #gott #herr #lord #jesus #bibel #sagen #hören #zuhören #reagieren #gemeinde #kirche #versammlung

  • Der Wolf – Gottes Ansprache an uns Menschen

    Der Wolf ist das derzeit größte in Deutschland lebende Raubtier. Seine erfolgreiche Ausbreitung und überhaupt seine Gegenwart wird vielfach sehr hitzig und kontrovers diskutiert. Landwirte und Naturschützer bilden jeder für sich gegensätzliche Interessengemeinschaften. Die einen wollen eine ungehinderte Ausbreitung des Wolfes und feiern seine Wiederansiedlung in Deutschland als einen großen Erfolg, die anderen würden ihn am liebsten massiv bejagen, ist doch der Herdenschutz in Wolfsregionen eine große Herausforderung und macht die Herdenhaltung bei Ziegen und Schafen, in der bisher ausgeübten Weise, nahezu unmöglich. Die einen argumentieren mit wichtigen Funktionen des Wolfs für ein intaktes Ökosystem der Natur, was unzweifelhaft seine Berechtigung hat, gleichzeitig wird der Wolf aber insgesamt, als ein eher ungefährliches Tier dargestellt, was die Gegenpartei selbstverständlich und ebenfalls auch berechtigt, komplett anders sieht. Ja, der Wolf ist ein Problem. Aber nicht erst seit dem Jahr 2000, als die ersten Wölfe in Deutschland gesichtet wurden, nachdem sie zuvor ca. 150 Jahre lang ausgerottet waren. Schon in früheren Zeiten rankten sich verschiedene Geschichten, Mythen und Märchen um den Wolf, den bösen Wolf. Auch die Bibel spricht schon von dem Problem „Wolf“, wenngleich auch nicht in einer derart dramatischen Art und Weise. Er wird als gefährliches Raubtier beschrieben, vor dem insbesondere die Schafe in Gefahr sind. In Johannes 10 finden wir eine ziemlich ausführliche Beschreibung, wie zu biblischen Zeiten damit umgegangen wurde. Die Herde wurde gehütet, durch Menschen bewacht und für die Nacht in die Sicherheit eines Pferches gebracht, der hohe steinerne Mauern hatte. Dieser hatte nur einen schmalen Eingang, der die ganze Nacht von einem Hirten bewacht wurde. [Joh. 10,1-6] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür eingeht, ist Hirte der Schafe. Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. Wenn er seine eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. [Joh. 10,12-14] Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut [die Schafe. Der Mietling aber flieht,] weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen Auch David hat schon die Kleintiere seiner Familie gehütet und bewacht. Sein Auge galt den ganzen Tag der Herde und ihrem Schutz, wofür er bereit war sein Leben einzusetzen. [1. Sam. 17,34-36] Da sprach David zu Saul: Dein Knecht weidete das Kleinvieh für seinen Vater; kam nun ein Löwe oder ein Bär und trug ein Stück von der Herde fort, so lief ich ihm nach und schlug ihn und entriss es seinem Rachen; und erhob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei dem Bart und schlug ihn und tötete ihn. Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen; Das ist der große Unterschied zum Herdenschutz heute. Die Herden sind sich weitestgehend selbst überlassen und werden nur durch einen Stromzaun geschützt. Da leuchtet es ein, dass dieser Schutz nicht mit biblischen Zeiten vergleichbar ist und die Konflikte heute, in unserer technisierten und Profit orientierten Welt, ungleich größer sind. Die Bibel lehrt uns ganz praktisch, dass die Herde nur in Sicherheit ist, wenn ein Hirte, ein guter Hirte, da ist, der die Herde rund um die Uhr bewacht. In geistlicher Anwendung sind wir, als Schafe, also nur in unmittelbarer Nähe zu unserem Heiland, dem guten Hirten, in Sicherheit vor dem Angreifer, dem Feind, dargestellt in dem Wolf. Nur wenn du zu seiner Herde gehörst, bist du sicher. Sicher für alle Zeiten und sicher in Ewigkeit! Kennst du Jesus, den guten Hirten? Weißt du, dass er auch für dich sein Leben gegeben hat? [Joh. 10,11] Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. In Matthäus 7 und Apostelgeschichte 20 wird aber noch ein anderes „Wolfsproblem“ beschrieben. [Mt. 7,15] Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, innen aber sind sie reißende Wölfe. [Apg. 20,29-30] [Denn] ich weiß [dieses], dass nach meinem Abschied verderbliche Wölfe zu euch hereinkommen werden, die der Herde nicht schonen. Und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her. Hier war es nämlich den Wölfen gelungen unbemerkt in die Herde einzudringen. Geschafft hatten sie es durch Vorspielen falscher Tatsachen und Motive. Die Wölfe hatten sich als Schafe ausgegeben. Gemeint sind in diesen beiden Stellen natürlich nicht tatsächlich Wölfe, sondern es ist eine bildliche Warnung Gottes an uns Gläubige. Grundsätzlich eine Warnung die uns geläufig ist. Jeder kennt den Ausdruck vom „Wolf im Schafspelz“, - er hat seinen Ursprung in diesen Bibelworten. Und dennoch ist es eine Warnung, die nichts an Wichtigkeit und Aktualität verloren hat. Auch heute noch versucht der Teufel die Gläubigen auf eine „falsche Fährte“ zu locken. Auch heute gibt es noch Menschen, die sich als Christen ausgeben, aber Arbeiter des Teufels sind; - reißende Wölfe. Die Gefährlichkeit an dieser Situation ist, dass man den Feind nur schwer erkennen kann. [Röm. 16,18b] …, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. [2. Kor. 11,14-15] Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende nach ihren Werken sein wird. Oftmals sind es zu Beginn nur einzelne Hinweise und kleine Abweichungen vom Wort Gottes, die diese Menschen als Wölfe, die nicht das Wohl der Herde im Auge haben, identifizieren. Wenn sie dann aber andere mit ihrem Gedankengut beeinflusst und mitgezogen haben, dann wird früher oder später das wahre Gesicht, das unverstellte Wesen offenbar; - dass eines reißenden Wolfes, dem es nur darum geht zu zerstören und zu zerstreuen Wir kennen Berichte von Tierhaltern, die ein einzelner Wolf in einer Nacht um eine ganze Herde gebracht hat. Viele Tiere sind gerissen, in den Tod gehetzt und die übrigen in alle Himmelsrichtungen verjagt. Ja, alles kaputt machen, dass ist es, was der Teufel möchte. Die Versammlung des lebendigen Gottes kann er nicht zerstören, darüber wacht der Herr! Aber die Darstellung nach Außen, unser Zeugnis vor der Welt, wie sieht es damit aus? Wie viel Zerstörung und Zerstreuung hat der Teufel als reißender Wolf schon angerichtet! Wenn wir daran denken, wie Gott sich die Christen eigentlich vorgestellt hat: Als eine Einheit! - Dargestellt durch Gläubige, die nicht nur im Herzen, durch den Geist Gottes, sondern auch nach außen sichtbar miteinander verbunden sind und diese Einheit leben. [Joh. 11,52b] …, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte. [Joh. 17,11b] Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir. [Joh. 17,21-23] … damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, damit auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind; ich in ihnen und du in mir, damit sie in eins vollendet seien, … Haben wir nicht berechtigten Grund traurig zu sein und uns zu demütigen, wenn wir die Realität in unseren Tagen sehen! Liegt dieser Zustand nicht darin begründet, dass wir nicht wachsam genug waren? Es ist unsere Schuld, unser Versagen. An dieser Stelle möchte ich gerne noch auf eine aktuelle Gefahr unserer Tage aufmerksam machen. Wir kennen das Internet als einen Ort, wo wir viele gute Dinge, gute Informationen, auch auf geistlichem Gebiet erhalten können. Gerade in der aktuellen Situation sind wir besonders dankbar, dass wir diese technischen Möglichkeiten haben und nutzen dürfen. Aber das Internet ist auch ein Ort, wo der Teufel in besonderer Weise auftritt, auch als reißender Wolf. Vieles von dem was sich christlich nennt, entspricht nicht den Gedanken Gottes und dem was sein Wort uns sagt. Besonders die Jungen im Glauben, sind beliebte Beute des Teufels. Die Bibel schreibt, dass er es besonders auf die „Arglosen“, die die nichts Böses ahnen, abgesehen hat. [Röm. 16, 19] … verführen sie die Herzen der Arglosen. Die Gefahr ist auch hier im Besonderen die Darbietungsweise des Bösen durch die „verkleideten Wölfe“. Vieles Gute wird mit manchem Zweifelhaftem und Falschem vermischt. Hier müssen wir alle, jeden Tag, immer wenn wir im Netz unterwegs sind, auf der Hut sein und genau prüfen was wir konsumieren. Außerdem ist es wichtig, dass wir die Bibel kennen, damit wir wissen was die Wahrheit ist. Nur dann können wir die subtilen Angriffe des Teufels erkennen, Schutz beim Hirten suchen und unsere Mitgeschwister, den Rest der Herde der gefährdet ist, warnen. Wir wollen den HERRN täglich um seinen Schutz und um einen klaren, aufmerksamen Blick bitten, damit wir nicht zur Beute des Teufels, dargestellt im Bild des reißenden Wolfes werden. #wolf #wulf #lupus #creator #danger #gefahr #gemeinde #kirche #versammlung #jesus #attention #dautphe #bibel #schöpfer #schöpfung #schutz

  • Die Sperlinge – Gottes Ansprache an uns Menschen

    Jeder von uns kennt sie, die Sperlinge oder auch landläufig Spatzen genannt. In früheren Jahren, als die Landwirtschaft unsere Gegenden noch stärker prägte, konnten sie mitunter regelrecht zur Plage werden und erhebliche Schäden im Garten und an den Vorräten anrichten. Inzwischen aber haben wir Menschen es durch unseren Egoismus und verantwortungslosen Umgang mit Gottes Schöpfung geschafft, auch hier alles kaputt zu machen. Die früher in Scharen auftretenden Vögel, sind leider aus vielen Gegenden gänzlich verschwunden und werden sogar auf der Liste der bedrohten Tierarten geführt. Dadurch hat das von Gott in seinem Wort gegebene Bild der Sperlinge, nichts von seiner Gültigkeit und Aktualität eingebüßt, aber die Klarheit seiner Bedeutung leuchtet deshalb nicht mehr so deutlich, wie in früherer Zeit. Besonders in Israel gab es zu biblischer Zeit Unmengen Spatzen und so wundert es auch nicht, wenn der Herr in Seinen Reden an die Jünger darauf zurückkommt und ihnen damals, wie auch uns heute, dadurch eine Lektion im Glaubensleben erteilt. Der Sperling steht grundsätzlich für Wertlosigkeit und das insbesondere auch in Bezug auf den Einzelnen. Der Wert eines Sperlings war kleiner als die kleinste als Zahlungsmittel verwendete Münze, sodass immer mindestens ein Paar verkauft wurde. Hierzu gibt uns Gottes Wort eindeutige Hinweise. [Mt. 10,29-31] Werden nicht zwei Sperlinge für einen Cent verkauft? Und nicht einer von ihnen fällt auf die Erde ohne euren Vater; an euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. Fürchtet euch nun nicht; ihr seid vorzüglicher als viele Sperlinge. Was Gott uns hier zeigen möchte ist, dass Er nicht den Wertmaßstab der Menschen verwendet. Bei Ihm ist selbst jeder einzelne Spatz bekannt und für Ihn von Interesse, sodass keiner ohne Sein Wissen und Zulassen auf die Erde fällt. Ist das nicht eine großartige Botschaft, die Gott uns durch die Spatzen mitteilt? Wenn Er die Sperlinge so genau beachtet, die doch so unscheinbar, vermeintlich so wertlos, so austauschbar und scheinbar nutzlos sind, wie viel größer ist doch Sein Interesse für die, die er Seine Kinder nennt? Für die, denen Er zum Heil Seinen Sohn gesandt hat, um sie aus dem Sündenelend heraus zu retten. Der Herr sagt es ja: „Ihr seid vorzüglicher“. Wunderbar zu wissen. Genau das Gegenteil von dem, was über die Spatzen gesagt wird, verwendet Gott als Prädikat für die, die durch das Opfer Seines Sohnes gerettet sind. Teuer, wertvoll; - so sieht er dich und mich! [Jes. 43,4] Weil du teuer, wertvoll bist in meinen Augen… Das ist wahr zu aller Zeit. Es verliert seine Gültigkeit auch nicht durch gegenteiliges Verhalten, das uns Menschen vermitteln können. Auch wenn du das Gefühl hast, dass niemand Notiz von dir nimmt, dass die Menschen, vielleicht auch die Gläubigen dich nicht beachten. Wenn deine Mitgeschwister das Interesse an deiner Person, an dem Zustand deiner Seele vermissen lassen, so bleibt es doch wahr: Teuer, wertvoll in den Augen Gottes! Ich möchte an der Stelle zur Ermunterung und Bekräftigung noch zeigen, dass Gott der Herr niemals Sein Interesse an dir verlieren kann. Es ist schier unmöglich. Ja, selbst, wenn das aus menschlicher Sicht Unmögliche eintreten würde, dass eine Mutter ihr Kind vergessen würde, so kann der Herr uns nicht vergessen. [Jes. 49,15-16] Könnte auch eine Frau ihren Säugling vergessen, dass sie sich nicht erbarmte über den Sohn ihres Leibes? Sollten selbst diese vergessen, ich werde deiner nicht vergessen. Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet Der Grund dafür ist auf Golgatha zu suchen. Da wo Jesus mit Seinem Leben den Preis zu unserer Erlösung bezahlt hat. Dort ließ Er sich für dich und mich ans Kreuz nageln. Er ließ Seine Hände von Nägeln durchbohren. Grobe Soldaten waren es, die die Nägel durch seine Hände trieben; - die Hände die immer nur Gutes getan haben, die geholfen haben, die geheilt haben, die gesegnet und gearbeitet haben. Jeder der seine Sündenschuld unter dem Kreuz abgeladen und mit einem aufrichtigen Bekenntnis seiner Schuld vor Gott erschienen ist, der darf wissen, Er tat es für mich! Für mich, und auch für dich; - aus lauter Liebe, ließ Er sich an das Kreuz nageln. Einen solchen Liebesbeweis erbringt Er, weil du teuer, wertvoll bist in Seinen Augen. Golgatha ist der einzigartige Beweis für Sein Interesse an deiner Seele, und Seiner Liebe zu dir. Sie wird niemals, in Ewigkeit nicht, nachlassen, geschweige denn aufhören. Dort bist du für alle Zeit und für die Ewigkeit in Seine Handflächen eingezeichnet worden; - deine absolute Sicherheit, dass Sein Interesse an dir nie aufhört und Er dich nie vergessen wird! #schöpfung #spatzen #sperling #spatz #schöpfer #creator #natur #nature #mensch #wertvoll #teuer #liebe #jesus #golgatha #kreuz #cross #preis #geld #jesuserlebt

  • Corona und die Maskenpflicht

    In diesen Tagen ist die Presse voll von Artikeln zum Thema „Mundschutzpflicht“ und deren Sinnhaftigkeit.Da gibt es Masken, die den Träger vor Infektionen schützen sollen, mit anderen Masken wird das Umfeld vor Infektionen durch den Träger geschützt. Wieder andere erfüllen beide Funktionen. Ziel dieser Masken ist, die Ausbreitung des Corona Virus zu verhindern bzw. einzudämmen. Hervorgerufen sind diese vielen Publikationen durch die seit dem 27.04.2020 geltende Vorschrift, im öffentlichen Raum: beim Einkaufen, in Bus und Bahn, eine Maske zu tragen. Ich möchte unsere Blicke heute jedoch nicht auf die politische Diskussion lenken, sondern wir wollen einmal der Frage nachgehen, ob die Bibel nicht auch etwas zu diesem Thema sagt. Etwas sagt, zur geistlichen Anwendung, in Bezug auf den „Mundschutz; - zum Schutz meines Umfelds“. Aber zunächst einmal: Wie dankbar sollten wir doch sein, dass Gott uns einen Mund geschenkt hat. Einen Mund, mit dem wir unsere Gedanken, unsere Empfindungen, unsere Sorgen und Nöte, aber auch unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen können. Einen Mund, mit dem wir Gott loben und zu ihm beten können. Einen Mund, mit dem wir mit anderen Menschen kommunizieren können. Einen Mund mit dem wir Singen dürfen. Hast du Gott schon einmal dafür „Danke“ gesagt, dass du einen Mund hast, mit dem du Reden kannst? Die Bibel gebraucht das Wort „Mund“ 379-mal (unrev. Elb. 1905). Die häufige Verwendung legt nahe, dass wir darunter auch einige Bibelverse finden, die eine direkte Botschaft für uns enthalten. Das unser Mund, unsere Lippen und Zunge, die Körperteile, die wir zur Sprache nutzen nicht immer einfach zu beherrschen sind, das wissen wir sicher alle aus Erfahrung. Wie oft sind schon Wort aus unserem Mund hervorgekommen, die wir besser niemals ausgesprochen hätten. Worte, die andere verletzt haben. Worte, mit denen wir gesündigt haben. Worte, die einfach nutzlos waren. Die Bibel spricht einmal davon, dass wir, mit dem was wir reden, einen „ganzen Wald anzünden“ können. [Jak. 3,5] So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Ja, so können unbedachte, oder auch bewusst formulierte, Worte wirken. Wie ein Flächenbrand, der kaum unter Kontrolle zu bringen ist. Denken wir dabei an die großen Brände in Australien, sehen wir, wie schwierig es ist einen großen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Das tragische bei unseren Worten ist, dass man sie nicht mehr ungesagt machen kann. Es gibt keine „Löschen“-Funktion. Was einmal aus unserem Mund hervorkommen ist, können wir nicht mehr zurückholen. Dieses Problem kannte schon David. Er hat Gott deshalb einfach um einen „Mundschutz“ gebeten. [Ps. 141,3] Setze, HERR, eine Wache meinem Mund; behüte die Tür meiner Lippen! [Ps. 19,15] Lass die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, HERR, mein Fels und mein Erlöser! Wie wichtig ist doch diese Wache an unserem Mund, damit nur das hinausgeht, was Gottes Wohlgefallen findet und andere nicht „gefährdet". Gott möchte, dass wir Christen keine „faulen“ Wort von uns geben und jedes ungute Reden sein lassen. Und dann sagt er noch, dass wir nicht lästern sollen! [Eph. 4,29] Kein faules Wort gehe aus eurem Mund, sondern das irgend gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade darreiche. [Kol. 3,8-10] Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: …, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat; Ist das auch ein Thema für dich? Wenn du auch das Empfinden hast, dass dir dein Mund manchmal „Probleme“ macht, dann darfst du Gott um Hilfe bitten. So wie damals David darfst du zu Gott kommen. Er freut sich, wenn er bei seinen Kindern den Wunsch im Herzen sieht, dass sie ihm gefallen möchten. Er freut sich über jeden Hilferuf, als ein Zeichen der Abhängigkeit! Gott hat uns, zu unsrer Hilfe, in Jesus ein perfektes Beispiel gegeben. Jesus, als Mensch, darf unser Vorbild sein! Seinen Fußspuren dürfen wir folgen. [1. Pet. 2,21-23] … denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt; … Seine Worte waren allezeit voller Gnade, voller Liebe und Erbarmen [Lk. 4,22] Und alle gaben ihm Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen; … Seine Worte waren wahr, sie waren „die Wahrheit“ [Joh. 8,46] Wer von euch überführt mich der Sünde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Seelische und körperliche Grausamkeiten oder Mobbing hat er schweigend erduldet. Da war kein Widerwort, keine Verteidigung, keine Rechtfertigung. [1. Pet. 2,22] … der keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden, der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, … Nie kam ein unpassendes Wort über seine Lippen. Seine Worte waren immer rein und, wie sein ganzes Wesen, ohne Sünde. Die Worte seines Mundes entsprachen seinen Gedanken. Da waren keine Halb-Wahrheiten, da war keine Manipulation des Gegenübers. [Ps. 17,3] Du hast mein Herz geprüft, hast mich des Nachts durchforscht; du hast mich geläutert – nichts fandest du; mein Gedanke geht nicht weiter als mein Mund. [Joh. 8,25] Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du? [Und] Jesus sprach zu ihnen: Durchaus das, was ich auch zu euch rede. Wir wollen von IHM, unserem Herrn lernen. IHN wollen wir als Vorbild nehmen. IHN wollen wir nachahmen. Und wir wollen ab sofort den „geistlichen Mundschutz“ nehmen und unsere Lippen mit Gottes Hilfe bewachen, damit von uns keine Gefährdung für andere mehr ausgeht. #maske #mund #lippen #zunge #schutz #covid19 #corona #verletzen #jesus #christ #christus #lord #mask

  • Golgatha (1)

    Eine Person verlässt mit einem Kreuz auf den Schultern Jerusalem. Es ist Jesus von Nazareth. Er ist auf dem Weg nach Golgatha – dem Platz, wo die Römer ihre Verbrecher hinrichteten. Es ist früh am Morgen. Der Herr ist die ganze Nacht wach gewesen. Am Abend vorher hatte Er mit Seinen Jüngern zusammen das Passah gegessen. Dann waren Sie nach Gethsemane gegangen, diesen Garten, in welchem Ihm in besonders bedrückender Weise das Werk, dass Er vollbringen sollte, vor Augen stand. Nachdem der Herr in heftigem Kampf, im Gebet gerungen hatte, während Seine Jünger schliefen, waren dann die Soldaten gekommen. Judas verriet ihn – die anderen Jünger flohen. So war Er allein unter Feinden. Man fesselte Ihn und führte Ihn ab. An unterschiedlichen Orten ist Er dann gewesen. Alle mit unterschiedlichem Charakter. Das Haus des Hohenpriesters, das Synedrium, Pilatus, Herodes und wieder Pilatus – bis in die frühen Morgenstunden. Und doch hatten alle Orte etwas gemeinsam. Hier war der Heiland dem Hass der Menschen ausgeliefert. Verleumdet, zu Unrecht verurteilt, geschlagen, verspottet, angespuckt, gefoltert, abgelehnt, zum Tode verurteilt – was hat Er an all diesen Orten ertragen müssen. Und Er hat es ertragen! Willig – wie ein Lamm, das stumm ist vor Seinen Scherern. Und jetzt kam Sein Weg nach Golgatha. Die Schädelstätte. Wir wollen den Heiland auf diesem Weg begleiten. Die unterschiedlichen Stationen in ihrer Reihenfolge, wie sie die vier Evangelien schildern ansehen und Ihn bewundern, der in allem vollkommen schön gewesen ist! 1. Sein Kreuz tragend verlässt Er Jerusalem In Johannes 19,17 können wir lesen, dass Er Sein Kreuz tragend hinaus zu der Schädelstätte ging. Nur Johannes schreibt davon, dass Er Sein Kreuz getragen hat. Nach all dem, was gewesen ist, hat Er dazu noch die Kraft. Keine Schwäche in dem Evangelium, welches Ihn uns als den Sohn Gottes zeigt! Was für ein Anblick muss das gewesen sein. Der Rücken von der Geißelung blutig, müde von der seelischen und körperlichen Marter, Umgeben von Soldaten, den Führern des Volkes und dem schaulustigen Volk. Nach Golgatha, Golgatha geht unser Blick! Du trugest das Kreuz, Herr, so gingst Du den Weg hinaus zu der Stätte, die Golgatha heißt, an der sich Dein Herz, Deine Liebe erweist. 2. Simon von Kyrene trägt das Kreuz Alle Evangelisten, außer Johannes, berichten von Simon, dem Mann aus Kyrene, den sie zwangen, das Kreuz des Herrn zu tragen (Mt.27,32 | Mk.15,21 | Lk.23,26). Er kam aus Afrika, aus Kyrene. Vielleicht war er ein Jude, der zum Passah nach Jerusalem gekommen war, wie viele andere. Vielleicht war er auch ein Sklave, denn er kam gerade vom Feld. Wir wissen es nicht. Jedenfalls war er ein Unbeteiligter. Er kam gerade so vorbei. Die Soldaten fordern ihn auf, das Kreuz, welches der Herr trug, auf seine Schultern zu laden und hinter dem Herrn herzutragen. Er tut das, allerdings wiederwillig. Sie müssen ihn zwingen. Nicht einmal dieser Dienst geschieht freiwillig. Der Herr war allein, ohne jedes Mitgefühl. Für Simon scheint dies ein einschneidendes Erlebnis gewesen zu sein. Markus schreibt von seinen beiden Söhnen, von Alexander und Rufus. Er schreibt von ihnen so, als müssten seine Zuhörer die beiden kennen. Waren es bekannte Geschwister? Ist es der Rufus, den Paulus in Römer 16,13 grüßen lässt? Vielleicht hat Simon sich nach diesem Erlebnis bekehrt. Der Mann, der da vor ihm von den Soldaten nach Golgatha geführt wurde, hatte ihn beeindruckt. Bestimmt hatte der Heiland ihn angesehen, als Simon Ihm das Kreuz abnahm. Vielleicht mit einem dankbaren Blick. Wir wissen es nicht. Wir können nur vermuten. Eines aber steht ohne Zweifel fest: Eine Begegnung mit dem Herrn hat für jeden Menschen Folgen und zwingt ihn zu einer Entscheidung! So setzt sich dieser Zug fort. Simon trägt dem Heiland das Kreuz nach. Hin nach Golgatha. Fortsetzung folgt #golgatha #calvary #cross #kreuz #jesus #christ #jesuschrist #suffering #leiden #messias #messiah #bible #bibel #sünden #sin

  • Warum die Gemeinde Jesu nicht durch die Drangsalszeit muss? (3)

    Wir haben bereits anhand von einigen Bibelstellen über die Frage nachgedacht, ob die Gemeinde Gottes durch die Drangsalszeit gehen muss oder ob vorher die Entrückung stattfinden wird und die Gläubigen dann schon bei ihrem Herrn und Retter sind. In diesem Artikel wollen wir uns weiter mit dieser Frage anhand einer Aussage des Herrn Jesus an die historisch existierende Gemeinde in Philadelphia beschäftigen. Die Gemeinde in Philadelphia war eine von 7 Gemeinden in Kleinasien (in der heutigen Türkei), die ein Buch von dem Apostel Johannes zugesandt bekommen hatten, in dem in erster Linie Enthüllungen über die Zukunft enthalten waren, die er durch Vermittlung eines Engels vom Herrn Jesus selbst erhalten hatte. Die 7 Schreiben an Gemeinden in Kleinasien (Off 2 und 3) enthalten neben einer historischen und für uns praktischen Bedeutung auch eine prophetische und kirchengeschichtliche Vorausschau. „Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.“ (Off 3,10) Die Gemeinde in Philadelphia bekommt von dem Herrn Jesu gesagt, dass Er sie „vor der Stunde der Versuchung“ bewahren wird, die einmal über die ganze Erde kommt. In Seiner Rede auf dem Ölberg (Lk 21, Mk 13 und Mt 24) beschreibt Jesus diese „Stunde der Versuchung“ als eine Gerichtszeit von Kriegen, Verfolgungen, Hungersnöten, Terror und Versuchungen mit unbekanntem Ausmaß. Möglicherweise besteht die große Versuchung insbesondere in den Aktivitäten des Antichristen, der nach der Entrückung der Gemeinde hier auf der Erde auftreten und die Macht an sich reißen wird, um zu verführen und zu versuchen: „ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen, darum, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden.“ (2. Thes 2,9-10) Diese schreckliche Gerichtszeit wird sich in zwei Phasen von jeweils 3 ½ Jahren aufteilen, was Du besonders in Daniel 9,24-27 nachforschen kannst. Dort wird die „letzte Jahrwoche“ Daniels beschrieben. Diese ganze Gerichtszeit wird in der Offenbarung in den Kapiteln 6-19 beschrieben, wobei in Kapitel 6 die erste Phase geschildert wird und ab Kapitel 7 – 19 die zweite und viel schlimmere Phase. Diese zweite Phase wird in der Bibel auch als die „große Drangsal“ (Mt 24,21) beschrieben, die auch an anderer Stelle „eine Drangsal für Jakob“ (Jer 30,7) genannt wird. Es wird eine Zeit nie dagewesener Gerichte sein, die mit dem Wiederkommen Jesu in Macht und großer Herrlichkeit enden wird. Vor dieser Zeit wird der Herr Jesus Seine Gemeinde bewahren. Er bewahrt sie nicht in dieser Zeit, sondern vor dieser Zeit, weil Er die Gemeinde vorher schon zu sich entrückt. Gott verfolgt also nicht die Absicht, dass die Gläubigen in der Zeit der Gerichte auf dieser Erde einer weiteren Prüfung „unterzogen“ werden. Der Herr Jesus selbst sehnt sich nach Seiner Gemeinde mit Ausharren. Er will sie so gerne bei sich im Haus Seines Vaters haben. Er sehnt sich nach Dir und mir – viel mehr als ich mich jemals nach Ihm sehnen könnte! Kannst Du Dir das vorstellen? Hast Du heute schon daran gedacht, dass Dein Heiland wiederkommen könnte? Mich ermutigt es neu darüber nachzudenken und Ihn zu erwarten, wenn ich weiß, dass Er sich nach uns sehnt und auf Sein Wiederkommen wartet. „Der Herr aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu dem Ausharren des Christus!“ (2.Thes 3,5) #entrückung #rapture #gemeinde #versammlung #kirche #greattribulation #tribulation #drangsal #trübsal #jesus #herr #gott #bibel

  • Wie beeinflusst uns die Bibel?

    Wir werden jeden Tag beeinflusst von den Dingen, die wir hören oder lesen – egal ob gut oder schlecht. Manchmal wird unser Interesse auch von anderen um uns her beeinflusst, ohne dass wir es merken. Das können z.B. unsere Eltern, Geschwister oder gute Freunde sein. Auch wenn wir uns zu viel mit Verbrechen oder Kriminalität beschäftigen, hat das einen nachteiligen Einfluss auf unsere Seele, selbst wenn wir glauben das würde uns nichts ausmachen. Wenn wir uns hingegen mehr damit beschäftigen was der Apostel Paulus den Philippern schreibt, wird unser Leben immer mehr davon erfüllt werden. Das Interesse an den schlechten Dingen wird dann immer mehr nachlassen. „Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt!“ (Phil. 4, 8) Das Buch, was uns am meisten beeinflussen sollte ist die Bibel, das Wort Gottes. Es beeinflusst Menschen hin zu dem Herrn Jesus, hin zur Vergebung der Sünden durch sein Opfer am Kreuz, hin zum ewigen Leben. Da die meisten Menschen diesen Einfluss nicht möchten, versuchen sie einen großen Bogen um die Bibel zu machen. Der absolute Bestseller „Bibel“ wird nicht mehr gelesen, von Rationalisten abgelehnt, von Unwissenden ins Lächerliche gezogen, von den weltoffenen Menschen bezweifelt und von Theologen kritisiert. So bleibt die Botschaft der göttlichen Liebe weitgehend unbekannt. Man geht lieber den breiten, bequemen Weg des Unglaubens, der weg von Gott führt anstelle des schmalen Weges des Glaubens, der uns zu Gott führt (Matt. 7, 13+14). Leider wird Gottes Wort schlecht behandelt. Schon im AT in Jesaja 30, 10 sagen die Menschen zu den Propheten „…Sagt uns nicht das Richtige! Sagt uns Schmeicheleien! Sagt uns Täuschungen!“ Auch im NT sagt Petrus, dass die Unwissenden und Schwankenden die Schriften falsch auslegen zu ihrem eigenen Verderben (2. Petr. 3,15+16). Wie schön wenn wir aber von den Thessalonichern lesen, dass „…ihr es (Gottes Wort) nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt.“ (1. Thess. 2, 13). Hier finden wir Kraft und Leben in Gottes Wort und sehen wie es Menschen zur Umkehr, zum Glauben und zum Gehorsam führt, was auch wir heute in Anspruch nehmen dürfen. Es gibt keine wissenschaftliche Möglichkeit Gottes Wort zu verstehen. Es ist eine geistliche Sichtweise nötig, um Gottes Angebot für unser Leben in Anspruch zu nehmen. Wir brauchen eine kindliche Haltung, die glaubt, weil Gott geredet hat und ein Verlangen uns täglich mit Gottes Wort zu beschäftigen. Denn nur hier finden wir Liebe, Gnade, Führung für jeden Tag und das ewige Leben. Wie sieht das bei uns aus? Wollen wir nur das hören, was uns „in den Ohren kitzelt“, damit wir nichts in unseren Leben ändern müssen oder machen wir es wie die Thessalonicher und lassen das Wort Gottes unser Leben verändern? Die Bibel hat uns viel mehr zu sagen, als alle Bücher die je von Menschen geschrieben wurden. (In Anlehnung an „Daily Bible Readings“ by John Heading S. 92) #bible #bibel #beeinflussen #impact #gott #god #jesus #herr #lord

  • In Stein gemeißelt (3)

    In dieser kleinen Dreierserie schauen wir uns jetzt zusammen den letzten Grabstein an, der an dem Grab eines Pfarrers aufgestellt wurde. Er zitiert die schönen, inhaltsschweren Worte des Apostels Paulus: "Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn." - Philipper 1,21 Was für eine Aussage! Wie konnte Paulus und wohl auch dieser Gläubige so etwas sagen? - Dafür müssen wir in Philipper 1 etwas weiterlesen: "Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser." - Philipper 1,23 Die feste Hoffnung von Paulus war, dass Er in dem Augenblick, wenn sein Leben auf dieser Erde zu Ende ist, seinen Retter und Erlöser sieht. So hat der Herr Jesus es noch am Kreuz hängend dem an Ihn glaubenden Mitgekreuzigten gesagt: "Heute wirst du mit mir im Paradies sein." - Lukas 23,43 Der Herr hat schon vor Seinem Tod über das zeitliche, auf diese Welt bezogene, hinausgeschaut. Darauf "dass er aus dieser Welt zu dem Vater hingehen sollte" (Johannes 13,1) und dass Er auch Seinen Jüngern vorausgehen würde in den Himmel um ihnen Wohnungen im Haus des Vaters zu bereiten. (Johannes 14,1-3) Ein Sprichwort sagt ja schon: "Das Beste kommt zum Schluss." und wie wahr ist das im Bezug auf jeden Gläubigen: Das Beste kommt danach! Wir dürfen uns darauf freuen Ihn zu sehen, wie er ist. (1. Johannes 3,3) David drückt es in einem Psalm sehr schön aus: "Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild." - Psalm 17,15 Und dann können wir auch daran denken, dass mit diesem letzten Schritt bzw. wenn der Herr kommt und wir nicht mehr sterben müssen, auch die Erlösung vollständig ist. Denn dann wird auch unser Körper errettet und der Herr auch unseren Körper heilen. (lies Römer 8,18 ff. und Philipper 3,20 f.) Auch der Sieg des Herrn Jesus wird einmal für alle klar erkennbar abgeschlossen sein, wenn der Tod als letzter Feind weggetan ist. (1. Korinther 15,26) Das alles sind Ergebnisse von den drei Tagen, an die wir bald wieder besonders denken dürfen. Darum musste Ostern geschehen! So werden wir durch stumme Zeugen -Grabsteine- von dem Anfang eines Lebens als Christ über den Inhalt bis zu dem herrlichen Ende geführt. Leider findet man solche Inschriften nur noch auf wenigen Gräbern. Aber auch jeder andere Grabstein sollte den Menschen zum Nachdenken anregen. Das, was auf dem Grabstein und in Todesanzeigen den kleinsten Platz einnimmt ist das Zeichen zwischen Geburts- und Todesdatum. Der Bindestrich steht für ein ganzes Leben, das auf dieser Erde gelebt wurde und zeigt uns damit klar, wie kurz es dauert. Ich hoffe und wünsche für Dich und mich, dass dieser "Bindestrich" mit echtem Inhalt, Frieden und Hoffnung gefüllt ist und seine Fortsetzung im Vaterhaus findet!

  • In Stein gemeißelt (2)

    Nachdem wir dem ersten Zeugen aus Marmor begegnet sind, gehen wir weiter zu dem nächsten Grabstein. Den zierte folgender Vers: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ... du bist mein." - Jesaja 43,1 Auch dieses letzte Zeugnis eines Menschen spricht zu Deinem und meinem Leben! Wenn Du zu denen gehörst, die wissen, dass sie erlöst worden sind "mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken" - 1. Petrus 1,18 Durch Sein Sterben, Sein Blut, das "für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden" (Matthäus 26,28), Sein Leben, das der Preis zu meiner und Deiner Errettung war, bist Du erlöst! Er hat den ultimativen Preis bezahlt, damals an dem ersten Karfreitag der Geschichte. Ja, Er ist das einzig echte Passahlamm geworden! Und nicht nur das: Er ist auch auferweckt worden als Zeugnis dafür, dass der Preis vollständig bezahlt ist und Du jetzt keine Furcht mehr haben musst: "sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat, der unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist." - Römer 4,24-25 Du stehst vor Gott da wie der Herr: Rein, heilig, ohne Sünde, als hätte Dich nie etwas von Gott getrennt. Darum darfst Du auch darauf vertrauen was der Herr Jesus Seinen Jüngern gesagt hat: "Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben." - Johannes 10,28 Das konnte Er sagen, weil Er die Gewalt und den Plan hatte Sein Leben freiwillig für Dich zu geben und es wieder zu nehmen. (siehe Johannes 10,17f.) In diesem Vertrauen brauchst Du Dich nicht zu fürchten, wenn Du durchs Wasser oder durchs Feuer, sprich Prüfung und Leid, Angst, Not gehst! (lies Jesaja 43 weiter) Du bist sein Eigentum! Er hat den höchsten Preis für Dich bezahlt und wird Dich nie wieder loslassen! In diesem Vertrauen und durch den Frieden/die Ruhe in allen Lebenslagen können Du und ich schon in unserem Leben ein Zeugnis gegenüber unseren Mitmenschen geben! Wir haben ihn von dem Herrn empfangen und können das nach außen widerspiegeln. "Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam." - Johannes 14,27 #easter#ostern#karfreitag#frieden#furcht#angst#rettung#jesus#gott#auferstehung#ressurection#dautphe#marburg

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