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- Müssen wir Angst haben? (1)
Europa ist geschockt! Am 24. Februar 2022 überfallen russische Truppen die Ukraine. Nach vielen Jahren des Friedens ist nun wieder Krieg in Europa. Jede Stunde erreichen uns neue Nachrichten wie „Putin zu Friedensverhandlungen bereit“ und dann doch wieder „Der Krieg wird fortgesetzt“. Von allen Seiten kommen unterschiedliche Angaben, sodass man nicht mehr weiß was man denken und glauben soll. Was kann uns in diesen Zeiten Halt geben? Ich möchte im Folgenden näher erläutern, was uns wirklich Hoffnung geben kann. Das Geheimnis liegt in einem Buch, dass wir versuchen, systematisch aus unserem Leben zu entfernen. Kannst Du Dir denken welches Buch ich meine? Zunächst will ich Dir noch eine Frage stellen: Wovor hast Du am meisten Angst? Nimm Dir kurz Zeit, um darüber nachzudenken. Vielleicht lautet Deine Antwort: vor einem Kriegsausbruch, Corona, Finanzkrise, Jobverlust, Tod, ich weiß es nicht. Aber eine Sache ist völlig sicher: Wir Menschen haben Angst. Es gibt keine Menschen, die ohne Angst leben. Die mutigsten Menschen haben plötzlich eine Spinnenphobie. In den letzten Jahren haben wir uns auf dem Frieden ausgeruht, doch jetzt kommen wir plötzlich wieder ins Nachdenken. Wenn wir anfangen über existenzielle Fragen nachzudenken, kommen wir schnell an die Frage gibt es einen Gott? Es gibt nur zwei Antworten auf diese Frage: Ja oder Nein. In der Regel versuchen wir Menschen uns dieser Frage zu entziehen. Wir verschieben Gott in eine Ecke, versuchen Ihn zu verdecken, oder erklären Ihn für tot. Warum? Das liegt daran, was Gott über uns Menschen sagt. Wir sehen uns als die tollen, guten Wesen. Wir wollen uns keine Fehler eingestehen. Korrektur ist unangenehm. Und im völligen Gegensatz dazu sagt Gott über uns Menschen im Römerbrief, Kapitel 3: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner der verständig ist; da ist keiner der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; Da ist keiner, der Gutes tut auch nicht einer.“ #angst #fragen #gott #krieg #jederhatangst #jesus #jesuserlebt
- Auf der Flucht!
Auf der Flucht! Zu der Zeit, als die Richter in Israel walteten, kam einmal eine Hungersnot über das Land. Da wanderte ein Mann aus Bethlehem in Juda mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen aus, um eine Zeit lang im Gebiet der Moabiter als Fremdling zu leben … … sie kamen auch glücklich im Gebiet der Moabiter an und blieben dort.“ (Ruth 1,1+2) Tausende Ukrainer sind auf der Flucht. Große Menschenansammlungen sind an den Grenzen und in den Aufnahmelagern. Der Krieg in ihrem Land zwingt sie zur Flucht. Sie haben zum Teil alles verloren was sie in ihrer Heimat besaßen. Oft flüchten nur die Frauen mit ihren Kindern, da die wehrpflichtigen Männer, mit der Waffe in der Hand, zurückbleiben müssen. Die Familien werden auseinandergerissen und viele stehen vor dem Nichts. Die Bibel beschreibt auch einige Situationen, in denen Menschen aus unterschiedlichen Gründen geflohen sind und dann als Fremdlinge oder Flüchtlinge in einem anderen Land gelebt haben. Elimelech und seine Familie flüchteten nach Moab, da im heimischen Bethlehem eine Hungersnot ausgebrochen war. Das Volk Moab stammt von Lot ab und war ein Brudervolk von Israel. Moab steht sinnbildlich für Christen, die geistlich nicht geübt sind. Jeremia beschreibt das in seinem Ausspruch über Moab: „Sorglos hat Moab von Jugend an gelebt und ungestört auf seinen Hefen gelegen; es ist nie aus einem Fass in ein anderes umgegossen worden und niemals in Gefangenschaft gewandert; daher hat es auch seinen Geschmack beibehalten, und sein Geruch ist unverändert geblieben.“ (Jeremia 48,11) Was erwartet die Flüchtlinge in Deutschland? Treffen sie auch auf Christen, die geistlich nicht geübt sind, da wir in Deutschland bis jetzt sorglos und ungestört gelebt haben? Es ist Gottes Gnade, dass wir von Krieg und Verfolgung bis jetzt verschont wurden, aber es ist kein Grund für uns Christen, dass wir uns in unserem Wohlstand baden! Lassen wir uns von Gott die Aufgaben zeigen, die wir an den Flüchtlingen tun können und die Chance nutzen, den vielen Menschen das Evangelium der Gnade zu bringen! „Seht, jetzt ist die ihm wohlgefällige Zeit, seht, jetzt ist der Tag des Heil.“ (2. Korinther 6,2) #flucht #krieg #ukraine #jesuserlebt
- Aufeinander aufpassen
„Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad nannten den Altar Zeuge: Denn er ist ein Zeuge zwischen uns, dass der HERR der Gott ist.“ (Jos.22,34) Als die großen Kämpfe zur Einnahme des verheißenen Landes beendet waren, durften die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse in ihre Erbteile östlich des Jordan zurückkehren. Sie waren mehr als 7 Jahre von ihren Familien getrennt, um bei der Einnahme des Landes mitzukämpfen. Bei ihrer Rückkehr entschlossen sich die zweieinhalb Stämme „am Jordan, einen Altar, groß von Ansehen“ zu bauen (V.10b). Dieser Altar war als „Zeuge“ gedacht, damit die Nachkommen östlich des Jordan immer daran dachten, „dass der HERR der Gott ist.“ (V.34) Der eigentliche Altar stand nämlich vor der Stiftshütte in Silo westlich des Jordan. Doch dieser Altar sorgte für einige Aufregung. Die neuneinhalb Stämme des Volkes Israel waren in großer Sorge, dass ihre Genossen eine Art „Konkurrenzaltar“ errichten wollten. Dadurch entstand das Risiko einer geistlichen Trennung oder dass auf dem Altar Götzenopfer dargebracht wurden. Die Gefahr war sicherlich real, denn das Volk hatte durch Achan (s. Jos.7) und die Sünde mit dem Baal-Peor (s. 4.Mo.25) bereits gelernt, wie schmerzhaft das Gericht Gottes war. Gott kann eine solche Sünde in Seiner Gemeinde nicht dulden! Die Reaktion des Volkes erscheint uns vielleicht heftig: Sofort versammelten sie sich zum Krieg gegen die eigenen Volksgenossen (V.12). Doch bevor es dazu kam, wurde eine Delegation entsandt, um die Situation zu klären, was schließlich auch gelang. Ein Bruderkrieg konnte vermieden werden (V.30). Der Altar war tatsächlich als ein „Zeuge“ für den wahren Gott Israels aufgestellt worden. Haben wir ein Auge für unsere Mitgeschwister? Nicht, um jeden kleinen Fehler sofort aufzudecken, sondern dass wir aufmerksam sind, wenn uns geistlich etwas trennen will. Vielleicht passiert so etwas sogar unbeabsichtigt. Es ist immer gut, wenn wir hier zuerst das Gespräch suchen, um Missverständnisse aufzuklären, bevor wir vorschnell urteilen und damit einen „Bruderkrieg“ auslösen. „Die Bruderliebe bleibe.“ (Heb.13,1) #altar #zeuge #trennung #brüder #vorsicht #streit #aufpassen #christen #jesuserlebt
- Fels der Ewigkeiten
„Vertraut ewig auf den HERRN; denn in Jah, dem HERRN, ist ein Fels der Ewigkeiten.“ (Jesaja 26,4) Wir befinden uns mitten im Sturm! Der Wind bläst aus allen Richtungen und die Wellen türmen sich um uns herum hoch auf. Wo finden wir in dieser bewegten Zeit noch echte Stabilität und Sicherheit? Worauf können wir uns verlassen, wenn nichts mehr zuverlässig ist? Gott, der HERR, ist ein „Fels der Ewigkeiten“. Er ist unerschütterlich, sodass Ihn nichts aus der Fassung bringt. Auch die neusten Neuigkeiten bringen unseren Gott nicht ins Wanken. Er ist und bleibt in völliger Ruhe. Der Fels der Ewigkeiten ist aber auch unveränderlich, nicht irgendwelchen Stimmungen unterworfen, sondern bleibt immer treu. „Jesus Christus ist derselbe, gestern und heute und in Ewigkeit“ (Hebr 13,8). Mitten im Sturm ist Er ein „Fels“, wo wir „Zuflucht“ finden können: „Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Retter; mein Gott, mein Schutz, zu ihm werde ich Zuflucht nehmen, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Festung.“ (Ps 18,3) Mose und Aaron sollten vor den Augen des Volkes Israel zu dem Felsen in der Wüste reden. Aber anstatt zu ihm zu reden, schlug Mose den Felsen zweimal (4.Mo 20,8). Paulus lüftet in 1.Korinther 10,4 das Geheimnis und erklärt uns, dass der wasserspendende Fels in der Wüste ein Bild von Christus ist. Wirklichen Halt und Sicherheit finden wir mitten im Sturm nur dann, wenn wir mit Christus, dem „Felsen“, reden. Wir dürfen zu Ihm beten, Gemeinschaft mit Ihm haben, und dabei Seinen Segen erleben! Ist Jesus Christus auch DEIN "Fels”? #fels #christus #jesus #halt #sicherheit #jesuserlebt
- Wertvoll für Gott
„Lasst die Kinder zu mir kommen, wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.“ (Mk.10,14b) Auch wenn unser Alltag sicher oft sehr hektisch und voll mit Terminen ist, sollten wir nie die Kleinsten vernachlässigen. Das trifft natürlich auf die normalen täglichen Bedürfnisse zu, aber wir sollten uns auch Zeit für sie nehmen. Der Herr Jesus selbst zeigt uns deutlich wie wichtig Ihm die Kinder sind. Als Er hier auf der Erde war, hatte Er oft sehr volle Tage. Er war häufig umgeben von Menschen, die etwas von Ihm wollten. Wir lesen im Markusevangelium, dass Kinder (oder Säuglinge) zu Ihm gebracht wurden und die Jünger es nicht zulassen wollten. Darauf reagiert der Herr sehr deutlich: „Als aber Jesus es sah, wurde er unwillig…“ (Mk.10,14). Das Wort „unwillig“ ist ein sehr starkes Wort, das soviel bedeutet wie „zornig“ oder „empört“. Er konnte es nicht ertragen, dass die Kinder weggeschickt wurden. „Und er nahm sie in die Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.“ (V.16) Es ist nicht irgendwer, der sich um sie kümmert. Der Sohn Gottes nahm sich Zeit, diese Kinder in die Arme zu nehmen und sie zu segnen. Das Besondere ist: Das Wort, welches hier für „segnen“ gebraucht wird, kommt im Neuen Testament nur an dieser Stelle vor. Es ist ein sehr starker Ausdruck, der auch übersetzt werde könnte mit: Er „segnete sie innig“. Man bekommt schnell einen Eindruck davon, dass der Herr viel Wert darauf legt, diese Kinder bei sich zu haben und ihnen die Hände aufzulegen. Wir sollen davon lernen, uns Zeit für die Kinder zu nehmen, auch wenn noch so vieles zu tun ist. Außerdem finden wir hier eine Warnung, den Kindern kein Hindernis zu sein, wenn sie zum Herrn Jesus kommen möchten. Seine Arme stehen für die Kleinen immer offen! #kinder #jesus #segen #zeit #liebe #wertvoll #fürgott #jesuserlebt
- Das ganze Gericht traf Jesus
“Ihr sollt nichts roh davon essen und keineswegs im Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten: seinen Kopf samt seinen Beinen und samt seinem Eingeweide.” (2.Mose 12,9) Gott hatte den Israeliten die Anweisung gegeben, dass sie das Passahlamm erst dann essen durften, nachdem es am Feuer gebraten worden war. Das Fleisch durfte keinesfalls roh oder gekocht gegessen werden. Alles musste der ganzen Kraft des Feuers ausgesetzt worden sein. Paulus schreibt in 1.Korinther 5,7b: “Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet worden.” Jesus Christus ist das wahre Passahlamm. Gerade Ihm blieb im Gericht am Kreuz auf Golgatha nichts erspart. Das Gericht traf Ihn nicht weniger hart, weil Er der Sohn Gottes ist. Nein, Gott hat Seinen eigenen Sohn “nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben.“ (Rö 8,32) Der Herr Jesus erfuhr keine Abmilderung in den Leiden oder Rücksichtnahme des heiligen Gottes. Wegen Dir und mir, wurde Jesus Christus von Gott “zerschlagen” und “verwundet”. Die Strafe, die wir verdient hatten, nahm Jesus auf Sich (Vgl. Jes 53). #jesus #gericht #tod #golgatha #feuer #strafe #passah #jesuserlebt
- Hier bist Du in Sicherheit!
Lies dazu Josua 20 „Bestimmt euch die Zufluchtsstädte, … , dass dahin fliehe ein Totschläger, der jemand aus Versehen, unabsichtlich, erschlagen hat; und sie seien euch zur Zuflucht vor dem Bluträcher.“ (Jos.20,2-3) Als Josua in Silo das Land Kanaan an die einzelnen Stämme des Volkes Israel verteilt hatte, gab Gott Anweisung, dass auch die Zufluchtsstädte bestimmt werden sollten. Diese Städte waren für einen Menschen vorgesehen, der jemanden aus Versehen zu Tode gebracht hatte. Die Anmerkung der Elb. Bibel weist darauf hin, dass das Wort „unabsichtlich“ so viel wie „ohne Wissen“ bedeutet. Es war also nicht die Absicht, dass jemand getötet wurde. Dennoch gab es häufig die Situation, dass ein nahestehender Verwandter auf Vergeltung aus war – der Bluträcher. Um vor diesem Bluträcher in Sicherheit zu sein, gab es insgesamt 6 Städte, 3 davon westlich und 3 östlich des Jordan. Der Totschläger bekam dort Asyl bis zum Tod des Hohenpriesters. Er konnte dort wohnen und arbeiten, um für sich zu sorgen. Nachdem der Hohepriester gestorben war, sollte der Fliehende wieder in seine Heimat zurückkehren (V.4+6). In späteren Aufzeichnungen jüdischer Kommentatoren finden sich weitere interessante Details über diese Zufluchtsstädte: Die Straßen zu den Städten mussten instandgehalten werden Alle Hindernisse wurden beseitigt, die dem Flüchtenden im Weg sein konnten Kein Fluss durfte ohne Brücke sein An jeder Kurve gab es Schilder, auf denen „Zuflucht“ stand In der Stadt sollte es eine Unterkunft für den Flüchtenden geben Wir können in diesen Städten ein sehr schönes Vorbild auf den Herrn Jesus sehen, der für jeden Sünder die einzige Zuflucht ist. In Seinem Wort finden wir den Weg zu Ihm – ohne Hürden oder Hindernisse. Wenn Du in Not oder einer schwierigen Lage bist, komm zu Ihm. Hast Du Angst vor der Ewigkeit oder dem Gericht (Bluträcher), dann suche heute Zuflucht bei dem Herrn Jesus. Er will Dich retten, vergibt Dir Deine Schuld und schenkt ewiges Leben! #rettung #ewigesleben #jesuschristus #jesuserlebt #sicherheit #angst
- Was bist du bereit zu geben?
“Sie hat getan, was sie vermochte; sie hat im Voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt.” (Markus 14,8) Maria von Bethanien hatte den Herrn Jesus im Voraus zum Begräbnis gesalbt. Für 300 Denare hatte sie ein wertvolles Salböl gekauft und in einem Alabasterfläschchen aufbewahrt. Wenige Tage vor dem Kreuzestod Jesu war sie mit einigen Jüngern ihres Meisters im Hause Simons des Aussätzigen zusammen. Als der passende Augenblick gekommen war, zerbrach sie das Alabasterfläschchen, um das Salböl vollständig dafür zu verwenden, ihren Herrn zu salben. Den Kopf und die Füße - schließlich den ganzen Körper. Das ganze Haus wurde von dem Duft dieses kostbaren Salböls erfüllt. Einige der Jünger, aber besonders Judas, konnten die “Verschwendung” des Salböls nicht begreifen. Aus ihrer Perspektive, hätte man das Geld viel eher für die Armen geben sollen. Doch Jesus beurteilte die Sache ganz anders. Er sah das Motiv von Maria und wusste, dass sie es für Ihn getan hatte. Sie hatte es aus Liebe zu Ihm getan. Umgerechnet auf unsere heutige Zeit, hatte Maria etwa EUR 40.000,00 – das Jahresgehalt eines Arbeiters - für ihren Meister investiert. Alles für diesen einen Augenblick! Aber ihr war bewusst, dass dieser Moment nie wieder kommen würde, weil Jesus sterben würde. Deshalb war ihr das Geld auch nicht zu schade, sondern sie investierte es gerne. Das, was so wertvoll war, “zerbrach” sie, um ihre Liebe zu Jesus zum Ausdruck zu bringen. Jesus beurteilte es wie folgt: “Sie hat getan, was sie vermochte;” Jesus sah ihre Hingabe und Anstrengung. Er sah ihre Opferbereitschaft und Liebe. Maria tat, was sie tun konnte. Tust Du auch das für den Herrn Jesus, was Du tun kannst? Könntest Du mehr tun oder bleibt du hinter Deinen Möglichkeiten zurück? An dem, was wir bereit sind für den Herrn zu “zerbrechen” und hinzugeben, kann man erkennen wie viel der Herr Jesus uns wert ist! #liebe #zerbruch #hingabe #opfer #geld #maria #jesus #jesuserlebt
- Wie liest du deine Bibel?
Geht es Dir auch manchmal so, dass Du Deine Bibel liest, aber nach einer gewissen Zeit feststellen musst, dass sich in Deinem Leben gar nichts verändert hat? Im Jakobusbrief wird das Bild eines Mannes gebraucht, der sich selbst im Spiegel betrachtet. Er sieht sein Äußeres, schaut sich eine kurze Zeit an, dann geht er weg und hat wenig später schon wieder vergessen wie er aussah. "Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war." (Jak 1,22-24) Stell Dir vor, Du würdest morgens nach dem Aufstehen vor dem Spiegel stehend feststellen, dass eine Rasur dringend nötig wäre, ein Fleck auf dem Pulli ist und Deine Haare zu Berge stehen. Nachdem Du Dein Äußeres realisiert hast, gehst Du weg und beginnst Deinen Tag ohne Dich um Dein Aussehen zu kümmern. Der Fleck auf dem Pulli bleibt, die Haare stehen zu Berge, usw. Genauso ist es, wenn wir Gottes Wort lesen und dadurch den Spiegel unseres eigenen Lebens vorgehalten bekommen. Die Bibel wird uns immer unseren praktischen Zustand zeigen, sie wird uns auf Fehlverhalten hinweisen und korrigieren. Aber wenn es dabei bleibt, dass wir nur erkennen, was zu tun wäre, aber nichts tun, dann betrügen wir uns selbst. Wir machen uns etwas vor und unser Leben hat mehr einen frommen Schein als das es wirklich kraftvoll ist und Gott uns verändern kann. Im Propheten Hesekiel wird eine vergleichbare Situation, wo das Volk Gottes zusammenkommt, um Worte Gottes zu hören, sehr drastisch berichtet: "Und sie kommen scharenweise zu dir und sitzen vor dir als mein Volk und hören deine Worte, aber sie tun sie nicht; sondern sie tun, was ihrem Mund angenehm ist, ihr Herz geht ihrem Gewinn nach." (Hes 33,31) Überleg einmal, welche Veränderung die Predigt des letzten Sonntags in Deinem Leben hervorgerufen hat. Oder wie war es in Deiner letzten stillen Zeit? War es nur ein flüchtiger, begeisterter Eindruck oder hat Gottes Wort einen Ausdruck in Deinem Leben gefunden?
- Ist Gott Dein Richter oder Vater?
„Du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen!“ (Jesaja 38,17) Ich habe unwissende Christen oft fragen hören, wie es denn komme, dass, wenn jemand begnadigt ist, er dennoch jeden Tag seine Sünden bekennen soll. Wir lehren ja, dass in dem Augenblick, wo ein Sünder dem Evangelium glaubt, alle seine Sünden hinweggenommen sind - vergangene, gegenwärtige und zukünftige. Die Schwierigkeit liegt in unserer neuen Beziehung zu Gott. Als ein Sünder komme ich zu Jesus Christus und glaube an Ihn. Dann ist Gott ein Richter. Er nimmt das große Schuldbuch des Gerichts, streicht meine Sünden aus und spricht mich frei. In demselben Augenblick nimmt Er mich in Seine Familie auf. Nun stehe ich zu Ihm in einer anderen Beziehung: Gott ist für mich nicht mehr ein Richter, sondern ein Vater. Und nun stehe ich in einer anderen Zucht. Ich genieße eine andere Behandlung und habe einen neuen Gehorsam. Wenn ich nun etwas Unrechtes tue, was dann? Kommt der Richter und zerrt mich vor Sein Gericht? Nein, ich habe keinen Richter mehr zu fürchten. Gott ist mein Vater. Der Vater stellt mich vor sein Angesicht und redet mit mir, oder er nimmt die Rute und züchtigt mich. Als Gott noch mein Richter war, züchtigte er mich niemals. Da drohte er, das Beil zu nehmen. Aber er hat das Beil nun begraben. Da ich nun sein Kind bin, hat er kein Beil mehr, um mich damit zu töten. Seine eigenen Kinder kann er nicht töten. Da wir, du und ich, obwohl wir Gottes Kinder sind, jeden Tag sündigen - nicht gegen Gott als den Richter, sondern gegen ihn als Vater -, so geziemt es uns, jeden Tag unsere Sünden zu bekennen. Tun wir das nicht, so wendet der Vater zuletzt die Rute an, wie er es bei Hiskia tat. Er schlug Hiskia, bis er todkrank wurde. Hiskia tat Buße, und die Rute wurde weggelegt. So war es auch bei David. Als er die Sünde begangen hatte, war die Beziehung zu Gott gestört. Gott war, wie ein Vater, gegen sein Kind zornig. Aber nachdem David Buße getan hatte, drückte ihn der Vater wieder an sein Herz, und David konnte singen: „Alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.“ #vater #kind #richter #gnade #sünde #gott #jesuserlebt
- Woher kommt Deine Kraft?
“Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Stärke, vor wem sollte ich erschrecken?” (Psalm 27,1) Kein Wunder, dass David mitten in Schwierigkeiten voller Zuversicht war! Er schaute nicht auf sich selbst und hörte nicht in sich hinein, sondern sein Blick ging aufwärts zu seinem HERRN. Umgeben von Feinden, die ihm eigentlich Angst einjagen mussten, fürchtete sich David keineswegs, weil er den HERRN als sein Licht und sein Heil erlebte. Mitten in der Dunkelheit, war der HERR sein Licht. Gott gab David nicht nur Licht, um einen klaren Blick mitten in schwierigen Umständen zu behalten und den Weg zu wissen, den er gehen sollte. Der HERR selbst war sein Licht und führte ihn durch die Dunkelheit. Auch heute ist es ziemlich dunkel um uns her geworden. Da dürfen wir uns darauf verlassen, dass Jesus Christus “das Licht der Welt” ist (Joh 8,12). Er bringt Licht in die Finsternis. David brauchte aber nicht nur Licht, sondern auch Rettung in der Not. Er fühlte seine eigene Schwachheit, sah aber auch die Übermacht des Feindes. Warum fürchtete David sich trotzdem nicht? Der HERR war sein Heil. Er verschaffte ihm Rettung mitten in den schwierigsten Umständen. Das Gleiche gilt für uns heute: “Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last; Gott ist unsere Rettung. – Sela.” (Ps 68,20) Auch wenn wir keine Kraft in uns selbst haben, um gegen das Böse zu bestehen, was uns umgibt – “Der HERR ist meines Lebens Stärke.” David vergleicht die Macht des Feindes nicht mit seiner eigenen Kraft, sondern mit der Kraft Gottes. Diese große Kraft Gottes steht auch Dir und mir zur Verfügung und hat sich nicht verändert. “Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.” (2.Chr 20,12) #licht #heil #kraft #stärke #rettung #jesus #jesuserlebt
- Ist Dir Gott egal?
„Und weil sie es nicht für gut befanden, Gott in Erkenntnis zu haben, hat Gott sie hingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht geziemt;“ (Rö.1,28) Der Apostel Paulus schreibt hier über Menschen, die Gott nicht anerkennen. Man kann auch übersetzen, dass „sie Gott nicht der Anerkennung würdigten“ (Schl 2000). Es ist ihnen egal, dass ein allmächtiger Gott existiert, dem sie einmal Rechenschaft ablegen müssen (Rö.14,12). Da Gott die Herzen der Menschen genau kennt, wusste Er nur zu gut um diese Ablehnung (Apg.1,24). Darum hat Er in Jesus Christus allen Menschen gezeigt, wie sie zu Ihm kommen können. Er gab Seinen Sohn in den Tod am Kreuz, um ihnen Vergebung der Sünden und ewiges Leben zu geben. Das gilt für jeden, der dieses Werk im Glauben annimmt. Gott hat auch dafür gesorgt, dass die Menschen Ihn in der Schöpfung erkennen können. Gottes Wort ist hier sehr präzise. Es gibt keine Ausreden: „...denn das Unsichtbare von ihm wird geschaut, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden –, damit sie ohne Entschuldigung seien,“ (Rö.1,20) Und dann ist es den Menschen egal? Gott wird nicht anerkannt und wir machen alles so, wie wir es für richtig halten und das sollte ohne Folgen bleiben? Sicher nicht. „Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, …“ (Rö.1,18) Das Gericht Gottes über diese Welt wird kommen. Das sagt uns die Bibel sehr deutlich. Einen „Vorgeschmack“ davon sehen wir schon jetzt in einer Welt, die Gott völlig ablehnt: Er hat sie „hingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht geziemt; erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit; voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; Ohrenbläser, Verleumder, Gott Hassende, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame, …" (Rö.1,28-30) Gott möchte nicht, dass Du dazu gehörst. Erkenne Ihn heute als Deinen Herrn an! „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden,“ (Apg.16,31) #gott #erkennen #sünde #gericht #leben #rettung #jesuserlebt












