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- Heilssicherheit
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,27-30) Vielleicht hattest Du auch schon einmal Zweifel, ob Dein Heil in Christus wirklich sicher ist? Du hast Dich vielleicht gefragt, ob Du nicht doch wieder verloren gehen kannst? Was ist, wenn Du versagst oder im Glauben schwach wirst? Der Herr Jesus selbst hat Antworten auf die Fragen, die uns von Zeit zu Zeit beschäftigen können. In den oben angeführten Versen aus Johannes 10 geht es um die Merkmale derer, die zu den Schafen des Herrn Jesus gehören. Es ist vielleicht nicht äußerst ruhmreich, mit einem Schaf verglichen zu werden. Aber wenn Du den Herrn Jesus als Hirten kannst, kann es nichts Besseres geben als ein Schaf in Seiner Herde zu sein. Er ist der gute Hirte, der am Kreuz von Golgatha Sein Leben für die Schafe gegeben hat. Gehörst Du schon zu Seiner Herde? Kennst Du den Hirten oder bis Du noch ein Schaf ohne Hirten, was plan- und ziellos durchs Leben irrt? Der Herr Jesus gibt Seinen Schafen ewiges Leben und sie gehen in Ewigkeit nicht verloren. Ewiges Leben bedeutet nicht nur für immer zu leben, denn eine ewige Existenz hat letztlich jeder Mensch. Ewiges Leben ist ein Leben mit Qualität, es ist Leben im Überfluss (Joh 10,10). Ewiges Leben ist das Leben des Herrn Jesus (1.Joh 5,20) und bedeutet Gott und den Herrn Jesus zu kennen bzw. immer besser kennenzulernen (Joh 17,3). Ewiges Leben hast Du jetzt schon auf der Erde, auch wenn Du noch sterben musst. Wenn Du ewiges Leben hast, dann lebst Du auch dann, wenn Du stirbst (Joh 11,25). Das ewige Leben wird sich erfüllen, wenn wir einmal bei dem Herrn Jesus sind und ewig mit Ihm leben werden (1.Thess 5,10). Seite an Seite mit unserem Heiland und Hirten. Weil das Leben, das Gott gibt, ewig ist, geht es auch nicht verloren oder ist irgendwann zu Ende. Du kannst es nicht wieder verlieren, sondern bist für ewig vor der Hölle und der ewigen Verdammnis gerettet. Wenn ein Kind Gottes verloren gehen könnte, dann wäre die Verheißung des Herrn Jesus nicht wahr. Er hat es versprochen: Das ewige Leben ist unverlierbar. Jesus selbst garantiert die Sicherheit der Schafe, niemand kann sie aus der Hand des Hirten rauben. Das schafft weder der Teufel noch irgendein Mensch oder eine andere Macht. Aber um es ganz sicher zu machen, bietet der Vater uns eine doppelte Sicherheit. Wir sich auch in Seiner Hand fest geborgen. Die Hand des Herrn Jesus und die Hand des Vaters – das ist quasi der Doppelgriff Gottes. Der Vater ist größer als alles, Er hat unendliche, unbegreifliche Macht. Doch Jesus ist eins mit Seinem Vater im Wesen und Seiner ewigen göttlichen Natur. Durch die Allmacht des Vaters und des Sohnes ist unser Heil ganz sicher. Um es nochmal zu sagen: Niemand kann Dich aus der Hand Gottes rauben. Auch Dein eigenes Versagen, Deine Schwachheit oder irgendetwas anderes können Dich nicht aus der Hand Gottes lösen. ER garantiert dafür und es liegt nicht an Dir! Das ist Gottes unendlich große Liebe, die Dich dazu motiviert ein Leben für den Hirten zu führen. #ewigesleben #ewig #eternallife #heil #rettung #savation #verlieren #heilssicherheit #sicher #secure #sicherheit #schaf #hirte #sheep #jesuserlebt #dautphe
- Rechtfertigung
„Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist;“ Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, was Gott aus Dir gemacht hat als Du zum Glauben gekommen bist? Dir ist wahrscheinlich klar, dass Du ein Sünder warst, bevor Du mit Deiner Lebensschuld zu dem Herrn Jesus gekommen bist. Du warst durch die Sünde von Gott getrennt, ein Feind Gottes und ohne wirkliche Hoffnung und Zukunft in Deinem Leben (Lies mal Römer 5). Du konntest die Herrlichkeit Gottes nicht erreichen, doch durch den Herrn Jesus ist alles anders geworden. Jetzt bist Du gerechtfertigt! Aber was heißt das eigentlich? Vielleicht denkst Du: Mir wurden meine Sünden vergeben. Ja, das ist richtig, aber Rechtfertigung ist mehr als das. Deine Sünden sind ein für allemal weg. Gott hat sie hinter Seinen Rücken geworfen. Gott hat Dich und mich gerecht gesprochen. Er sieht uns jetzt so an, als hätten wir noch nie gesündigt. Unfassbar, aber wahr! Aber Rechtfertigung ist noch mehr als das: Gott rechnet Dir und mir Seine Gerechtigkeit zu. Du bist jetzt in Christus, hast eine neue Identität und Gott sieht Dich jetzt in der ganzen Wohlannehmlichkeit Seines Sohnes. Das Schöne und Wunderbare, was Gott in Seinem eigenen Sohn sieht, entdeckt Er jetzt auch in Dir und mir, weil Du eine neue Identität hast. Der Herr Jesus ist absolut gerecht, völlig sündlos und rein. Und diese ganze Gerechtigkeit bekommst Du von Gott zugerechnet. Ich kann das nicht begreifen, zumal ich es mir nicht selbst verdient habe. Es ist aus reiner Gnade, ein unverdientes Geschenk meines Gottes. Du kannst nichts hinzutun und doch musst Du an das Opfer des Herrn Jesus glauben, denn wir werden durch Glauben gerechtfertigt (Rö 5,1). Ich wünsche Dir, dass Du mit mir über das staunen kannst, was Gott aus Dir und mir gemacht hat. #jesuserlebt #jesus #gott #god #rechtfertigung #gerecht #righteous #jesus #christ #christus #vergebung #sünde #sin #mann #frau #man #woman
- Wie ist Dein Beziehungsstatus?
Es gibt ein Buch, in dem Fragen von Kindern an Gott wiedergegeben werden. Teilweise sind diese Fragen lustig, aber sie regen uns auch zum Nachdenken an. Eine dieser Fragen lautet: “Gott, kennst du meinen Papa persönlich oder hast du nur geschäftlich mit ihm zu tun?“ Im ersten Moment kann man sicher darüber schmunzeln, allerdings verbirgt sich dahinter auch eine Frage, die wir uns ebenfalls stellen sollten. Kennen wir Gott und den Herrn Jesus nur „geschäftlich“, wie zum Beispiel bei der Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten, bei der Übernahme einer Aufgabe innerhalb der Gemeinde, bei der Unterstützung von Armen und Hilfsbedürftigen, oder sonntags wenn wir in die Gemeinde gehen (...) oder will ich mich täglich von Ihm leiten lassen und habe eine persönliche Beziehung zu Ihm? Ganz sicher freut sich der Herr Jesus, wenn wir am Sonntag in der Gemeinde sind, von Ihm hören, an Sein Erlösungswerk denken und Ihn dafür loben. Doch Er hat noch so viel mehr für uns. Wenn wir mit unseren Sünden zu ihm gekommen sind und Ihn persönlich als Retter angenommen haben, dann haben wir eine Beziehung zu Ihm, die wir uns hier auf der Erde kaum vorstellen können. In Seinem Wort lesen wir, dass wir die Sohnschaft empfangen haben (Gal.4,15). Eine Segnung, die wir uns immer wieder neu bewusst machen sollten und die wirklich ganz persönlich ist. Aber so wie auch ein Sohn (Tochter) sich noch nicht allein im Leben zurechtfindet und viele Fragen an die Eltern hat, so können auch wir zu Gott als unserem Vater kommen und Er wird uns den richtigen Weg, mehr von Seinem Willen und sich selbst zeigen. Besonders in schwierigen Situationen in der Familie oder im Beruf, dürfen wir Ihn fragen, wie es für uns weiter geht. In seinem Wort sagt Er uns: „Ich will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du gehen sollst; ich will dir raten, mein Auge ist über dir.“ (Ps.32,8). Wir können uns auf Seine Zusagen verlassen, doch wie oft versuchen wir uns erst selbst zu helfen, bevor wir an Ihn denken. Er möchte uns gern zur Seite stehen, aber lassen wir Seine Hilfe und Leitung auch zu? …und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. (Jes. 9,5) Der Herr Jesus will uns aber nicht nur auf unserem Weg helfen, Er hat auch Aufgaben, die wir für Ihn zu Seiner Freude und aus Dankbarkeit für Seine Liebe tun dürfen. Und selbst bei diesen Aufgaben stehen wir nie alleine da. Er will uns zeigen, was wir für Ihn tun können: „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. (Eph.2,10) Oftmals sind das vielleicht auch kleine Dinge, die niemand sofort sieht. So wie auch ein Kind seinen Eltern eine Freude machen kann, wenn es gehorsam ist. Wenn wir die Zeit in unserem Leben mehr für Ihn einsetzen, freut Er sich darüber und wird uns einmal reich belohnen. Wir sollten also darauf achten, dass wir nicht nur „geschäftlich“ mit Gott zu tun haben und sobald die Gemeinde vorbei ist, uns nur um unseren Alltag kümmern. Er möchte an unserem Leben teilhaben und je mehr wir Ihn teilhaben lassen, umso mehr werden wir erfahren, wie Er uns führt. Hast du es schon ausprobiert? Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. (1.Joh.3,1a) #sohn #tochter #kind #beziehung #beziehungsstatus #persönlich #geschäftlich #business #personal #gott #god #jesus #vater #father #leitung #aufgaben #lord #jesuserlebt #papa
- Golgatha (5)
9. Das Annageln der Schuldschrift Nachdem die Soldaten Seine Kleider unter sich verteilt hatten, schreibt Matthäus davon, dass sie dort saßen und ihn bewachten. Wie ist das möglich? Wie kann man angesichts der Szenen von Golgatha sitzen? Er bedeutete ihnen eben nichts! Sie taten nur ihren Job. Kalt und gefühllos. Dabei muss ihnen während der Kreuzigung aufgefallen sein, dass Er anders war – dass Er sich freiwillig auf das Kreuz legte, ohne jeden Widerspruch, ohne jede Gegenwehr. Wie unnötig, Ihn zu bewachen. Pilatus fertigt währenddessen ein Holzschild an. Darauf schreibt er in drei Sprachen die Anklage. Jeder sollte es lesen können. „Jesus, der Nazaräer, der König der Juden.“ (Joh.19,19). Diese Anklage lässt er über dem Kopf des Herrn am Kreuz anbringen. Viele lasen, was da stand, denn viele kamen auf ihrem Weg nach Jerusalem hier vorbei. Dort hing Er, Jesus, der Mann von Nazareth, ihr König. Pilatus hatte Ihn während der Gerichtsverhandlung zu ihnen hinausgeführt. „Siehe, euer König!“ hatte er gesagt. Sie haben geschrien: „Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn!“ „Euren König soll ich kreuzigen?“ Darauf antworten die Hohenpriester: „Wir haben keinen König, als nur den Kaiser“. Sie, die stolzen Juden waren bereit, sich unter die Herrschaft des von ihnen gehassten römischen Kaisers zu stellen, wenn Er dafür nur endlich aus dem Weg geräumt würde. Aber Er war ihr König! und Gott sorgte dafür, dass es für alle sichtbar über dem Kreuz stand! Die Hohenpriester ärgern sich über das, was Pilatus schreiben lies. Sie kommen zu ihm und fordern ihn auf, das Anklageschild zu ändern. Nicht dass Er ihr König sei, soll da stehen, sondern dass Er es behauptet habe. Pilatus lässt es dabei. Der Text wird nicht geändert. „Was ist Wahrheit?“ hatte er noch kurz vorher den Heiland gefragt. Hier steht sie nun, die Wahrheit. In Hebräisch, Lateinisch und Griechisch! Und der Herr? Er litt dort am Kreuz auch als König. Als der König, der Sein Volk retten wollte. Den sie hassten und ablehnten. Seine Herrschaft konnte Er nicht antreten. Kein herrliches Reich! Keine machtvolle Regierung! Stattdessen der Schandpfahl. Daniels Prophetie erfüllt sich. 62 Wochen waren vergangen und der König wurde ausgerottet und hatte nichts (Dan.9,26)! Auf wie viel unterschiedlichen Ebenen hat der Herr gelitten! Alle diese Leiden hat er ergeben ertragen. Wunderbarer Heiland! Preis und Anbetung sei Deinem hochheiligem Namen, Hoch und erhaben ist er über jeglichen Namen! Preis sei schon hier,Preis einst in Herrlichkeit Dir! Preis sei Dir ewiglich! Amen. Musik: Stralsund 1665 | Text: Emil Dönges #golgatha #calvary #cross #kreuz #jesus #christ #jesuschrist #suffering #leiden #messias #messiah #bible #bibel #sünden #sin #könig #king #jesuserlebt #dautphe #schuld
- Laodizea - Wie Christus sich einer lauen Gemeinde vorstellt (3)
"Dieses sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:“ (Offenbarung 3,14) Die Gemeinde in Laodizea wird von dem Herrn Jesus selbst beurteilt und ins Licht gestellt, um ihren eigenen Zustand und das eigene Versagen zu erkennen. Der Apostel Johannes hatte den Auftrag, die einzelnen Sendschreiben an den jeweiligen Engel der örtlichen Versammlung zu schreiben. Ein Engel ist ein Bote oder Vermittler einer Botschaft. An dieser Stelle kann man mit dem Engel der Gemeinde die personifizierte Verantwortlichkeit der örtlichen Gemeinde verbinden. Es geht also um Menschen, die besonders für den Zustand einer örtlichen Gemeinde Verantwortung tragen. Dabei kannst Du z.B. an die Ältesten, die Lehrer oder Hirten in Deiner Ortsgemeinde denken – darüber hinaus ist natürlich jeder angesprochen, der zu einer örtlichen Gemeinde gehört. Du bist schließlich nicht Glied einer örtlichen Gemeinde, um einfach nur zu konsumieren, sondern es gibt auch für Dich eine Aufgabe. Du bist also auch angesprochen, in dem was in dem Brief an Laodizea vorgestellt wird. Bevor nun das Fehlverhalten der Gemeinde in Laodizea ganz konkret aufgedeckt wird und der Herr Jesus die Gemeinde tadelt, stellt Er sich selbst in verschiedenen Herrlichkeiten Seiner Person der Gemeinde vor. Dabei zeigt Er auf, was aus der historischen Gemeinde in Laodizea schon nach kurzer Zeit geworden war. Auf der anderen Seite wird wunderbar herausgestellt, dass der Herr Jesus sich nicht verändert hatte, dass Er immer noch derselbe geblieben war. Johannes zeigt auf, wie die Gemeinde eigentlich sein und sich verhalten sollte – dabei ist der Herr Jesus selbst der Maßstab für die Gemeinde. Jesus ist der Amen. Amen bedeutet soviel wie „gewiss“, „wahrhaftig“, „unwandelbar“ oder „zuverlässig“. Normalerweise benutzt man das ursprünglich hebräische Wort „Amen“, um seine Zustimmung zu dem vorher Gesagten auszudrücken. Mit dem „Amen“ nach einem Gebet, setzt der Betende das letzte Wort, um seine Worte noch einmal zu bekräftigen. Wenn Du zu einem Gebet eines anderen „Amen“ sagst, bejahst Du das Gesagte und betrachtest es als Dein eigenes Anliegen. Jesus Christus ist „der Amen“. Er ist der, der das letzte Wort hat. In Jesaja 65,16 wird Gott auch einmal als der „Gott des Amen“ oder der „Treue“ bezeichnet. Er hat eine allumfassende Autorität in sich selbst, das zu erfüllen, was Er verheißen hat. In dem Herrn Jesus kommen alle Verheißungen des AT und NT ganz sicher zu Erfüllung. Er selbst garantiert dafür. „Denn so viele der Verheißungen Gottes sind, in ihm ist das Ja, darum auch durch ihn das Amen, Gott zur Herrlichkeit durch uns.“ (2. Kor 1,20) Damit ist nicht gemeint, dass Gott nur alle gütigen und gnadenvollen Versprechen in Seinem Wort einhalten wird, sondern letztlich jede Verheißung, auch die, in denen Gericht verheißen wird. Alles, was Er sagt, wird Er in Jesus Christus erfüllen. Jesus ist der Amen. Dass Jesus der Amen ist, bedeutet auch, dass nach der Phase der Gemeinde in Laodizea, keine neue Phase mehr beginnen wird. Die Gläubigen werden entrückt, danach wird das Gericht an der bekennenden Gemeinde ohne Christus vollzogen, indem Er sie „aus Seinem Mund ausspeien“ wird, weil sie nicht entsprechend der ihr offenbarten Wahrheit und der Verheißungen Gottes gelebt hat. Es ist eine Sache die Wahrheit der Bibel und die Verheißungen zu kennen, aber eine andere Sache darin zu leben. Jesus ist der treue und wahrhaftige Zeuge. Der Herr Jesus sagt von sich selbst: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe.“ (Joh 18,37) Der Inhalt Seines Zeugnisses war die Wahrheit über den heiligen Gott selbst, über Christus, den Heiligen Geist, uns Menschen, die Sünde und den Weg zur Errettung von Sündern. Er ist ein wahrhaftiger Zeuge, völlig glaubhaft und treu, in dem was er bezeugt. Sogar als der Herr Jesus geschlagen, verraten, verleugnet und schließlich gekreuzigt wird, bleibt er treu. Selbst in Seinem Sterben gibt Er von der Wahrheit Zeugnis. Vielleicht hast Du schon einmal gehört, dass von einer örtlichen Gemeinde als von einem „Zeugnis der Versammlung“ gesprochen wurde. Es wäre genial, wenn die örtlichen Gemeinden wirklich ein Zeugnis von Gott selbst und der Person des Herrn Jesus sein würden. Dann wüsste wohl jeder, dass in dieser Gemeinde allein Gott groß gemacht wird, dass dort Menschen zusammenkommen, die „übernatürlich“ anders sind. Das kann allerdings nur dann der Fall sein, wenn wir in den örtlichen Gemeinden nicht meinen, dass wir besser seien als andere - vielleicht sogar besser als andere Christen. Wenn das so wäre, wird unser Licht nicht leuchten und unser Zeugnis hätte keine Kraft. Ist die Gemeinde, die Du besuchst, eine Gemeinde in der die Gläubigen für das Evangelium und die Mission brennen? Weil die Gemeinde in ihrem Zeugnischarakter versagt hat, stellt sich Christus als der treue und wahrhaftige Zeuge vor. Der Herr Jesus ist Anfang der Schöpfung Gottes. Jesus Christus ist sowohl der Anfang der ersten Schöpfung als auch der Anfang der neuen Schöpfung. Die erste Schöpfung ist eine materielle Schöpfung und als Schöpfer ist Er der Ursprung von Allem. „Denn er sprach, und es war; er gebot, und es stand da.“ (Ps 33,9) Im Kolosserbrief wird sogar gesagt, dass nicht nur alles durch Ihn geschaffen wurde, sondern auch für ihn. Alles was Er geschaffen hat, soll auch zu Seiner Verherrlichung und Ehre sein (Kol 1,16; Rö 11,36). Dabei sei angemerkt, dass der Herr Jesus zwar der Ursprung der Schöpfung Gottes ist, aber natürlich selbst kein Geschöpf. Christus ist auch der Anfang der neuen Schöpfung Gottes (Kol 1,18). Jeder der von neuem geboren ist und sich bekehrt hat, gehört zu dieser neuen Schöpfung. „Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Kor 5,17) Die Gemeinde Gottes gehört nun auch zu dieser neuen Schöpfung (Jak 1,18). Du bist ein Werk Gottes, geschaffen in Christus Jesus, um die guten Werke zu tun, die Gott schon zuvor bereitet hat (Eph 2,10). Gott möchte, dass durch Dich und mich und im Allgemeinen durch die Gemeinde die Kennzeichen der neuen Schöpfung Gottes heute schon sichtbar werden. Wie sollen wir uns denn verhalten, wenn wir eine neue Schöpfung sind? Im Galaterbrief wird die Frucht des Geistes vorgestellt, die der Heilige Geist in uns wachsen lassen möchte: „Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit; gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.“ (Gal 5,22.23) Mit der ersten Schöpfung ging es seit Adam und dem Sündenfall nur bergab, obwohl Gott dem Menschen den Auftrag gegeben hatte, alles zu bewahren und in Seinem Sinn zu verwalten. Mit Christus nahm die neue Schöpfung ihren Anfang und die Gemeinde hätte etwas von dieser neuen Schöpfung in dieser Welt zeigen sollen. Doch weil das nicht der Fall war und die Gemeinde versagt hat, stellt sich der Herr Jesus als der Anfang der Schöpfung Gottes vor, in dem das offenbart wurde, was Gottes Plänen wirklich entsprach. Präge Dir gut ein wie sich der Herr Jesus der Gemeinde in Laodizea vorstellt, um zu erkennen wie die Gemeinde eigentlich sein sollte. #church #gemeinde #ende #end #rapture #entrückung #erweckung #versammlung #gemeinde #laodizea #lau #heuchelei #hypocrasy #ohnekraft #endtimes #endzeit #jesuserlebt #jesus #christus #zeugnis #schöpfung #creation #amen
- Golgatha (4)
7. Seine erste Aussage am Kreuz Angeschlagen, aufgerichtet, für jeden gut zu sehen hängt der Heiland am Kreuz. Er erträgt furchtbare Qualen. „alle meine Gebeine haben sich zertrennt“, sagt Er in Psalm 22,15. Unvorstellbare körperliche Schmerzen. Und der Mensch? Er offenbart in diesen Stunden seinen tiefsten Hass. Der Heiland sieht sie alle dort stehen. Die geistlichen Instanzen des Volkes. Pharisäer, Sadduzäer, Schriftgelehrte und die Hohenpriester. Ihr Hass vereint die sonst so uneinigen Gruppen. Er sieht die falschen Zeugen. Menschen, die bereit waren zu lügen, um Ihn hinrichten lassen zu können. Er sieht die Diener des Hohenpriesters, die Ihn nach der ungerechten Gerichtsverhandlung angespuckt hatten. Sie haben Ihm ins Gesicht geschlagen, seinen Kopf verhüllt und lästernd gefragt: „Wer ist es, der dich schlug?“. Er sieht das Volk. Übermäßig hatten sie gebrüllt: „Weg mit diesem“, „Kreuzige, kreuzige ihn“! Was mag in diesen Augenblicken in Seiner Seele vorgegangen sein? Lukas lässt uns einen kleinen Blick in das Herz Jesu tun. Zum ersten Mal spricht der Herr am Kreuz. Aber was sagt Er? Drückt Er aus, wie sehr er leidet? Kommen Vorwürfe, oder der Ruf nach Gerechtigkeit und Rache? Heiliger Zorn? Nein, nichts von alledem. Der Heiland betet! Angesichts der ganzen Ungerechtigkeit, des Hasses und Brutalität der Menschen betet Er. Für sich? Nein, Er betet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Was für ein Herz! Was für eine Liebe! Schon Jesaja hatte davon geschrieben, dass Er für die Übertreter vor Gott eintreten würde (Jes.53,12). Er stellt sich zwischen Gott und Seine Hasser und betet, dass der Vater ihnen vergeben möge. „sie wissen nicht, was sie tun!“ Er macht seine Mörder (Apg.5,30) zu Totschlägern (Apg.3,17). Seinen Jüngern hatte der Herr einmal gesagt, dass sie für die Menschen beten sollten, die sie verfolgten (Mt.5,44). Er tut es hier in unnachahmlicher Weise! 8. Das Teilen Seiner Kleider Ungeachtet dessen, geht das Treiben unter dem Kreuz weiter. Die Soldaten teilen Seine Kleider. Johannes berichtet davon am ausführlichsten. Die anderen Evangelisten erwähnen es eher nebenbei. Seine Oberkleider zerrissen sie in vier Teile. Sein Untergewand muss so wertvoll gewesen sein, dass sie es verlosten. Bestimmt hatte Er es von einer der Frauen bekommen, die Ihm mit ihrem Besitz gedient hatte (Joh.8,3). Die Soldaten erfüllen damit das, was der Herr in Psalm 22,19 sagt: „sie teilen meine Kleider unter sich und über mein Gewand werfen sie das Los.“ Sie hatten Ihm wirklich ALLES genommen! Unbekleidet hing der Heiland am Kreuz. Was für eine Demütigung! Hoch aufgerichtet – für alle sichtbar. Die Arme ausgestreckt und angenagelt und so ohne Möglichkeit, sich zu schützen. Auch das hat Er empfunden und ausgedrückt. Wieder ist es Psalm 22. „Alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie schauen uns sehen mich an“ (Vers 18). Unbegreifliche Liebe, die meinen Heiland dass alles ertragen ließ. hast Deine Lieb am Kreuz enthüllet, so wie der Mensch den tiefsten Hass, hast Gottes Willen ganz erfüllet, und – ach! – der Mensch sein Sündenmaß. Text: Carl Brockhaus (*1822 †1899) #golgatha #calvary #cross #kreuz #jesus #christ #jesuschrist #suffering #leiden #messias #messiah #bible #bibel #sünden #sin #kleider #clothes #kleidung #vater #father #vergeben #vergebung #jesuserlebt #dautphe
- Die Biene (2) – Gottes Ansprache an uns Menschen
In unserem ersten Teil der Andacht haben wir die kritische Bedeutung der Biene, die uns Gottes Wort zeigt, angesehen. Damit haben wir ein Thema behandelt, dass sich, wie ich finde, überwiegend an die Männer richtet, wobei die Ansprache Gottes die Frauen nicht ausnimmt. Wenn wir uns heute die positive Anwendung anschauen möchten, dann dürfen sich die Frauen primär angesprochen fühlen. Das Bild, welches uns Gottes Wort hier malt, bezieht sich auf eine Frau, auf Debora, deren Name übersetzt „Biene“ bedeutet. Debora hat in ihrem Leben Eigenschaften einer Biene gezeigt. Sie ist der Bedeutung ihres Namens absolut gerecht geworden. Was zeichnet die Biene aus? Wenn wir den Bienenstock beobachten, sehen wir Aktivität, pausenloses Schaffen. Der Fleiß der Biene ist dadurch sprichwörtlich. Die Biene durchläuft in ihrem Leben eine Reihe von Arbeitsstationen. Diese beginnen bei der Brutpflege, beinhalten den Wabenbau und Putzarbeiten, reichen über Honigverarbeitung bis hin zur letzten Station, dem Pollen und Nektar sammeln, die ungefähr die Hälfte des kurzen Bienenlebens von rund 35 Tagen ausmacht. Diese letzte Aufgabe erfüllen die Bienen bis zu ihrem Tod. Sie arbeiten sich buchstäblich zu Tode. Diese Reihenfolge hat Gott der Schöpfer in seiner Weisheit wunderbar eingerichtet. Nur in dieser Weise funktioniert der Bienenstaat reibungslos. Wenn wir Debora betrachten, dann erkennen wir etwas von diesen Eigenschaften in ihrem Leben. Sie hat das Volk Israel in schwieriger Zeit, als es durch Ungehorsam unter fremder Herrschaft war, aus dieser Situation herausgeführt, indem sie Barak angetrieben hat aktiv zu werden und in den Kampf gegen den Feind, gegen Sisera, zu ziehen. Es war eine Zeit, als kein Mann da war, um das Volk zu richten. Die Männer hatten versagt und waren ihren Aufgaben nicht nachgekommen. Debora hat sich durch außergewöhnliche (Glaubens-) Energie, durch besonderes Gottvertrauen und Aktivität ausgezeichnet. [Ri. 4,1-9] Und die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen des HERRN; und Ehud war gestorben. Da verkaufte sie der HERR in die Hand Jabins, des Königs der Kanaaniter, der in Hazor regierte; und sein Heeroberster war Sisera, und er wohnte in Haroschet-Gojim. Und die Kinder Israel schrien zu dem HERRN; denn er hatte 900 eiserne Wagen, und er bedrückte die Kinder Israel mit Gewalt 20 Jahre. Und Debora, eine Prophetin, die Frau Lappidots, richtete Israel in jener Zeit. Und sie wohnte unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bethel, auf dem Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel gingen zu ihr hinauf zu Gericht. Und sie sandte hin und ließ Barak, den Sohn Abinoams, von Kedes-Naphtali, rufen; und sie sprach zu ihm: Hat nicht der HERR, der Gott Israels, geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor, und nimm mit dir 10000 Mann von den Kindern Naphtali und von den Kindern Sebulon; und ich werde Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir ziehen an den Bach Kison samt seinen Wagen und seiner Menge, und ich werde ihn in deine Hand geben? Und Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir gehst, so gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehst, so gehe ich nicht. Da sprach sie: Ich will wohl mit dir gehen; nur dass die Ehre nicht dein sein wird auf dem Weg, den du gehst, denn in die Hand einer Frau wird der HERR den Sisera verkaufen. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedes. [Ri. 4,14-16] Und Debora sprach zu Barak: Mach dich auf! Denn dies ist der Tag, da der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat. Ist nicht der HERR ausgezogen vor dir her? Und Barak stieg von dem Berg Tabor hinab, und 10000 Mann ihm nach. Und der HERR verwirrte Sisera und alle seine Wagen und das ganze Heerlager durch die Schärfe des Schwertes vor Barak her; und Sisera stieg von dem Wagen herab und floh zu Fuß. Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach bis Haroschet-Gojim; und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schärfe des Schwertes: es blieb auch nicht einer übrig. Ist das nicht wunderschön, wie Gott uns die Biene als Beispiel für unser geistliches Leben vorstellt? Wir dürfen uns Debora als Vorbild nehmen, doch mehr die Charakterzüge der Biene in unserem Leben zu zeigen. Wir dürfen Gott aber auch dankbar sein, dass in heutiger Zeit immer noch Schwestern da sind, die der Biene gleichen! Salomo spricht in den Sprüchen Kapitel 30 auch über eine Frau, die diese Wesensarten in ihrem Leben zeigt: [Spr. 31,10-30] Eine tüchtige Frau, wer wird sie finden? Denn ihr Wert steht weit über Korallen. Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie sucht Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände. … Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und bestimmt die Speise für ihr Haus und das Tagewerk für ihre Mägde. Sie strebt nach einem Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme. Sie erfährt, dass ihr Erwerb gut ist: bei Nacht geht ihr Licht nicht aus; sie legt ihre Hände an den Spinnrocken, und ihre Finger erfassen die Spindel. Sie breitet ihre Hand zu dem Elenden aus und streckt ihre Hände dem Dürftigen entgegen. Sie fürchtet für ihr Haus den Schnee nicht, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesin gekleidet. Sie fertigt sich Teppiche an; Byssus und Purpur sind ihr Gewand. … Sie fertigt Hemden an und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem Kaufmann. … Sie öffnet ihren Mund mit Weisheit, und liebreiche Lehre ist auf ihrer Zunge. Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus und isst nicht das Brot der Faulheit. Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, ihr Mann steht auf und rühmt sie: „Viele Töchter haben tüchtig gehandelt, du aber hast sie alle übertroffen!“ Die Anmut ist Trug, und die Schönheit Eitelkeit; eine Frau, die den HERRN fürchtet, sie wird gepriesen werden. Wie gesegnet sind solche Frauen, solche Schwestern im Herrn! Wie gesegnet sind aber auch wir Männer und unsere Familien, wenn wir eine solche „Biene“ in unserem Haus haben. Müssen wir es zu unserer Beschämung nicht zugeben, dass wir auch manchmal nötig haben geistlich angetrieben zu werden? Wie gut, wenn wir Frauen haben, die uns, ihrer Stellung innerhalb der Schöpferordnung entsprechend, dann helfen. Die uns Vorbild sind im Fleiß, im geistlichen Leben, in Gottvertrauen und Energie. Die uns motivieren geistlich voranzukommen, herauszukommen aus unserer Lethargie und aktiv zu sein für den Herrn. Liebe Schwestern! Gott wird euch wunderbar belohnen und reichen Segen geben für ein bienengleiches Leben zu seiner Ehre! #jesuserlebt #biene #bee #imker #gott #god #jesus #christ #christus #frauen #frau #woman #women #man #mann #fleiß #vertrauen #energie #debora
- Menschliche Meinungen in der Gemeinde - Laodizea (2)
„Und dem Engel der Versammlung in Laodizea schreibe: Dieses sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:“ (Offenbarung 3,14) Die antike Stadt Laodizea in der Region Asia, war eine sehr reiche Stadt. Nachdem die Stadt im 1. Jahrhundert n. Chr. zweimal durch Erdbeben schwer verwüstet wurde und wieder aufgebaut werden musste, lehnte die Stadt fremde Hilfe durch Kaiser Tiberius und Kaiser Nero ab, um den Wiederaufbau aus eigener Kraft und eigenen Mitteln stemmen zu können (vgl. Off 3,17). Die Stadt musste aus Mangel an eigenen Frischwasserquellen durch zwei Aquädukte mit Wasser versorgt werden. So kam das Wasser der heißen Quellen von Hierapolis in Laodicea an, war aber nicht mehr warm oder heiß, sondern ekelhaft lau geworden (vgl. Off 3,15.16). Genauso hatte sich auch das kalte Wasser erwärmt und war nun auch lauwarm - zum Ausspucken. Laodizea war unter anderem auch durch seine Augenheilkunde zur Berühmtheit gelangt. Durch die besondere Zusammensetzung des vorhandenen Thermalwassers konnte eine einzigartige Augensalbe hergestellt werden (vgl. Off 3,18). Zudem existierte vor Ort eine großartige Bekleidungsindustrie, die durch ihre schwarzen Wollgewänder bekannt geworden war. Später wurde die Stadt sogar zur Purpurstofffabrik des römischen Reiches, weil mal durch eine spezielle Methode Stoffe purpurfarben einfärben konnte (vgl. Off 3,18). Nicht zuletzt war die Stadt am Lykos für das Bankwesen und den Handel bekannt. So wurden an Pilger goldene Figuren verkauft, die diese wiederum im benachbarten Hierapolis als Opfer brachten, um durch das Wasser der Thermalquellen zu genesen (vgl. Off 3,16-18). Der Name der Stadt „Laodizea“ bedeutet soviel wie „Volksherrschaft“ oder „Recht des Volkes“. Es setzt sich im Griechischen aus den beiden Begriffen „laos“ („Volk“, woher auch das Wort „Laie“ kommt) und „dike“ („Rechtsspruch“, „Recht“ oder „Gerechtigkeit“) zusammen. Man hat es auch mit „Meinungen der Menschen“ oder „Auffassungen von Menschen“ übersetzt (vgl. W. Nee). Genau darum geht es in der Anwendung dieses Sendschreibens auf die Gemeinde in unserer Zeit: Die Gemeinde in Laodizea gab vor alles zu besitzen, geistlich reich zu sein, nichts mehr zu benötigen und machte sich selbst in ihrem Rühmen groß. Anstatt, dass es in Laodizea wirklich um den Herrn Jesus und Seine Rechte und Ansprüche in der Gemeinde ging, war das Problem, dass es im Grunde nur um das „Recht des Volkes“ und Meinungen von Menschen ging. Ist das nicht auch ein Problem unserer Zeit, dass die Menschen oder eine Mehrheit bestimmt, was in der Gemeinde gedacht und gemacht werden soll. Wer die lautesten, intelligentesten oder emotionalsten Argumente vorbringen kann, gibt die Richtung vor. Wo bleiben da die Rechte Jesu in der Gemeinde, um den wir uns doch eigentlich versammeln wollten (Mt 18,20)? Demokratie und Mehrheitsabstimmungen sind keine Prinzipien der neutestamentlichen Gemeinde. Haben wir nicht auch schon oft durch menschliche Meinungen und Auffassungen das Wort Gottes beiseitegesetzt, indem wir der Bibel Regeln oder Vorschriften hinzugefügt (Kleidervorschriften, die über die Bibel hinaus gehen, Sitzordnung, diverse Sonderlehren, Wahlen zur Besetzung von Ämtern, usw.) oder andere Dinge weggenommen (Einführung des Frauendienstes, Neubewertung der Stellung von Mann und Frau, usw.) haben? Man könnte jetzt unzählige Beispiele mehr nennen, um die Gemeinden zu entlarven, die Merkmale Laodizeas tragen. Ich möchte Dich einfach einladen, Dich selbst und den Zustand der Gemeinde, die Du besuchst, vor Gott im Gebet anhand der Bibel zu prüfen und das wegzutun, was den Charakter von Laodizea trägt. Wo bist Du von der Bibel abgewichen und musst wieder zurück zum Wort allein? Fortsetzung folgt #church #gemeinde #ende #end #rapture #entrückung #erweckung #versammlung #gemeinde #laodizea #lau #heuchelei #hypocrasy #ohnekraft #endtimes #endzeit #jesuserlebt #wasser #gold #kleidung #geld
- Die Biene (1) – Gottes Ansprache an uns Menschen
Die Biene ist eines der Geschöpfe Gottes, das polarisiert. Die Einen sind fasziniert von der Art und Weise, wie ein Bienenstaat funktioniert, die Anderen haben eine teils große Abneigung gegen alles was Flügel und einen Stachel hat, und fürchten gestochen zu werden. Diese beiden extremen Sichtweisen nutzt Gottes Wort auch um uns anhand der Biene zu belehren. Wir wollen uns zunächst, in unserem ersten Teil, ein wenig mit dem Gedanken der Furcht vor dem Stachel der Biene beschäftigen. Diese Furcht ist selbst bei Imkern vorhanden und zeigt sich darin, dass man die Bienenstöcke zum Arbeiten an den Waben nur mit entsprechender Schutzkleidung öffnet. So gehe ich auch, wenn ich größere Arbeiten zu erledigen habe, nur mit Gesichtsschleier und Handschuhen ans Werk. Auch ich möchte vermeiden gestochen zu werden. Dabei ist mir der Schutz des Kopfes wichtiger als der Rest des Körpers. Das liegt daran, dass die Bienen, wenn sie in Angriffsstimmung sind, am liebsten und bevorzugt in die Gesichtspartie stechen. Dort tut es am meisten weh und die Stiche schwellen erheblich mehr an, als an Armen und Beinen. Ein Treffer vor einiger Zeit, mitten auf die Nase sorgte so dafür, dass ich einige Tage fast nichts sehen konnte, weil die Augen beinahe zugeschwollen waren. Hinzu kommt, dass es meist nicht bei einem Stich bleibt, wenn die Bienen sich bedroht fühlen und anfangen zu stechen. Die Biene ist kein Einzelkämpfer, sie tritt immer mit vielen, in einem Schwarm, auf, wenn es gilt die Bedrohung zu bekämpfen, um die Existenz des Volkes, der Königin und der Brut zu verteidigen. Ohne Schutzkleidung, wie Handschuhe und Schleier, mitunter eine gefährliche Sache, die sogar tödlich enden kann. Schwellungen im Hals-, Rachenbereich sind gefährlich, aber auch eine zu hohe Dosis Gift kann je nach Empfindlichkeit in der Körperreaktion schlimme, lebensbedrohliche Folgen haben. Bei manchen Menschen reicht ein Stich, andere Menschen überleben 100 oder mehr Stiche. Da heißt es manchmal einfach: Reißaus nehmen, so schnell es geht! Dieses Bild der angreifenden Biene, die im Schwarm auftaucht, der man ungeschützt ausgeliefert ist, wendet die Bibel an und belehrt uns damit über die Art und Weise, wie uns der Teufel bildlich gesprochen verfolgt und uns Gift injizieren möchte, das für unser Glaubensleben lebensbedrohlich sein kann. [5. Mo. 1,44 Und die Amoriter, die auf jenem Gebirge wohnten, zogen aus, euch entgegen, und verfolgten euch, wie die Bienen tun, und zersprengten euch in Seir bis Horma. [Ps. 118,12a] Sie hatten mich umringt wie Bienen; … Sind wir uns bewusst, in welcher Weise wir von dem Teufel umzingelt sind? Kennen wir die feinen Giftstachel, mit denen er uns Schaden zufügen will, mit denen er unsere Gesinnung, unsere Gedanken, unser Reden und Tun vergiften will? Ich möchte an der Stelle auf drei in Gottes Wort eindeutig benannte Gefahren aufmerksam machen: [1. Joh. 2,16] Denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, … Sind wir nicht heute in unserer Welt umzingelt von Dingen die Begehrenswert erscheinen? Der Teufel versucht ohne Unterlass, insbesondere im Bereich der Medienwelt, in Verbindung mit Werbung, Begehrlichkeiten zu wecken. Das Ziel ist, dass wir unseren Blick von ihm weg auf die angepriesenen Dinge lenken. Der Herr soll in unserem Leben in den Hintergrund gedrängt werden. Gelingt es dem Teufel nicht immer wieder über diese Taktik, dass wir uns mit allem möglichen beschäftigen, manches meinen Besitzen zu müssen und ihn dadurch hintenanstellen? Eine ganz besondere Gefahr geht an dieser Stelle von Reizen aus, die über das Auge auf uns eindringen und unser natürliches Fleisch ansprechen. Sind wir je in früheren Tagen derart von dieser Gefahr umzingelt gewesen? Wenn wir in der Medienwelt unterwegs sind, wartet doch an jeder Ecke ein Giftstachel auf uns. Der Teufel weiß, „sex sells“. Und er weiß auch, dass er bei uns Christen darüber viele Giftstachel setzen kann und viel Schaden im persönlichen Leben, in unseren Ehen und Familien anrichten kann. Er kennt unsere Schwachstellen ganz genau. Er weiß wo wir verwundbar sind, genau wie die Biene unseren verwundbarsten Punkt, unser Gesicht als liebstes Angriffsziel nutzt. Hier wollen wir von Hiob lernen, um nicht in Sünde zu fallen. Er hatte einen Bund mit seinen Augen gemacht. Er hatte bildlich seinen Gesichtsschleier benutzt. [Hiob 31,1-2] Ich habe mit meinen Augen einen Bund gemacht, und wie hätte ich auf eine Jungfrau geblickt! [Mt. 5,28] Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. Wir wollen auch auf der Hut sein, was wir mit unseren Augen sehen, mit welchen Dingen wir uns beschäftigen und worauf wir uns einlassen. Wir sollten nie vergessen, dass wir nur durch Gnade errettet sind, dass nichts davon, was wir „in Christus“ sind, unser Verdienst ist, dass wir alles dem Herrn und der unendlichen Liebe Gottes zu verdanken haben. Auch hier ist es das Bemühen des Teufels, dieses Bewusstsein in den Hintergrund zu drängen und durch Hochmut zu ersetzen. Er suggeriert uns, dass der Mensch Gott nicht braucht, um glücklich zu leben. Er möchte uns zu unabhängigem Handeln von Gott bringen. Sind nicht all die technischen Errungenschaften der beste Beweis dafür, dass wir auch ohne Gott ganz gut leben können? Hast du nicht auch gerade in der aktuellen Zeit das Empfinden, wie Gott an dieser Stelle eingreift und das Bild wieder ein wenig gerade rückt? Zeigt sich nicht aktuell, wie armselig wir Menschen eigentlich sind? Wir wollen aus dieser Ansprache Gottes lernen, uns der Gefahr bewusst zu werden, von der wir, gesehen im Bild der Biene, tagtäglich umgeben sind. Lasst uns die komplette Schutzausrüstung tragen, die uns bewahrt vor den Giftstacheln des Teufels. [Eph. 6,11] Zieht an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermögt gegen die Listen des Teufels. #jesuserlebt #biene #bee #imker #satan #teufel #stich #angriff #gefahr #welt #world #sünde #face #gesicht #augen #eyes #leben #life #fleisch #flesh #rüstung #waffenrüstung #gott #god #jesus #christ #christus
- Herr und Christus
„Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“ (Apg 2,36) Heute ist Feiertag. Zeit zum Runterkommen und vielleicht auch Zeit, um ein bisschen nachzudenken. Für viele Menschen steht heute der Vatertag im Vordergrund, aber als Christen denken wir an die Himmelfahrt des Herrn Jesus. Es war gerade wenige Wochen her, seitdem die Menschen Jesus verworfen, verurteilt und gekreuzigt hatten. Der Herr Jesus war gestorben, aber auch wieder auferstanden. Und dann, 40 Tage später, hat Gott Seinen Sohn in den Himmel aufgenommen. In seiner Predigt zu Pfingsten beschreibt Petrus, was Gott mit Seinem Sohn Jesus Christus gemacht hat, nachdem Er in den Himmel aufgefahren war. Gott hat IHN zum HERRN und zum CHRISTUS gemacht. Gott hat dem Herrn Jesus einen Ehrenplatz zu Seiner Rechten und einen Namen, der über jeden anderen Namen ist! (Phil 2,9) Wenn Jesus auch schon hier auf der Erde HERR und CHRISTUS war, dann wurde Er doch von Seinem Volk verworfen und abgelehnt. Aber jetzt, als erster Mensch im Himmel, hat Gott Ihn ganz offiziell zum HERRN und CHRISTUS gemacht. Der verherrlichte Mensch Jesus Christus ist jetzt und heute HERR. Er ist der Machthaber, der souveräne Herrscher, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist. Alles muss Ihm gehorchen (Mt 28,18). Gott hat Ihn auch zum Christus gemacht. Christus bedeutet, der Gesalbte – Er ist der Messias des Alten Testaments, der alle Verheißungen Gottes erfüllt hat. Und dieser Jesus ist auch der Gesalbte des Neuen Testaments, der alle Verheißungen Gottes erfüllen wird. Er wird einmal als Messias und König auf dieser Erde regieren (Eph 1,10). Was ist dieser Jesus heute für Dich? Ist Er Dein HERR? Das heißt, dass Du alles in Deinem Leben unter Seine Führung und Verfügungsgewalt stellst und Ihm gehorchen möchtest. Wenn Er Dein HERR ist, dann redest Du auch von IHM als dem HERRN JESUS. Er ist nicht einfach nur JESUS, sondern auch der HERR und CHRISTUS. #herr #christus #lord #jesus #gesalber #messiah #messias #vatertag #himmelfahrt #pfingsten #gott #macht #himmel #god #thron #jesuserlebt
- Selbstliebe
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (aus Markus 12,31) „Um Gott und Deinen Nächsten zu lieben, musst Du erst einmal Dich selbst lieben können.“ „Um vergeben zu können, muss Du Dich zunächst selbst annehmen und lieben.“ So oder ähnlich klingt der Tenor der modernen Psychologen, vieler Seelsorger, aber auch mancher evangelikale Prediger. Die Selbstliebe wird als Bedingung für alle anderen Beziehungen formuliert. Klingt erstmal logisch, oder? Die Bibel sagt doch, dass ich meinen Nächsten lieben soll wie mich selbst. Jetzt müssen wir genau lesen – wir werden in dem oben genannten Vers aufgefordert unseren Nächsten zu lieben, aber wir werden nicht aufgefordert uns selbst zu lieben. Warum ist das so? Weil jeder Mensch sich von Geburt an schon selbst liebt. Dir muss niemand erklären, dass Du zum Arzt gehen musst, wenn Du den Arm gebrochen hast oder es Dir anderweitig schlecht geht. Du wirst zum Kühlschrank gehen, um nach etwas Essbarem zu suchen, wenn Du Hunger hast. Du wirst nicht freiwillig verhungern, weil Du Dich eben selbst liebst. Und genau diese Sorge und Pflege, die Du Dir und Deinem Körper zukommen lässt, sollen wir auch unserem Nächsten zukommen lassen, was uns eben nicht immer so leichtfällt. Deshalb fordert uns der Herr Jesus dazu auf. Dir wird heute weisgemacht, dass sich alles um Dich selbst drehen muss, Dein Glück im Vordergrund steht und Deine Bedürfnisse zuerst befriedigt sein müssen, bevor Du in einer glücklichen Beziehung zu Anderen und Gott leben und Ihn lieben kannst. Die Bibel sagt uns genau das Gegenteil: „Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach.“ (Markus 8,34) Es geht nicht um Selbstliebe in der Nachfolge Jesu, sondern um Selbstverleugnung. Wir werden nicht aufgefordert ein egoistisches, selbstzentriertes Leben zu führen, sondern nicht mehr uns selbst zu leben (2.Kor 5,15). Selbstliebe ist eine der großen Verführungen der letzten Tage bevor der Herr Jesus wiederkommt! Selbstliebe zieht Dich von Gott weg und macht Dich zu Deinem eigenen Gott. Wir sollen Christus in unseren Herzen heiligen, sodass nur Er auf dem Thron sitzt (1.Petr 3,15). Die Selbstliebe ist ein Thronräuber in Deinem Herzen. „Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, […]“ (2.Tim 3,1.2a) Der Teufel will uns verführen, indem er uns diese zerstörerischen und humanistisch-egozentrischen Gedanken eintrichtert. Prüfe das, was Du hörst und liest und trenne Dich radikal von unbiblischen Gedanken - auch auf christlichem Gebiet! (1.Thes 5,21) #bibel #nachfolge #selbstliebe #selfcare #selfcare #seldenial #liebe #love #jesus #man #woman #mann #frau #evangelikal #verführung #lüge #ego #egoismus #god #gott #nächster #lord #kreuz #cross #jesuserlebt #dautphe #selbstoptimierung
- kleingedrucktes - aus Maleachi 1/2
In dieser kurzen Beitragsreihe wollen wir uns mit einer Auswahl der sogenannten "kleinen Propheten" aus dem Alten Testament beschäftigen. Die Bezeichnung "kleine Propheten" kommt wohl daher, weil sie einen vergleichsweise kleinen Textteil des Alten Testaments ausmachen. Daher und wegen ihrer oft harten und schwer verständlichen Sprache kommen sie beim Bibelstudium leider öfter zu kurz. Doch wie so oft, lohnt es sich auch hier das Kleingedruckte zu lesen. Meistens ist darin mehr und wichtigerer Inhalt verborgen als auf den ersten Blick erkennbar. Und die kleinen Propheten haben es definitiv in sich! Die kleinen Propheten finde ich klasse, weil man sie relativ schnell und trotzdem konzentriert durchlesen und sich so einen Eindruck von der Botschaft verschaffen kann, die sie enthalten. Man liest sie dann so, wie sie damals die Menschen hörten, an die diese Botschaften zuerst gerichtet waren. Oft kann man sich bei einem geöffneten Herzen dem Eindruck nicht entziehen. Pro Beitrag möchten wir uns einen der kleinen Propheten anschauen. Dabei beleuchten wir kurz den Zweck und die Botschaft des Propheten und versuchen eine Struktur zu finden, die den Überblick und die Verständlichkeit erleichtert. Oft haben die Propheten eine persönliche Ansprache an mich und dich, sodass wir auch Hinweise für unser Glaubensleben herausarbeiten werden. Das Highlight jedes Beitrags soll aber die Spurensuche nach dem Messias des Alten und Christus des Neuen Testaments, dem Herrn Jesus, bilden. Er ist die zentrale Person der ganzen Bibel und insbesondere der Prophetie! ----------------------------------------------- Für unsere Beitragsserie starten wir mit dem Propheten Maleachi. Ich möchte dich dazu ermuntern Dir die Zeit zu nehmen und den ganzen Propheten durchzulesen! Lass ihn unvoreingenommen auf Dich wirken und versuch den Inhalt und die Botschaft zu verstehen. Bitte Gott vor dem Lesen um Seine Leitung und das richtige Verständnis durch Seinen Geist. Wenn du fertig mit Lesen bist, fragst du dich jetzt vielleicht, warum wir mit dem letzten Propheten des Alten Testaments beginnen. Naja, nach Maleachi enthält die Bibel keine prophetische Botschaft mehr an das Volk Israel, bevor Gott im Neuen Testament einen ganz neuen Zeitabschnitt beginnt. Dazwischen liegen über 400 Jahre, in denen Gott einfach nur schweigt. Wie furchtbar! Letzte Worte sind oft bedeutsame Worte und auch Maleachi enthält einen letzten Appell an Gottes Volk, die Dinge doch so zu machen, wie Er es ihnen gezeigt und von ihnen gefordert hat. Uns, die wir auch in „letzten Tagen“ (2. Timotheus 3,1) leben, hat Maleachis Botschaft daher ganz besonders etwas zu sagen. Maleachi spricht zu dem Volk Israel bzw. dem Überrest, der durch Gottes Führung nach Israel zurückkehren konnte. Mittlerweile war die Stadtmauer (Nehemia) und der Tempel (Esra) wiederaufgebaut und der Gottesdienst neu organisiert worden. Das Volk hatte durch Gottes Gnade trotz aller Umstände damit eine Zeit der Rückkehr, der Wiederherstellung und des Segens durchlebt. Aber nach und nach hatten sie sich innerlich wieder von Gott entfernt und in vielen Lebensbereichen versagt. Der Zweck des Propheten Maleachi liegt daher darin, dem Volk Israel seine Verfehlungen aufzuzeigen und sie zur Umkehr zu bewegen. Hierzu dient besonders die Struktur des Buches, das als ein Dialog zwischen Gott und Seinem Volk aufgebaut ist. Gott stellt ihnen ihre Sünden in dem jeweiligen Lebensbereich vor und führt ihre Antworten auf. Die kannst du immer an dem „ihr sprecht“ erkennen. Das führt uns zu der entsprechenden Struktur und den folgenden Fragen, die wir im Einzelnen durchgehen möchten. 1. „Worin hast du uns geliebt?“ – Kapitel 1 Vers 2 Die erste Frage zeigt uns direkt die Dreistigkeit des Volkes Israel. Nachdem Gott ein echtes Bekenntnis zu ihnen ausgesprochen hat, das auch dich und mich heute noch trösten kann, fragen sie ihn nach Beweisen seiner Liebe. Sie verkennen komplett, mit wem sie es zu tun haben und denken, von Gott Rechenschaft fordern zu können. Gott antwortet, indem Er ihnen Seine Souveränität und Gnade vorstellt, in denen Er sie gegenüber ihrem Brudervolk der Edomiter erwählte und bevorzugte. Dies lag nicht in ihnen begründet, sondern allein in seinem Wesen, das Liebe ist. (siehe z.B. 5. Mose 7,7) - Kennst du das aus deinem Leben? Du kannst Gottes Liebe aktuell nicht spüren oder hast Ihn vergessen? Das liegt immer an dir und nie an Ihm! Erinnere dich doch daran, woraus Er dich errettet hat und was du dafür getan hast. War es nicht allein Seine Liebe? 2. + 3. „Womit haben wir deinen Namen verachtet?“ + „Womit haben wir dich verunreinigt?“ – Kapitel 1 Verse 6 +7 Als nächstes stellt Gott dem Volk Israel und besonders den Priestern ihre Sünden bezogen auf den Altar (=Tisch) des Herrn vor. Zwar hielten sie äußerlich die Opfergaben ein und folgten den Anweisungen Gottes, aber bei genauem Hinsehen entsprach es eben nicht Seinen Gedanken. Sie hatten vergessen, wer Gott ist und so auch völlig das Gespür dafür verloren, was zu Ihm passt und was nicht. Sie nahmen es mit Seinen Vorschriften zu den Opfern und der Heiligung nicht so genau und hatten nicht mehr viel für den Opferdienst übrig. Das zeigte sich erstens, indem sie Gott nur die Reste, das Schlechte, das Überflüssige brachten und die guten Tiere für sich behielten. Zweitens brachten sie den Altar mit Sünde in Verbindung und achteten so nicht die Heiligkeit Gottes und Seines Tempels. Gott antwortet ihnen, dass Er ihre Opfer nicht mehr annehmen wird und sich stattdessen Seine Ehre und Anbetung von anderen Völkern „holen“ wird. Ja, Er droht ihnen sogar Fluch statt Segen an, was sie wohl teilweise auch schon erfahren hatten. - Wie ist das bei mir und dir? Bringen wir vollen Einsatz für den Herrn? Bekommt Er nur die Reste meiner Zeit und Energie oder das Erste und Beste meines Lebens? Er ist es wert, nichts weniger ist Ihm würdig. Und wie sieht es mit dem Gottesdienst aus? Wie kommst du dahin? Mit Sünde und ungeklärten Dingen belastet? Interessiert dich der Gottesdienst überhaupt noch oder ist es dir oft nur eine zusätzliche Anstrengung und Mühe? Sieh doch einmal darauf, zu wem du da kommen darfst, erinnere dich daran, wer Er ist und komm vorbereitet! Verbring mehr Zeit vor dem Spiegel des Wortes Gottes als vor deinem Badspiegel! Dann wirst du auch wieder den Segen aus den Zeiten mit Gott bekommen, den du einmal hattest und jetzt vielleicht schmerzlich vermisst. Und wenn du dich in deiner Gemeinde einbringst, Aufgaben übernimmst: Mach es von ganzem Herzen, mit voller Energie! Nicht nur mal noch eine Predigt aus dem Internet ziehen, sondern etwas für Gottes Sache einsetzen... Zeit für und mit Ihm ist nie umsonst; Er lässt sich nichts schenken! 4. „Warum? (bedecken wir den Altar des Herrn mit Tränen) – Kapitel 2 Vers 14 Während sich die ersten zwei Anklagen besonders mit der direkten Beziehung zu Gott, dem Gottesbild, das sie hatten und dem daraus folgenden Gottesdienst befassen, kommen wir jetzt zu einem weiteren Bereich. Es geht Gott um die zwischenmenschlichen Beziehungen, die sie pflegten. Zunächst um die Verbindungen, die sie zu den fremden Völkern mit ihren Göttern um sie her pflegten. Ab Vers 13 aber besonders um die mittlerweile ausgeweitete Anwendung der Entlassung der Ehefrau. (5. Mose 24,1) Dies war ein Punkt, mit dem die Juden selbst zur Zeit des Herrn Jesus noch Probleme hatten. (vergleiche Matthäus 5,31; 19,3-9/Markus 10,2-12 und Lukas 16,18) Der Herr sagt Ihnen ganz klar, dass es sich nur auf den Fall des Ehebruches bezieht und wegen ihrer eigenen Herzenshärte erlaubt wurde. Gottes Absichten und Plan aber war von Adam und Eva an, dass die zwei „ein Fleisch sein sollten“ und niemand das scheiden soll, was „Gott zusammengefügt hat“. Der Altar Gottes wurde deshalb mit den Tränen der entlassenen Frauen benetzt, die neben der Schande nun auch ohne Versorgung dastanden. Gott sah das alles als Treulosigkeit gegenüber Sich Selbst an. - So weit geht auch Gottes Beurteilung unserer menschlichen Beziehungen, besonders in der Familie und mit dem Ehepartner, aber auch in der Familie Gottes! Das Neue Testament bestätigt an mehreren Stellen, dass wir nur bei reinen und intakten Beziehungen untereinander Gott dienen und Ihm wahre Anbetung bringen können. (Matthäus 5,24; Johannes 4; 1. Petrus 3,7; 1. Timotheus 3,4f.) Wie lebst du deine Beziehungen aus und nach welchen Maßstäben? Wirst du deiner Familie gerecht und kannst mit unbeschwertem Gewissen und freiem Herzen zu Gott kommen? 5. + 6. „Womit haben wir ihn ermüdet?“ + „Wo ist der Gott des Gerichts?“ – Kapitel 2 Vers 17 Zusammengefasst lassen sich die nächsten beiden Fragen mit einem klaren Verlust der Gottesfurcht und des Respekts vor Ihrem Gott verbinden. Sie hatten das Gute und das Böse relativiert, die Maßstäbe verschoben. Sie fragten sich, wo, wann, ja ob Gott überhaupt Gericht über Sünden bringen würde oder überhaupt könnte. Es schien ihnen, als ob Gott nicht zwischen Gut und Böse unterscheidet und sie verhielten sich entsprechend. Damit waren sie allen anderen Menschen gleich geworden und hatten völlig die Furcht vor Gott und den Konsequenzen der Sünde verloren. (Prediger 8,11; Römer 3,10f. + 18) - Kommt dir das bekannt vor? Wie ist das in unserer Zeit, wo alles relativ gut oder böse ist? Hast du noch einen klaren Blick für Gottes Maßstab und Seine Ansprüche? Er wird einmal alles ins Gericht bringen, auch wenn heutzutage Spötter sagen, dass es kein Gericht geben wird, ja sogar in der Christenheit Sünde nicht mehr so genannt wird. (lies hierzu einmal 2. Petrus 3!) Doch Gott ist gerecht und auch „unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“ (Hebräer 12,29) und die „Furcht des Herrn ist die Anfang der Erkenntnis“ (siehe Sprüche 1,7; 8,13; 9,10) Sie gibt dir echte (Aus-)Richtung für dein Leben! Gott antwortet den Israeliten hierauf ab dem 3. Kapitel, indem Er ihnen das kommende Gericht und vor allem die zentrale Person desselben vorstellt. Dazu kommen wir dann aber im nächsten Teil des Beitrags mit dem absoluten Highlight (Spoileralarm!) und lassen das bisher Entdeckte erstmal wirken. Gottes Segen und Leitung dafür! #jesuserlebt #prophets #propheten #maleachi #oldtestament #altestestament #question #fragen #frech #dreist #israel #gemeinde #mann #frau #kirche #versammlung #endzeit #letztetage #gott #jesus #god #herr #lord












