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- Vorbilder im Kleinen - Tychikus
Nur von A nach B reisen und Botengänge ausführen? Wäre Dir das genug als Aufgabe vom Herrn? Im Neuen Testament begegnen wir einem Gläubigen, der genau das getan hat. Es ist Tychikus, der uns ein Vorbild sein kann und eine große Auswirkung auf unseren heutigen Glauben hat. Tychikus war ein Christ aus Asien (Apostelgeschichte 20,4) der von dem Apostel Paulus für verschiedene Dienste gebraucht werden konnte. Oftmals war er nur Überbringer von Gaben oder Nachrichten und konnte so zur Erbauung der Geschwister dienen. Paulus hat ihn z.B. nach Ephesus oder Kolossä gesandt, zwei Gemeinden, die ein blühendes Leben entwickelt hatten und weitere Belehrung benötigten. Diese erfolgte in den entsprechenden Briefen, in denen Tychikus zum Schluss als Überbringer genannt wird. (Epheser 6,21 vgl. 2. Timotheus 4,12; Kolosser 4,7) Der Dienst von Tychikus führte letztlich dazu, dass auch wir heute diese Briefe lesen und die hohen Glaubenswahrheiten, die speziell darin enthalten sind, entdecken dürfen. Bei beiden Empfängergemeinden sollte er nach Paulus´ Wunsch dazu beitragen, die Gläubigen zu trösten, indem er ihnen von der Lage des Apostels berichten sollte. Da damals noch keine Möglichkeiten wie heute bestanden, müssen die Gläubigen in großer Sorge und Erwartung von Neuigkeiten gewesen sein. Tychikus konnte ihnen diese übermitteln und Paulus vertraute ihm, dass alles wahrheitsgetreu überbracht würde. Auch nach Kreta wollte er ihn daher senden, um Titus in der schwierigen Aufgabe beizustehen und den weiteren Dienst für ihn abzustimmen. (Titus 3,12) Wie ist das bei Dir und mir? Nutzen wir den Filter für unsere Worte und Gedanken bezüglich der Geschwister und Diener Gottes, den wir in Philipper 4,8 finden? Ist das, was wir weitergeben erbaulich und tröstlich? (vgl. 1. Petrus 2,1) Tychikus´ Name bedeutet “der Glückliche”. Sicherlich war er, bei aller Einfachheit seiner Aufgabe, von dieser erfüllt und kannte die Freude im Dienst für den Herrn. Du auch? #dienst #bote #wichtig #treu #zuverlässig #jesuserlebt
- Wer ist heute Dein Levit?
„Und den Leviten, der in deinen Toren ist, sollst du nicht verlassen; denn er hat weder Teil noch Erbe mit dir.“ (5.Mo.14,27) Im 5. Buch Mose lesen wir von vielen Geboten, die Mose dem Volk Israel vorstellt. Es handelt sich um Anweisungen, die Gott für Sein Volk im Land Kanaan vorgesehen hat. Dabei vergisst Gott niemanden. Er hat alles und alle im Blick. In Kapitel 14 finden wir besonders die Speisevorschriften sowie den Zehnten. Dabei handelt es sich um den zehnten Teil des Ertrags, der für die Leviten, für Fremde, Waisen und Witwen bestimmt war (5.Mo.14,28f). Gott legt Wert darauf, dass die Leviten nicht vergessen wurden. Dieser Stamm hatte die besondere Aufgabe, sich um die Stiftshütte (das Haus Gottes) zu kümmern (4.Mo.1,50). Aufgrund dieser exklusiven und sehr wichtigen Aufgabe, bekamen die Leviten kein Erbteil im Land Kanaan. Sie hatten sozusagen keinen Besitz und sollten von den übrigen Stämmen mitversorgt werden. Kennst Du auch Leviten in deinem privaten Umfeld oder in deiner Gemeinde? Da ist ein Ehepaar oder eine Familie, die sich ganz besonders in der Kinder- oder Jugendarbeit einsetzt. Eine ältere Schwester, die viel unterwegs ist, um einsame Glaubensgeschwister zu besuchen oder der Bruder, der den Büchertisch organisiert. Das alles kostet Zeit und häufig auch Geld. Es bedeutet Verzicht. Sind wir bereit, diejenigen, die fleißig am Haus Gottes arbeiten, mit zu versorgen? Es kann auch mal eine kleine Aufmerksamkeit sein. Ein Mittagessen, eine finanzielle „Spritze“ oder etwas anderes. Es gibt viele Leviten um uns her. Siehst Du sie? Gott möchte, dass in Seinem Volk an alle gedacht ist. Dabei darfst Du mithelfen! Wer ist heute Dein Levit? #hilfe #levit #volk #gottes #haus #versorgen #jesuserlebt
- Das Abendmahl (2) - Brot und Kelch
“Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird; dies tut zu meinem Gedächtnis! Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.” (Luk 22,19-20) Das Abendmahl, so wie der Herr Jesus es eingesetzt hat, besteht aus Brot und Kelch. In der Kirchengeschichte hat es schon viele heftige Auseinandersetzungen über die Bedeutung von Brot und Kelch gegeben. So vertritt man in der katholischen Kirche die Lehre der „Transsubstantiation”, die besagt, dass sich das Brot des Abendmahls in den tatsächlichen Körper und der Kelch in das echte Blut des Herrn Jesus verwandeln würde. Wir glauben, dass diese Lehre aus der Bibel heraus nicht haltbar ist, denn der Herr war physisch bei Seinen Jüngern anwesend als Er das Mahl einsetzte, weshalb eine Verwandlung der Zeichen des Abendmahls keinen Sinn ergibt. Die eigentliche Bedeutung von Brot und Kelch ist symbolisch. Das Brot symbolisiert den Leib des Herrn Jesus, den Er wenige Stunden später in den Tod geben würde. An Seinem Körper trug Jesus stellvertretend die Sünden derer, die einmal an Ihn glauben würden (1.Petr 2,24). Im 1.Korintherbrief wird die Bedeutung des Brotes beim Mahl des Herrn noch weiter ausgedehnt. In Kapitel 10, 17 sagt Paulus: "Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die Vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot.” In dem Brot wird also auch die Einheit der Gläubigen zum Ausdruck gebracht, die aufgrund des Erlösungswerkes des Herrn Jesus miteinander verbunden sind. Sie sind ein Leib und gehören zusammen. Der Kelch “ist der neue Bund” im Blute Jesus. Jesu Blut wurde am Kreuz von Golgatha vergossen. Tatsächlich floss aus den Wunden Jesu Blut, doch das Blut spricht in Gottes Wort in erster Linie vom Leben (3.Mo 17,11) und der “Seele” im Blut. Der Herr Jesus hat Sein Blut zur Sühnung unserer Schuld vergossen. Er starb und “hat Frieden gemacht durch das Blut seines Kreuzes.” (Kol 1,20) Brot und Kelch weisen symbolisch auf den Tod des Herrn Jesus hin! #abendmahl #brot #kelch #symbole #blut #leib #jesuserlebt
- Vorbilder im Kleinen - Onesimus
Heute wollen wir uns mit einem Vorbild beschäftigen, das vielleicht eher ein Abbild von Dir und mir ist: Onesimus. Obwohl er nur an 2 Stellen im Neuen Testament genannt wird, hat er trotz seiner “Nebenrolle” doch eine große Botschaft für uns. Onesimus bedeutet nützlich. Er war ein Sklave, der bei dem Gläubigen Philemon beschäftigt war. Aus dem Philemonbrief können wir schließen, dass er vor seinem Herrn geflohen war und diesem dabei einen Schaden zugefügt hatte. Es ist anzunehmen, dass er etwas gestohlen hat und von Kolossä bis nach Rom geflohen ist. (Heute über 2.000km per Auto) In Rom hat er sich scheinbar durch den Kontakt mit Paulus bekehrt. Das war der Wendepunkt in seinem Leben! Kennst Du einen solchen Wendepunkt in Deinem Leben? Bist Du vielleicht vor Schuld und Sünde geflohen oder versuchst aktuell, davor fortzulaufen? Das kannst Du nicht, sie folgt Dir! Aber Einer findet Dich auch: Jesus Christus. Glaube an Ihn und bekenne Ihm die Schuld! Dann wirst Du frei und glücklich leben können. (Lies Mt 11,28) Nach seiner Bekehrung diente er Paulus im Gefängnis, bis der ihn dann mit einem Brief ausgestatatet nach Kolossä, seiner Heimatstadt, zurücksandte. (Kol 4,9) Stell Dir einmal vor: So viele Kilometer zum Überlegen, was passieren wird. Onesimus drohte als entlaufenem Sklaven Bestrafung und sogar der Tod. Doch durch das Zeugnis und die Fürbitte von Paulus (Phil 10) und dadurch, dass der Brief an Philemon den Weg in die Bibel gefunden hat, dürfen wir davon ausgehen, dass alles wieder in Ordnung kam. Auch wenn Onesimus das begangene Unrecht wiedergutmachen musste, hatte er doch neue Beziehungen, neue Freude im Leben und einen neuen Sinn. Endlich war er in der Lage seiner Namensbedeutung nachzukommen und nützlich zu sein. Nicht nur in seiner Arbeit, sondern auch unter den Christen. Paulus stellt ihm ein tolles Zeugnis aus (Kol 4,9). Was für eine Veränderung! Wie ist das bei mir und Dir? Sind wir nützlich? Auch dem Hausherrn? (2. Tim 2,21) Wie steht es um die Beziehung zu Deinen Geschwistern? Hast Du etwas zu bereinigen? Bring es in Ordnung und komm endlich wieder Deinem eigentlichen Auftrag vom Herrn nach! #jesuserlebt #onesimus #vorbild
- Was geht es dich an?
»Was geht es dich an? Folge du mir nach.« (Joh 21,22b) Der Herr Jesus hatte Petrus gerade gesagt, dass er ein hohes Alter erreichen und dann eines Märtyrertodes sterben würde. Petrus schaute sofort zu Johannes hinüber und fragte sich laut, ob Johannes etwa bevorzugt behandelt wird. Die Antwort des Herrn lautete: »Was geht es dich an? Folge du mir nach.« Wenn wir uns die Worte des Herrn zu Herzen nehmen würden, dann wäre dadurch manches Problem unter dem Volk Gottes gelöst. Es ist so leicht, verbittert zu werden, wenn wir sehen, dass es anderen besser geht als uns. Der Herr erlaubt ihnen, ein neues Haus zu haben, einen neuen Wagen, ein Wochenendhaus am See. Andere, die wir für weniger hingegeben halten, erfreuen sich bester Gesundheit, während wir mit zwei oder drei chronischen Krankheiten zu kämpfen haben. Die andere Familie hat gut aussehende Kinder, die sich im Sport und anderen Schulfächern auszeichnen. Die unseren dagegen gehören eher zum gewöhnlichen Mittelmaß. Wir sehen andere Gläubige Dinge tun, wozu wir keine Freiheit haben. Auch wenn die Dinge in sich nicht sündhaft sind, werden wir bitter über die Freiheit der anderen. Und was vielleicht noch trauriger ist: Es gibt sogar einen gewissen Grad professioneller Eifersucht unter den Arbeitern im Werk des Herrn. Der eine Prediger ist gekränkt, weil ein anderer populärer ist, mehr Freunde hat und bekannter ist. Ein anderer ist verletzt, weil sein Kollege Methoden verwendet, denen er nicht zustimmen könnte. Alle diese unwürdigen Einstellungen werden von den Worten des Herrn mit eindringlicher Schärfe verurteilt: »Was geht es dich an? Folge du mir nach.« Es geht uns wirklich nichts an, wie der Herr mit anderen Christen umgeht. Unsere Verantwortung ist es, Ihm auf dem Weg nachzufolgen, den Er uns vorgezeichnet hat, wie auch immer dieser Weg aussehen mag. #nachfolge #neid #eifersucht #dienst #jesuserlebt
- Ich bin durch die Welt gegangen
Lied: Ich bin durch die Welt gegangen von Eleonore zu Stolberg-Wernigerode 🎵 https://tinyurl.com/yndbdcmz #welt #arbeit #mühe #sinnlos #erde #rettung #ruhe #golgatha #jesus #jesuserlebt
- Das Abendmahl (1) - Die Wichtigkeit des Abendmahls
Der Herr Jesus hat der neutestamentlichen Gemeinde verschiedene sichtbare Zeichen gegeben, um bestimmte Glaubenswahrheiten auszudrücken. Doch ganz im Gegensatz zum alttestamentlichen Gottesdienst, haben wir es in unserer Zeit grundsätzlich nicht mehr mit tatsächlichen Opferritualen oder Speisevorschriften etc. zu tun, “denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen”. (2.Kor 5,17) Neben der Taufe und der Kopfbedeckung der Frau beim Beten und Weissagen, hat der Herr Jesus uns das Abendmahl mit Brot und Kelch als Erinnerung an Sein Blut und Seinen Körper als sichtbare Zeichen gegeben. Als Jesus mit Seinen Jüngern am letzten Abend vor Seinem Tod auf dem Obersaal in Jerusalem zusammengekommen war, wollte Er noch einmal mit ihnen das Passah feiern. Das Passah erinnerte die Juden an den Auszug aus Ägypten und an die Rettung durch das Blut eines Lammes (2.Mo 12). Doch dieses Passah war anders, als alle anderen Passahfeiern zuvor. In wenigen Stunden würde Jesus selbst, als die Erfüllung des alttestamentlichen Vorbildes sterben. Er war das wahre Passahlamm. Die Worte Jesu, “Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide” (Lk 22,15), lassen uns etwas davon erahnen, welche tiefen Empfindungen den Herrn Jesus begleiteten als Er mit Seinen Jüngern zusammen war. Doch nachdem die Jünger das Passah gegessen hatten, nahm der Herr noch einmal “Brot” und “Kelch”, um das Abendmahl einzuführen, was die Jünger ab jetzt zur Erinnerung an den Tod des Herrn Jesus feiern sollten (Lk 22,19f). “Dies tut zu meinem Gedächtnis”, ist eine klare Aufforderung an alle Jünger Jesu, den Worten des Herrn bis zu Seinem Wiederkommen Folge zu leisten. Es ist also keine Option das Abendmahl zu halten, sondern ein klarer Auftrag. Es war dem Herrn sehr wichtig, dieses Mahl zu feiern. Wie wichtig ist es Dir und Deiner Gemeinde? Es ist bemerkenswert, dass sich in der Gemeinde nach Pfingsten schon früh der Sonntag als der Tag herausgebildet hatte, wo die Gemeinde zusammenkam, um das Abendmahl zu feiern (Apg 20,7). Anfänglich feierte man es sogar täglich. Die Gemeinde des 21. Jahrhundert tut also gut daran, sich die frühe Kirche zum Vorbild zu nehmen. #abendmahl #brotbrechen #jesuserlebt
- Gott hilft gerne
“Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen.” (Psalm 46,2) Gott ist die einzige Konstante im ganzen Universum. Alles verändert sich mit rasender Geschwindigkeit. Regierungen kommen und gehen. Feste Strukturen in unserem Leben und in unserer Gesellschaft geraten plötzlichen ins Wanken und werden umgestürzt (Ps 11,3). Letztlich wird sogar der Himmel “vergehen” und die Erde “verbrannt” werden. (2.Petr 3,10) Doch “Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.” (Heb 13,8) Er verändert sich nicht und ist für uns “Zuflucht und Stärke”. Bei Ihm finden wir Halt und Sicherheit, wie in einer Burg, die Schutzraum vor den angreifenden Feinden bietet. Gott ist “eine Hilfe” für uns in den Schwierigkeiten des Lebens. Wenn Dir der Boden unter den Füßen entgleitet und Du nicht mehr aus noch ein weißt, dann kannst Du mit voller Gewissheit darauf vertrauen, dass Gott Dir helfen wird. Die Psalmisten (Söhne Korahs) beschreiben die Hilfe Gottes auf wunderbare Weise: Sie wird “reichlich gefunden” in Schwierigkeiten und Nöten. Gerade dann, wenn Du Gott am Nötigsten brauchst, kannst Du Ihn “sofort finden” (wörtl. “sehr gefunden”). Gott “versteckt” sich nicht in unseren Schwierigkeiten, sondern Er lässt sich finden. Besonders in den Nöten und Drucksituation unseres Lebens, hilft Gott besonders gern! Er ist da, wenn wir Ihn brauchen und Er hilft rechtzeitig. (Hebr 4,16) #psalm #hilfe #not #problem #schwierigkeit #stärke #gott #jesuserlebt
- Geld und Besitz (5) – Alles gehört dem Herrn
„Er aber stieg in eins der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land hinauszufahren.“ (Lk 5,3) Wenn alles von Gott kommt, wer ist dann der Eigentümer von meinem Besitz? Wer hat den Herrschaftsanspruch über mein Haus, mein Auto, mein Geld, etc.? Gott ist der Eigentümer. Wird das auch in meinem Leben sichtbar? Der Herr Jesus selbst macht in Lk 5 ganz klar, wer der Eigentümer ist. Das Schiff gehörte Simon Petrus, aber der Herr stieg einfach ein, ohne Petrus vorher zu fragen. Warum tat Er das? Weil Er Eigentümer des Schiffes war. Somit hatte Er darüber auch den Herrschaftsanspruch. Und ein Eigentümer braucht nicht zu fragen, ob er sein Eigentum auch benutzen darf. Jetzt stellt sich ganz praktisch die Frage an uns, wie wir mit dem umgehen, was letztendlich immer von Gott kommt. Stellen wir Ihm unseren Besitz zur Verfügung und erkennen wir Seine Herrschaft, damit zu tun und zu lassen wie es Ihm gefällt, an? Im weiteren Verlauf von Lk 5 begegnet der Herr dem Zollbeamten Levi, der nach Aufforderung des Herrn Jesus alles verließ und Ihm nachfolgte. „Und Levi machte ein großes Mahl in seinem Haus.“ (Lk 5,29). Levi hatte wohl ein großes Haus, das war sein Besitz. Aber er beanspruchte sein Haus nicht für sich selbst, sondern übte Gastfreundschaft an dem Herrn, an Seinen Jüngern und an jeder Menge Zöllner. Öffnen wir unsere Türen für Andere? Finanzieren wir die Arbeit im Werk des Herrn? Gott schenkt uns Geld und Besitz, damit wir es für Ihn verwalten und einsetzen. Gott freut sich auch darüber, wenn wir „leihen ohne etwas zurückzuerhoffen“ (vgl. Lk 6,35). Oder sind wir so fokussiert auf „sammeln“ und „horten“, dass uns die Bedürfnisse unserer Mitgeschwister egal sind? Mit dem Ausleihen ist das ja so eine Sache … „Wehe, es kommt in einem dreckigen oder kaputten Zustand wieder zurück“ denken wir vielleicht. Wenn wir etwas für Andere geben, egal ob leihen oder schenken, lasst es uns aus freudigem und dankbarem Herzen geben – in dem tiefen Bewusstsein: „Alles gehört dem Herrn“. „Lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein, und glückselig wirst du sein, weil sie nichts haben, um dir zu vergelten.“ (Lk 14,13+14) #besitz #eigentum #allesgehörtdemherrn #jesuserlebt #schiff #geld
- Für Andere
»Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen.« Philipper 2,4 Das Schlüsselwort in Philipper 2 ist »die anderen«. Der Herr Jesus lebte für die anderen. Paulus lebte für die anderen. Timotheus lebte für die anderen. Epaphroditus lebte für die anderen. Wir sollten für die anderen leben. Wir sollen das nicht nur tun, weil es richtig ist, sondern weil es auch für uns gut ist. Es kostet manchmal viel, für andere zu leben, aber es kostet noch mehr, nicht für andere zu leben. Unsere Gesellschaft ist voller Menschen, die nur für ihre eigenen persönlichen Interessen leben. Anstatt mit dem Dienst für andere beschäftigt zu sein, sitzen sie über Problemen brütend zu Hause. Sie denken über jedes kleine Weh nach und werden bald zu überzeugten Hypochondern. In ihrer Einsamkeit beklagen sie sich, dass sich niemand um sie kümmert, und bald schwimmen sie in Selbstmitleid. Je mehr Zeit sie haben, über sich selbst nachzudenken, desto deprimierter werden sie. Das Leben formt sich zu einer einzigen innerlichen Schreckensvision. Bald darauf gehen sie zum Arzt und schlucken enorme Mengen von Pillen – Pillen, die Ichsucht niemals kurieren können. Dann werden sie Stammgast auf der Couch des Psychiaters, um irgendwie Befreiung von ihrer Langeweile und Lebensmüdigkeit zu finden. Die beste Therapie für solche Menschen ist ein Leben im Dienst für andere. Es gibt Bettlägerige, die besucht werden müssen. Es gibt ältere Menschen, die einen Freund brauchen. Es gibt Krankenhäuser, die sich über jede freiwillige Hilfe freuen. Es gibt Menschen, die durch einen Brief oder eine Karte aufgemuntert werden können. Es gibt Missionare, die sich über Nachrichten von zu Hause freuen (und auch über jede nette Kleinigkeit, die ihr Zuhause belebt und verschönert). Seelen müssen gerettet und Christen belehrt werden. Kurz: Es gibt keine Entschuldigung, warum irgendjemand sich langweilen müsste. Es gibt genug zu tun, um unser Leben mit produktiven Tätigkeiten zu füllen. Und indem wir für andere leben, erweitern wir unseren Freundeskreis, wird unser Leben interessanter und wir finden Erfüllung und Befriedigung. #jesuserlebt #andere #helfen #ego #selbst
- Geld und Besitz (4) - Habsucht
Zu den Volksmengen: „Wer zwei Unterkleider hat, gebe eins davon dem, der keins hat; und wer zu essen hat, tue ebenso.“ Zu den Zöllnern: „Fordert nicht mehr, als euch festgesetzt ist.“ Zu den Soldaten: „Begnügt euch mit eurem Sold.“ (Lk 3,10-14) Habsucht ist rücksichtsloses Streben nach Besitz. Habsucht wird in der Bibel immer als Böse beschrieben und ist eine schlimme Sünde vor Gott. „Die Sucht nach Habe“ ist im wortwörtlichen Sinn eine Sucht. Vielleicht möchtest Du jetzt aufhören zu lesen. „Das betrifft mich ja nicht, ich habe ja nicht viel Geld und auch nicht viel Besitz“ könntest Du argumentieren. Aber geht es darum, ob man viel „hat“ oder ob man viel „will“? Es geht um das Wollen, es geht um das rücksichtslose Streben nach Besitz. Wie ist das in unserem Berufsleben? Kämpfen wir zum Teil mit unfairen Mitteln, damit wir die nächste Gehaltserhöhung bekommen? Egal, ob wir 1.000 € oder 10.000 € im Monat verdienen, die Gefahr ist, dass wir uns nach immer mehr ausstrecken, als wir gerade besitzen. Ein warnendes Beispiel ist uns der reiche Kornbauer in Lk 12. Er konnte nicht genug bekommen, wollte seine alten Scheunen niederreißen und größere bauen und dann wollte er ausruhen. Gottes Urteil ist vernichtend: „Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitet hast, für wen wird es sein?“ (Lk 12,20) Das ist fatal: Der reiche Kornbauer hatte sich sein ganzes Leben lang nach Geld und Besitz ausgestreckt. Er war süchtig nach Mehr. Aber er lebte vollkommen am Ziel vorbei und starb, ohne dass sein Geld ihm irgendwas gebracht hätte. Jesus Christus fordert die verschiedenen Personengruppen in Lk 3 zu Folgendem auf, was im Gegensatz zur Habsucht steht: Vom Überfluss abgeben, nicht mehr verlangen, als einem zusteht und mit dem zufrieden sein was man hat. In einer Gesellschaft, wo es nur um das Raffen nach immer mehr Geld und Besitz geht, können wir als Christen leuchten, auch wenn uns das keine finanziellen Vorteile verschafft. „Er sprach aber zu ihnen: Gebt acht und hütet euch vor aller Habsucht, denn auch wenn jemand Überfluss hat, besteht sein Leben nicht durch seine Habe.“ (Lk 12,15) #geld #habsucht #jesuserlebt #sucht
- Prüfst du nach?
„[…] sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob dies sich so verhielte.“ (Apg.17,11b) Als der Apostel Paulus und Silas von Thessalonich nach Beröa kamen (eine Stadt in Griechenland), gingen sie sofort in die Synagoge der Juden und begannen das Evangelium zu verkündigen. Wie wir in unserem Einleitungsvers sehen, hörten die Menschen dort bereitwillig zu und viele von ihnen bekehrten sich (vgl. Apg.17,12). Doch in diesem Zusammenhang wird uns ein Detail berichtet, was bis heute von großer Wichtigkeit ist. Die Menschen in Beröa glaubten nicht einfach blind, weil Paulus so redegewandt war oder ähnliches. Nein, sie untersuchten die Schriften (d.h. Gottes Wort) und prüften, ob das von Paulus Gesagte mit dem übereinstimmte, was sie dort lesen konnten. Offensichtlich war das der Fall, denn viele glaubten daraufhin und wurde errettet. Heute sollte es nicht anders sein! Bestimmt spricht nichts dagegen eine Betrachtung zur Hilfe zu nehmen, um Gottes Wort besser zu verstehen. Doch lassen wir auch immer wieder das Wort Gottes allein zu uns sprechen, wenn wir darin lesen? Der Heilige Geist will uns dabei helfen (Joh.14,26). Gott fordert auch uns auf wie die Beröer zu prüfen, was wir hören. Das gilt natürlich auch für die Gemeindestunden. Es ist schön, wenn Du bei der Predigt dabei bist und aufmerksam zuhörst. Aber es sollte auf keinen Fall die Person im Vordergrund stehen. Es gibt Veranstaltungen, wo ein einzelner Prediger ganze Stadien mit mehreren Tausend „Zuschauern“ füllt. Vielleicht sind genau das die Situationen, wo wir besonders vorsichtig sein müssen. Geht es hier wirklich um Gott und Sein Wort oder doch vielleicht um etwas anderes? Zum Abschluss noch ein Gedanke, der Dich und mich immer wieder motivieren darf: Wie oft untersuchten denn die Beröer die Schriften? Jeden Tag. „[…] Dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh.17,17b) #wort #wahrheit #bibel #auslegung #prüfen #blind #glauben #jesuserlebt












