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- Er aber nahm es nicht
Wir wollen heute über ein Detail in der Leidensgeschichte des Herrn Jesus nachdenken, was uns zum Staunen über Ihn führen kann. Nachdem es beschlossene Sache war, dass Jesus außerhalb der Stadtmauern Jerusalems sterben sollte, machte sich der Kreuzigungszug auf den Weg. Angekommen auf Golgatha, wurde dem Herrn Jesus ein Getränk angeboten, um Seinen Durst zu stillen: Wein, mit Galle vermischt. In diesem Moment erfüllte sich die Prophezeiung Davids aus Psalm 69,22: “Und sie gaben in meine Speise Galle, und in meinem Durst gaben sie mir Essig zu trinken.” Bei vollem Bewusstsein lehnte Jesus das Betäubungsgetränk der Römer ab. “Er aber nahm es nicht.” (Mk 15,23) Selbst in den qualvollsten körperlichen Leiden, wollte unser Herr die volle Kontrolle über Seine Sinne behalten. Jesus wollte keine Abmilderung in den bevorstehenden Leiden erfahren, sondern die Tiefe und Schwere der Leiden ganz “schmecken”. Er wollte es für Dich und mich tun. Der Evangelist Matthäus schreibt, dass Jesus den Betäubungstrank erst dann ablehnte, nachdem Er ihn zunächst geschmeckt hatte. Neben der Tatsache, dass dieses vergorene Getränk voller Bitterkeit war, zeigt uns dieses kleine Detail, wie vollkommen Jesus Mensch ist. Er wusste vorher, dass Er es nicht nehmen würde und doch kostete Er es zunächst. “Danke Herr Jesus, dass Du bereit warst, die Leiden am Kreuz in vollem Maß und ohne die geringste Abmilderung zu erdulden!” #jesus #leiden #wein #essig #durst #golgatha #jesuserlebt
- Vorbilder im Kleinen - Epaphras
In einer neuen Beitragsserie möchten wir uns einige Gläubige des Neuen Testaments anschauen, die nur am Rande erwähnt werden. Es sind Menschen, die oft übersehen werden und wurden, weil wir nur auf das Große und Besondere schauen. Dann geht Dir und mir aber ein großer Segen verloren, denn diese Vorbilder im Kleinen vermitteln uns doch einiges und hinterlassen große Fußspuren. Beginnen wir mit dem ersten Jünger, der oftmals im Hintergrund arbeitete und von dessen Arbeit uns eigentlich fast gar nichts berichtet wird. Wir finden ihn nur an 3 Stellen im Neuen Testament und auch dort nur in Verbindung mit der Gemeinde in Kolossä, aus der er stammte. Es handelt sich um Epaphras, der den Apostel Paulus begleitete und mit ihm in Rom im Gefängnis saß. (Philemon 23) Der Apostel Paulus muss diesen Bruder, dafür, dass er sich mit ihm in der Gefangenschaft eins machte und sich seiner Fesseln nicht schämte sehr geliebt haben. So nennt er ihn “unseren geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist” (Kol.1,7) Was für eine Auszeichnung des großen Apostels für so einen womöglich einfachen Jünger Jesu. Auch bei den Kolossern hatte er wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da sie an ihm bzw. von ihm gelernt hatten. Sieh Dir einmal die Dinge an, die in den Versen 3-8 von den Kolossern genannt werden! So etwas lernt man nicht (nur) auf der Studienbank, sondern am lebendigen Beispiel, an einem echten Vorbild. Die Liebe zu den Geschwistern prägte diesen Epaphras, sodass er nicht nur sichtbar tätig war, sondern: "...Epaphras... ein Knecht Christi Jesu, der allezeit für euch ringt in den Gebeten, damit ihr vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes steht.” - Kol. 4,12 Sein ganzes Wesen und sein Dienst waren damit durch die Liebe motiviert und von ihr durchzogen, durch die er viel Entsagung auf sich nahm um anderen zu dienen. Damit machte er seinem Namen Epaphras = der Liebliche, Anmutige alle Ehre und spiegelte seinen Herrn wider, dessen Diener er war. Wie sieht das bei mir und Dir aus? Dienen wir gerne und aus Liebe zu den Gläubigen? Lassen wir uns diese Liebe etwas kosten, auch wenn es keiner mitbekommt? #vorbilder #jesuserlebt
- Geld und Besitz (3) - Wie Jesus gelebt hat
„Maria gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.“ (Lk. 2,7) Wie hat Jesus vor ca. 2.000 Jahren hier auf der Erde gelebt? Wie war sein Bezug zu dem Thema Geld und Besitz? Seine Eltern, Joseph und Maria, waren sehr einfache Leute. Als Jesus geboren wurde, fand gerade eine Volkszählung statt, sodass sämtliche Unterkünfte ausgebucht waren. Selbst wenn noch ein paar teure Suiten frei gewesen wären, hätte es nichts gebracht, weil Maria und Joseph sich das einfach nicht leisten konnten. Der Retter der Welt wurde somit in einer Futterkrippe mitten auf dem Feld geboren. In großer Armut kam der Heiland zur Welt, dabei sollte Er doch der König Israels werden. Einige Tage nach der Geburt von Jesus brachten Maria und Joseph ein Schlachtopfer. Welche Tiere nahmen sie? Zwei Tauben. Das wurde im Gesetz Moses für die Israeliten möglich gemacht, die sich kein Rind oder Kleinvieh leisten konnten. Bis zu Seinem 30. Lebensjahr lesen wir nicht viel von Jesus. Er hat als Zimmermann gearbeitet und war wohl auch früh für die finanzielle Versorgung der Familie verantwortlich, da man davon ausgeht, dass Joseph früh gestorben ist. Als Jesus dann Seinen öffentlichen Dienst begann, zog Er ohne einen Grundstock an Eigenkapital los. War das nicht unverantwortlich? Nein. Der Herr Jesus war in ständiger Abhängigkeit von Seinem Gott und Vater und wusste, dass Er Ihn mit allem Nötigen versorgen würde. Geschlafen hat Jesus auf Schiffen und in der freien Natur. Manchmal wurde Er auch eingeladen. In Bethanien gab es Geschwister, die Ihn gerne aufnahmen. Wir merken: Das war kein Leben in Protz und Prunk. Hätte Jesus nicht einen anderen Weg wählen können? Er war doch gleichzeitig Gott, warum dann freiwillig diese Armut? Damit wir von Ihm lernen. Sollen wir jetzt ein Leben in Askese (Entsagung/Enthaltsamkeit) führen? Auf alles Materialistische freiwillig verzichten? Das verlangt der Herr nicht unbedingt von uns. Er verlangt ein ungeteiltes Herz, welches Ihm nachfolgen will. Und da soll unser Geld kein Hinderungsgrund sein, sondern ein Mittel, um es für den Herrn einzusetzen. #geld #besitz #vorbild #leben #jesus #teil3 #jesuserlebt
- Abhängiges Warten auf den Herrrn
„Vom Herrn werden die Schritte eines Mannes bestätigt“ (Ps. 37,23). Wir haben die felsenfeste Gewissheit, dass unser Gott seine Kinder in allen Dingen führt. Er lenkt unsere Gedanken, Entschlüsse und Schritte zu dieser oder jener Tat. Wo kämen wir hin, wenn das nicht so wäre? Wie sollten wir dann weiterkommen? Wie könnten wir unsere Schritte und Bewegungen steuern? Sollten wir uns von den Winden des Augenblicks bald hierhin, bald dorthin treiben lassen? Sollten wir dem blinden Zufall überlassen sein oder den Trieben unseres eigenen Willens? Gott sei Dank ist es nicht so! Er kann uns auf seine göttlich vollkommene Weise in jeder Lage die Gewissheit darüber geben, was er von uns will; ohne diese Gewissheit sollten wir uns keinen Schritt voran wagen. Jesus Christus kann seine Knechte und Mägde so lenken und bis ins Innerste beeinflussen, dass sie dahin gehen, wo er sie haben will und dass sie tun, was er sie heißt. Kein echter Diener Jesu Christi wird ohne einen solchen Wink seines Herrn einen Schritt vorwärtsgehen. Niemals sollten wir etwas unternehmen, wenn wir nicht volle Gewissheit haben. Sonst lasst uns ruhig abwarten! Es kommt oft vor, dass wir uns um Wege sorgen und beunruhigen, die wir nach Gottes Willen überhaupt nicht gehen sollen. „Ich weiß überhaupt nicht mehr, wohin ich mich wenden soll“, klagte einmal jemand seinem Freund. „Dann bleib stehen“, war die weise Antwort des Freundes. Aber nur den Demütigen wird Gott leiten in Gerechtigkeit und ihn seinen Weg lehren! Das dürfen wir nie vergessen! (Unbekannt) #warten #wait #gebet #abhängigkeit #herr #lenken #führung #jesuserlebt
- Geld und Besitz (2) - Fluch oder Segen?
„Ehre den HERRN von deinem Vermögen (oder: Besitz) und von den Erstlingen all deines Ertrags (oder: Geldes).“ (Spr 3,9) Ist der Materialismus, in dem wir leben, ein Fluch oder ein Segen? Der reiche Jüngling in Lukas 18 wollte ehrlich und aufrichtig dem Herrn Jesus nachfolgen. Aber er hatte ein Problem: Er hatte viel Geld. Das war aber nicht das Hauptproblem. Der Hinderungsgrund für diesen jungen Mann war sein Herz, welches an dem Geld hing. Und genauso ist das auch bei uns. Ob Du viel oder wenig an Geld und Gütern hast; es kommt auf Deine Herzenshaltung zum Materiellen an. Es ist nicht verboten, viel Geld zu haben, aber es ist der geistliche Tod eines jeden Gläubigen, wenn sein Herz an diesen Dingen hängt. Bevor wir zu den Aussagen des Herrn Jesus im Lukasevangelium kommen, vorab noch einige Verse aus dem Buch der Prediger, welches von dem reichsten Mann aller Zeiten, Salomo, geschrieben wurde, die die Gefahren des Materialismus zeigen: „Wer das Geld liebt, wird des Geldes nicht satt, und wer den Reichtum liebt, nicht des Ertrags. Auch das ist Eitelkeit. Wenn das Gut sich mehrt, so mehren sich, die davon zehren; und welchen Nutzen hat dessen Besitzer, als das Anschauen seiner Augen? Der Schlaf des Arbeiters ist süß, mag er wenig oder viel essen; aber der Überfluss des Reichen lässt ihn nicht schlafen. Es gibt ein schlimmes Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe: Reichtum, der von dessen Besitzer zu seinem Unglück aufbewahrt wird. Solcher Reichtum geht nämlich durch irgendein Missgeschick verloren; und hat er einen Sohn gezeugt, so ist gar nichts in dessen Hand. Wie er aus dem Leib seiner Mutter hervorgekommen ist, wird er nackt wieder hingehen, wie er gekommen ist; und für seine Mühe wird er nicht das Geringste davontragen, das er in seiner Hand mitnehmen könnte. Und auch dies ist ein schlimmes Übel: Ganz so, wie er gekommen ist, so wird er hingehen; und was für einen Gewinn hat er davon, dass er sich in den Wind müht? Auch isst er alle seine Tage in Finsternis und hat viel Verdruss und Leid und Zorn.“ (Pred 5,9-16) Gott prüft Deinen und meinen Herzenszustand. Sind wir bereit uns von Ihm verändern zu lassen? #geld #fluch #segen #jesuserlebt
- Ein sorgloses, ruhiges Leben?
„Sorglos war Moab von seiner Jugend an, und still lag es auf seinen Hefen und wurde nicht ausgeleert von Fass zu Fass, und in die Gefangenschaft ist es nie gezogen; daher ist sein Geschmack ihm geblieben und sein Geruch nicht verändert.“ (Jer. 48,11) Jeremia verwendet hier eine Illustration aus dem Bereich der Weinherstellung, um uns zu lehren, dass ein Leben in Bequemlichkeit nicht zu Charakterstärke führt. Wenn Wein in Fässern oder Kufen gärt, dann setzen sich Hefe und andere Bestandteile als Satz auf dem Boden ab. Belässt man den Wein in diesem Zustand, wird er ungenießbar. Deshalb muss der Kellermeister ihn von Fass zu Fass umgießen, um den Satz mit seinen Verunreinigungen zu entfernen. Durch diesen Vorgang entwickelt der Wein Kraft, Aroma, Farbe und Bouquet. Moab lebte ein Leben in ungestörter Bequemlichkeit. Es hatte niemals solche Erfahrungen wie Gefangenschaft und Deportation gemacht. Erfolgreich hatte es sich gegen Schwierigkeiten, Prüfungen und Entbehrungen isoliert. Als Ergebnis wurde sein Leben schal und geschmacklos. Es hatte kein Aroma und keine Würze. Was für den Wein gilt, gilt natürlich auch für uns. Wir brauchen Widerstand, Schwierigkeit und Unterbrechung, um uns von Unreinigkeiten zu befreien und die Charakterzüge eines von Christus erfüllten Lebens zu entwickeln. Unsere natürliche Neigung ist es, uns vor allem zu schützen, was uns irgendwie stören könnte. Wir streben unaufhörlich danach, uns einzunisten. Aber Gottes Wille für uns ist es, dass unser Leben eine unaufhörliche Krise ist, die zu beständiger Abhängigkeit von Ihm führt. In ihrer Biografie Hudson Taylors schrieb Mary G. Taylor: „Dieses Leben, das überall in der Welt zum Segen werden sollte, musste einen ganz anderen Prozess durchlaufen (d. h. anders als das bequeme auf-den-Hefen-Liegen) einschließlich des vielen Ausleerens und Umfüllens, das für die alte Natur so schmerzlich ist, durch das wir aber geläutert werden.“ Wenn wir uns klar machen, was der göttliche Kellermeister in unserem Leben bewirken möchte, dann bewahrt uns das vor Aufbegehren und Rebellion und lehrt uns Unterwerfung und Abhängigkeit. #sorgenfrei #leben #wachstum #wein #moab #jesuserlebt
- Geld und Besitz (1) – Ein herausforderndes Thema
„Ehre den HERRN von deinem Vermögen (oder: Besitz) und von den Erstlingen all deines Ertrags (oder: Geldes).“ (Sprüche 3,9) Geld und Besitz – ein spannendes und herausforderndes Thema. Wir alle haben von Gott etwas bekommen. Der eine mehr, der andere weniger. Aber im Großen und Ganzen geht es uns finanziell gut, auch wenn wir das nicht immer so sehen, da wir uns mit anderen vergleichen. Gott gibt in Seiner unendlichen Güte. „Gott ist gut und tut Gutes“ (vgl. Psalm 119,68). Verdient haben wir nichts. Alles, was wir an Geld und Besitz haben dürfen, kommt von Gott und sollen wir für Ihn verwalten. Geld und Besitz bestimmen unseren Alltag. Wöchentliche Einkäufe, Tanken, Telefonrechnungen, Friseurbesuche und der Besuch beim Baumarkt sind Routinehandlungen. Bei größeren Investitionen, wie bei dem Kauf eines neuen Autos oder eines Hauses, überlegen wir etwas länger, holen uns Angebote ein, vergleichen auf Check24, um das bestmöglichste Preis/Leistungsverhältnis zu bekommen. Einmal im Jahr überprüfen wir unsere Versicherungen und lassen uns über eine solide Altersvorsorge beraten. Hin und wieder meldet sich die Bank mit einem Angebot unser Geld möglichst rentabel anlegen zu wollen. Schweigt die Bibel über das Thema? Wenn wir das Wort Gottes auf das Thema „Geld und Besitz“ untersuchen, werden wir erstaunt sein, wie viel doch darüber berichtet wird. Das fängt in den fünf Büchern Mose an, geht über die Sprüche Salomos bis hin zu den Aussagen des Herrn Jesus in den Evangelien und endet mit den Belehrungen aus den Briefen des Apostel Paulus. Wann hast Du das letzte Mal in Deiner Gemeinde etwas über das Thema „Geld und Besitz“ gehört? „Über Geld redet man nicht“ wird schonmal gesagt. Aber warum schweigen wir über ein Thema, welches uns tagtäglich betrifft? Gibt es einen Grund, warum der Herr Jesus in den Evangelien mehr über Geld und Besitz spricht, als über Himmel und Hölle? Warum gibt es mehr Verse über Geld, als über die Themen „Glaube“ und „Gebet“ zusammen? Wir wollen uns in dieser Serie besonders die Aussagen des Herrn Jesus im Lukasevangelium anschauen. Es wird herausfordernd… #geld #besitz #bibel #finanzen #jesuserlebt
- Dein Volk ist mein Volk
„...dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott;“ (Ruth 1,16b) Als Noomi mit ihrer Schwiegertochter Ruth aus Moab nach Israel zurückkehren will, war Ruth fest entschlossen mitzukommen, obwohl sie eine Ausländerin war. Da war nichts mehr, was sie noch in Moab hielt. Sie wollte mit Noomi gehen und ihr Volk und vor allem ihren Gott kennen lernen. Was sie zu Noomi sagt, können wir auch auf uns anwenden. Da ist ein Gott und dieser Gott hat ein Volk, nicht mehrere. Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Epheser: „Da ist ein Leib und ein Geist…“ (Eph.4,4). Was für die Gemeinde (Versammlung) Gottes gilt, das gilt ebenso für die Gläubigen einer Ortsgemeinde, die diese weltweite Gemeinde darstellen. Die Geschwister in der Gemeinde können wir uns nicht selber aussuchen. Der Herr hat uns weltweit und an jedem Ort genauso zusammengestellt. Respektierst Du alle Deine Mitgeschwister, unabhängig von persönlicher Sympathie oder von Menschen gemachten Gruppierungen? „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in uns allen ist.“ (Eph.4,5-6) #leib #volk #eingott #glaube #gemeinde #ort #ruth #jesuserlebt
- Was ist Pfingsten?
"Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Ort beisammen." (Apg 2,1) Pfingsten – war ursprünglich ein Erntedankfest, dass Gott dem Volk Israel als drittes Fest im Jahr gegeben hat (siehe 3.Mose 23). Das erste jährlich wiederkehrende Fest war das Passah. Es deutet auf den Tod von Christus hin, der unser Passah ist (1.Kor 5,7) und am (Kar-) Freitag starb. Das zweite Fest fand nach dem Sabbat (Samstag) nach dem Passah statt, am ersten Tag der Woche. An diesem Tag wurde Gott die erste Gerstengarbe der Getreideernte dargebracht. Sie spricht von der Auferstehung Christi als dem Erstling am Ostersonntag (1.Kor 15,20). Das dritte Fest fand 50 (griechisch: pentekoste → Pfingsten) Tage später statt - wieder an einem Sonntag. Hier wurden Gott zwei Brote gebracht, die aus dem Mehl der Weizenernte gebacken wurden. Diese Brote sind ein Bild der Gemeinde, die durch das Herabkommen des Heiligen Geistes gebildet wurde (1.Kor 12,13). In Apg 2,1-4 sehen wir die prophetische Erfüllung dieses Festes. Dabei fanden zwei äußere Zeichen statt: 1. Hörbar: Das Haus, wo ca. 120 Personen versammelt waren, wurde von einem Brausen, wie von einem gewaltigen Wind erfüllt. Das verdeutlicht, dass die ganze Gemeinde die Wohnung des Heiligen Geistes ist (1.Kor 3,16). 2. Sichtbar: Zerteilte Zungen wie von Feuer setzen sich auf jeden einzelnen. Der Heilige Geist wohnt auch in jedem Gläubigen. Die Zungen sprechen davon, dass die Gläubigen jetzt das Evangelium verkündigen würden (s. Apg 2,14ff.) Sie sind zerteilt, weil sich die Botschaft an Juden und Heiden richten würde. Sie sind von Feuer, weil der Heilige Geist auf die Gläubigen eine reinigende Wirkung hat. In Apg 2 wurden die Gläubigen mit Heiligem Geist getauft, wie der Herr gesagt hatte (Apg.1,5; 11,16). Die Taufe mit Feuer in Mt. 3,11 ist noch zukünftig und bedeutet das Gericht. Die Taufe mit dem Heiligen Geist war ein einmaliger Vorgang, der nur an diesem in Apg 2 erwähnten Tag stattfand, als der Heilige Geist vom Himmel herabkam. Wir haben den Heiligen Geist ohne sichtbare Zeichen empfangen, als wir dem Evangelium geglaubt haben (Eph 1,13). #taufe #pfingsten #heiligergeist #jesuserlebt
- Lukas - im Hintergrund wertvoll (3)
Heute wollen wir uns, um Lukas besser kennenzulernen, eine weitere Bibelstelle genauer ansehen, in der er namentlich erwähnt wird. „denn Demas hat mich verlassen, … Lukas ist allein bei mir.“ (2.Tim.4,10-11) In allen Stellen, in denen Lukas erwähnt wird, liest man auch von einem gewissen Demas. Auch er war ein Mitarbeiter von Paulus, grüßte die Geschwister in Kolossä, aber hier lesen wir, dass er den Zeitlauf liebgewonnen hatte und Paulus nicht mehr unterstützte. Und Lukas? Er war treu in seiner Arbeit. Er blieb bei Paulus, auch wenn es unbequem und einsam um ihn wurde. Wie ist das in unserem Leben? Die Menschen dieser Welt weichen Schwierigkeiten gerne aus. Da gibt es Probleme im Job, ein Streit in der Ehe, es knirscht hier und da und die Reaktion ist Wechsel und Veränderung. Wir leben auch in diesen Dingen, in einer Wegwerfgesellschaft. Wie schade! Ein alter Bruder antwortete einmal, als er auf seine vielen Ehejahre angesprochen wurde: „Wir kommen noch aus einer Zeit, in der kaputte Dinge repariert oder geklebt und nicht gleich weggeschmissen wurden!“ Genau in diese Richtung geht auch die Bibel. Sie spricht an vielen Stellen von Ausharren und nicht von Weglaufen. Lasst uns doch neu Mut fassen, Dinge nicht gleich aufzugeben, wenn Schwierigkeiten kommen. So wie Lukas: Er blieb bei Paulus, auch wenn andere gingen. „in Trübsal harrt aus“ (Röm.12,12) Wollen wir doch von Lukas lernen. Er war treu im Kleinen und Unscheinbaren, aber machte seine Aufgaben mit Hingabe, sodass er vielen zum Nutzen sein konnte – wertvoll im Hintergrund. #ehe #lukas #wegwerfgesellschaft #ausdauer #treue #jesuserlebt
- Letzte Tage (5) – Zu Gottes Ehre
„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge … damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ (1. Petrus 4,7+11) Das Verhalten in den letzten Tagen sollte von uns Christen durch Gebet, Bruderliebe, Gastfreundschaft und Dienst gekennzeichnet sein. Und wozu sollen wir das alles tun? Zu Gottes Ehre. Es gibt kein besseres Motiv, aber das ist auch Gottes Anspruch an uns in den letzten Tagen. Gerade dann, wenn wir aktiv etwas für den Herrn tun, besteht die Gefahr, dass wir aus eigener Kraft handeln und Lob von Menschen bekommen, ohne es dabei an den Herrn Jesus weiterzuleiten. Aber alles geht von Gott aus und geht auch wieder zu Gott hin. Wenn wir uns bewusst sind, was der Herr für uns getan hat, dann kommen wir mehr und mehr zu der Aussage: „Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“ (Lukas 17,10) Unser Herr und Heiland ist vom Himmel auf die Erde gekommen, ist Mensch geworden und für Dich und mich an das Kreuz gegangen um dort zu sterben. Welche Antwort haben wir auf Seine Liebe? Ist es ein Leben in konsequenter Hingabe an den Herrn Jesus? Gottes Ehre sollte die höchste Priorität in den letzten Tagen haben. „Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.“ (1. Korinther 10,31) #letzte #tage #ehre #gottes #kraft #motivation #priorität #jesuserlebt
- Wenn alles verloren ist
„Da starben auch die beiden, Machlon und Kiljon; und die Frau blieb von ihren beiden Söhnen und von ihrem Mann allein übrig.“ (Ruth 1,5) Die Ereignisse im Buch Ruth finden zur Zeit der Richter statt, einer Zeit, die der heutigen sehr ähnlich ist. Das Volk Israel hatte sich von Gott abgewendet: „In jenen Tagen war kein König in Israel; jeder tat, was recht war in seinen Augen.“ (Ri.21,25) Als Folge des Ungehorsams hatte Gott eine Hungersnot geschickt, die auch in Bethlehem-Juda für Not sorgte. Und dass, obwohl Bethlehem so viel bedeutet wie „Haus des Brotes“. Aufgrund dieser schwierigen Lage zogen Elimelech und Noomi mit ihren Söhnen weg nach Moab, um dort Nahrung und ein besseres Leben zu finden. Doch leider passiert genau das Gegenteil. Auch heute müssen wir aufmerksam sein, wenn es in der Gemeinde oder Familie zu Problemen kommt. Was will der Herr uns dadurch sagen? Es ist nicht der beste Weg vor den Problemen einfach wegzulaufen. Das gilt besonders, wenn wir dadurch die Gemeinschaft mit dem Herrn und anderen Gläubigen verlieren. Doch Gott lässt einen wahren Gläubigen nicht einfach laufen. Der Herr Jesus ist auch für Dich am Kreuz gestorben und Ihm liegt an Dir. So auch im Buch Ruth. Gott greift ernst ein. Als erstes stirbt Elimelech in Moab und wenig später auch beide Söhne, die bereits moabitische Frauen geheiratet hatten. Noomi bleibt alleine übrig. Sie hatte alles verloren, außer ihren Schwiegertöchtern. Doch in dieser großen Not erinnert sie sich zurück an Juda, wo sie hergekommen war. Sie hatte sogar gehört, dass Gott wieder Brot gegeben hatte und die Hungersnot zu Ende war (Ruth 1,6). Der Herr hatte sie in Moab nicht vergessen. Nachdem die Frauen nach Juda zurückkehren, nehmen die Ereignisse eine Wendung, die uns viel von der Gnade und Liebe Gottes zeigen. Ruth lernt Boas kennen und wird seine Frau. Sie bekommen einen Sohn (Obed), der ein Vorfahre Davids ist (dem späteren König Israels) und damit auch von dem Herrn Jesus (s. Mt.1,5-6). Gott kann auch Dich von falschen Wegen zurückbringen und Dich segnen. #ruth #falscher #weg #zurück #gnade #not #jesuserlebt












