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- Bitte Abstand halten
Diese Anweisung lesen wir aktuell überall – an nahezu jedem Eingang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Gebäuden oder Geschäften. Auch das Volk Israel wurde einmal angewiesen Abstand zu halten: „Sobald ihr die Lade des Bundes des Herrn, eures Gottes, seht, und die Priester, die Leviten, sie tragen, so sollt ihr von eurem Ort aufbrechen und ihr nachfolgen. Doch zwischen euch und ihr soll eine Entfernung von etwa zweitausend Ellen an Maß sein. Ihr sollt ihr nicht nahe kommen, damit ihr den Weg wisst, auf dem ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg früher nicht gezogen.“ (Jos. 3,3+4). Das Volk Israel war kurz davor den Jordan zu überqueren, um in das verheißene Land zu kommen. Nun gaben die Vorsteher des Volkes die Anweisung, hinter der Lade herzuziehen und dabei einen Abstand von ca. 1km einzuhalten. Dabei war die Lade aber immer noch in Sichtweite, um den Israeliten den Weg zu zeigen. Die Bundeslade ist in der Bibel häufig ein Bild von dem Herrn Jesus und so können wir auch etwas für uns lernen. Auch in unserem täglichen Christenleben folgen wir dem Herrn Jesus und sollten dabei immer in „Sichtweite“ bleiben. Wenn wir regelmäßig beten und in seinem Wort lesen, wird er uns den Weg zeigen. Denn so wie das Volk damals, kennen auch wir den Weg noch nicht, den wir gehen sollen und brauchen ihn als Wegweiser. Auf der anderen Seite gibt es da aber auch einen gewissen Abstand, den wir wahren sollten. Die Bibel sagt, dass Gott „allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt“ (1.Tim.6,16). Der ewige Gott besitzt Eigenschaften, die absolut einmalig sind. Er ist vollkommen erhaben gegenüber uns Menschen, die seine Geschöpfe sind. Dieser Unterschied ist gewaltig. Wir sollten daher auch nicht versuchen alle Geheimnisse Gottes zu erklären oder zu begreifen. Es gibt Dinge, die für den menschlichen Verstand wirklich zu „hoch“ sind. Wenn wir z.B. daran denken, dass der Herr Jesus vollkommen Mensch war und zugleich nie aufgehört hat Gott zu sein, können wir das nicht verstehen. Wir müssen es im Glauben annehmen. Und doch, trotz dieses Unterschiedes zwischen Gott und uns Menschen, wollte er eine Möglichkeit schaffen, dass Sünder zu ihm kommen können. Dazu ist der Herr Jesus am Kreuz für uns gestorben und zum Mittler zwischen Gott und Menschen geworden (1.Tim. 2,5). Durch seinen Tod am Kreuz „zerriss der Vorhang des Tempels in zwei Stücke“ (Mk. 15,38). Dieser Vorhang in der Stiftshütte und später im Tempel stellt die Trennung zum Allerheiligsten dar, der Wohnung Gottes (2.Mo.26,33). Dort durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr eintreten. Aber durch das vollkommene Opfer des Herrn Jesus haben wir jetzt die Möglichkeit „zum Eintritt in das Heiligtum durch das Blut Jesu […] durch den Vorhang hin,“ (Heb. 10,19+20). Auf diesem Weg dürfen wir jetzt zu Gott kommen und Ihm für das danken, was er für uns getan hat. Wir können nur immer wieder staunen, wie sich der allmächtige Gott in seinem Sohn den Sündern zugewendet hat. Lasst uns ihm weiter folgen und immer in „Sichtweite“ bleiben. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. (Epheser 2,13) #jesuserlebt #jesus #abstand #bitteabstandhalten #keepdistance #socialdistancing #gott #god #bibel #heilig #holy #beten #pray #christ #christus
- Golgatha (9)
13. Beleidigung am Kreuz – Die römischen Soldaten Auch die römischen Soldaten reihen sich unter die Spötter mit ein. Nur Lukas schreibt davon. Brutal hatten sie die Kreuzigung vollzogen. Jetzt stimmen sie in den Chor der Lästerungen ein. „Wenn du der König der Juden bist, so rette dich selbst!“ Sie waren die Besatzungsmacht. In ihren Augen gab es keinen König der Juden. Und schon gar nicht einen, der in Schwachheit am Kreuz hing, sich nicht wehrte und alles über sich ergehen ließ. In ihren Augen verachtenswert. Und obwohl sie auch die Juden verachteten, vereinen sie sich hier in Ihrem Spott mit ihnen. Lukas erwähnt auch, dass die Soldaten zu ihren Lästerungen Essig bringen. Eine übliche Methode der Römer, den Tod des Gekreuzigten noch weiter hinauszuzögern und seine Qualen zu verlängern. Dabei würde der Tod des Herrn auch ihnen, den Heiden, den Weg zu Gott eröffnen. 14. Beleidigung am Kreuz – Die gekreuzigten Verbrecher „Auf dieselbe Weise schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.“ (Mt.27,44). Wie ist das möglich? Zum Tode verurteilt hängen rechts und links neben dem Herrn zwei Verbrecher am Kreuz. Auch sie haben Schmerzen, quälen sich, haben den Tod vor Augen. Aber anstatt sich mit dem Mitgekreuzigten, dem „Leidensgenossen“ zu verbinden, verbinden sie sich mit denen, die sie hinrichten und stimmen in ihren Lästerchor mit ein. Unfassbar! Dabei ist mindestens einem von beiden klar, dass die Person zwischen ihnen nichts getan hat – unschuldig dort hängt (Lk.23,41). Wie einsam ist der Herr in Seinen Leiden! Niemand fragt nach Seiner Seele (Ps.142,5). Selbst die Verbrecher, die ebenso wie Er hingerichtet werden, wenden sich gegen Ihn. Einmal mehr wird deutlich, wie abgrundtief böse das menschliche Herz ist. Wie groß ist der Hass gegen den Heiland! Die Vorübergehenden, das Volk, die Führer des Volkes, Soldaten und sogar die Verbrecher reichen sich die Hand gegen Christus. Hier auf Golgatha zeigt der Mensch, wer er wirklich ist – wer ich von Natur aus bin! Und der Herr? Er offenbart Seine ganze, unfassbare Liebe. Nicht zu Freunden, sondern zu Feinden! Und das in den Stunden, wo ihre ganze Ablehnung und Verachtung am deutlichsten von Ihm empfunden wird. Was bleibt mir da, als mich zu verneigen und anzubeten! O Liebe ohnegleichen! Kein Sinn kann je erreichen, wie Du, o Herr, uns liebst. Vergaßest Deine Schmerzen, trugst die nur auf dem Herzen, die Du so unaussprechlich liebst. Text: Carl Brockhaus (*1822 †1899) #cross #calvary #kreuz #jesus #leiden #spott #herabsteigen #retten #rettung #golgatha #jerusalem #hohepriester #schriftgelehrte #beleidigung #jesuserlebt
- Der Baum – ein Schattenspender
Dürresommer, Klimawandel, Hitzestress – Schlagworte, die unsere Nachrichten derzeit beherrschen, wenn es um den vor uns liegenden Sommer und die damit einhergehende Belastung für die Natur geht. Gerade die Bäume leiden unter der großen Dürre der letzten beiden Jahre und es scheint derzeit als würde eine weitere anhaltende Trockenperiode folgen. Während in den letzten beiden Jahren die Fichten massiv geschädigt und zum großen Teil durch Trockenheit und Borkenkäferbefall abgestorben sind, so folgen nun in diesem Jahr die Buchen. Ich möchte an dieser Stelle aber keine Diskussion über Klimawandel und den von Menschen verursachten Schaden lostreten. Wir wollen uns vielmehr mit einem charakteristischen Merkmal der Bäume, als Schattenspender, beschäftigen und sehen, ob uns die Bibel zu diesem Thema etwas sagt und welche geistliche Anwendung wir daraus für unser Leben machen können. Ein großer Baum vor dem Haus, in dessen Schatten gegessen wurde, unter dem man seinen Feierabend verbrachte, das sind Bilder, die wir im Kopf haben und uns eine idyllische Vergangenheit unserer Großeltern suggerieren. In unseren Tagen ist der mächtige Baum Sonnenschirmen aus Stahl und Stoff, Markisen und ähnlichem gewichen. Das Verlangen nach Schatten aber, wenn die Sonne heiß vom Himmel scheint, ist ungebrochen. Bereits zu frühen biblischen Zeiten haben sich die Menschen im Schatten eines Baumes niedergelassen, um der Sonne nicht ungeschützt ausgesetzt zu sein. Die Bibel berichtet uns ganz konkret von Abraham, wie er den Schatten eines Eichen ähnlichen Baums, einer Terebinthe, genutzt hat, um vor den Strahlen der Sonne, die Bibel nennt es die „Hitze des Tages“ geschützt zu sein. [1. Mo. 18,1-8] Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen Mamres; und er saß an dem Eingang des Zeltes bei der Hitze des Tages. Und er hob seine Augen auf und sah: Und siehe, drei Männer standen vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von dem Eingang des Zeltes und beugte sich nieder zur Erde; und er sprach: Herr, wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Es werde doch ein wenig Wasser geholt, und wascht eure Füße; und lagert euch unter dem Baum, und ich will einen Bissen Brot holen, und stärkt euer Herz; danach mögt ihr weitergehen; da ihr nun einmal vorbeigekommen seid bei eurem Knecht. Und sie sprachen: Tu so, wie du geredet hast. Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sprach: Nimm schnell drei Maß Feinmehl, knete und mache Kuchen! Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knaben; und der beeilte sich, es zuzubereiten. Und er holte dicke und süße Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen. Es scheint also um die Mittagszeit gewesen zu sein, wenn die Sonne ihre ganze Kraft entfaltet, als Abraham den göttlichen Besuch empfangen hat und sie sich gemeinsam unter dem Baum niedergelassen haben, um zu Essen. Wenn wir diesen Ausdruck „die Hitze des Tages“ im geistlichen Sinn anwenden, dann dürfen wir dabei an die Herausforderungen, die das tägliche Leben mit sich bringt, denken. Herausforderungen, die uns mitunter einiges abverlangen. Sei es im Beruf, in der Schule, im Studium oder Ausbildung. Sei es als Mutter im Umgang mit den Kindern zu Hause. Seien es die lieben Alten, wo die körperliche Kraft nachlässt und die Beschwerden des Alters zu schaffen machen. Oder seien es Krankheiten, psychische Belastungen, wirtschaftliche Schwierigkeiten oder geistliche Nöte. – Alles das dürfen wir mit der „Hitze des Tages“ in Verbindung bringen. Allesamt Situationen, in denen wir uns befinden können und in denen wir uns Erleichterung wünschen. Dabei dürfen wir an den Schatten denken, den ein Baum spendet. Genau das ist es auch, was Gott in einer solchen Situation tut. Er nimmt die Schwierigkeiten nicht unbedingt weg. Es kann sein, dass, im übertragenen Sinn, die Hitze bleibt, aber er möchte uns Schatten spenden. Er möchte uns Erleichterung geben. Du darfst wissen: Der Herr wird die Situation, die Prüfung oder Herausforderung so führen, dass wir sie ertragen können. Er, unser Heiland und Retter, in dessen Augen du teuer und wertvoll bist, lässt nicht zu, dass die stechende Sonne der Erprobung unserer Seele einen Schaden zufügt. Dazu will er uns seinen mildernden Schatten geben. Das darf unsere Herzen trösten und mit Frieden erfüllen, angesichts mancher Schwierigkeiten, die uns auf unserem Weg begegnen und jeden von uns ganz individuell betreffen. [Ps. 121,5-7] Der HERR ist dein Hüter, der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand. Nicht wird die Sonne dich stechen des Tages, noch der Mond des Nachts. Der HERR wird dich behüten vor allem Bösen, er wird behüten deine Seele. [1. Kor. 10,13] Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt. [Ps. 91,1] Wer im Schirm des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen. Er wünscht sich von uns, dass wir uns in seinem Schatten, das meint, in seiner Nähe aufhalten und keine eigenen, eigenwilligen Wege einschlagen, sondern zu ihm Zuflucht nehmen in unserer Situation. Er freut sich, wenn wir uns vertrauensvoll im Gebet an ihn wenden und ihm unsere Sorgen und Not vorstellen. Er hat es gerne, wenn er uns im Gebet sieht, weil wir dadurch unsere Abhängigkeit von ihm zum Ausdruck bringen. Schon König David hat das auf wunderbare Weise erlebt, als er sich noch vor Saul, dem ersten König über Israel, auf der Flucht befand. Die Situation schien aussichtslos und ohne erkennbaren Ausweg. Aber Gott, der allmächtige Gott, der Schöpfer Himmels und der Erde, der alles vermag und alles kann, er hatte einen Ausweg aus der Not. [Ps. 57,2] Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig! Denn zu dir nimmt Zuflucht meine Seele, und ich will Zuflucht nehmen zu dem Schatten deiner Flügel, bis vorübergezogen das Verderben. Dieser Gott Davids ist auch unser Gott. Dein Gott, ganz persönlich! Er ist heute derselbe wie gestern. Wie damals, so ist auch gerade jetzt imstande dir in der „Hitze des Tages“, in den Herausforderungen, die dir in deinem Leben begegnen, Erleichterung zu geben. Du darfst dich in seinem Schatten aufhalten und fest damit rechnen, dass er die Situation erträglich machen und deine Seele vor Schaden behüten wird!
- Fehlstart
„Denn nicht das Gute, das ich will, übe ich aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7,19) Den Begriff „Fehlstart“ kennen wir gut aus der Leichtathletik. Wenn bei einem 100m Sprint ein Läufer zu früh oder nicht ordnungsgemäß startet, dann wird der Start wiederholt und der Läufer disqualifiziert. Gibt es in unserem geistlichen Leben nicht auch öfters mal einen Fehlstart in den Tag? Dass wir morgens gar keinen richtigen Geschmack an Gottes Wort und an dem Gebet finden, dann tagsüber schlecht gelaunt sind, weil es nicht so läuft wie wir es wollen? Oder, dass sündige Gedanken sich in uns breit machen, die wir nicht konsequent verurteilen und die dann im Laufe des Tages zu sündigen Taten werden? Ein Tag kann schonmal mit einem Fehlstart beginnen. Es hat mal jemand gesagt: „Die ersten Gedanken am Morgen bestimmen den ganzen Tagesablauf“. Wir merken einen geistlichen Fehlstart meistens schnell, weil das Gewissen sich meldet und unser Herz uns verurteilt (1. Johannes 3,20). Wenn uns bewusst wird, dass wir einen Fehlstart hingelegt haben, sollten wir es sofort vor Gott bekennen, „dann ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Johannes 1,9) Dann steht einem Weiterlaufen auf der „Glaubensrennbahn“ nichts mehr im Weg, bei Gott gibt es keine Disqualifikation. Aber wie können wir einen geistlichen Fehlstart in unser tägliches Glaubensleben vermeiden? Jakobus sagt in seinem Brief: „Wir alle straucheln oft“ (Jakobus 3,2), und das merken wir Tag für Tag. Aber wir haben als Gläubige das neue Leben in uns und der Heilige Geist wohnt in uns (1. Korinther 6,19). Sollten wir deswegen nicht alles daran setzen diese in uns wohnende göttliche Person zu ehren und dem Herrn Jesus nachzufolgen? Es gibt in der Bibel einige Beispiele von Männern und Frauen Gottes, denen wir nachahmen können, um einen Fehlstart zu vermeiden. Ein Beispiel ist Ruth. Ruth las am Morgen das Getreide auf (Ruth 2,7), zur Mittagszeit isst sie geröstete Körner (Ruth 2,14), am Abend schlägt sie das Aufgelesene aus und bringt es zu ihrer Schwiegermutter (Ruth 2,17) und nachts geht sie zur Gerstentenne (Ruth 3,2+6). Ihr ganzer Tagesablauf dreht sich also um Getreide und Ernte. Ist das nicht Motivation für uns? Geistliche Nahrung dürfen wir den ganzen Tag über aufnehmen, Dienst für den Herrn dürfen wir den ganzen Tag über tun und welch ein Segen, wenn wir schon morgens damit anfangen. Solch ein Tagesablauf ist aber anstrengend, es erfordert Gebet und Disziplin. Aber der HERR wird es belohnen (Johannes 4,36). Zudem sichert der Herr Jesus uns jeden Tag seine Hilfe und seinen Schutz zu. „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage (im Alltag) bis zur Vollendung des Zeitalters.“ (Matthäus 28,20) #fehlstart #rennen #rennbahn #glaubensleben #tag #start #day #beginn #runner #race #sünde #bekennen #confess #jesus #gott #god #christ #jesuserlebt
- Welche Bedeutung hat die Zungenrede?
„In dem Gesetz steht geschrieben: „Ich will in anderen Sprachen und durch andere Lippen zu diesem Volk reden, und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.“ Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.“ (1. Kor 14,21.22) Wir wollen uns einmal anhand der Bibel die Frage stelle, welche Bedeutung das biblische Sprachenreden hat? Dabei sei noch einmal daran erinnert, dass es sich bei dem Sprachenreden der Bibel um eine Geistesgabe handelt. Es geht um ein Reden in existierenden Fremdsprachen, die man zuvor nicht erlernt hat. Es ist ein Wunder Gottes. In dem obigen Vers zitiert Paulus aus Jesaja 28,11.12. Der Kontext der Verse beschreibt das Reden Gottes in fremden Sprachen zu seinem eigenen Volk als Zeichen des Gerichts. Weil das Volk Gottes nicht auf Gott gehört hatte, würde Er das Gericht durch eine Belagerung über das Volk bringen. Zunächst wurde das Nordreich (Ephraim) durch den Assyrer belagert und schlussendlich in die Gefangenschaft geführt. Später wurde auch das Südreich (Juda) durch die Chaldäer belagert und gefangen weggeführt. Plötzlich fielen fremde Nationen in ihr eigenes Land ein, die sie dann in fremden Sprachen reden hörten, die sie weder kannten noch verstanden. Und trotzdem hörten sie nicht auf Gott! Diese Begebenheit greift Paulus in 1. Kor 14,21 auf, um zu erklären, was es mit dem neutestamentlichen Sprachenreden auf sich hat. So wie damals das Reden in Fremdsprachen der Assyrer und Chaldäer zu einem Zeichen des Gerichts für das ungläubige Volk Gottes war, so ist das Sprachenreden im NT auch in erster Linie ein Zeichen für die Ungläubigen und nicht für die Glaubenden. Welche Ungläubigen sind hier gemeint? In Verbindung mit Jes 28 liegt es auf der Hand, dass das Sprachenreden ein Zeichen für die Juden ist. Es ist in gewisser Weise ein Zeichen des Gerichtes Gottes, weil sich Gott jetzt den Nationen zuwandte, die in fremden Sprachen redeten. Sein Fokus des Handelns und der Gnade war nun nicht mehr Israel allein. Und doch bekam das Volk der Juden noch einmal die Möglichkeit umzukehren und den Messias anzunehmen. Wenn es auch ein Zeichen des Gerichts ist, so ist es natürlich eine Gabe Gottes und ein übernatürliches Wunder des Herrn. So wie damals in Jes 28, hat Israel nach Pfingsten das Reden Gottes im Allgemeinen nicht angenommen. Du kannst das z.B. daran erkennen wie das Volk auf den eindringlichen Aufruf zur Buße und Umkehr von Stephanus reagierte. Sie steinigten und töteten ihn. Sie wollten nicht auf Gott hören. Wenige Jahre später (im Jahr 70 n.Chr.) wurde Jerusalem durch die Römer in Schutt und Asche gelegt und der Tempel zerstört. Die Juden wurden als Folge in alle Welt zerstreut. Es ist interessant zu sehen, dass bei allen Vorkommnissen des Sprachenredens in der Apostelgeschichte Juden zugegen waren (Apg 2, Apg 10, Apg 19). Das Sprachenreden ist ein Zeichen für die Ungläubigen, nämlich die Juden. Erforsche die Bibel, um gegen die Verführungen unserer Zeit gewappnet zu sein! #zunge #charismatik #sprache #language #pfingsten #zungenrede #ekstase #pfingstler #apostelgeschichte #bibel #bible #wunder #gabegottes #fremdsprache #language #jesuserlebt
- Golgatha (8)
12. Beleidigung am Kreuz – Die Führer des Volkes Ebenso, wie die Vorübergehenden, verspotten Ihn auch die geistlichen Führer der Juden. Matthäus berichtet davon am ausführlichsten. Unterschiedlicher Stand und unterschiedliches Ansehen spielten dabei keine Rolle mehr. Eigentlich blickten die geistlichen Führer verächtlich auf das Volk herab. „Diese Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, sie ist verflucht!“ hatten sie in Johannes 7 gesagt. Hier stimmen sie gerne in den Hohn dieses Volkes mit ein. „Ebenso“, schreibt Matthäus. Auch die unterschiedlichen Auffassungen in religiösen Fragen waren plötzlich vergessen. Die Sekte der Sadduzäer (Hohenpriester) und die Sekte der Pharisäer (Schriftgelehrte) stehen gemeinsam, Schulter an Schulter, mit den Ältesten vor dem Kreuz und verhöhnen den Heiland. „Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.“ Ja, das hatte Er wirklich getan. Wie viele Menschen haben, während der Herr auf der Erde lebte, Seine Rettung erfahren. Und die Führer des Volkes haben das gesehen! Sie selbst sagen es hier und spotten dann, „sich selbst kann er nicht retten.“ Und sie haben recht! Wenn der Heiland Menschen für die Ewigkeit retten wollte, dann konnte Er sich selbst nicht retten. Er musste in den Tod gehen. Kein anderer Weg hätte echte, ewige Rettung gebracht. So bleibt Er am Kreuz! Für mich! Legionen von Engeln standen Ihm zur Verfügung. Er ruft nicht Eine und obwohl Er die Macht hatte, herab zu steigen (Vers 42), hielten Ihn Sein Gehorsam und Seine Liebe dort oben am Kreuz. „Er ist Israels König; so steige er jetzt vom Kreuz herab, und wir wollen an ihn glauben.“ Wirklich? Sie haben so viele Zeichen von Ihm gesehen und glaubten nicht an Ihn. Der Grund dafür lag nicht in fehlenden Zeichen. Davon hatte es genug gegeben. Der wahre Grund war die Bosheit ihrer Herzen. Sie hassten Ihn und wollten nicht an Ihn glauben. Sie waren nicht bereit, sich vor Ihm zu beugen und sie wären es auch nicht gewesen, wenn Er vom Kreuz herabgestiegen wäre. So spotten sie weiter und fügen ihren Beleidigungen die Schmerzhafteste hinzu: „Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn.“ (Mt.27,42). Psalm 22,9 sagt diese Beleidung voraus und macht in seinem Verlauf deutlich, wie schlimm sie für den Herrn war. Sie trifft direkt Seine Beziehung zu Gott, Seinem Vater und die Beziehung des Vaters zu Ihm! Niemand vertraute Gott, wie der Herr. „von meiner Mutter Leib an bist du mein Gott.“ (Ps.22,11). Er war in jedem Moment Seines Lebens im vertrauten Gespräch mit Ihm. Er war der erste Mensch, der in Seinen Gedanken, Worten und Taten Gott ehrte, weil Er Ihm vertraute. Immer! Vollkommen! Dieses Vertrauen machte die Beziehung zu Seinem Vater aus. Und der Vater liebt den Sohn (Joh.3,53). Nichts hat diese, für uns unvorstellbare Beziehung gestört. Auch der Weg ans Kreuz nicht. „Sie gingen beide miteinander.“ (1.Mo.22). Und doch blieb der Himmel nach diesem Spott der jüdischen Geistlichkeit stumm. Keine Reaktion auf diesen Hohn. Zu anderen Zeiten hatte sich der Himmel geöffnet. Hier nicht! Als hätten sie recht… Der Herr erlebt, was Er in Psalm 42,11 ausdrückt: „Wie eine Zermalmung in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?“ Auch dieser Spott zerbrach Sein Herz. Von Seinen Lippen aber kommt kein Wort! Er erträgt das, leidet stumm und denkt dabei an mich! […] Du hast stille ohne Klagen, Hohn und Schmach und Weh ertragen; konntest selbst für die noch beten, die Dich auf das Kreuz erhöhten; ihren Spott, herabzusteigen, nahmst Du wortlos hin – mit Schweigen. Oh, wir Huldigen von Herzen Dir Herr Jesus, Mann der Schmerzen; […] Text: Paul Waltersbacher #cross #calvary #kreuz #jesus #leiden #spott #herabsteigen #retten #rettung #golgatha #jerusalem #hohepriester #schriftgelehrte #beleidigung #jesuserlebt
- Nicht von dieser Welt
Das Wort „heilig“ leitet sich vom griechischen Wort „hagios“ ab, was zusammengesetzt ist aus einer Verneinung und dem Wortstamm „Welt“, also in etwa „Nicht-Welt“. Dementsprechend ist eine heilige Person von der Welt für Gott abgesondert. Im Johannes Evangelium nutzt der Herr Jesus an drei Stellen die ausdrückliche Bedeutung „nicht von dieser Welt“. 1. Der Herr, „…, ich bin nicht von dieser Welt.“ (Joh. 8,23) Der Herr stellt sich hier im Gegensatz zu den Pharisäern dar. Diese waren (wie so oft) damit beschäftigt Widerstand zu leisten wenn der Herr lehrte (siehe V. 13, 19, 22). Er sprach von seiner Herkunft, die „von oben“ war, während die Pharisäer von dem waren, was „unten“ ist (V.23). Die Abstammung des Herrn von oben zeigte sich in seinem Leben, seinem Dienst und seinen Lehren. Er selbst war nicht von dieser Welt, er war „heilig, unschuldig, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel“ (Heb. 7,26). Deshalb hatte er auch keine Beziehung zu den vorherrschenden Gedanken und Taten der Menschen. Im Gebet zu seinem Vater wird dies noch einmal betont: „…wie ich nicht von der Welt bin“ (Joh. 17,16). Er macht klar, dass er vom Vater gesandt wurde, bei dem er in ewiger Herrlichkeit war. Er hat ein heiliges Leben unter den Menschen geführt und er würde nach vollbrachtem Werk am Kreuz zum Vater zurückkehren, vollkommen rein und makellos. 2. Sein Reich, „...ist nicht von dieser Welt;“ (Joh. 18,36). Der Charakter dieses Reiches ist ebenso wie der Herr „von oben“. Da ist keine Verbindung mit dem politischen Gedankengut dieser Welt, welches die Menschen so sehr beschäftigt. In seinem Reich herrscht moralisch gesehen „Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist“ (Röm. 14,17). Politisch gesehen ist es völlig entgegen gesetzt zum Reich des „vierten Tieres“ (Dan. 7, 7-8), dem wiederentstehenden römischen Reich in der Prophetie Daniels, da seine Herrschaft nicht zerstört werden wird (V.14). Und aus religiöser Sicht ist das Volk dieses Reiches aus den Weltreligionen herausgerufen (Off. 18, 4). 3. Sein Volk, „Sie sind nicht von der Welt,“ wird in den Versen 14 und 16 von Joh. 17 wiederholt. Sie bilden daher einen Gegensatz zu den Pharisäern in Joh. 8,23: „ihr seid von dieser Welt,…“. Die Pharisäer würden in ihren Sünden sterben, da sie von unten waren und nicht dorthin kommen konnten, wo der Herr hinging. Aber die Nachfolger des Herrn sind ganz anders. Sie und ihr Herr sind nicht von dieser Welt. Sie sind geheiligt, in diese Welt gesandt, eins mit dem Herrn, ihnen wurde das Wort Gottes gegeben und sie sind geliebt vom Vater. Da wir so reich gesegnet sind, sollten wir klar Stellung beziehen, dass wir auf der Seite des Herrn Jesus stehen; sein Charakter sollte immer mehr auch in uns gesehen werden. „Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder.“ (Eph. 5,1) „Denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn ich bin heilig.“ (1. Petr. 1,16)
- Der Esel – Gottes Ansprache an uns Menschen
Der Esel ist für uns heute, im allgemeinen Verständnis und Sprachgebrauch, der Inbegriff für Eigensinn und Sturheit. So kennt heute jeder Ausdruck: „Stur wie ein Esel“. Möglicherweise ist die Entstehung des Ausdrucks auf die biblische Begebenheit in 4. Mose 22 zurückzuführen, wo Bileam auf dem Esel ritt und dieser plötzlich, aus für Bileam zunächst nicht erkennbaren Gründen, nicht mehr weitergehen wollte und den Gehorsam verweigerte. Letztlich wissen wir als Bibelleser aber auch, dass es Gottes Eingreifen war, um Bileam von einer schweren Sünde gegen Gottes auserwähltes Volk Israel abzuhalten. [4. Mo. 22,21-31] Und Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten von Moab. Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er hinzog; und der Engel des HERRN stellte sich in den Weg, ihm zu widerstehen. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Jünglinge waren mit ihm. Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Weg stehen mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand, und die Eselin bog vom Weg ab und ging ins Feld; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken. Da trat der Engel des HERRN in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen: eine Mauer war auf dieser, und eine Mauer auf jener Seite. Und die Eselin sah den Engel des HERRN und drängte sich an die Wand und drückte den Fuß Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal. Da ging der Engel des HERRN nochmals weiter und trat an einen engen Ort, wo kein Weg war auszubiegen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, legte sie sich nieder unter Bileam; und es entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stab. Da tat der HERR den Mund der Eselin auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast? Und Bileam sprach zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast; wäre doch ein Schwert in meiner Hand, so hätte ich dich jetzt totgeschlagen! Und die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War ich je gewohnt, dir so zu tun? Und er sprach: Nein. Da enthüllte der HERR die Augen Bileams, und er sah den Engel des HERRN auf dem Weg stehen, mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand; und er neigte sich und warf sich nieder auf sein Angesicht. In frühen biblischen Zeiten wurde dem Esel ein durchaus hoher Stellenwert beigemessen, war er doch ein wichtiger und zuverlässiger Lastenträger über Jahrtausende hinweg. Der Esel zeichnete sich durch große Trittsicherheit in unwegsamem Gelände, einen guten Orientierungssinn und äußerste Robustheit aus. Das wussten die Menschen sehr zu schätzen. Wenn die Bibel über die Besitztümer der Männer im Alten Testament spricht, wird häufig die Menge der Esel in einem Atemzug mit den vermeintlich wertvolleren Nutztieren, wie Schafe, Ziegen und Rinder, genannt. Das zeigt welche Bedeutung der Esel für die damals lebenden Menschen hatte. Auch als Reittier wurde er gerne genutzt. Das haben wir eben schon bei Bileam gesehen. Ich möchte aber nochmal besonders auf die bemerkenswerte Stelle hinweisen, wo berichtet wird, wie Jesus auf einem Esel reitend in Jerusalem eingezogen ist. [Mt. 21,1-11] Und als sie Jerusalem nahten und nach Bethphage kamen, an den Ölberg, da sandte Jesus zwei Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt; und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden, und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir. Und wenn jemand etwas zu euch sagt, so sollt ihr sprechen: Der Herr bedarf ihrer, und sogleich wird er sie senden. Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, der spricht: „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und reitend auf einer Eselin und auf einem Füllen, des Lasttiers Jungen“. Als aber die Jünger hingegangen waren und getan hatten, wie Jesus ihnen aufgetragen, brachten sie die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich auf dieselben. Und eine sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der im Namen des Herrn kommt! Hosanna in der Höhe! Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser? Die Volksmengen aber sagten: Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa. In dieser Zeit allerdings war der Stellenwert des Esels bereits deutlich gesunken und durch Maultier oder Pferd abgelöst worden. Dies wurde durch die Herrschaft der Römer massiv forciert, sodass das Reiten Jesu auf einem Esel zeigt, welche Gesinnung er im Herzen hatte. Er beanspruchte keine Vorzugsstellung für sich, sondern gibt uns ein Muster an Demut und Selbstverleugnung, welches wir in unserem Leben, so wünscht er es sich, nachahmen dürfen. Wenn wir über die Ansprache Gottes an uns nachdenken wollen, dann kommen wir an den beiden folgenden Versen nicht vorbei: [1. Mo. 16,11-13] Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael geben, denn der HERR hat auf dein Elend gehört. Und er, er wird ein Wildesel von Mensch sein; seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und angesichts aller seiner Brüder wird er wohnen. Da nannte sie den HERR, der zu ihr redete: Du bist ein Gott, der sich schauen lässt! [Hiob 11,12] Auch ein Hohlköpfiger gewinnt Verstand, wenn auch der Mensch als ein Wildeselsfüllen geboren wird. Dort und auch noch an anderen Stellen wird der Mensch mit einem Wildesel verglichen. Es ist besonders der ungezähmte, wilde und widerstrebende Charakter, den Gott mit uns Menschen in Verbindung bringt. So sieht uns Gott von Geburt an, als Menschen, die mit allem was göttlicher Natur ist im Widerstand sind. Als Menschen, die Gott ablehnen und sich durch Eigenwillen auszeichnen, sodass Gott letztlich über jeden von uns das Urteil aussprechen muss, dass wir unbrauchbar für ihn sind. Völlig untauglich und nicht in der Lage etwas zu tun, was seine Anerkennung findet, so wie ein ungezähmter Wildesel unnütz und ohne Wert für den Menschen ist. [Ps. 14,3] Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. [Röm. 3,12] Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.“ Das ist unser natürlicher Zustand. Aber Gott sei Dank, gibt es eine Lösung für dieses Problem. So wie die Menschen damals aus einem Wildesel ein zahmes, führiges und dadurch für den Menschen brauchbares Tier gemacht haben, so kann auch aus uns Menschen etwas werden, was Gottes Zustimmung findet. Es gibt eine Möglichkeit nützlich zu werden für Gott. Nur bekommen wir das nicht selbst fertig. Genauso wenig, wie sich der Esel selbst zähmt. Die Hilfe muss von außen kommen. Die Bibel sagt uns wie das in Bezug auf uns Menschen stattgefunden hat: [Joh. 3,16] Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Ja, aus eigener Anstrengung schaffen wir es nicht Gott zu gefallen, aber seine Liebe bietet uns Hilfe, in Jesus seinem Sohn, an. Der Glaube an ihn, an sein Sterben am Kreuz der Sünde wegen und stellvertretend für die Sünde jedes an ihn glaubenden Menschen, bringt uns in eine neue Beziehung zu Gott. Wir sind dadurch in die Lage versetzt, nicht mehr sündigen zu müssen, sondern können und dürfen, als Kennzeichen des neuen göttlichen Lebens, Gott zur Ehre leben. [2. Kor. 5,17-18] Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden. Alles aber von dem Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch [Jesus] Christus [1. Joh. 3,9-10] Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, …; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. Aus dem natürlichen Menschen, aus unserer sündigen Natur, konnte nichts hervorkommen, was Gottes Anerkennung findet. Jetzt aber, als Teilhaber der göttlichen Natur, dürfen wir bildlich wie der gezähmte Esel nützlich und brauchbar für Gott sein. Ab diesem Moment gilt es dann, dass Theorie und Praxis, oder besser, unsere von Gott geschenkte Stellung und unser praktisches Christenleben, zu einander passen. Ich weiß nicht, wie du es empfindest, aber ist es nicht eine tägliche Herausforderung? Ähneln wir nicht doch oft noch dem ungezähmten Esel? Sind wir nicht manchmal noch störrisch und widerstrebend, sodass Gott Mühe mit uns hat? Dann muss er mitunter Erziehungsmaßnahmen anwenden, um uns in der „Spur“ zu halten. So wie man bei widerstrebenden Tieren Zaum und Zügel benutzt hat. [Ps. 32,9] Seid nicht wie ein Pferd, wie ein Maultier, das keinen Verstand hat; mit Zaum und Zügel, ihrem Schmuck, musst du sie bändigen, sonst nahen sie dir nicht. Das kann schon mal etwas schmerzhaft sein. Aber sicher ist, Gott meint es gut mit uns. Er möchte, dass die Wesenszüge des Wildesels, der alten Natur verschwinden, und wir mehr und mehr brauchbar und nützlich für ihn sind. Bitten wir Gott um Hilfe, dass wir es ihm nicht so schwer machen und lasst uns seiner Stimme folgsam sein. Wenn du Zweifel hast, was sein Wille für dich und deine Situation, für dein Leben ist, dann geh nicht einfach nach Gutdünken drauf los, sondern bitte ihn aufrichtig, dass er dir zeigt, was er von dir möchte, wie du ihm gefallen kannst. Ein solches Gebt bleibt garantiert nicht ohne Antwort. #esel #donkey #stur #menschen #mann #frau #gott #jesus #tier #schöpfung #schöpfer #sünde #sünder #natur #jesuserlebt
- Golgatha (7)
11. Beleidigung am Kreuz – Die Vorübergehenden „Alle die mich sehen, spotten über mich“. Hier auf Golgatha erfüllt sich buchstäblich, was der Herr voller Schmerz in Psalm 22,8 gesagt hat. Alle, die Ihn dort hängen sahen, haben gespottet. Keine Personengruppe war davon ausgenommen. Ganz gleich, ob es das Volk war, Personen, die vorbei gingen, Hohepriester, Schriftgelehrte, Älteste, die Soldaten, ja, sogar die beiden Verbrecher, die mit Ihm gekreuzigt waren! Sie alle vereinen sich, um Ihn zu beleidigen, Ihm in ihrem ganzen Hass, ihrer ganzen Verachtung weitere Schmerzen zuzufügen. „sie reißen die Lippen auf, schütteln den Kopf“ (Ps.22,8). In Jerusalem wurde das Passahfest gefeiert. Viele Juden waren unterwegs in die Stadt. Sie kommen an Golgatha vorbei. Matthäus und Markus nennen sie die Vorübergehenden. Schaulustig bleiben sie stehen und sehen zu. Lukas drückt es so aus: „das Volk stand da und sah zu“. Niemand begriff , was dort passierte, welche Schmerzen der Herr dort aushielt. „Merkt ihr es nicht, alle, die ihr des Weges zieht? Schaut und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz, der mir angetan wurde“ (Klg.1,12). Kein Herz das mitfühlte und mitlitt! Der Heiland wartet auf Tröster – es sind keine da (Ps.69,21). Einsam, still und unverstanden hängt Er am Kreuz. Das allein war schon quälend genug! Doch die Vorrübergehenden gehen nicht einfach teilnahmslos weiter, nachdem sie ihre Schaulustigkeit befriedigt hatten. Nein, sie lästern! „Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst.“ (Mt.27,40). Schon in der Gerichtsverhandlung in Matthäus 26,61 hatten die falschen Zeugen den Satz aus Johannes 2,19 verdreht. Nicht Er würde den Tempel abbrechen. Sie würden es tun und Er würde diesen Tempel in 3 Tagen wieder errichten. Er hatte von Seinem Körper gesprochen. Dem Körper, in welchem Gott anwesend war, in welchem die Fülle der Gottheit wohnte. In dem von Herodes gebauten Tempel wohnte Gott nicht mehr. Aber Er war in Seinem Sohn zu seinem Volk gekommen. Jetzt lästern sie und merken nicht, dass sie es waren, die gerade im Begriff standen, den Tempel abzubrechen! „[…] rette dich selbst. Wenn du Gottes Sohn bist, so steige herab vom Kreuz!“ Er ist Gottes Sohn! Zahllose Begebenheiten und Situationen in Seinem Leben hatten das bewiesen. Aber er stieg nicht vom Kreuz herab. Er rettete nicht sich selbst, sondern uns! In Seiner grenzenlosen Liebe blieb Er unter all dem Spott und der Verachtung des Volkes dort oben hängen. Der Gerechte für die Ungerechten. Ohne ein Wort zu erwidern erträgt Er alle Misshandlungen. „er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf“ (Jes.53,7). Er war wirklich „verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut.“ (Jes.53,4). Was fühltest du, als dort am Kreuze, in der entwürdigenden Schmach Dich hasserfüllte Blicke trafen und Hohn Dein liebend Herze brach! Herr Jesus, Deine große Liebe rührt tief mein Herz aufs neue an. Für mich hast Du Dich hingegeben – Anbetung Dir, Du Schmerzensmann. Text: Egbert Brockhaus 2011 in Anlehnung an John Nelson Darby
- Was ist eigentlich Zungenrede?
„Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apg 2,4) An Pfingsten kam der Heilige Geist auf diese Erde, um in der Gemeinde Gottes als auch in jedem einzelnen Gläubigen zu wohnen. Das hatte der Herr Jesus schon während Seines Lebens hier auf der Erde angekündigt. Er wollte einen Fürsprecher (o. Beistand, Tröster, Sachwalter) senden, um Seine Jünger nicht allein in dieser Welt zurückzulassen (Joh 14,16 ff.). Der Heilige Geist würde das große Ziel verfolgen, die Jünger des Herrn an das zu erinnern und zu lehren, was der Herr Jesus ihnen gesagt hatte. Durch Ihn würden die Jünger Kraft bekommen Zeugen Jesu in dieser Welt zu sein. Als Folge der Ausgießung des Heiligen Geistes wurden die Jünger mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden. In Jerusalem wohnten zu diesem Zeitpunkt viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen, mit unterschiedlichen Sprachen und Dialekten. Die Jünger des Herrn, die vorher nur in ihrer eigenen Landessprache sprechen konnten, legten jetzt Zeugnis von der Größe Gottes und Seinem Wirken in den Sprachen und Dialekten derer ab, die in Jerusalem wohnten. Die Verwunderung war nicht schlecht – so etwas hatten sie noch nie erlebt. Warum konnten die Jünger plötzlich ihre Sprache sprechen? Wir wollen uns jetzt kurz die Frage stellen, was das für Sprachen waren und was Zungenrede wirklich bedeutet. Das griechische Wort „glossa“, was in der Bibel für „Sprache“ oder „Zunge“ verwendet wird, kann sowohl das Körperteil „Zunge“ meinen als auch eine real existierende Sprache oder ein Dialekt. Immer wieder hört man die Argumentation, dass Sprachen- und Zungenrede etwas Unterschiedliches sei, aber Gottes Wort meint ein und dasselbe. Etwas anderes ist es, was daraus gemacht wurde. Der Herr Jesus hatte in Markus 16,17 den Jüngern verheißen, dass sie „in neuen Sprachen“ sprechen würden. Pfingsten war die Erfüllung dieser Verheißung – mit „neuen Sprachen“ ist an dieser Stelle aber nicht eine neue Sprache in dem Sinne gemeint, dass sie vorher noch nicht existiert hätte, sondern sie ist für den neu, der sie spricht. Das Sprachenreden ist ausschließlich eine Gabe Gottes, die nicht erlernbar ist (1.Kor 12,10). Aus Apg 2 wird klar, dass die Jünger diese Sprachen vorher nicht kannten und auch nicht gelernt hatten. Es wird aber auch sehr klar und das ist wichtig, dass es um real existierende Sprachen oder Fremdsprachen ging. Pfingsten war in dem Sinne kein Hörwunder, sondern ein tatsächliches Sprachenwunder (Apg 2,6). Die Jünger konnten durch das Wirken des Geistes in Fremdsprachen reden, um Menschen aus anderen Nationen von Gott zu erzählen. Heute wird das Reden in Zungen oder Sprachenreden oft mit einem unverständlichen Reden oder Plappern gleichgesetzt. Das biblische Sprachenreden hat nichts mit einem Zustand von Ekstase, Verzückung oder sonst etwas gemein. Es ging immer um ein kontrolliertes Reden in einer Fremdsprache, die für den Sprechenden neu war. Wenn Du heute mit Gemeinden und Gläubigen in Kontakt kommst, wo die Zungenrede als ein ekstatisches, unverständliches Reden mit viel „Tamtam“ praktiziert wird, dann sei bitte vorsichtig. Die ehrliche Frage ist dann, durch welchen Geist es bewirkt wird? Jedenfalls nicht durch den Geist Gottes. #zunge #charismatik #sprache #language #pfingsten #zungenrede #ekstase #pfingstler #apostelgeschichte #bibel #bible #wunder #gabegottes #fremdsprache #language #jesuserlebt
- kleingedrucktes - aus Maleachi 2/2
Jetzt geht´s weiter mit Maleachi. Eigentlich wollte ich ja alles in einen Teil packen, aber du merkst selbst: Das Kleingedruckte hat es in sich. Übrigens gibt es noch viel mehr zu entdecken, wir kratzen hier nur an der Oberfläche! Und in diesem Teil kommt auch das versprochene Highlight! Wir machen erstmal die Struktur zu Ende und mit der siebten Frage weiter. 7. "Worin sollen wir umkehren?" - Kapitel 3 Vers 7 Diese Frage ist eigentlich die Krönung ihrer Respektlosigkeit gegenüber ihrem Gott. Sie scheinen gar kein Empfinden für das Unrecht mehr zu haben und sagen Ihm quasi: "Zeig´ uns mal, was wir falsch gemacht haben!" Gott antwortet ihnen, indem Er ihnen Sein Gesetz vorhält. - Und du? Machst du manchmal auch, was dir gerade passt und richtig erscheint und wenn Gott dich darauf hinweist, sagst du Ihm in etwa: "Wo steht, dass ich das nicht darf? Wieso hast Du mich davor nicht genauer gewarnt?" Weißt du, das Volk Israel brauchte Gesetze, um zu wissen, was Gottes Gedanken für ihr Leben waren. Aber du und ich, wir haben den Geist Gottes, der uns durch die Bibel viel freier führt, aber auch enger mit Gott und Seinem Charakter verbindet. Seine Ansichten zu den Dingen sollten uns also viel klarer sein, vorausgesetzt, dass die Beziehung zu Ihm stimmt. 8. "Worin haben wir Dich beraubt?" - Kapitel 3 Vers 8 Hier geht es um die Anteile Gottes am Opfer, was eng mit der zweiten Frage und dem Altar zusammenhängt. Hier geht es aber auch um den Zehnten, den sie Gott bzw. den Leviten und Priestern als Abgabe bringen sollten. Doch sie brachten lange Zeit nicht den ganzen Zehnten, sodass der Dienst der Priester und Leviten kaum noch möglich war. Der Tempel verfiel, der Gottesdienst verkam, weil kein Geld für den Unterhalt da war und die Priester und Leviten für sich selbst sorgen mussten. (siehe hierzu historisch z.B. Nehemia 13,10 ff.) Gott antwortet Ihnen so lieb und gnädig und verheißt ihnen bei Gehorsam direkt Seinen Segen. Er würde sich auch hier nichts schenken lassen! - Die Anwendung auf uns fällt leicht und passt aus Punkt 2, auch wenn es hier tatsächlich mehr um unsere Bereitschaft zum Geben geht. Wir sollen freiwillig geben, da wo Nöte sind oder etwas für das Werk des Herrn benötigt wird. Diener Gottes verlassen sich ganz auf Seine Versorgung und haben für Ihn ihren Beruf aufgegeben. Dazu ist das Neue Testament sehr deutlich z.B. in 2. Korinther 8. 9. (+10.) "Was haben wir miteinander gegen dich beredet?" + "Vergeblich ist es, Gott zu dienen, und was für Gewinn, dass wir Seinen Dienst versahen und dass wir vor dem Herrn der Heerscharen in Trauer umhergingen?" (Kapitel 3 Verse 14+15; auch Kapitel 1 Verse 12+13) Die Israeliten fragten sich untereinander, was sie denn davon hätten, Gott zu dienen, auf irdische Freude und Vorzüge zu verzichten. Sie klagten Gott indirekt an, dass Er sie nicht entsprechend versorgen könnte und ihnen keine Belohnung geben würde. Es geht ihnen wie Asaph, der von seinem bescheidenen Leben in Gottseligkeit enttäuscht war und nur den Wohlstand der Gottlosen beneidete. (Psalm 73) Oder wie Simon Petrus, der den Herrn fragte, welche Absicherung Er ihm denn geben könnte, was für ihn denn in der Nachfolge Jesu herausspringen würde, wie sein Einsatz kompensiert werden sollte. (Matthäus 19,27 ff.) Gott antwortet ihnen indirekt, indem der Blick auf die schwenkt, die Ihn fürchten. Für sie wird ein Gedenkbuch geschrieben, womit Er ausdrückt, dass Er keinen Einsatz für Ihn vergessen wird. Am Ende (vergleiche Asaph), in den Heiligtümern Gottes, im Reich Christi, in der Auferstehung, wird es einen Unterschied machen, ob der Mensch gottlos oder gottselig gelebt hat. Die Erretteten erwartet Lohn, ewige Freude und Ehre, die Verlorenen aber die Gottesferne und Leid. - Bist du manchmal kurz davor aufzugeben? Fragst du dich, was dein Einsatz für die Gemeinde und im Evangelium bringt? Du siehst keine Frucht und reibst dich selbst nur für Gott auf? Dabei sind deine Altersgenossen, die es "nicht so ultraernst mit dem Glauben nehmen" oder gar nichts damit am Hut haben, auf der Überholspur? Lohnt sich der Verzicht und die Arbeit überhaupt? - Gib nicht auf! Gott beachtet alles, was du tust. (2. Timotheus 4,7 f.) Er gibt dir einmal vollen, überreichen Lohn! Wahrscheinlich nicht auf dieser Erde (Aber empfängst du nicht jedes Mal auch selbst etwas, wenn du Gott etwas gibst?), aber doch in der Ewigkeit. Dann wird Er dir sagen: "Wohl du guter und treuer Knecht!... geh ein in die Freude deines Herrn". (Matthäus 25,23) Er wird hinzutreten und dich bedienen! (Lukas 12,37) Unfassbar und unvergleichbar mit allem, was du und ich hier erreichen können! Damit kommen wir zum Highlight der Botschaft Maleachis, dem Herrn Jesus selbst. Hier hilft uns eine sprachliche Besonderheit im Propheten Maleachi. Zuerst einmal heißt Maleachi schon: Mein Bote oder Engel! Diesen Ausdruck benutzt er auch in Kapitel 2,7 und besonders in Kapitel 3,1. Das Neue Testament greift diese Verse auf und bezieht sie direkt auf Johannes den Täufer, der ein Vorbereiter für Jesus Christus war! (Markus 1,4; Lukas 1,26). Das wird eng verbunden mit der Ankündigung Elias in Kapitel 3,23, worauf der Herr Jesus Bezug nimmt und Johannes den Täufer meint. (Matthäus 11,13 + 17,10) Hätte das Volk Israel Jesus Christus angenommen und nicht getötet, wären die Prophezeiungen auf den Messias, die wir in diesem Propheten finden, erfüllt worden. So aber bleibt die Erfüllung der Prophezeiung noch aus, weil nach Gottes Plan und Weisheit eine Zeit eingeschoben wurde, in der das Volk Israel keine große Rolle in Gottes Planungen spielt. Das kannst du in Römer 11 nachlesen. Da wirst du aber auch finden, dass zu jeder Zeit ein Überrest für Gott besteht, der Ihm treu bleibt und auf den Messias wartet. Hier sind es, "die den Herrn fürchten" (Kapitel 3,16), zur Zeit Jesu "die auf Erlösung warteten in Jerusalem" (Lukas 2,38); z.B. Anna oder Simeon. Sie warten immer noch auf die Erfüllung der Verheißungen, die du in Kapitel 3,1-6; 17-24 findest. Es wird ein Tag des Gerichts sein, an dem Gott das Volk Israel von Sünde und Ungerechtigkeit reinigen und alle Völker der Erde richten wird. Doch für die, die auf Ihn vertrauen und an Ihm festhalten, wird "die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen mit Heilung unter ihren Flügeln". Das ist ein Bild des Messias, der die Gerechtigkeit auf dieser Erde wiederherstellen wird und Seinen Überrest segnen wird. In allen Bereichen, die Gott durch Maleachi kritisieren musste, wird dann alles wieder in Ordnung gebracht. Gottesdienst (3,4); Frucht und Segen (3,11 f.); die Beziehung zu Gott (3,17 f.); die Beachtung des Gesetzes (3,22); die Beziehungen untereinander (3,24). Ja, alles das wird der Herr Jesus für Sein Volk auf dieser Erde tun und alles ist ein Ergebnis Seines Todes am Kreuz. Wie wunderbar wird es für Ihn sein, was für eine Belohnung! Wie muss Er sich schon vor dem Kreuz darauf gefreut und danach gesehnt haben, dass Er Frucht für die Mühsal Seiner Seele sehen und sich sättigen wird! (Jesaja 53,12) Auch das ließ Ihn aushalten (Hebräer 12,2) und Gott durch Sein Opfer voll zufriedenzustellen! Anbetungswürdiger Herr Jesus Christus! Wie Paulus kann ich da nur sagen: "O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!" - Römer 11,33 Mit diesem Paukenschlag endet das Alte Testament nur damit zu Beginn des Neuen Testaments eine noch größere und schönere Zeit beginnt: Die Erfüllung aller Prophezeiungen in Jesus Christus! Wie perfekt und ausgewogen ist die Bibel! Das war jetzt ein bisschen mehr für den Kopf und weniger für das Herz. Falls dir das alles nicht so zugesagt hat, dann schau dir noch einmal die Verse 6, 10, 16 und 20 aus Kapitel 3 an. Die finde ich immer wieder anspornend, motivierend und tröstlich für mein Glaubensleben! Für weitere und tiefergehende eigene Studien z.B. zum gemeindlichen Aspekt (habe ich extra ausgelassen) kann ich dir die folgenden Bücher mit den jeweiligen Schwerpunkten empfehlen, die mir zur Vorbereitung des Beitrages sehr geholfen haben. Hier findest du vieles ausführlicher (wieder). Gottes Segen dafür! Es lohnt sich bestimmt! =) Überblick und Struktur: - Gaebelein´s concise commentary on the whole bible / Arno C. Gaebelein - Abriss und Gliederung der biblischen Bücher / Robert Lee - Die kleinen Propheten / J. G. Bellett Prophetie: - Zechariah the Prophet and Malachi / E. Dennett Anwendungen auf das Glaubensleben: - Die Botschaft des Propheten Maleachi für die heutige Zeit / Walter A. Lickley - Ich habe euch geliebt! spricht der Herr - Denkanstöße aus zwölf Propheten / André Cuendet
- Golgatha (6) - Jesus aber in der Mitte
10. Die Kreuzigung der Verbrecher Die zwei Verbrecher, die den Zug nach Golgatha begleitet haben, sollen ebenfalls durch das Kreuz hingerichtet werden. Sie haben die Szene beobachtet, die sich auf Golgatha abgespielte. Was in ihnen vorging, wissen wir nicht. Ihre Hinrichtung stand kurz bevor. Ganz anders jedenfalls als der Heiland, werden sie mit sich selbst und ihrer Todesstrafe beschäftigt gewesen sein. Nun war der Zeitpunkt gekommen. Sie werden gekreuzigt und ihre Kreuze werden rechts und links neben dem Kreuz des Herrn aufgerichtet. „Jesus aber in der Mitte.“, schreibt Johannes. Das war der Platz, den die Menschen für Ihn hatten. Zwischen zwei Verbrechern. Der einzige, vollkommene Mensch, der je auf dieser Erde gelebt hat; der mitfühlendste und hilfsbereiteste Mensch, die Person, die ihrem Gegenüber in echter, einzigartiger Liebe begegnet ist – der wirklich gut war – ja, der ewige Sohn Gottes findet Seinen Platz zwischen zwei Verbrechern! In der Mitte – als sei Er der Schlimmste! Keine Gelegenheit haben sie ausgelassen, Ihm zu zeigen, wie sehr sie Ihn verabscheuten. Er ist „den Übertretern beigezählt worden“ (Jes.53,12). Der Herr sieht, wie rechts und links neben ihm zwei Kreuze aufgerichtet werden. Er sieht die beiden Verbrecher, die dort ihr gerechtes Urteil empfangen. „Der Lohn der Sünde ist der Tod“. Ohne Frage hat Er beim Anblick dieser Beiden gelitten! So, wie Er immer gelitten hat, wenn Er das Elend der Menschen gesehen hat. Oft hat er geseufzt, war innerlich bewegt, erschütterte sich. Er litt beim Anblick der Folgen der Sünden. In diesem Sinn schreibt Jesaja: „Er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen.“ (Kap.53,4). Und war Er nicht wegen solcher Verbrecher auf diese Erde gekommen? Er hatte es selbst gesagt. Nicht, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder (Mk.2,17). Es muss Ihn geschmerzt haben, zu wissen, dass einer der Beiden unversöhnt in die Ewigkeit gehen würde. Verloren! So hängt Er in der Mitte, Er der wahre Mittelpunkt dieses Universums. Er war es damals am Kreuz, ist es heute, wenn die Gläubigen zusammen sind (Mt.18.20) und Er wird es auch in Zukunft sein (Off.5,6). Alles dreht sich um Ihn, wie die Planeten um ihre Sonnen und die Elektronen um ihre Atomkerne. Er ist der wahre und einzige Mittelpunkt im Herzen Gottes. Mittelpunkt aller Seiner Gedanken und Wege – und auch in meinem Herzen soll Er allein das echte Zentrum sein! „Jesus-Name“! Lebenssonne, Du, des Vaters ew’ge Freud, bist auch meine Lust und Wonne, jetzt und bis in Ewigkeit. Text: Carl Brockhaus (*1822 †1899) | Melodie: William Letton Viner (*1790 †1867) #golgatha #calvary #cross #kreuz #jesus #christ #jesuschrist #suffering #leiden #messias #messiah #bible #bibel #sünden #sin #könig #king #jesuserlebt #dautphe #schuld #mitte #center












